Planeten-Newton

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

ramanujan

Aktives Mitglied
In mir keimt da so langsam die Idee auf ein kleines Planeten-Teleskop zu bauen. Mir würde da was vorschweben in Richtung 1600mm Brennweite, Öffnung~200-250mm
Sind Gitterrohrkonstruktionen für Planeten tauglich? bekomme ich einen Gitterrohrtubus auf eine parallaktische Montierung (das Ding ist ja recht lang...) oder läuft das auf entweder Vollrohr mit parallaktisch oder Gitter auf Dobson raus? Vielleicht auch Vollrohr-Dobson?
Was taugen eigentlich die Konstruktionen, die nur auf einer langen Stange beruhen, an der hinten der Hauptspiegel und vorne der Fangspiegel befestigt ist? Kann man sowas für größere Teleskope noch verwenden? (das wäre dann ja schön leicht und zudem einfach auf einer Montierung zu befestigen...)

Gruß Jens
 
Hallo Jens,

für mich stellen Dobsons ein guten Kompromiß zwischen Mobilität und größerer Öffnung dar.

Ich selbst habe nur einmal vor x-Jahren einen Dobson gebaut, habe mich dann aber nie um den Bezug einer dazugehörenden Optik (10") gekümmert und daher das ganze wieder verworfen. Bis heute habe ich mich nicht so recht mit dieser Bauweise anfreunden können. Nun mache ich allerdings auch Astrofotografie (Deepsky, fokal) und komme daher am besten mit einer parallaktischen Montierung zurecht.

Gerade wenn du einen Planetennewton bauen möchtest, gehe ich davon aus, daß es dir erstens um eine sehr gute Optik geht damit du zweitens viel auf den Oberflächen erkennen kannst. Mit einem Dobson geht das zwar auch; mit einem parallaktisch montierten Gerät hast du aber mehr Ruhe am Okular, weil das ständige Wiedereinholen entfällt. Es sei denn, man baut sich eine äquatoriale Plattform.

Zum störungsfreien Genießen oder zur höchstmöglichen Konzentration auf feinste Details eignet sich meiner Meinung nach ein äquatorial montiertes Teleskop am besten.

Bitte um Nachsicht bei den Dobsonauten... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

Gruß und
 
In mir keimt da so langsam die Idee auf ein kleines Planeten-Teleskop zu bauen. Mir würde da was vorschweben in Richtung 1600mm Brennweite, Öffnung~200-250mm
Sind Gitterrohrkonstruktionen für Planeten tauglich? bekomme ich einen Gitterrohrtubus auf eine parallaktische Montierung (das Ding ist ja recht lang...) oder läuft das auf entweder Vollrohr mit parallaktisch oder Gitter auf Dobson raus? Vielleicht auch Vollrohr-Dobson?
Was taugen eigentlich die Konstruktionen, die nur auf einer langen Stange beruhen, an der hinten der Hauptspiegel und vorne der Fangspiegel befestigt ist? Kann man sowas für größere Teleskope noch verwenden? (das wäre dann ja schön leicht und zudem einfach auf einer Montierung zu befestigen...)

Hallo,
Schöne Idee! Wenn Du dich für das Gitterrohr entscheidest, dann mußt Du bei der Konstruktion die Verbindung zwischen Gitterkonstruktion und Montierung besonders berücksichtigen. Das zweite was Du beachten mußt ist die Streulichtabschirmung.
Das alles ist beim Volltubus erheblich einfacher.
Die Einstangenlösungen sind nur für verzweifelte Situationen geeignet, beispielsweise für eine Flugreise mit strenger Beschränkung des Transportgewichtes oder ein Rückenleiden.<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" /> Sonst bieten sie nur Nachteile. Sie sind nur mit hohem Aufwand einigermaßen stabil zu bekommen, den stecke lieber in eine solide Konstruktion.
Grüße Martin
 
Was für einen Effekt hat eigentlich der fehlende Tubus beim Gitterrohr? Verliere ich dadurch Kontrast? Wenn ja wäre das ja sofort ein ko-Kriterium für ein Planetenrohr...
Gibts irgendwo Tips/Bilder/Anleitungen/Ideen zur befestigung eines Gitterrohr-Scopes auf einer Montierung?

