Pimp my OAZ

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

tenga

Aktives Mitglied
Moin, Sterngucker!

Beschäftige mich seit einigen Tagen als absolute beginner mit meinem GSO 150/750 aus Fernost - und lerne jeden Tag mehr die Grenzen des Gerätes kennen! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/cool.gif" alt="" /> Ok.-darum ist es ja ein Einsteiger-Gerät... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Gestern, bei diesem wunderschönen Himmel fiel mir folgendes auf: Zu Beginn des Abends per Sterntest nochmals die Collimation geprüft - alles bestens. Im Laufe des Abends hab ich dann mal hoch zu Epsilon Lyra geschwenkt, um diese vielleicht doch mal auflösen zu können. Dabei sind mir die beiden auch mal extrafokal in`s Bild gekommen - und was sehe ich: das Beugungsbild sehr extrentisch, Colli wohl dahin?!

Nach etwas Recherche dann der Grund: das Innenrohr meines OAZ wackelt in der Führung hin und her - je nach Lage, Hebelarm un Gewicht des Oku`s - und das ist schon was mit nem 5mm Hyp. + Verlängerungshülse! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
Gut, das sind vermutlich die Unzulänglichkeiten der Preiswert-Bauweise. Also OAZ demontiert: die Führung wird nur durch 4, nicht gleichmäßig auf den Umfang verteilte Kunststoffstreifen erzeugt. Spiel ist hier vorprogrammiert...

Nun folgende Fragen:

1. Gibt es einen erschwinglichenAustausch-OAZ, der Verbesserungen bringt? (Ein Crayford kommt nicht in Frage auf diesem Gerät)

2. Habt ihr irgendwelche Erfahrungen/Ideen für eine simple Eigenbaulösung? Denkbar wäre das Einkleben von irgendwelchen Gleitstücken an den richtigen Stellen... Welches Material kommt in Frage?? OAZ sollte ja auch noch einigermaßen leichtgängig bleiben...

Max
 
Hi Tenga,

der erschwinglichste OAZ ist Dein eigener: schau mal im Internet oder hier im Forum unter "Tuning" "Lidl" etc. Mit ganz normalem Tesafilm kannst Du bestimmt das Spiel erheblich verringern (hab ich selbst erst am Wochende gemacht - nicht zu glauben was das bringt). Prinzip: Aussen am Einzugsrohr schön glatt einen Tesafilmstreifen nach dem anderen aufkleben bis das Spiel weg ist. Wenns dann zu schwergängig ist: das ganze mit Vaseline einfetten.

CS

Klaus
 
Hallo, Armin,

wo bitte gibt es Teflonfolie? Astrozubehör? Bastlerläden? Ebähh?
EDIT: hab gerade bei Ebääh etwas gefunden...als Meterware aber stolze Preise!

Meint ihr das ich quasi mehrere Ringe (Tesa, Teflon etc) um das Innenrohr legen soll? Es müssen ja zwangsläufig mehrere Ringe sein, denn beim Fokussieren wird u.U. der untere der Ringe unten, ein oberer Ring oben aus dem Führungsrohr laufen...

Max
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Beschäftige mich seit einigen Tagen als absolute beginner mit meinem GSO 150/750 aus Fernost - und lerne jeden Tag mehr die Grenzen des Gerätes kennen! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/cool.gif" alt="" /> Ok.-darum ist es ja ein Einsteiger-Gerät... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Hallo Max,

heute mag ein solches Teleskop als Einstiegsgerät angesehen werden. Vor noch nicht allzulanger Zeit waren 6" der Traum eines jeden Hobbyastronomen.

Was ich damit sagen will: 6" sind schon eine Menge Öffnung und wenn man ein solches Gerät wirklich ausreizen will, wird man Jahrzehnte brauchen, bis man wirklich alles am Himmel gesehen hat was es damit zu sehen gibt. Also blos nicht denken, damit könte man am Himmel nicht viel erleben.

Ich habe selbst einen 6" f/5 und bin mit dem Gerät sehr zufrieden. Es ist noch sehr Transportabel, braucht keine allzugroße Montierung man kann damit wirklich eine Menge sehen.

viele Grüße

Carsten
 
Ok., Carsten,

bitte nicht falsch verstehen - natürlich hast du Recht. Ich bezog diese Äußerung nur auf diverse Verarbeitungsdetails, wie z.B. den OAZ, der nun sicher nicht zu den Juwelen der Feinmechanikkunst gehört - zwangsläufig klar, bei dem Preisgefüge!

