meine Antwort war dir offensichtlich zu knapp, also ein paar mehr Infos um die Diskussion anzuregen:
Mit dem repaired hsv separation script habe ich schon oft gearbeitet, aber es bleibt halt ein übler Hack.
Deshalb ist es wichtig das Problem an der Ursache zu bekämpfen:
Ich stehe seit Jahren an der gleichen Stelle und es ist eine Frage, wo man in der Entwicklung der Sternenkerne hin will:
Selbst wenn man das Bild konsequent so entwickelt, dass die Sterne am Ende als bunte Smarties leuchten, kommt man an einem Punkt, dass es dem Bild nicht schadet, wenn die wenigen extrem hellen Sterne im Kern weiß sind und am Sternernrand sauber die entsprechende Sternfarbe haben.
Das ist der Punkt, auf dem ich meine Belichtungszeit abstimme (zB 30s F6, unity gain, Ausbrennen einzelner Kerne)
Natürlich ist es extrem von Vorteil, eine Kamera mit großer Bit-Tiefe zu haben (ich habe eine Kamera mit 12Bit und eine mit 16 Bit - in 16 Bit sind Sternfarben wesentlich leichter zu handhaben)
Jetzt ist die Frage, wie man ein extrem kontrastreiches lineares Bild in PI so streckt, dass die Sternenkerne nicht einfach bei R/G/B=1/1/1 landen.
Dazu ein Schritt zurück:
Abhängig von dem ADC der Kamera kann es sein, dass die Sättigung eines Kanals nach dem Debayern nicht bei 1,00 liegt (Bereich von 0..1) sondern zB bei 14Bit von 16Bit das sind 0,25 von 1,0.
in R/G/B=0,25/0,25/0,25
Jetzt werden beim Weißabgleich nach dem Debayern (zB PhotometricColorCalibration) nur Faktoren der Kanäle R und B bestimmt und im Verhältnis zu G reinmultipliziert.
(Du siehst diese beiden einfache Faktoren bei PI im Terminal nach Anwendung von PhotometricColorCalibration)
Vereinfacht seinen die Faktoren für R und B gleich 2 und damit wäre jetzt ein gesättigter Pixel bei
R/G/B=0,50/0,25/0,50.
Und das ist leider nicht weiß (bzw hier neutralgrau).
Wer jetzt sein Bild einfach mit PI HistogramTransformation streckt, bemerkt diesen Fehler nicht, weil aus 0,50/0,25/0,50 dann 1,000/0,999/1,000 wird und das ist ein schönes Weiß.
Wer jedoch versucht, die Farbe in den Sternenkernen zu erhalten wird das lineare Bild zB mit PI MaskedStretch oder PI GHS strecken.
(Dieses Generalised Hyperbolic Stretch (GHS) mehrmals gefühlvoll angewendet ist übrigens mein Favorit.)
Jedenfalls führen diese Tools dazu, dass aus o.g. R/G/B=0,50/0,25/0,50 zB ein 0,9/0,8/0,9 wird.
-> Der Kern ist jetzt Pink!
Um das zu verhindern muss unbedingt nach dem Weißabgleich mit PI Statistics die Helligkeit der Kanäle geprüft und ggf. im Bild geclipt werden.
Das wäre in diesem Fall mit R/G/B=0,50/0,25/0,50 in HistogramTransformation die Highlights auf 0,25 beschneiden!
Ein repaired hsv separation script wird den Grünkanal bei mehreren Pixel großen Fehlflächen nicht sauber angleichen ohne Artefakte an den Übergängen. Deshalb besser sauber abschneiden!
Danach kann das lineare Bild gestreckt werden und die weißen Sternenkerne laufen sauber in ihre Sättigungsfarbe hinein.
Man sollte sich beim Strecken bewusst sein, dass klassisches Photoshop-Strecken immer entsättigt (linker Pfeil Lightness im HSL).
en.wikipedia.org
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Wenn ich mit 3nm Schmalbandfiltern Minutenlang Nebel belichte, dann mache ich noch zusätzlich ein RGB (100nm Breite) ein paar kurze Belichtungen der Sterne (zB 1/20 der Zeit von Ha) für die schönen Farben.
Dann baue ich mir dann aus Ha+Oiii+R+G+b ein schönes Falschfarben-Bild.
Synthetic Green aus Ha und Oiii für Sternfarben um dann mit PI und PhotometricColorCalibration die Faktoren der Kanäle R und B zu finden ist eine üble Krücke und führt selten zu einer sauberen Lösung, dh diese Farben:
https://clarkvision.com/articles/blue-lions-on-the-serengeti-and-natural-colors-of-the-night-sky/
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Ich gehe hier davon aus, du hast nur Probleme hast mit gesättigten Pixeln.
Es gibt auch Kameras wo in der RGGB Bayer-Matrix ein gesättigter Pixel dazu führt, dass ein deutlich dunklerer Nachbarpixel leider in Richtung Schwarz "schwingt", dh es wird zu wenig Signal ausgelesen.
(Eigentlich laufen die Elektronen im Topf über und die Elektronik überkompensiert den Effekt)
Das führt dann zu intensiven Chroma-Farbkränzen um die ganz hellen ausgebrannten Sterne.
Ich bekämpfe dieses Problem in Photoshop indem ich in PI das lineare Bild defensiv so strecke in 16 Bit Tiff, dass wirklich nur die betroffenen hellen Sterne im Bereich von 90-95% Bildhelligkeit liegen.
Dann kann man in PS eine Maske auf die Helligkeit setzen und den Filter "helle Bereiche vergößern" in der Dimension von 1 Pixel anwenden. Dadurch werden diese Fehlpixel einfach aufgefressen.
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Als tötlich für saubere Sternenfarben ist die Anwendung von KI wie NoiseXTerminator auf ein lineares Bild.
Solange man einfach mit Midtones in HistogramTransformation streckt und die Kerne nach 1/1/1 zieht, fällt das natürlich nie auf.