PixInsight neues Gradient Correction Tool

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Jetzt wollte ich mir das auch mal ansehen - aber auch nach nem Update finde ich das Tool gar nicht…
 
Ach je… OK - danke!!! Das heißt CUDA per Tensorflow.dll muss ich auch wieder neu einrichten… naja…
 
Hat funktioniert!!

Hier nun ein erster Vergleich meinerseits... Bin aber alles gleich komplett durchgegangen, weil ich SCF für zu wenig aussagekräftig halte!
Rosettennebel, mit WBPP gestackt und gecropt - das Resultat dann geklont.
Mit beiden Bildern folgende Schritte parallel immer exakt gleich gegangen:
1. GraXpert und GradientCorrection
2. SCC
3. BXT->NXT->SXT
4. GHS
5. Curves
6. Sharpness
7. NXT
Und das Ganze nun bewusst ohne Sterne als JPG einfach aus PI exportiert, und in LR nochmal auf Forumsgröße gebracht.
Ihr könnt selbst vergleichen - in dem Fall ist wenig Unterschied. Das GraXpert Bild ist im Zentrum etwas dunkler - aber sonst?!

Gradient.jpg
GraXpert.jpg
 
Ich denke, das ein einzelner Vergleich der entwickelten Stacks eines Bildes mit ordentlichem SNR hier überhaupt nichts aussagt.
(90x120s ohne Filter in Bortle 4)

Da wäre es ja irritierend, wenn nicht das gleiche herauskommt.
In den schwächeren Nebelausläufern sind die kritischen Stellen und die arbeitet jeder anders heraus.

Spannender ist es immer, sich das Background-Bild anzusehen, dort ist die Gradiente zu sehen.
Wenn dort dein Rosettennebel zu erkennen ist, dann ist etwas faul.
 
Zuletzt bearbeitet:
zur Erklärung hier ein konkretes Beispiel

gestern Abend in Berlin nach langer Zeit:

RGB 3 x (20x30s)
  • links: RAW Stack unbeaerbeitetes Ergebnis aus WBPP, nur STF
  • rechts: Formel für das Zurückrechnen des Backgrounds aus dem korrigierten Bild (siehe nächstes Bild)
Bildschirmfoto 2024-03-08 um 15.29.48.jpg


mit der Pixelmath Formel die Gradiente aus dem Bild zurückgerechnet
  • links oben: GraXpert AI mit Smoothing = 0
  • links unten: GraXpert Hintergrund
  • rechts oben: PI GradientCorrection mit Voreinstellungen
  • rechts: GradientCorrection Hintergrund
Bildschirmfoto 2024-03-08 um 15.33.25.jpg


ich sehe hier keinen praktischen Unterschied

zur Kontrastverstärkung zusätzlich aus dem gradient-bereinigten Bildern mit SXT die Sterne entfernt und mit Shift+Klick auf das Radioaktiv-Symbol von STF den Booster aktiviert
  • links: GraXpert
  • rechts: PI GradientCorrection
Bildschirmfoto 2024-03-08 um 16.07.09.jpg


Fazit: PI GC schwächelt an den Rändern!!

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Weiter ging es an dem Abend mit HOO

ich zeige nur 30x240s Ha
  • links: RAW Stack unbearbeitetes Ergebnis aus WBPP, nur STF
  • rechts: Formel für das Zurückrechnen des Backgrounds aus dem korrigierten Bild (siehe nächstes Bild)
Bildschirmfoto 2024-03-08 um 15.49.46.jpg

  • links oben: GraXpert AI mit Smoothing = 0
  • links unten: GraXpert Hintergrund
  • rechts oben: PI GradientCorrection mit Voreinstellungen
  • rechts: GradientCorrection Hintergrund
Bildschirmfoto 2024-03-08 um 15.49.18.jpg


Fazit: Ich würde sagen, das hier PI eine erstaunlich detaillierte Struktur abgezogen hat.
Das Muster ist für Background eher untypisch....
auch wenn dadurch das PI Ergebnis zwischen IC405 und IC410 etwas strukturierter aussieht: es ist ein Fake


Zusammenfassung: GraXpert hat 2x gewonnen :y:
 

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rechts oben: PI GradientCorrection mit Voreinstellungen
Fazit: Ich würde sagen, das hier PI eine erstaunlich detaillierte Struktur abgezogen hat.
Das Muster ist für Background eher untypisch....


Zusammenfassung: GraXpert hat 2x gewonnen

GradientCorrection ist kein One-Click-Tool. Jedes Bild erfordert eine iterative Annäherung an die richtigen Parameter.
Dein Fazit sollte lauten: GradientCorrection mit Standardeinstellungen hat bei diesem Bild nicht funktioniert.
 
ich wollte nur Chorge1972 alias Jörg zeigen, wie man besser seine eigene Gradientenkorrektur vergleicht.

offtopic /on
Ansonsten bin ich voll bei Dir - PI hat eine Neigung zu komplexen Reglern.
Dadurch ist in PI im Zweifelsfalle immer entweder die geringwertige Hardware (zB unrunde Sterne) oder der Endanwender schuld.
offtopic /off
 
GradientCorrection ist kein One-Click-Tool. Jedes Bild erfordert eine iterative Annäherung an die richtigen Parameter.
Dein Fazit sollte lauten: GradientCorrection mit Standardeinstellungen hat bei diesem Bild nicht funktioniert.
Das sehe ich anders - aufgrund des bewußt(!) fehlenden Hintergrundmodells bei GC besteht ja eigentlich gar keine einfache Möglichkeit zu kontrollieren, welche Einstellparameter denn überhaupt passen.
Bei GraXpert habe ich bei einigen Bildern eine manuelle Erstellung des Hintergrundmodells ggü der KI-Variante vorgezogen - eben weil ich mit einem Klick kontrollieren kann, ob Objektstruktur beeinträchtigt wird, oder nicht.