 
Hallo Jens,

ich habe ein 8"f/6-Newton mit Volltubus. Kann ich sowohl auf eine Dobson-Montierung als auch auf eine Deutche Montierung stellen. Ich bin zwar kein eingefleischter Planetenbeobachter, wenn ich aber Planeten beobachte, dann lege ich auf folgendes Wert:
- mit beiden Augen gucken (Binoansatz)
- wenn möglich motorische Nachführung
- bequeme Haltung (Beobachtungsstuhl)

Freundliche Grüße, Herbert
http://zellix.bei.t-online.de (Nirostas Teleskopbauseite)
 
Hi!

Schau mal bei www.vds-astro.de rein &
surf Dich durch alle möglichen Bereiche.

Besonders möchte ich Dir die "Fachgruppe Selbstbau" empfehlen (Da wirst Du das Anzlitz eines Mannes entdecken, der als "nirosta" bekannt ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> )- da kannst Du Dir hunderte Gitterrohr- (meist Dobsons) und andere Teleskope, auch Montierungen und sonstige geniale Detaillösungen anschauen.
Der "absolute Brainpool" sozusagen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Hmm, ich habe mir die ganze Seite mal angeschaut, da gibts ja echt nette Konstruktionen, leider kam noch niemand auf die Idee ein Gitterrohr parallaktisch zu montieren <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />
Abgesehen davon habe ich mir mal angeschaut, wie lange 1600mm Brenn weite sind, ich glaube, das taugt nix auf einer Montierung. Ich denke es wird wohl doch auf einen Dobson rauslaufen. Kann man mit Dobsons und Planeten eigentlich glücklich werden (wegen dem Nachführen bei extremen Vergrößerungen) Habe ich noch Chancen mit einer Webcam und einem Dobson Planeten aufzunehmen?

Gruß Jens
 
Hallo,
Ich hab schon eine Menge Gitterrohre auf parallaktischen Montierungen gesehen, gerade bei längeren Brennweiten kommt es ja auf das Gewicht an.
Man kann gerade Planeten noch ganz gut mit einem Dobson und einer Webcam aufnehmen, weil da die Belichtungszeit nicht so hoch wird. Man kann auch mehrere Einzelaufnahmen machen und diese dann aufsummieren.
Es gibt dafür mehrere Programme, es fällt mir im Moment "Giotto" ein, die die Bildoperationen automatisch durchführen.
Bei Deep Sky wird das fotografieren mit Dobson schwierig.
Grüße Martin
 
Hi Jens!

Klaro kann man mit einem Dobson am Planeten auch glücklich werden. (Besonders, wenn man eh nix anderes zum Beobachten hat <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Vielleicht findest Du aber auch einen Besitzer eines "TS-Planetendobson" hier, der könnte dann vom "optimierten Gerät" berichten)

(ich Bin jetzt auch in Planung eines 6" f/8 auf motorisiereter Monti, spechtel momentan ausschliesslich mit Dobs's. Die Motor-Monti ist eher für "Planetenführungen" bei mehreren Personen)

Es kommt beim Planetendobs einfach noch mehr darauf an, dass die Gleitbeläge optimale Reibungswerte haben
(Das Losbrechmoment und die Gleitreibung sollen möglichst gleich sein - dann wird der "losfahr-Ruck" kleiner.)
- und, dass alles so Zitterfrei wie möglich ist.

Mit meiner originalem Rockerbox (12" GSO) bin ich bei Planetenbeobachtung noch nicht 100% Glücklich, trotzdem habe ich zur Mars-Oppi regelmässig >300x , manchmal auch >400x vergrössert.

Das effektive GF (mit Plössl & Barlow) beträgt dann noch knapp 0,1°...

