Hallo,
um den Pferdekopfnebel durch ein Teleskop erkennen zu können, bedarf es sehr guter äußerer Verhältnisse (dunkler, transparenter Himmel am besten im Hochgebirge), einer Mindestöffnung des Teleskops sowie eines geeigneten Filters (H-Beta-Filter oder notfalls UHC-Filter).
In einem frühen Interstellarum-Heft (ca. 1996) wurden Sichtungen des Pferdekopfnebels mit einem 6 Zoll Achromaten beschrieben (H-Beta-Filter), was wohl so ziemlich die untere Teleskopgröße für das Erkennen diese Dunkel-Wolke darstellt und außerordentlich gute Bedingungen sowie einen geduldigen Beobachter mit guten Augen voraussetzt.
Ich selber konnte den Nebels erstmals auf dem 98er ITT mit einem 12,5 Zoll-Dobson und H-Beta-Filter (Danke Ulli!) bei sehr guten Verhältnissen und später auch in größerem Gerät mit UHC-Filter erkennen. Martin Birkmaier beschreibt in seinem Katalog die alpine Sichtung des Pferdekopfnebels im 20-Zöller und im 15 cm Fujinon-Bino jeweils ohne Filter.
Auch wenn verglichen mit den zahlreichen schönen Farbfotos der visuelle Eindruck eher enttäuschend ist (kaum Details, erwartungsgemäß keine Farben), so ist für mich die Sichtung des Pferdekopfnebels eine seltene, jedoch sehr erfreuliche Angelegenheit.
CS
Roland Krebs