Planetarische Nebel

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christian10

Aktives Mitglied
Hallo ,ich bin sehr an Astronomie interessiert , neu hier im Forum und hätte an die Profis hier im Forum eine Frage .

Ich überlege mir schon einige Zeit ob es möglich ist Änderungen in den Gaswolkenstrukturen von Planetarischen-Nebel fest zustellen .( durch Sternenwinde ) ZB. Im Orionnebel wenn man zwei Bilder übereinander legt die im Abstand von einem Jahr oder mehreren gemacht wurden.Könnten ja Änderungen sichtbar werden.
Oder muß man viel längerer Zeiträume ansetzen
( Jahrzehnte ...hunderte.. )

Ich hab da kein Gefühl für die Größen und Kräfteverhältnisse im Univerum .
Ich stelle mir das so ähnlich wie den Wolkenzug in unserer Atmophäre vor , oder liege ich da föllig falsch .

Danke für Antworten :::

Christian
 
Hallo Christian,

die Ausdehnung Planetarischer Nebel kann man sichtbar machen. Allerdings nur mit hochauflösenden Teleskopen, die über viele Jahre Aufnahmen des betreffenden Nebels machen. Die Bewegung befindet sich jedoch im Bereich von ein paar tausendstel Bogensekunden, so dass man sich das nicht wie eine große Änderung von dahinziehenden Wolkenstrukturen am Himmel vorstellen darf. Es ist nur eine relativ kleine Änderung beim Vergleich von zwei Aufnahmen mit einigen Jahren Abstand.

Die abgestoßene Gashülle eines Sterns bewegt sich zwar schnell vom Zentrum weg, jedoch ist die Winkelgeschwindigkeit durch die riesigen Entfernungen mit bloßem Auge nicht sichtbar. Zum Vergleich: Sterne, die uns verhältnismäßig nahe sind, bewegen sich im Schnitt mit 70.000 km/h relativ zu Sonne. Trotzdem scheinen sie für uns am Himmel still zu stehen.

Der Orionnebel ist übrigens kein Planetarischer Nebel, sonder ein Emissionsnebel und ein Sternentstehungsgebiet. Nur die Überreste von erloschenen Sternen (bzw. dessen davon treibende Hüllen) nennt man Planetarische Nebel.
 
Danke für die raschen und ausführlichen Antworten , das der Orion kein Planetarischer-Nebel ist hatte ich nicht gewusst.

Dachte mir schon das man da draußen andere Maßstäbe ansetzen muss .

Der Link von Markus ist toll !!!!!



Ihr habt meinen Horizont sehr erweitert , danke noch mal !

Christian

 
und es gibt noch "Hubble´s Veränderlichen Nebel" NGC 2261 (Reflektionssnebel glaube ich), wobei hier die Veränderungen in wenigen Jahren oder gar nur ein Jahr sichtbar sind...

@Markus: WoW-Danke für den Link zu M 1! Das kannte ich noch gar nicht. Das ist mal ein Kracher!!!

Geeeeenial.

Grüße,
Norman
 
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Moin zusammen!

M1 ist ist ja das klassische Beispiel. Im Burnham's Cel. HB ist ebenfalls so eine Gegenüberstellung der Asdehnung der Wolke abgebildet. Planetarische Nebel eignen sich nicht so gut dazu, denn deren Expansion bewegt sich nur in Geschwindigkeiten, wie sie der sterbende Stern als Sonnenwind abgeblasen hat. Das eruptive Ereignis einer SN ist da um einige Geschwindigkeitsklassen drüber, was die Expansion der Wolke angeht.

AFAIR gibt es aber auch ein Ausdehnungsbild von M57 (PN), das vom HST stammt. Sowas ist dann aber für Amateure nicht nachweisbar.
 
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