Das Objekt andauernd nachzuführen, dass es IMMER in der Mitte des Gesichtsfeldes ist, ist bei rein visueller Beobachtung nämlich garnicht nötig, und immer "nachschubsen" bringt nur die halbe Beobschtungsdauer..
Mit der Zeit wirst Du die Übung haben, absichtlich am Planeten "vorbeizudobson", um anschliessend doppelt so lange (also etwa 10-60sekunden, je nach V) beobachten zu können, wie er einmal durch's ganze Gesichtsfeld fährt. Dann erst ist's Zeit für den nächsten Schubs.. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

Auch mit dem 4,5" f/7,35 Dobs (Eigenbau, ist in erster Linie leicht gebaut, nicht unbedingt Zitter-optimiert!) habe ich am Mars regelmässig >200x vergrössert.


Fotografieren... Ist nicht mein Ding, sollte aber (digital!) in eingeschränktem Rahmen auch möglich sein.

Manche nehmen Videos auf, suchen die besten Einzelbilder raus & legen diese übereinander (salopp gesagt.. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" /> )


P.s. Aber, Du hast recht: Gitternewt auf EQ-Monti, das sieht man nicht oft! Habe deswegen auch schon gepostet, da wurden mir die "Astrografen" von Keller mal nahegelegt.

So werde ic hwahrscheinlich auch meinen 6" f/8 auf die Monti adaprieren:
1 viereckiger, massiver "Ring", welcher im Schwerpunkt des Tubus sitzt. Da dran sind eigentlich 2 Gittertuben: ein langer, filligraner geht Richtung FS - ein kurzer,massiver geht Richtung HS.
Problem ist: in der Konstruktionsphase schon zu wissen, wo der Schwerpunkt sein wird... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi, ramanujan,

prinzipiell bestehen wohl keine Bedenken, einen Gitterrohr-Newton auf eine parallaktische Montierung zu setzen. ABER gebrauchspraktisch hätte ich da meine Bedenken. 1600 mm Brennweite ergibt eine "Tubus"-Länge von etwa 1,40 Metern. Bei einem Dobs setzen diese 1,40 Meter relativ niedrig über dem Erdboden an. Bei einer Deutschen Montierung kommt die Höhe des Stativs dazu. Außerdem sitzt bei Gitterrohr-Konstruktionen der Schwerpunkt sehr tief, verglichen mit Volltuben, so dass man fast die ganze Baulänge oberhalb der Befestigungspunkte hat. Mir scheint ein Gitterrohr-Tubus auf einer deutschen Montierung deshalb nur dann praktikabel, wenn man ein Cassegrain-System benutzt - oder bereit ist, auf eine Trittleiter zu steigen.

Grüße,

astroklaus
 
Jep, ich denke auch, dass ein Planetennewton einfach zu lang für eine dt. Montierung ist. Wäre halt einfacher für Webcamaufnahmen. Aber wenn man die auch mit nem Dobson hinbekommt wäre das schon ok für mich. Es sollte halt nur möglich sein einen Planeten ein paar Minuten auf dem Chip zu halten. Wäre ja auch kein Problem den Dobson dann noch etwas zu motorisieren, damits nicht zu arg zittert beim Nachfüren. Bildfeldrotation sollte bei maximal 5-10 Minuten ja noch nichts ausmachen...

Ist ein 20 oder 25cm f/8 ein geeigneter Einstieg ins Spiegelschleifen? Kann ich mir 25cm zutrauen oder sollte ich lieber mal bei "vernünftigen" 2o cm anfangen?
 
Mit Selberschleifen habe ich keine eigenen Erfahrungen, aber diverse Anleitungen empfehlen einen Einstieg mit etwa 6". Allerdings ist f/8 auch nicht sooo kritisch. Nur: ein größerer Rohling ist natürlich auch teurer, und wenn das danebengeht, ärgert man sich womöglich doppelt über die fehlende Übung.