Wenn ich auf der einen Seite immer wieder höre und lese, wie wichtig die exakte Colli für die Leistungsfähigkeit des Scopes ist - und ich mir dann durch diese mechanischen Unzulänglichkeiten sofort alle meine Justage-Bemühungen zunichte mache, ist es schon etwas ärgerlich...

Max
 
Hallo Max,

du hast recht, die Mechanik sollte schon so sein, dass die Kollimation nicht zu schnell verloren geht. Aber in diesem Punkt muss man leider die meisten Geräte nachbessern. Etwas basteln sollte ein Hobbyastronom also könnnen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Ich spreche da aus eigener Erfahrung. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/tongue.gif" alt="" />

viele Grüße

Carsten
 
Moin Max,

BLOß KEIN TESA AUF DAS AUSZUGSROHR!!
UND BITTE BITTE KEIN FETT ODER VASELINE DRANSCHMIEREN!!

Wenn ich mich nicht irre, sind bei dem 1,25" Auszug des 150/750 auch im OAZ-Gehäuse weisse Streifen aus Teflon.

DA muß Tesa drunter, aber nicht auf das Rohr!!

Schau mal bei mir unter Astronomie/GSO880/Okularauszug
 
Hallo, Ekkehard,

ja, da sind weiße Kunststoff- (Teflon?)Streifen...
Bin mir nur nicht sicher, ob diese dann noch kleben, wenn ich sie erstmal abgelöst habe...

Max
 
Ekkehard,

jepp, seehr anschaulich dein Link!
Werd`s probieren... Von der konstruktiven Seite sind Streifen an sich sowieso Käse... Hier ist immer noch ein Wippen über z.B. eine konvexe Mitte möglich, denn das Führungsteil wird mit Sicherheit auch nicht exakt zylindrisch sein...
Besser wäre jeweils eine definierte, partielle Führung oben und unten im Führungszylinder.

Max
 
Hi,

kein Problem, kleb doch erst je am Ende partiell Tesafilm unter die Gleitstreifen.
Wenn das nicht reicht, vollflächig.

So hast Du es konkav zum Auszugsrohr!
 
Hallo Max!

Die Idee den 6" mit einem 2"OAZ aufzurüsten kannst du vergessen. Das Stellt mehr Probleme als es nutzen bringt. Ich habe es versucht...

Zurück zu deinem Problem. An den Auszugsrohr befindet sich eine Zahnstange, über die das Rohr bewegt wird. Auf genau der gegenüberliegenden Seite dieser Zahnstange befindet sich am OAZ eine Feststellschraube mit der du das Auszugsrohr arretieren kannst. Sieh dir mal die Schraube, bzw. den Steg in der die Schraube steckt genauer an. Normalerweise steckt in diesen Steg ein breiter Teflonstreifen, der sich von aussen über zwei winzig kleine Imbusschräublein anziehen läßt. Diese beiden Schrauben übersieht man sehr schnell und soll auch schon vorgekommen sein, dass diese überlackiert waren. Der Teflonstreifen drück das Auszugsrohr gegen die gegengelagerten Teflonstreifen und sollte ein Verkippen damit verhindern.

Sollten da keine Schrauben sein, dann machs nach Pteng-Methode - das passt scho <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Grüsse und CS,
Matthias
 
Hi Matthias,

nicht jetzt weil es nach Pteng ist, aber die Pteng-Lösung ist - SORRY - m. E. die EINZIG vernünftige.

Weil durch die Einstellschrauben nur mittig ein Streifen heruntergedrückt wird - wenn er denn vorhanden ist - und nicht wie NACH der Pteng-Methode ALLE Streifen anliegen.
Sowas hatte ich auch schon in Händen, funktioniert leer ganz gut, sobald aber Belastung auf den OAZ wirkt ist er instabil, weil ja die beiden oberen Streifen in der Luft hängen und der tragende auf den Schrauben pendelt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
 
Hallo Ekkehard,

nachdem ich die beiden Schrauben etwas nachgezogen habe verkantet der 1¼"-OAZ meines Kleinen nicht mehr. Er läuft jetzt zwar etwas stramm, kippelt aber nicht. Selbst bei einem Speerszoom funzt das. Meine Erfahrung zeigt, dass das nachziehen dieser Schrauben das Problem bereits beheben kann.

Und - ebenfalls SORRY - wenn das ein wenig missverständlich rüber kam. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/erschreck.gif" alt="" />

Grüsse,
Matthias
 
Hi Matthias,

nööö kam nicht missverständlich rüber, ist schon OK.
Jeder hat da halt seine Erfahrungen.
Wenn es bei dir gut ging, umso besser!

