BirdOfBrass
Mitglied
Hallo Nachtgespenster,
nachdem die gestrige Sonnenfinsternis weitgehend ungestört verlaufen war, hatte sich pünktlich um Mitternacht ein Rudel Schweinewolken am Himmel breit gemacht. War also nix mit Perseiden-Beobachtung! Grummelnd und mit dem Schicksal hadernd ("Schon wieder!") hatte ich den Tag beendet. Darum bin ich nun in dieser Nacht noch einmal zum Golfplatz rausgegangen, um mein Glück zu versuchen.
Golfplätze sind eine zweischneidige Angelegenheit. Tagsüber meidet man sie besser wegen der allgegenwärtigen 'Schlägertypen'. Nachts dagegen sind sie ausgesprochen nützlich: weitläufig, menschenleer, unbeleuchtet und an den Rändern oft mit ausreichend Vegetation versehen, um die Stadtlichter abzuhalten, ohne den Horizont zu stark zu blockieren.
Nach zwei Stunden hatte ich 19 Sternschnuppen verbucht; etwa ein Viertel davon von dem langsameren hellen Typ, der den Eindruck erweckt, dass hier nicht nur ein vereinsamtes Krümelchen, sondern eine ganze Schippe voll Sand durch die Atmosphäre schießt.
Aber so langsam wurde mir - trotz Mütze, zwei Jacken und Isomatte - doch kalt, und ich wollte schon abbrechen. Da sauste noch ein prächtiger Meteor vom Schippentyp durch die Cassiopeia in Richtung Schwan. Meine Exit-Perseide! Ich packte zusammen und ging nach Hause mit der Erkenntnis, dass auch die 'Nacht danach' lohnenswert sein kann.
Klare Nächte
Stephan
nachdem die gestrige Sonnenfinsternis weitgehend ungestört verlaufen war, hatte sich pünktlich um Mitternacht ein Rudel Schweinewolken am Himmel breit gemacht. War also nix mit Perseiden-Beobachtung! Grummelnd und mit dem Schicksal hadernd ("Schon wieder!") hatte ich den Tag beendet. Darum bin ich nun in dieser Nacht noch einmal zum Golfplatz rausgegangen, um mein Glück zu versuchen.
Golfplätze sind eine zweischneidige Angelegenheit. Tagsüber meidet man sie besser wegen der allgegenwärtigen 'Schlägertypen'. Nachts dagegen sind sie ausgesprochen nützlich: weitläufig, menschenleer, unbeleuchtet und an den Rändern oft mit ausreichend Vegetation versehen, um die Stadtlichter abzuhalten, ohne den Horizont zu stark zu blockieren.
Nach zwei Stunden hatte ich 19 Sternschnuppen verbucht; etwa ein Viertel davon von dem langsameren hellen Typ, der den Eindruck erweckt, dass hier nicht nur ein vereinsamtes Krümelchen, sondern eine ganze Schippe voll Sand durch die Atmosphäre schießt.
Aber so langsam wurde mir - trotz Mütze, zwei Jacken und Isomatte - doch kalt, und ich wollte schon abbrechen. Da sauste noch ein prächtiger Meteor vom Schippentyp durch die Cassiopeia in Richtung Schwan. Meine Exit-Perseide! Ich packte zusammen und ging nach Hause mit der Erkenntnis, dass auch die 'Nacht danach' lohnenswert sein kann.
Klare Nächte
Stephan