Pixinsight / SGPRO Bildkalibrierung

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Druffis

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Hallo zusammen,

ich habe mein Aufnahmeprogramm gewechselt, von NINA auf SGPRO.

Nach ein paar Anfangsschwierigkeiten war echt happy als die ersten guten Einzelbilder aus der Kamera gekommen sind.

Bei den Aufnahmen die ich mit NINA gemacht hatte, habe ich die Ränder mit Kalibrierbilder immer gut weg bekommen.

Doch bei den Aufnahmen, die ich mit SGPRO gemacht habe, klappt nix mehr. Nach den gefühlten fünfzigsten mal kalibrieren der Bilder, ist der Frust extrem. Die Ränder gehen einfach nicht weg. Ich habe sogar alle Kalibrierbilder (Dark, Flat, FlatDark) mit SGP neu gemacht, aber das Ergebnis ist gering besser geworden. Ich habe keine Ahnung was ich noch machen kann.

Könnte mir wer sagen ob ich technisch an der Aufnahme oder erstellen der Kalibrierbilder etwas falsch mache. Bei den Aufnahmen mit NINA hatte ich nie Probleme (muss man die Bilder von SGP erst umwandeln)?

Ich benutze PI und WBPP zum Kalibrieren / Stacken

Mir kommt es vor als würden die Kalibrierbilder nicht berücksichtigt …..


Summenstack nach ABE

integration.jpg



Einzelbild

m51_480sec_Einzelbild.jpg




Masterflat

masterFlat.jpg


MfG Thomas
 
Hallo Thomas,

ein paar Details könntest Du noch angeben, dann muss man nicht so viele Annahmen machen:
- welches Kameramodell (OSC / monochrom),
- welches Dateiformat für die Einzelbilder (proprietäres Raw-Format einer DSLR, FITS oder XISF-Format) hattest Du in NINA eingestellt,
- welches Dateiformat für die Einzelbilder (proprietäres Raw-Format einer DSLR oder FITS) hast Du in SGP eingestellt,
- hast Du vielleicht zum ersten Mal die neue Version von WBPP (v2.02) ausprobiert?

Die Bilder von SGP muss man nicht umwandeln. SGP kann die Einzelbilder entweder im proprietären Raw-Format einer DSLR oder im FITS-Format abspeichern. Das Raw-Format wird von beiden Aufnahmeprogrammen unverändert belassen. Beim FITS-Format unterscheiden sich nur die Metadaten, nicht aber die Bilddaten.

Falls FITS-Format verwendet wird, könnte es daher entweder an den FITS keywords oder an den Dateinamen liegen, an denen WBPP erkennt, um welche Daten (light, flat, dark, bias, flat-dark) es sich handelt. Bei Raw-Format bleibt eigentlich nur der Dateiname. SGP hat (ähnlich wie NINA) eine leistungsfähiges File Name Pattern, mit dem der Dateiname flexibel angepasst werden kann.

Falls WBPP benötigte Daten nicht finden kann, gibt es eine entsprechende Fehlermeldung im ausführlichen Log aus. Dazu muss man den Log natürlich einschalten.

Bernd
 
Hallo Bernd,

danke für die schnelle Antwort.
Also ich benutze die ASI2600 MC pro und die Dateien werden im FITS-Format abgespeichert. Ich habe an und für sich alles identisch gemacht.

Mir ist aufgefallen, das die Bilder von NINA automatisch als CFA Image erkannt werden und von SGPRO nicht


SGPRO >>> NINA NINA >>WBPP NINA.jpg

Zudem werden die Aufnahmen die mit SGPRO gemacht werden nicht automatisch beim Debayer erkannt sondern muss händisch auf RGGB gestellt werden. Bei NINA Aufnahmen wird alles automatisch erkannt.

Demnach muss ja irgendwo ein Unterschied sein .....

Also stell ich in WBPP alles um und verlinke es per Hand. Aber da kommt nur der Quark raus .....

WBPP SGPRO_2.jpg

MfG Thomas
 
Der relevante Unterschied ist, dass SGPro keine Metadaten in den FITS-Header schreibt, aus denen hervorgeht, dass es sich um CFA-Daten (also Daten von einer One Shot Color Kamera) handelt. Die FITS keywords 'BAYERPAT', 'COLORTYP', 'XBAYROFF', 'YBAYROFF' und 'ROWORDER' werden von SGPro bisher nicht geschrieben, obwohl ich das den SGPro-Entwicklern bereits vor fast 2 Jahren vorgeschlagen habe.

Aus diesem Grund kann WBPP nicht automatisch erkennen, dass es sich bei den von SGPro geschiebenen Daten um Bilder im CFA-Format handelt. Meiner Meinung nach musst Du in WBPP lediglich unter 'CFA Settings' (im ersten Bild, das Du verlinkt hast) die Option 'CFA images' ankreuzen.

Bernd
 
Wenn ich es so mache, also wie im letzten Bild und alles händisch verknüpfe, kalibriert er mir die Bilder nicht, also nur wie im Beispiel bei M51.

Im Masterflat sind ja auch die Schatten zu sehen, aber werden vom Bild nicht abgezogen. Ich dachte das es irgend etwas mit der Bildausgabe von SGPRO zu tun hat.
 
Nein, mit den Bilddaten in den von SGPro geschriebenen Dateien hat es - wie ich oben erklärt habe - nichts zu tun, es liegt an den Einstellungen in WBPP.

