PHD2 Kalibrieren fehlgeschlagen: Stern hat sich nicht ausreichend bewegt.

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Kaidieastromaus

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Servus zusammen,

da ich vom Balkon Richtung Süden fotografiere, muss ich immer grob einnorden und dann per Drift Align richtig einscheinern. PHD2 Guiding (v. 2.6.9) bringt bei mir beim Kalibrieren (vorm Drift Align) seit kurzem die Nachricht:

Kalibrieren in DEC fehlgeschlagen: Stern hat sich nicht ausreichend bewegt.
und manchmal
Backlash bereinigen fehlgeschlagen: Stern hat sich nicht ausreichend bewegt.

Ich hab jetzt verschiedene Seiten und Foren durchsucht, aber irgendwie keine wirkliche Hilfe gefunden. Vielleicht habe ich aber auch nur nach den falschen begriffen gesucht.
Verschiedene Belichtungszeiten und einstellungen von der Guidingcam habe ich schon vorgenommen, aber immer das gleiche Ergebnis. Angeschlossen ist alles über EQMOD und USB-Hub am PC. Über EQMOD steuern geht in alle Richtungen; Sterne Anfahren über Stellarium geht auch ohne Probleme.

Ich hab vor kurzem die Rowan Belt modifikation an der HEQ 5 Pro gemacht und konnte jetzt das erste mal wieder vom Balkon aus fotografieren. Und mir ist aufgefallen dass ich früher immer nach der Libelle in dem Montierungskopf die HEQ5 ins Wasser gebracht hab. (Ich vermute dass dadurch bei mir Sterne am Bildrand immer etwas eierförmig waren). Jetzt hab ich mal mit Wasserwaage alles eingestellt und festgestellt dass es locker 5cm Unterschied in einem Stativbein waren :oops:
Ich schätze dass eins der beiden "neuerungen" dazu führt dass PHD2 beim Kalibrieren die fehlermeldung ausgibt, weil dass eigentlich die zwei einzigen Unterschiede zum letzten mal fotografieren sind. Aber irgendwie ergibt dass für mich alles keinen Sinn da es ja eben über EQMOD steuerbar ist.

Hatte einer von euch das Problem schonmal und kann mir Helfen? Bin um jeden Tipp dankbar!

Guiding: Das Original vom Skywatcher 200PDS (180mm Brewnnweite), ASI120MC-S als Guidingcam
Main: TS480/80 mit der ASI1600mm -> Also auch kein sooo schweres Setup
HEQ5 Pro

Vielen Dank euch
CS Kai
 
Hallo!
Im Meer der astrofotografischen Unwägbarkeiten steht die Neigung des Stativs allerdings nur am Strand und schaut zu.
Kann natürlich nicht schaden, wenn alles schön gerade steht (ich habe da auch immer drauf geachtet), aber wenn man das Stativ nicht gerade so derart schräg aufbaut, dass alles umkippt, bedeutet ein nicht in Waage stehendes Stativ lediglich, dass man beim Einscheinern zwei oder drei Durchgänge braucht, um die Polausrichtung gut hin zu bekommen. Wenn die Sache also so ungefähr eben steht, ist alles gut.
Einzige Voraussetzung für eine gute Polausrichtung ist, dass die RA-Achse parallel zur Erdachse steht. Das wird im Zuge der Polausrichtung erreicht, egal, wie die Montierung ausgerichtet ist. Die Montierung könnte man auch im 45° Winkel an eine Wand dübeln.
Eiersterne am Rand der Aufnahme deuten eher auf eine Verkippung der Kamera hin, können aber nicht von einem schrägen Stativ oder schlechtem Guiding kommen. Bei Guidingfehlern wären alle Stern im Bild betroffen.

Wenn sich der Leitstern nicht ausreichend bewegt, solltest du in den Einstellungen von PHD im "Guiding"-Tab den Wert "Kalibrierungsschritte" erhöhen. Dann bewegt PHD die Montierung ein bisschen stärker und der Leitstern sollte sich irgendwann genug bewegen.

Gruß
Sebastian
 
Die Montierung könnte man auch im 45° Winkel an eine Wand dübeln.
Hier geht es um die Aufstellung auf einem Balkon! Glaube nicht, das zu jedem Aufbau ein sich anschließendes Einscheinern zielführend ist.
Meine Monti ist eingescheinert und wird einfach auf ein exakt in Waage gestelltes Stativ befestigt. Reproduzierbar nur durch die Nullung des Unterbaus! Das wollte ich nur Anfügen. Wo welche Achse hinzeigt ist schon klar!
VG Frank
 
Hallo Frank und Sebastian,
Danke erstmal für eure Antworten!

Frank: zu deinem ersten Beitrag: ich hab ja geschrieben dass ich nicht mehr nach der Libelle in der montierung gehe, sondern nach einer anständigen wasserwaage auf dem stativ.

