Planeten-Nacht am 10.März

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Moriarty

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Gerät : Takahashi FS-102 (4'') Refraktor, diverse Okulare (siehe unten).
Ort: Mein Mini-Balkon im Stadtzentrum von München

Gestern war die Luft ganz ungewöhnlich ruhig, wie selten zuvor. Beugungsscheibchen bei Sternen waren wirklich schöne runde Knubbel mit einem feinen, leicht bewegten ersten Ring außenrum. Sirius funktelte faktisch nicht.
Der Himmel war aufgehellt, wie üblich in der Stadt, mit Grenzgröße 3 bis 4 Mag. Planetenwetter - kein aufhebens gemacht und schnell das Teleskop rausgestellt, um die "Hauptplaneten" ein bischen zu genießen.

Saturn: Die Ringteilung umlaufend, gestuftes Band auf dem Planeten, der Schatten des Planeten hinten knallscharz auf dem Ring, und einen sehr plastischen "murmeligen" Eindruck. Der Planet sieht wie ein kleines seltsames Spielzeug aus. Als Monde waren klar auszumachen: Titan und Rhea, sowie zwei Fünkchen halb-indirekt ober- und unterhalb des Planeten: Tethys und Dione.

Jupiter: Der stand noch relativ tief und wurde bis ca. 23:00 beobachtet. Man sah sehr schön zwei Hauptwolkenbänder und ein feineres, sowie ansatzweise "Kräusel". Der GRF wurde von mir leider nicht mehr beobachtet, da der Planet dann hinter das Geäst des Baumes wanderte, der den Innenhof dominiert. Beobachten durch Geäst ist schon was nerviges... zu diesem Zeitpunkt war der tiefstehende Planet noch rot an einem Ende und blau am anderen - ein atmosphärischer Brechungseffekt.

Interessant war auch das Verschwinden des Jupitermondes Ganymed hinter Jupiter, genau genommen verschwand er innerhalb einiger Augenblicke im Schatten des Jupiter, als er noch deutlichen Abstand zur Planetenscheibe hatte. Er wurde einfach dunkler und war nach ein, zwei Minuten weg.
Bei den Monden hat man den Eindruck, daß sie etwas "dicker" als Sterne aussehen - aber von einem Scheibchen-Eindruck kann man wohl noch nicht sprechen - da fehlt es ganz klar an Öffnung.

Ich konnte das 5mm Kasai Ortho mit dem 5 mm TMB "Supermono" vergleichen - und faktisch wenig Unterschiede ausmachen - Das TMB ist schon *eine Spur* besser, aber nicht um den Faktor 5 wie der Preis ... als Planetenorthos reichen meistens die Kasais ganz sicher aus - und das Einblickbverhalten ist vielleicht sogar besser, da sie oben etwas kegelförmig sind.

Ebenfalls verglichen wurden Speers-Waler 7,5 mm, welches das Format einer Klorolle hat, mit dem 7,5 mm Takahashi LE - Auch hier kann man sich nur wundern, wie exzellent die Speers-Waler Okulare sind - Meine 7,5 und 14 mm Speers Waler gebe ich nicht mehr her, die habe ich richtig gern.

Mein Televue Radian 3 mm bringt keine Verbesserung und ist de facto an diesem Teleskop wohl überflüssig, wenngleich es sicher ein gutes Okular ist.

Gruß
Moriarty

 
Guten Tag,

am selbigen tag war bei mir endlich mal das Wetter gut, sternenklarer Himmel. Ca. 23.oo Uhr hab ich meinen Refractor auf den guten alten Jupiter gerichtet, welcher knapp über dem Geäst stand. Nach langer Zeit, konnte ich ihn also wieder beobachten. Das rote und blaue Ende konnte ich auch erkennen. Grandios.
Saturn war leider nicht im Blickfeld, aufgrund des Balkons.
 
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