PI: Debayer-Artefakte / Einstellungsproblem?

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Jan-Fre

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Hallo Leute!

Ich habe gerade Last mit einem Bild: Vielleicht kann mir hier wieder jemand ein paar Tips geben. Dafür wäre ich sehr dankbar.

Ich habe am Mittwoch Pallas vor Muphrid aufgenommen. Ca. 3h ingsegsamt belichtet, 90s pro Bild. Aufnahme mit einen TS86SDG und einer neuen ZWO ASI183MC Pro. Bildverarbeitung übliche Routine mit PI. Allerdings habe ich beim Integrieren der Lights die Rejection ausgeschaltet, da ich eine schöne Strichspur von dem Asteroiden haben wollte. Aus diesem Grund auch kein Dithern, da ich die Intervalle zwischen den Aufnahmen kurz halten wollte.

Beim Entwickeln fiel mir als erstes auf, dass mein Bild nach dem Stretchen von kleinen bunten Linien durchsägt ist. Ja, ich hatte eine gaaaaanz leichte Drift in genau dieser Richtung während der 3h (wo kommt die her? Sollte der Guider so etwas nicht verhindern?). Doch wo kommen diese Linien her? Ich hatte sowas schonmal ganz früher bei einigen DSLR-Aufnahmen. Dies jetzt war die Feuertaufe für die ASI183MC Pro. Klar, durch Dithern oder Pixelrejection sollte man die weg kriegen können. Aber diese beiden Optionen scheiden in diesem Fall aus.

Zuerst dachte ich, dass es sich vielleicht um Hotpixel handeln, die durch die ganz leichte Drift langgezogen worden sind, und die dann durch das Mitteln abgeschwächt worden sind. Anbei mal zwei Bilder. Auf dem reinen RAW-Bild kann ich allerdings keine Hotpixel erkennen. Oder ist vielleicht beim Debayer etwas schief gelaufen?

Alles andere lief ziemlich gut (bis auf, dass ich den Fokus nicht so gut traf....). Ampglow, leichte Vignette wurde alles perfekt korrigiert. Nur diese blöden Striche.....

Für Tips wäre ich sehr dankbar.
Viele Grüße und ein schönes Wochenende,
Jan

1.jpeg
2.jpeg
 
Moin,

sieht seltsam aus, sind ja nur die einzelnen Pixel, wenn das ein Debayer-Problem wäre, müßte es dann nicht flächendeckend sein? Kommt mir schon irgendwie wie ein Effekt einzelner Hotpixel vor. Darks hast Du eingerechnet?

CS
Jörg
 
Hi Jörg. Ja. Die Darks sind eingerechnet. Ampglow wurde dadurch perfekt eliminiert.
Viele Grüße
Jan
 
Das (nicht geditherte Light frames) ist m. E. der typischer Fall für die Anwendung von CosmeticCorrection. Der Asteroid wird dabei überhaupt nicht tangiert. Der CC Prozess ist nach der Kalibrierung und vor dem Debayern anzuwenden. Wichtig: 'CFA' ankreuzen.

Besonders empfehlenswert ist hier die Anwendung einer Defect List. Jon Rista hat das sehr ausführlich beschrieben: Effective noise reduction part 1, siehe im Kapitel "Cosmetic Correction" den Abschnitt, der mit: "The third option ..." beginnt.

Bernd
 
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