Pimp my Telescope, Part 1

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Amenhotep

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Hallo,

ich wollte Euch mal zeigen, wie ich mein Einsteiger-Teleskop, Seben 70700, getunt habe. Auslöser war, dass meine Tochter Interesse an der Mondbeobachtung hat. Meiner Meinung nach hat das Teleskop einen recht vernünftigen Spiegel. Mit vernünfigen Okularen sollte sie damit den Mond betrachten können (und außerdem ein eigenes Telskop haben). Ferner wollte ich mal üben, wie das geht, irgendwann werde ich meinem 150 PDS zu Leibe rücken....

Ich beschreibe das Ganze etwas ausführlicher, damit potentielle Nachahmer jeden Schritt nachvollziehen können.

Hier also, was ich in zwei Stunden, ausgerüstet mit einem Schraubendreher, einem Zirkel, einem Nagel, einem Cutter und einer Schere, so gemacht habe. Als Material wurde DC Fix Veloursfolie, ein Stück Papier und ein schwarzer Edding verwendet.

Fangen wir mit dem Urzustand an. Das Teleskop hat jede Menge glänzende Teile innen. Der Tubus ist zwar dunkel beschichtet, aber tiefschwarz ist anders.

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Als erstes alles vom Tubus abmontieren. Das geht recht leicht von der Hand. Am Ende hat man den "nackten" Tubus.
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Die Veloursfolie zurechtgeschnitten und in den Tubus geklebt. Das ist zwar etwas knifflig, aber mit viel glattstreichen geht's. Die Folie wurde etwas breiter als der Tubus-Umfang zurechtgeschnitten, so daß es zu einer Überlappung kommt. Die Länge war etwas mehr als die Tubuslänge - was übersteht wurde mit dem Cutter abgeschnitten. Das Loch des OAZ wurde mit dem Cutter freigeschnitten.
Das das Foto etwas unscharf ist, werte ich als gutes Zeichen: der Tubus ist jetzt so dunkel, dass die Kamera keinen Fokus mehr findet. :)

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Wo schon mal alles zerlegt ist, kann man den einzelnen Komponenten auch was Gutes tun. Am Hauptspiegel wurden die Seitenflächen mit einem Edding geschwärzt. Zusätzlich wurde aus einem Stück Papier ein Kreis mit dem Durchmesser des Spiegels ausgeschnitten. Der Kreis wurde als Schablone für eine Mittenmarkierung verwendet, um eine Justage zu erleichtern. Zusätzlich wurden die Schrauben der Halteklemmen etwas gelockert, um Verspannungen vorzubeugen. Das Stück Papier geht zwar nicht ganz drunter, aber etwas.

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Dem Fangspiegel widerfuhr ebenfalls eine Schärzung der Seitenfächen mit dem Edding. Nächster Edding-Einsatz war der Okularauszug: alles, was glänzt, schwarz anmalen. (Das Foto spiegelt etwas - tasächlich ist der OAZ dunkler.)

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Zum Schluss stand der Zusammenbau an. Dabei habe ich alle glänzenden Schrauben ebenfalls einer "Schwarzbehandlung" unterzogen. Die Muttern musste ich nicht schwärzen: lobenswerterweise hat Seben schwarze Muttern verbaut. Tipp: mit einem Nagel die Löcher von innen nach außen vorstechen vermeidet Beulen im Velours.

Dann kam das First Light. Laut meiner Tochter, die den Vorher-Nachher-Vergleich gemacht hat, ist das Bild des Mondes jetzt besser. In Verbindung mit meinen Hyperion-Okularen gibt es nichts zu meckern. Wieweit man jetzt auch Planeten damit "abarbeiten" kann, wird man sehen.

Der nächste Schritt - Part 2 - ist in Planung. Dann wird die einsteiger-teleskop-typische Montierung gegen eine Selbstbau-Dobson-Rockerbox ausgetauscht. Aber dafür muss erst mal wieder der Baumarkt öffnen und ich Zeit haben...

Gruß
Thomas
 
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Hallo Thomas,

prima gemacht! Da wirst Du sicherlich einen großen Unterschied sehen, gerade mit der Innenauskleidung mit Velours kommt da ordentlich Kontrast ins Bild, auch bei Deep-Sky!

Gut, dass Du auch diese Spiegelhalterungen etwas gelockert hast, die sind fast immer dermaßen fest zugeknallt, dass man die Verspannungen beim Beobachten sehen kann. Oft sind sie auch noch überdimensioniert und ragen unnötig weit in die Spiegelfläche rein, sehr weit über die Fase hinaus.

salü+cs, volker.
 
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