Was soll das denn heißen "Wenn ich es so mache wie im letzten BIld und alles händisch verknüpfe...? Ich würde alles so machen wie Du es von den mit NINA gewonnen Daten gewohnt bist, mit einer Ausnahme: die Option 'CFA images' ankreuzen.

Wichtigste Frage: Was sagt der ausführliche Log???

Bernd
 
Also wenn ich das Skript so starte wie in dem Bild (mit CFA Images) kommt keine Fehlermeldung aber das Light sieht so aus als wären keine Flats berücksichtigt.
WBPP SGPRO_2.jpg
 
Bitte starte das Skript mal mit den gezeigten Einstellungen ABER kreuze 'Save process log' an. Am besten mit nur jeweils 3 darks, flat-darks, flats und lights. Anschließend poste bitte den Logfile, der dann im Output Directory im Unterordner "logs" gespeichert wird.

Bernd
 
Ich sehe keine Auffälligkeiten in diesem Logfile. Dann kann es eigentlich nur daran liegen, dass nicht passende Einstellungen (z. B. gain oder offset) in lights und Kalibrierungsdaten vorliegen.

Bernd
 
Ich kontrolliere das morgen im Rechner draußen aber eigentlich sollte alles gleich sein.
Ich Dank Dir für Deine Bemühungen !

MfG Thomas
 
Hallöchen,

es ist zum verzweifeln. Das passiert nicht oft, aber ich kapituliere .....
Die gain und offset Einstellungen sind identisch.
Ich habe so viele versuche gestartet, neue flats, flat-darks mit verschiedensten ADU werten gemacht und die Bilder mit keinem besseren Ergebnis kalibriert. Das große Fragezeichen bleibt.
Aber dank Dir für die Hinweise. Ich hoffe nur das es bei neuen Bildern besser ist.

Eine Frage hätte ich noch. Was bedeutet bei den Flats in WBPP CFA scaling ?

Mfg Thomas
 
Wenn man im Control Panel das MasterFlat selektiert, kann man die Option 'Separate CFA flat scaling factors' setzen. Wird sie angekreuzt, zeigt das Control Panel bei 'CFA Scaling' Yes, andernfalls No.

Der Der Flat scaling factor s0 ist der Mittelwert des MasterFlats. Er wird zur Normalisierung des MasterFlats benötigt: ist der Mittelwert des MasterFlats. Er wird zur Normalisierung des MasterFlats benötigt:
Cal = (LightFrame - MD) / MF * s0 s0 = mean(MF)

Bei gesetzter Option wird s0 für jeden Farbkanal einzeln berechnet. Bei nicht gesetzter Option wird nur ein Mittelwert (über alle Farbkanäle) berechnet. Durch Setzen dieser Option vermeidet man eine Farbverschiebung durch die Flatfieldkorrektur, die sonst dadurch zustande kommt, dass im Histogramm des MasterFlats die 3 Peaks für die einzelnen Farbkanäle nicht exakt übereinanderliegen. Diese Farbverschiebung ist jedoch nicht relevant, da eine Farbkalibrierung in jedem Falle durchgeführt werden muss. Am Ende kommt das gleiche Ergebnis heraus.
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Ich bin weiterhin davon überzeugt, dass Deine Probleme weder mit dem Wechsel von NINA auf SGpro noch mit dem WBPP-Skript zu tun haben. Für mich sieht es so aus, also ob das Problem durch Streulicht in den light frames verursacht wurde: es ist auffällig, dass in Deiner Integration nach ABE (Bild 1) die Vignettierung links hell und rechts dunkel ist.

Außerdem scheint eine Abschattung unten vorzuliegen. Verwendest Du einen Off-Axis Guider? Falls ja: dann ist der Spiegel oder das Prisma wohl etwas zu weit im Strahlengang.

Bernd
 
Dank Dir für die Infos !

Ich benutze OAG hatte aber noch nie Probleme damit. Kann natürlich auch sein das den Abend alles gepasst hat. Ich kontrolliere alles noch einmal und werde beim nächsten halbwegs klaren Himmel Testbilder machen.

MfG Thomas
 
Servus Bernd,

endlich war der Himmel für ein paar Testaufnahmen bereit. Ich habe alles noch einmal auseinandergebaut, die Tiefe des OAG mit Hilfe von Flatbildern eingestellt.
Ich weiß es nicht genau, aber gehe davon aus, das der OAG zu weit in den Strahlengang geragt hat. Es hatte nichts mit SGPRO oder Nina zu tun.

Es sind, wie ich finde, gute Aufnahmen geworden die sich ohne Fehler kalibrieren lassen.

M106.jpg


Mfg. Thomas
 
Hallo Thomas,

es freut mich, dass Du das Problem lösen konntest. Wie fällt Dein persönlicher Vergleich zwischen SGPro und NINA aus?

Bernd
 
Ich persönlich finde NINA einen Tick besser.
Allein die Erstellung der Kalibrierbilder ist total einfach zudem werden die wichtigen Informationen gleich in den FITS Header geschrieben.
Mich spricht die Optik mehr an und es ist auf deutsch :)

Aber ich kann mit Nina nicht arbeiten da es irgendwie zu Fehlern zwischen Montierung / NINA kommt ( NINA und Celestron CGEM ll kompatibel ? )
Ich würde gern lieber mit NINA arbeiten aber SGPRO funktioniert eben aber vielleicht findet sich hier auch noch eine Lösung.

Mfg Thomas
 
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