Grüße,

astroklaus
 
Hallo,
Ich empfehle mit 8" f6 anzufangen. Nur wenn du im Bayrischen Wald wohnst, und keinerlei Hilfe bekommen kannst und nicht über Internet verfügst, dann empfehle ich ein 6" f8, weil da praktisch nichts schief gehen kann. Natürlich mußt du selbst wissen was du machen willst, aber es handelt sich bei dem ersten Spiegel um einen Lernprozess. Der läuft bei größeren Spiegeln schwieriger und langwieriger ab als bei einem kleineren Spiegel. Wir lassen Dich aber auch mit 14 Zoll nicht hängen!
Material bekommst Du von mir, oder von Stathis oder von der Materialzentrale des VDS von Thomas Heising. Bezugsquellen findest Du auch auf meiner Webseite unter Hotlist, Bezugsquellen.
Schreib mir eine e-mail, dann schick ich dir eine Preisliste.
Grüße Marty
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jens,

ich besitze einen 14,5" f/5.5 Dobson von M. Birkmeier und beobachte damit sehr gerne Planeten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> Die Nachführung ist meistens weniger problematisch als das Seeing. Wenn's die Luft hergibt, ist auch 500fach kein wirkliches Problem, aber die mechanischen Eigenschaften der ICS-Dobsons sind ja auch jenseits von Gut und Böse.

An eine Webcam würde ich lieber nicht denken - es sei denn, mit einer Nachführplattform (damit habe ich aber keine Erfahrung!). Ich habe mal mit zwei Mitbeobachtern eine Mintron an den Okularauszug gehängt und wir haben mit vereinten Kräften nach langer Zitterei und Sucherei geschafft, ein paar kurze "Driftpassagen" von M57 und M13 aufzunehmen - bei dem kleinen Bildfeld der Kamera (bei der Webcam wäre es ähnlich winzig) ist das eine reine Geduldsprobe. Versuche mit einem Camcorder am Mars zeigten mir auch, wie schwierig es ist, das Objekt im Feld zu halten. Da gibt es Spezialisten wie Ralf Gerstheimer, der mit Camcorder am Dobson tolle Planetenbilder bekommt - das zeigt die prinzipielle Möglichkeit. Ich persönlich bin nun entweder zu ungeduldig oder zu ungeschickt fürs Videofilmen am Dobson und tue das seit den glücklosen Versuchen lieber am nachgeführten, kleineren 8,5" Newton auf solider Parallaktik.

Das Öffnungsverhältnis von 5,5 verdammt mich beim Deep Sky Beobachten zwar zur Benutzung eines Klapptritts , um bei Zenitstellung oben reinschauen zu können, aber ansonsten würde ich die etwas längere Brennweite durchaus wieder wählen. Zumal auch der Hebelarm zum Nachführen wieder länger ist, was die hohen Vergrößerungen fördert. Und wie schon gesagt: ständiges Nachführen ist nicht nötig.

Streulichtprobleme habe ich üblicherweise keine, aber das liegt daran, dass es an meinem Beo.platz hinreichend dunkel ist. Das Hülltuch bleibt daher meistens aus Zeitgründen in der Kiste. An hellen Standorten hatte ich aber schon mal Reflexe im Bild; da wäre eine Abdeckung auf jeden Fall sinnvoll gewesen.

Für Komfortfreaks kommt ein Dobson natürlich nicht in Frage und ich würde nie aus dem Fehlen der Nachführung einen Vorteil oder Kult hochstilisieren wollen. Nachführung ist super, aber bei dem Bild eines guten großen Dobsons kann man's schon mal verschmerzen, wenn man selber schieben muss.

Mein Fazit: für Bildermachen ist ein Dobson was für geduldige, geübte Leute mit ruhiger Hand, fürs Planetenspechteln ist ein Dobson bei wirklich guter Luft großartig und hängt jedes kleinere noch so hochwertige Teleskop dank öffnungsbedingter Auflösung locker ab. Die meisten meiner üblichen Mitbeobachter sind jahrelange und begeisterte Planetenbeobachter und ihnen flog immer wieder mal in Momenten ruhiger Luft das Blech weg <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