Sebastian: Bei den Kalibrierungsschritten bin ich auf etwas über 1600 und meine gelesen zu haben dass man sich so in der range von 500-1500 bewegen soll.. Aber da werd ich dann nächstes mal noch mehr ausprobieren. Danke!

CS Kai
 
Hallo Frank,
entschuldige, ich wollte dein Vorgehen nicht grundsätzlich schlecht machen. Eine gewisse Grundsorgfalt schadet nie. Aber rein von der Technik her ist das Aufstellen in exakter Waage tatsächlich unerheblich. Die Libelle auf der Montierung reicht da total. Darauf muss man nicht viel Zeit mit Wasserwaage oder so verwenden.
Warum ist das erneute Aufsetzen der Montierung denn nur reproduzierbar, wenn das Stativ in Waage ist?

und @ Kai: Wenn du die Kalibrierungsschritte schon so hoch gesetzt hast, dann sollte es daran nicht liegen. Ich nehme an, die technischen Daten (Brennweite des Leitrohrs, Pixelgröße) sind bei PHD richtig eingetragen? Es kann auch sein, dass die DEC-Achse zu viel Spiel hat. Kann ja nach der Riemenumrüstung passiert sein.

Gruß
Sebastian
 
Die Libelle auf der Montierung reicht da total. Darauf muss man nicht viel Zeit mit Wasserwaage oder so verwenden.
Macht irgendwie Sinn. Man gleicht es ja dann sowieso nochmal mit Rek und Dek an.
Da ich die Montierung aber eh aufgebaut rein und raus trage ist dass für mich schon ok einmal die Zeit zu investieren und alles mit Wasserwaage aufzustellen. Schaden tuts sicherlich nicht :)

und @ Kai: Wenn du die Kalibrierungsschritte schon so hoch gesetzt hast, dann sollte es daran nicht liegen. Ich nehme an, die technischen Daten (Brennweite des Leitrohrs, Pixelgröße) sind bei PHD richtig eingetragen? Es kann auch sein, dass die DEC-Achse zu viel Spiel hat. Kann ja nach der Riemenumrüstung passiert sein.
Ok, dann geh ich da schonmal nicht höher. Ich vermute stark dass ich die richtigen Daten habe. Zum 9x50 Sucher vom Skywatcher 200PDS findet man ja nicht so wirklich technische Daten, ich hab mal bei einem Händler (vermutlich) den richtige Sucher gefunden, da war er mit 180mm Brennweite angegeben. Die MC-S mit 3,75 µm stimmt aufjedenfall.

Dann wirds wohl der Riemen sein. Komisch dass es dann aber beim Steuern mit der EQ Toolbox und beim Platesolving so gut geht. Aber sobald ich wieder Zeit hab schau ich mir die Riemen nochmal bei verschiedenen Geschwindigkeiten an Sternen an.

Vielen Dank aufjedenfall schonmal, ich melde mich sobald ich was testen konnte!
CS Kai
 
Hallo Kai,
mit den Riemen muss das aber nicht unbedingt zu tun haben. Du hast ja weiterhin die Schnecke, die die Achse bewegt. Da kann sich - wie vorher auch - ein gewisses Spiel eingeschlichen haben. Auch die Schneckenlager würde ich noch mal kontrollieren, ob die zu locker sind. Aber immer sachte.

Mit dem Nivellieren: Wenn du möchtest, mach es. Ich weiß, dass es einem ein gutes Gefühl gibt. :) Ich habe nach dem Bau meiner Rolldachhütte recherchiert, wie man die Säule (oder die Montierungsplatte) gaaaaaaaaanz eben ausrichten kann und war sehr überrascht, als ich mehrere Threads und auch ein Video (ich finde es leider nicht wieder) entdeckt habe, wo der Mythos vom Nivellieren des Stativs zerlegt wurde. Eigentlich ist es aber logisch.
Wenn man Visuell unterwegs ist und ohne Nordsicht schnell aufbauen will, dann kann es Sinn machen, die Wasserwaage mit zu nehmen. Denn wenn man eine einigermaßen gute Polhöhenskala am Teleskop hat, funktioniert die natürlich nur bei ebener Aufstellung.

Gruß
Sebastian
 
Hallo Kai,

Hier hatte ich schon mal etwas zu dem Thema geschrieben... vielleicht hilft es Dir.

CS Cl.-D.
 
Servus! Danke für den Forumslink. Das ist ja quasi zeitgleich mit meinem Beitrag entstanden, verrückt :geek:

Habt ihr zufällig ein Trick zum Testen und einstellen vom Schneckenlager-Spiel?

Danke euch,

CS Kai
 
Hallo kai Du musst die Kalibrierungschritte ausrechnen, sonst läuft der Laden nicht. Dafür gibt es ein Tool in Phd,das dir das anhand deiner Eingaben genau ausrechnet. Ist einer der häufigsten Fehler bei Phd, dieses Tool nicht zubenutzen!!
 
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