Viele Grüße
 
Hallo Frank,

welch eine Ehre :giggle:

Es ist eine kurze Session vom Donnerstag Nacht in Berlin
RedCat 51 + ASI2600MM
3x20x30s RGB (30min)
30x240s Ha (2h)
15x240s Oiii (1h)

Oiii bitte nicht ansehen, da sind im Stack noch rechts 2 Äste ins Bild gewandert

Ich habe die Bilder nach WBPP nur mit CC zusammengefügt um 180° gedreht und mit DC gecroppt
Bildschirmfoto 2024-03-09 um 13.29.38.jpg


Dateien liegen 7 Tage auf Wetransfer

IC405_20240307_klein.jpeg
 
Es ist eine kurze Session vom Donnerstag Nacht in Berlin

Habs mir schnell angeschaut und kann das reproduzieren.
Schon witzig, dass beim RGB exakt das Gleiche dabei heraus kommt. Das würde ja bedeuten, dass das, was die AI da macht, unterscheidet sich technisch betrachtet nicht von der "All Natural Intelligence" :cool:

Beim HOO Bild ist das Problem recht simpel: Dein Gradient erzeugt mehr Signal als dein Objekt selber. Egal wie man nun an den Parametern schraubt, es wird eher die rechte untere Ecke maskiert, als das eigentliche Objekt. In der Tat könnte man jetzt sagen: Was kann PixInsight dafür, dass ihr in Berlin Astrofotografie macht :cool: Fahr ne Stunde raus und das Problem ist keins mehr. Man könnte noch weiter fummeln, aber das Wetter ist so schön draußen. Vielleicht bekommt es jemand ja besser hin.
Und ja, GraXpert AI macht es tatsächlich auf Anhieb besser. Obwohl mein Verdacht war, dass GraXpert genau in dem Fall auch anfällig ist.

Tatsache bleibt aber, es wird Fälle geben, in denen GraXpert genau so versagt. Habe ich selber schon gehabt und ich bekomme die Bilder ja auch zugeschickt von anderen. Insofern finde ich Vergleiche nach wie vor ziemlich bedenklich. Bzw. der Schluss den ich daraus ziehe ist: Es ist gut mehrere Werkzeuge in der Werkzeugkiste zu haben.

CS Frank
 
Hallo Frank,

GraXpert ist durch das umfangreiche GUI und die klassische Möglichkeit manuelle Stützpunkte zu setzen mein großer Favorit.
Vielen Dank für die Arbeit.

Die Intelligenz sitzt bei schwierigen Nebelstrukturen vor der Maschine.:unsure:
Bei schwachem Signal schaue ich mir deshalb bei Astrobin Referenzfotos an, um zu Wissen, wohin ich die Stützpunkte setzen muss.

Ich habe hier in Berlin die Möglichkeit ewig auf eine weitere Session für zusätzliche Lights zu warten oder einfach die Schmalbandaufnahmen der letzten Session besser zu ebnen.:ROFLMAO:
Dadurch hast Du mir mit GraXpert viel Frust beim Warten auf Clear Sky erspart.

PS: Leider kann GraXpert AI nicht maskieren (Vordergrund/Bäume). Eine Art Kombination von Stützpunkten und KI…

Ich mache gerne mit Objektiven Nachts Weitwinkel Landschaftsaufnahmen und gehe dabei folgenden Weg:
(1) GraXpert mit vorsichtig gesetzten manuellen Stützpunkten im Himmel anwenden und nur den Background speichern
(2) in PI mit Pixelmath das Bild ebnen (dividieren oder subtrahieren muss man austesten)
(3) Jetzt am geebneten Bild die Strukturen der Milchstraße verstärken (mit klassischen Histogrammfunktionen wie sinh).
(4) Danach zB. nur die Hälfte der Gradiente (Background) wieder mit Pixelmath in das Bild zurückgeben.
(5) Dadurch entsteht ein „natürliches“ Nachtbild mit Farbverläufen ohne dass man die Milchstraße mit übermäßiger Anwendung von Lokal Tone Mapping unnatürlich aussehen lässt.
(in Photoshop wäre das eine Maske mit Struktur und Klarheit)

Jens
 
Zuletzt bearbeitet:
Release 1604: YAPP (Yet another processing parameter...)
Unbenannt.png


Hallo Kollegen,

ich habe im jüngsten PI-Release 1604 mit Schrecken festgestellt, dass im GradientCorrection-Tool jetzt mit "Simplified Model" ein weiterer Parameter dazugekommen ist und habe das mal kurz ausprobiert: der Hintergrund wird bei meinen Bildern (Milchstrasse mittels 135mm Tele und DSLR) in der Tat eine Spur besser, wenn man diesen Parameter aktiviert: in meinem Fall passt Model degree = 1 am besten, wenn ich abgesehen davon im GC-Tool die Standardeinstellungen verwende und dann lediglich noch die 'Scale' etwas anhebe (~7.0) sowie auch noch die Checkbox 'Automatic convergence' aktiviere.

Dankenswerter Weise wird ja jetzt auch das erstellte 'gradient model' direkt angezeigt, wenn man die entsprechende Checkbox anwählt.

Die ganzen Videos dazu hab ich mir gar nicht mehr zur Gänze angesehen, weil in der nächsten Release ja ohnehin wieder alles anders sein kann und man die zillionen möglichen Parameterkombinationen ohnehin für das eigene Setup durchtesten muss...

Fazit: das ganze Elend bleibt wie's ist, aber immerhin ist ein kleiner und erfreulicher Schritt vorwärts erkennbar...

CS, Martin.
 
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