CS,
Tom
 
Hallo,
je nachdem -wie groß die Brennweite f8 od f 12(für Fanatiker <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> liegt der Schwerpunkt mehr richtung mitte des Gitterteleskops-das beinflusst die Länge des Tubusteils-indem der Hauptspiegel sitzt
an diesem Tubus würd ich Schwalbenschwanz(Fa.Astro-Beck )befestigen
Gitterohrtubus begünstigt die schnellere Auskühlung des Spiegels
Tip: halte den Hauptspiegel immer halben Meter über Boden-somit weniger seeinganfällig(erkenntnis von Kurt Schreckling,der dazu zahlreiche anerkannte Experimente gemacht hat-näheres auf Astrotreff.de)
schwarzen Stofftuch über das Gitterteil sollte die Luftströmungen mindern-somit auch Luftunruhe(wärmeisolierende Kleidung von Vorteil <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> )
parallaktische Monti bei hohen Vergrößerung von erheblichen Vorteil-entspanntes Beobachten wichtig bei Details
bei Dobson-nachführung weiche nachführung und Okulare mit 65° GF zwingend
selbst hab FH 5"f19 auf parallaktische Monti ohne Rekt.Motor(also gewissermaßen auch Dobsonschubsart ;,da techn.Umsetzung sich noch hinauszögert <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> ) mit Pentax XL f 7 mm bleibt saturn ~ 45 sec im Blickfeld-trotzdem wandert das Auge dem Objekt hinterher-nicht gerade förderlich zu absoluter Konzentration auf details <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />
 
Hallo,

also mein erstes und einziges Projekt war bis jetzt das Parabolisieren einer 8" f/4,5 Scherbe.
Ich meine 8" f/8 sollte auch für den Anfänger kein Problem sein, da Du ja hier fast nur
zum "Schein" parabolisieren mußt. Schleifen und polieren sollten auch bei 8" kein größeres
Problem sein als bei 6", da mit den heutigen moderneren Methoden, es nicht mehr so kompliziert
ist, wie früher bei Hans Rohr. Paß bloß bei 8" f/8 auf, daß Du nicht zu lange parabolisierst.
Da rauscht man wie nix durch die Parabel durch und muß dann wieder zur Sphäre zuruck. Das
moderne CerOxid von heute bringt es da wirklich gut. Also nicht länger als 5-10min W-Striche
und dann messen!
 
Hallo Jens,

den Gedanken einen langbrennweitigen Newton zum Planetenbeobachtung einzusetzen hatte ich auch schon.

Es ist eine preiswertere Alternative zu einem guten Refraktor.
Ein guter Newton kann so manchem Refraktor zeigen, wo der Hammer hängt.

Meiner Meinung nach ist das Wichtigste ein guter Spiegel, und da ist die Fa. Lomo mein Favorit.

Ob 200 oder 250 mm Öffnung oder noch mehr?? muss der Inhalt des Geldbeutels entscheiden.
Ein Öffnungsverhältnis zwischen 1:6 und 1:8 ist dabei anzustreben, um eine möglichst kleine Obstruktion zu erzielen.

Eine EQ-6 Montierung müsste auch einen 10 Zoll F/8 Leichtbautubus für visuelle Beobachtung noch gut packen.
Eine Gitterrohrlösung bringt da Vorteile.
Einn Volltubus ist bei dieser Grösse etwas unhandlich <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />
Der offene Tubus kann mit einem schwarzen Strumpf gegen Streulicht abgeschirmt werden.

Planetenbeobachtung mit einer Dobsonmontierung funktioniert mit etwas Übung und Weitwinkelokularen ziemlich gut,
bei dieser Lösung würde ich ,wenn finanziell möglich ,einen noch grösseren Spiegel bevorzugen.

Von einer Stangenlösung Hinten Spiegel/Stange/Vorne Fangspiegel /Oku-Auszug rate ich aus Stabilitätsgründen ab,
zudem wird es Probleme mit Streulichteinfall und Verschmutzen der Optik geben.

Wichtig ist eine solide und trotzdem nicht zu schwere Tubus-Konstruktion,
sonst gibt es bei hohen Vergrösserungen Probleme.