Bei dem 1,25" GSO-OAZ den ich in Händen hatte war es nach Unterkleben mit Tesa erheblich stabiler.

Aber ist ja kein Problem, wenn die Schrauben da sind kenn man es ja ohne Aufwand austesten und wenn es reicht ist alles klar <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
 
Keine Schrauben vorhanden - halt nur diese eine Feststell-Geschichte. Auch kein Teflon-Streifen an dieser Stelle - Schraube drückt dann lediglich punktuell an das Innenrohr. Wenn man in diesem Zustand (leicht angezogen) fokussieren will, kippelt das Teil gewaltig um diesen Punkt...

Hab jetzt für heut abend auf die Schnelle folgendes gemacht:
2 selbstklebende Filzpunkte auf der gegenüberliegenden Seite
von 2 Teflonstreifen in den Führungszylinder geklebt; diese drücken an sich (wenn man die Dicke des Filzes entsprechend wählt) den inneren Tubus sehr kontrolliert an die Führungsstreifen. Der Tubus gleitet noch angenehm - und selbst auf Wega mit rechtwinklig herausragendem Glasstapel war die Colli noch i.0. Nachteil: vermutlich einige 10tel mm Exzentrizität des OAZ zum FS - aber das sollte verschmerzbar sein. Hab M13 jedenfalls noch nie so aufgelöst wie heut gesehen...<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Max
 
Hi,

noch ´ne Lösung, allerdings wahrscheinlich ´ne kurzfristige.
Bin gespannt wie lange der Filz die Vorspannung hält.

Berichte bitte mal später.
 
Moin Armin,

daß man von aussen was draufkleben kann ist klar und funktioniert auch, aber ist das eine Lösung wenn es
- Sch... aussieht.
- wenn 1 Streifen nicht reicht mehrere aussen übereinander liegen.
- nach gewisser Zeit nicht mehr Rückstandsfrei zu entfernen ist.
- passend geklebt werden muß um die Gleitstreifen zu erwischen.
- einfach grauselig ist wenn man aussen auf Astro-Zubehör mit Tesafilm rumbapt.

Und das Ganze, wenn man ruckzuck eine Lösung mit Unterkleben der Gleitstreifen hin bekommt die
- dauerhaft ist.
- auch 3 Lagen Tesa verknust.
- unsichtbar ist.
- mechanisch unempfindlich ist.
- leicht rückbaubar auch nach Jahren ist.
- durch unterkleben einzelner Gleitstreifen viel feinfühliger einstellbar ist.
- besser gleitet.

Beim Lidl, wo rundherum Tragfläche in einer Kunststoffbuchse ist, scheint daß mit dem Tesa aussen OK - ich hab´s damals selbst so gemacht.
Bei den OAZs mit Gleitstreifen ist das m. E. eben nicht OK, weil man mit gleichem Aufwand eine erheblich bessere Lösung hin bekommt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Ich denke über Fett auf dem Auszugsrohr sind wir uns aber einig nicht?
 
Hallo Ekkehard,

Deine Methode mit dem Tesa unter dem Teflon sieht genial aus!
Aber was ist der große Nachteil an Tesa und Vaseline?
Temperaturverhalten? Verschlechterung der Teflon-Gleitlager im OAZ? Verlust an Präzission durch ungleichmäßige Tesa-Dicke?
Grüße
Klaus
 
Hallo Klaus,

bei Fett usw. wirds ne Riesensauerei die Deine Hände und Okus verschmieren kann. Es bleibt nicht aus das man Nachts mit Handschuhen oder Finger drankommt und das Fett am ganzen Equipment verteilt.

grüße
ralfi
 
Hi Klaus,

danke.

Also zu dem was ich schon Armin geantwortet hatte gibt es in Bezug auf Tesa nicht viel hinzuzufügen.
Es macht einfach keinen Sinn eine miese -sorry- Lösung zu nehmen, wenn eine richtig gute mit gleichem Aufwand erreichbar ist.

Das mit dem Fett ist, bzw. wird nicht nur eine Riesen Sauerei, sondern kann sich durch Ausdünstung auch auf die Teleskoplinsen (falls Refraktor)niederschlagen, aber vor allem ergibt das mit der Zeit durch Staub und Dreck eine lecker Schmirgelpaste.
Fett gehört da wirklich weit weg!
 
Hi Ekkehard,

danke für die Info!
Das mit dem Fett stimmt natürlich - noch gar nicht dran gedacht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/crazy.gif" alt="" />.
Grüße
Klaus
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben