ToSto64
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Nach einer längeren Beobachtungspause – fast ein Jahr ist es her – haben wir in der Nacht vom 13. zum 14. August auf der Alp Lasa, an der Südseite des Pizol, Stellung bezogen. Die Bedingungen waren perfekt. Die Milchstrasse in voller Pracht über uns und die Luft klar und angenehm kühl. Am Nachmittag des 13. August hatte ich ein paar Objekte herausgesucht, die wir durch unser Teleskop etwas genauer betrachten wollten. Wie es so ist, war es dann nur ein Teil der Liste, während andere Objekte sich zufällig ins Okular verirrten und unser Interesse weckten.
Ein Highlight gab es bereits bei der Anreise. Auf der Strasse hoch zur Alp Lasa lief uns ein junger Dachs vors Auto. Nicht das er panisch die Flucht ergriff – nein, er war völlig unbeeindruckt von der Situation. Wenn schon kein Sternbild Dachs, so ein echter im Leben.
Beobachtungsbericht
Datum: 13./14. August 2026
Zeitfenster: 22:30 bis ca. 03:00 Uhr
Ort: Alp Lasa; 1854m ü. NN
Blickfeld von NO bis SW ohne grosse Einschränkungen; W bis N durch Pizolmassiv eingeschränkt
Beobachter: Daniela und Thomas
Wetterbedingungen: Perfekte Beobachtungsnacht. Wetter und Seeing perfekt, Transparenz ausgezeichnet. Die Milchstrasse sehr kontrastreich. Bortle Skala 3, Grenzgrösse etwa 7.0mag. Temperatur um 22:30 Uhr ca. 17 °C und um 3 Uhr ca. 13°C.
Ausrüstung:
Hofheim 8 Zoll Dobson
Okulare : TeleVue Ethos 13, TeleVue Delos 17, TeleVue Delos 10, TeleVue Delos 6
Fernglas : Leica Trinovid 10x42 HD
Beobachtete Objekte :
Andromeda (M31) mit M32 – der Klassiker – schon mit dem Auge sichtbar. Im Teleskop mit dem Delos 17mm war M31 in der sichtbaren Fläche gross und hell und der Kern deutlich zu sehen. Hier müsste ich mal noch ein 24 oder 28 mm Okular zulegen.
M33 – Grossflächig und diffus, mit indirektem Sehen wesentlich mehr Struktur zu erkennen.
Meine Lieblingsgalaxien – M81 und M82 – immer wieder schön zu studieren. Ein reizvolles Paar im Sternbild Grosser Bär. M81 mit hellem Kern, M82 langezogen und markant.
NGC 404 im Sternbild Andromeda. Direkt bei Mirach zu finden. Als kleiner, runder und etwas diffuser Fleck ist die Galaxie aber gut im Bild zu halten.
NGC 6946 – Die Feuerradgalaxie im Grenzbereich von Kepheus und Schwan. Von Eta Cephei in Richtung NGC 6939 gehen, dann erscheint sie als schönes flächiges Objekt. Mit indirektem Sehen wirken die Aufhellungen und die Strukturansätze wesentlich besser.
NGC 253 im Sternbild Bildhauer, tief im Süden war ab ca. ein Uhr zu sehen. Von Diphda abwärts in das sternenarme Sculptorfeld schwenken. Ein auffallend längliches Objekt und trotz der niedrigen Höhe über den südlichen Gipfeln, erstaunlich gut wahrnehmbar. Das war ein Zufallsobjekt, dass wir nicht geplant hatten.
Auch an Stephans Quintett haben wir uns versucht. Zunächst sind wir etwas irrlichternd durch das Sternbild Pegasus gewandert, bis wir auf zwei diffuse Nebel gestossen sind. Zunächst haben wir das Feld um NGC 7331 eingestellt und dann mit etwas höherer Vergrösserung und indirektem Sehen 7die Wahrnehmungsgrenze erweitert. Aber es war schon anstrengend. Etwas höher im Osten ist uns dabei eine weitere Galaxie vors Okular gerutscht. Diese konnten wir aber nicht identifizieren.
M22 im Sternbild Schütze, leicht oberhalb der Teekanne zu finden. Sehr hell und körnig.
M13 im Sternbild Herkules zwischen Eta und Zeta Her – prachtvoll und super aufgelöst.
Da haben wir auch gleich noch M92 nördlich des Keystones mitgenommen. Sehr hell und kompakt.
Der Wildentenhaufen im Sternbild Schild präsentierte sich ausgesprochen eindrucksvoll. Sehr dichter Sternenhaufen.
M15 und M39 waren dann zwei nicht geplante Kandidaten. Der eine kompakt (M15) mit einem sehr hellen Zentrum und der andere eher locker zusammengewürfelt und sehr grossflächig. Im Fernglas besonders schön zusehen.
Und mit den Plejaden im Sternbild Stier der wohl schönste Sternhaufen des nördlichen Nachthimmels. Knapp unterhalb sollte sich Uranus befinden – gem. Sky Safari – aber gesehen haben wir ihn nicht.
Zum Schluss noch der Eulenhaufen. Das war unsere erste Begegnung mit NGC 457. Unterhalb von Delta Cas haben wir ihn relativ schnell gefunden. Auffällig die beiden Augen.
Einen Abstecher mit dem Delos 6 mm zum Saturn – der einzig sichtbare Planet in dieser Nacht – musste natürlich auch sein. Sehr ruhiges Bild, schön abgesetzte Ringe – ein schöner Gesamteindruck.
Eine wirklich gelungene Rückkehr unter den Sternenhimmel. Unsere Beobachtungsfreude war entsprechend gross.
Im Anhang noch ein paar zeichnerische Eindrücke meinerseits.
LG Thomas
Ein Highlight gab es bereits bei der Anreise. Auf der Strasse hoch zur Alp Lasa lief uns ein junger Dachs vors Auto. Nicht das er panisch die Flucht ergriff – nein, er war völlig unbeeindruckt von der Situation. Wenn schon kein Sternbild Dachs, so ein echter im Leben.
Beobachtungsbericht
Datum: 13./14. August 2026
Zeitfenster: 22:30 bis ca. 03:00 Uhr
Ort: Alp Lasa; 1854m ü. NN
Blickfeld von NO bis SW ohne grosse Einschränkungen; W bis N durch Pizolmassiv eingeschränkt
Beobachter: Daniela und Thomas
Wetterbedingungen: Perfekte Beobachtungsnacht. Wetter und Seeing perfekt, Transparenz ausgezeichnet. Die Milchstrasse sehr kontrastreich. Bortle Skala 3, Grenzgrösse etwa 7.0mag. Temperatur um 22:30 Uhr ca. 17 °C und um 3 Uhr ca. 13°C.
Ausrüstung:
Hofheim 8 Zoll Dobson
Okulare : TeleVue Ethos 13, TeleVue Delos 17, TeleVue Delos 10, TeleVue Delos 6
Fernglas : Leica Trinovid 10x42 HD
Beobachtete Objekte :
Andromeda (M31) mit M32 – der Klassiker – schon mit dem Auge sichtbar. Im Teleskop mit dem Delos 17mm war M31 in der sichtbaren Fläche gross und hell und der Kern deutlich zu sehen. Hier müsste ich mal noch ein 24 oder 28 mm Okular zulegen.
M33 – Grossflächig und diffus, mit indirektem Sehen wesentlich mehr Struktur zu erkennen.
Meine Lieblingsgalaxien – M81 und M82 – immer wieder schön zu studieren. Ein reizvolles Paar im Sternbild Grosser Bär. M81 mit hellem Kern, M82 langezogen und markant.
NGC 404 im Sternbild Andromeda. Direkt bei Mirach zu finden. Als kleiner, runder und etwas diffuser Fleck ist die Galaxie aber gut im Bild zu halten.
NGC 6946 – Die Feuerradgalaxie im Grenzbereich von Kepheus und Schwan. Von Eta Cephei in Richtung NGC 6939 gehen, dann erscheint sie als schönes flächiges Objekt. Mit indirektem Sehen wirken die Aufhellungen und die Strukturansätze wesentlich besser.
NGC 253 im Sternbild Bildhauer, tief im Süden war ab ca. ein Uhr zu sehen. Von Diphda abwärts in das sternenarme Sculptorfeld schwenken. Ein auffallend längliches Objekt und trotz der niedrigen Höhe über den südlichen Gipfeln, erstaunlich gut wahrnehmbar. Das war ein Zufallsobjekt, dass wir nicht geplant hatten.
Auch an Stephans Quintett haben wir uns versucht. Zunächst sind wir etwas irrlichternd durch das Sternbild Pegasus gewandert, bis wir auf zwei diffuse Nebel gestossen sind. Zunächst haben wir das Feld um NGC 7331 eingestellt und dann mit etwas höherer Vergrösserung und indirektem Sehen 7die Wahrnehmungsgrenze erweitert. Aber es war schon anstrengend. Etwas höher im Osten ist uns dabei eine weitere Galaxie vors Okular gerutscht. Diese konnten wir aber nicht identifizieren.
M22 im Sternbild Schütze, leicht oberhalb der Teekanne zu finden. Sehr hell und körnig.
M13 im Sternbild Herkules zwischen Eta und Zeta Her – prachtvoll und super aufgelöst.
Da haben wir auch gleich noch M92 nördlich des Keystones mitgenommen. Sehr hell und kompakt.
Der Wildentenhaufen im Sternbild Schild präsentierte sich ausgesprochen eindrucksvoll. Sehr dichter Sternenhaufen.
M15 und M39 waren dann zwei nicht geplante Kandidaten. Der eine kompakt (M15) mit einem sehr hellen Zentrum und der andere eher locker zusammengewürfelt und sehr grossflächig. Im Fernglas besonders schön zusehen.
Und mit den Plejaden im Sternbild Stier der wohl schönste Sternhaufen des nördlichen Nachthimmels. Knapp unterhalb sollte sich Uranus befinden – gem. Sky Safari – aber gesehen haben wir ihn nicht.
Zum Schluss noch der Eulenhaufen. Das war unsere erste Begegnung mit NGC 457. Unterhalb von Delta Cas haben wir ihn relativ schnell gefunden. Auffällig die beiden Augen.
Einen Abstecher mit dem Delos 6 mm zum Saturn – der einzig sichtbare Planet in dieser Nacht – musste natürlich auch sein. Sehr ruhiges Bild, schön abgesetzte Ringe – ein schöner Gesamteindruck.
Eine wirklich gelungene Rückkehr unter den Sternenhimmel. Unsere Beobachtungsfreude war entsprechend gross.
Im Anhang noch ein paar zeichnerische Eindrücke meinerseits.
LG Thomas