Von einem kleinen Planetenteleskop kann man dabei aber nicht mehr sprechen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Gruß, Gerd
www.bksterngucker.de
 
Eine EQ-6 Montierung müsste auch einen 10 Zoll F/8 Leichtbautubus für visuelle Beobachtung noch gut packen

das geht mit sicherheit nicht mehr. mein 7"f8 mit 12kg gewicht
belastet die EQ6 bereits bis ans limit.
ein 10"f8 wäre nochmal ein drittel länger als mein 7"f8, deutlich
dicker und keinesfalls leichter. das kann auf einer EQ6 nicht mehr
funktionieren.

tom
 
Hallo Tom,
unter einem Leichtbau verstehe ich auch etwas anderes als
einen ziemlich massiv und schwer gebauten MN78.
Einen 10 Zöller leichter zu bauen als einen 7 Zoll MN
traue ich mir zu.

Der Hebelarm bedingt durch grössere Tubuslänge ist eine Tatsache ,die unbedingt mit einbezogen werden muss.

Daß die EQ6 allerdings bei 12 Kg schon am Ende sein soll, enttäuscht mich ein wenig,
so 15 kg Tragkraft hätte ich mindestens vermutet.

Gruß, Gerd
www.bksterngucker.de
 
gerd, daß die MNs von intes-micro massiv gebaut sind ist
ein weitverbreiteter irrtum. das gilt nur für die geräte
von intes, nicht für jene von intes-micro.
mein MN78 (hab jetzt nochmal nachgesehen) hat 14kg alles
komplett mit schellen und eine länge von 1.50cm.
die EQ6 ist damit an der absoluten obergrenze, visuell
natürlich. schon bei nur wenig wind zittert das bild
bei vergrößerungen über 100fach.

leichter als mein gerät wird selbst ein 10"f8 in konsequenter
leichtbauweise nicht werden. bedenke, daß du für so ein
gerät auch ordentliche rotationsrohrschellen brauchst.

dafür jedoch ist die länge bei 2m und der hebel dadurch
wesentlich größer. ---> mit der EQ6 keine chance!

die belastbarkeit der EQ6 wird bei weitem überschätzt.
die 15kg mögen stimmen für kompakte tuben wie SC's,
ich hatte aber längere zeit einen 120/1000er fraunhofer
drauf, länge mit taukappe etwa 140cm und scharfstellen
ohne zittern war schon ab 200fach nicht mehr möglich.
auch dieses gerät hat bei leichtem wind schon gezitter
wie espenlaub. dabei ist meine EQ6 wirklich perfekt eingestellt,
was mir kollegen auch bestätigt haben.

10"f8 geht meiner meinung nach nur mehr bei stationärer
aufstellung sinnvoll, denn die entsprechende monti
mit rumzukarren dürfte kein spaß mehr sein.
auch ist es nicht mehr möglich so einen tubus alleineine
in die prismenaufnahme zu fädeln. das geht nur mehr zu zweit.

tom
 
Hallo Tom,

wenn die EQ6 doch nicht so toll stabil ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> ,
dann muß man sich eben bei so einem Projekt
mit einer Dobsonmontierung zufrieden geben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> .

Gruß, Gerd
www.bksterngucker.de
 
Also erstmal Danke für die vielen Tips von allen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Ich denke es wird ein 8" f/6, da das Ding auf jeden Fall auf eine dt. Montierung passen soll. Alles andere wird mir da zu groß.
Ich hätte da aber noch eine Idee zu einer Konstruktion:
(sorry, das Bild sieht sch... aus, aber hab gerade kein tauglich mal-oder Konstruktionsprogramm da)
Link zur Grafik: http://www.jensharder.de/astro/skizze.jpg
d.h. hinten der Spiegel über 3 Alustangen vorne mit dem Kopf verbunden. An den unteren beiden Alustangen könnte man entweder 2 Dobson-Höhenräder oder eine deutsche Montierung befestigen. Von der Biegesteifigkeit sollte es passen (man könnte ja auch die Spannung in den Alurohren justierbar machen) das einzige was mir Sorgen macht ist die Torsionssteifigkeit. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />
Könnte die Konstruktion funktionieren?

