Planeten-Trio am 3. September 2016 / Taghimmel

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Canonist

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Hallo zusammen.

Seit dem 25. August habe ich bis zuletzt am 3.9. das Planeten-Trio neben der Sonne nunmehr fünfmal am Taghimmel auffinden und beobachten können. Hier als jüngste Ergebnisse mal die Bilder vom 3. September, die anderen bearbeite ich mangels Zeit gerade erst.

Link zur Grafik: http://www.diefotomaus.de/astro/tab_planeten_030916.jpg


(Klick ins Bild: Grafik anzeigen = Originalgröße)
Am 3. September, wie am 31. August auch schon, war Merkur der schwierigste Kandidat. Trotz der Reihenfolge Venus, dann Jupiter und zuletzt Merkur und der geringen Distanzen am Himmel war Merkur an den beiden genannten Tagen visuell unauffindbar. Ich habe daher zweimal den Versuch gestartet, ihn "digital" zu finden. Heißt: Bei Jupiter den Kontrast stark angehoben, Helligkeit so, dass Himmel noch gerade grau, und dann per Teilkreisen zur Merkurposition. War natürlich händisch trotzdem nicht genau genug, um Merkur auf dem kleinen Chip der DMK21 an einem C14 fokal gleich im Bild zu haben. Also strichweises Feldabsuchen mit RA-Verschiebungen durch Steuerung und D per Hand. Nach 10 min am 31. August und noch schneller am 3.9. habe ich Merkur so trotz nur noch 1,6 resp. 1,8 mag finden können. Späteres visuelles Probieren erbrachte nichts. Er wäre an einem bereits feuchtigskeitsgeschwängerten Taghimmel so nicht mehr zu finden gewesen.
Trotz zittriger Luft ist die Sichel aber noch recht scharf geworden und zeigt Reste von dem Detail, das auch die Tage vorher immer sichtbar war.
Jupiter war am 3.9. nicht weit weg und ist - wenn der Himmel nicht gerade weißlich ist - auch visuell noch auffindbar; aber nur im Teleskop, im Sucher war nichts mehr zu sehen. Um ihn überhaupt noch ablichten zu können, habe ich wie beim Merkur den Kontrast bei der Aufnahme schon mächtig angezogen: 30 statt normal 100! Ohne diesen Kontrast wäre praktisch auch kein Scharfstellen möglich.
Jupiter und Merkur waren am Sonnabend gerade mal runde 17,5 Grad von der Sonne. Für mein C14 ohne Tages-Modifizierung nachmittags gerade noch machbar, weil die Sonne hinter dem Kuppelrand verdeckt war und nur am Rande die Schmidtplatte traf. Jupiter habe ich wohl noch nie so dicht bei der Sonne beobachtet...
Venus hingegen war natürlich leicht, weiter weg und bei -3,9 leicht im Sucher auffindbar. Bei allen letzten Beobachtungen im IR-Pass haben sich Wolkenstrukturen gezeigt, die raschen Veränderungen unterliegen. Diesmal ist es ein eher schmaler äquatornaher Bereich mit hellen Wolken und ein polnäherer am linken Rand.
Bitte beachten: Wie immer Süden oben, Merkur und Venus auf 200% skaliert, bei Jupiter hätte sich das nicht gelohnt, das ist Originalgröße.

Freue mich auf die kommenden Sonnentage, auch wenn es dann wohl nur noch mit Venus weitergeht.

CS
Rudolf
 
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