Gruß Jens
 
Von dem Papierzeug hab ich schon viel gehört, wie muss ich mir das vorstellen? Das wird erheblich weicher als ein Alu oder Stahltubus sein, oder? Die Wandstärken sind auch erstaunlich dick, d.h. das Teleskop wird dann auch nicht sonderlich leicht...
Oder geht dieses Papierzeugs eher in Richtung Kohlefaser?

Diese 3-Rohr-Konstruktion scheint ja ansatzweise zu funktionieren, ich habe die Konstruktion schon auf einer Webseite gefunden:
3-Rohr-Design
Abgesehen daveon sehen die Dinger echt nett aus <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo!

Ja, Du hast recht: diese Teleskope sehen toll aus.

Allerdings sind das allesamt schnelle Newtons.

Es gibt einen Grund, warum langbrennweitige Geräte IMMER entweder im "kassischen Truss Design" (also mit 8 Stangen) oder als Volltubus gebaut werden:

Die langen Hebelkräfte! (einerstits verehre ich den Herren Sir Isaac Newton - andererseits verfluch'ich ihn <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> )

Ich bin grad selber an einem 6" f/8 am werkeln und mache Versuche mit 6mm dicken Carbonrohren. OT und Ut würden sich (wie ein Paralellogramm) zueinander verschieben - aus der Optischen Achse raus - (was bei einem Planetengerät mit kleinst möglichen FS verherend ist!) wenn ich alle Stangen parallel zueinander (und parallel der optischen Achse) führen würde.. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> Da bleibt nur "das liegende V", wo jeweils eine Stange auf Zug - und eine auf Druck belastet wird.

Mir schwebt Rahmenmässig so eine Art "Astrograph nach Keller" vor, vielleicht in reduzierter Form.. (nur 2 Seiten des Rahmens verstabt) Das bietet dem Wind wenig Angriffsfläche & ist steif.
 
Hi,

da ich gerade auch beim Bau eines 8" f/6 Newton bin, habe ich mir die gleichen Fragen gestellt.

Der Begriff Hartpapier hat überhaupt nichts mit weich oder Papier im eigentlichen Sinne gemeinsam.
Hartpapier, Hartgewebe oder Glashartgewebe gehören zu den Duroplasten (Schichtpreßwerkstoffe) und werden unter anderem als Konstruktionswerkstoff im Maschinenbau verwendet. Hartpapier und Hartgewebe (Baumwollgewebebahnen statt Papier als Trägermaterial) läßt sich ohne Probleme drehen und bohren. Gewinde schneiden ist auch kein Problem. Das Material ist absolut hart und nicht weich wie bei den Sonotubes.

Klar CFK ist um ein vielfaches stabiler, aber für den Preis eines Tubus kann ich mir von den anderen gut und gerne 6 Teleskope bauen. Für einen Volltubus halte ich dieses Material für die beste Wahl.

Welchen Spiegel willst Du denn verbauen, weil ich mir diese Frage selber gerade Stelle? Woher nehmen?

ICS? Lieferzeit, Qualität?
LOMO? zu lange Lieferzeit!
GSO? Low Expansion, sind die jetzt wirklich gut?
GAT? Wer hat Erfahrungen?
INTES MICRO? Liefern auch Newtonspiegel! Wer hat einen?
INTES SPE? 8" erhältlich?

Fast schon zum verrückt werden.

Gruß
Andreas
 
Hi,

Also den Spiegel will ich wahrscheinlich selbst schleifen, ich bin da aber noch in der Entscheidungsphase. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />
Was kosten die Hartpapiertuben eigentlich? Ein selbstgebauter GFK-Tubus (1m x 25cm) kommt mich ungefähr auf 70-100€, ist ein fertiger Hartpapiertubus billiger?

Von der Idee mit der Stangenkonstruktion bin ich inzwischen etwas abgekommen, ich hab mich mit nem Kollegen mal über die Statik von dem Ding unterhalten, es hat einfach zu viele Nachteile... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />
 
Hi ramanujan,

die ganz großen Teleskope so ab 60 cm sind fast alle Gitter-Konstruktionen und auf parallaktischer Montierung (z.B. in großen Profi-Sternwarten).

parallaktische Gittergrüße und
cs
jorgos
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben