Planetenbeobachtung

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Kyoko12

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Hi leutz, ich hab mal wieder ne frage.

Welches Öffnungsverhältniss ist für Planeten besser?
f/10 oder f/12,5

Eigentlich ja f/12,5 aber f/10 kann man auch ein bisschen für große DeepSky Obj einsetzen, aber hier im Forum lese ich das f/10 für Planeten ungeeignet ist?
Stimmt das echt?
 
Hi Kyoko,
da verwechselst Du was. Ganz so einfach ist das nicht. Man kann nicht direkt über das Öffnungsverhältnis pauschal eine Eignung festlegen. Das ist abhängig vom Gerätetyp. Schau mal auf u.g. HP , dort findest Du einen Artikel zur Planetenbeobachtung, der etwas detaillierter auf die Thematik eingeht.
CS
 
Hallo,

wie schon Antares sagte kann man das so pauschal nicht sagen. Bei Refraktoren hängt der Farbfehler mit dem Öffnungsverhältnis zusammen. Der Farbfehler wird mit kleinerem Öffnungsverhältnis kleiner. Nur in diesem Zusammenhang, zudem noch beschränkt auf FH Refraktoren, steckt quasi ein wahrer Kern in der Aussage.

gruß Aebby

 
Hi Kyoko,
ich würde nicht nach Öffnungsverhältnis fragen, sondern eher nach dem geeigneten Teleskoptyp. Für Planetenbeobachtung würden sich 2 Gerätetypen ziemlich gut eignen, bezogen auf Anschaffungspreis. Zum einen ein Newton 150/1200 oder halt ein Mak-Cassegrain 127/1500 mm. Beides sind Geräte die am Planeten ziemlich gut dastehen. Preislich liegen die ziemlich auseinander, da muss man abwägen welches System man nun bevorzugt. Ein FH Refraktor wäre auch anwendbar, dort aber am besten ab einen Öffnungsverhältnis f/15 und höher, was aber leider preislich noch deutlicher über die von mir eingangs erwähnten Geräten liegt (dazu noch schwer zu finden). Günstig dagegen wäre ein 70/900 FH Refraktor, aber ich würde meinen daß dort zu wenig Licht zur Verfügung steht und höchstens nur für die Planetenbeobachtung anwendbar wäre, bzw. als Leitrohr bei der Astrofotografie.

Gruß
 
Hallo!

Zusätzlich zu dem Geschriebenen ist noch folgendes anzumerken:

Bei der Planetenbeobachtung sind Austrittspupillen (APs) von ca. 0.5 - 1.0 mm anzustreben. Um diese zu erreichen, braucht man folgende Okularbrennweiten:

f/12.5: 6.25mm-12.5mm
f/10: 5mm-10mm

Je kürzer die Okularbrennweite ist, umso geringer ist der Augenabstand zum Okular und um so schlechter ist der Einblickkomfort.

Insofern ist natürlich -unabhängig vom Teleskoptyp!- der f/12.5 für Planetenbeobachtung das besser geeignete Gerät.

Man kann natürlich Barlows verwenden, diese bringen aber wieder zusätzliches Glas in den Strahlengang und damit Abbildungsfehler.


Gruß Harald
 
Hallo,

rein theoretische Unterschiede! In dem Bereich zählt nur die Qualität der Optik. Auswirkungen auf
Okulare usw gibt es bei f/10 und mehr nicht mehr. Da ist man eindeutig im Planetenbereich und geht
in Richtung hohe Vergrößerung mit relativ einfachen Okularen. Was mit f/10 und mehr nicht gut geht
ist Fotografie, wegen der langen Belichtungszeiten von 90 min und mehr. Auch nicht so gut sind die
erreichbaren wahren Gesichtsfelder, da ist meist bei etwas mehr als 1° Schluß, es sei denn man kann
monströse 4" Okulare einsetzen oder benutzt fokal Reducer, aber dann hat man auch nicht mehr f/10.
Die Aussage f/10 taugt nicht für Planeten ist hochgradiger Schwachsinn.
 
Hallo,

die Aussage, die Du meinst, bezog sich bestimmt auf Refraktoren nach Fraunhofer, nicht auf das Öffnungs-Verhältnis alleine.

Ein solches Gerät ist bei f/10 sicher kein besonders gut geeignetes Planeten-Teleskop - was natürlich nicht heisst, dass man sich damit keine Planeten ansehen kann. Ein Planeten-Spezialist ist es jedoch nicht, obwohl das häufig pauschal über Refraktoren gesagt wird. Tatsächlich gilt das für farbkorrigierte Refraktoren (APOs) und Fraunhofer mit kleinen Öffnungsverhältnissen ab etwa f/15.

 
Hi Kyoko12!

Ist schon richtig, man kann nicht nur nach dem Öffnungsverhältnis fragen. Kommt tatsächlich auf den Teleskoptyp drauf an.

Kommt aber auch drauf an, wo Du beobachtest: freies Feld, enger Balkon ....

Hier wurden ja schon einige Typen angeführt. Ich bleibe aber mal beim Refraktor: Natürlich ist der f/15er schon ein Planetenspezialist, eben durch die lange Brennweite.
Aber, willst Du mit "etwas mehr Feld" beobachten, macht ein f/10er auch schon ein ganz gutes gesicht. Zudem - auch wenn hier möglichwerweise gleich wieder ein ewiger Thread losgeht, wie jüngst zu einer ähnlichen Frage geschehen - mit einem guten f/10er kann man auch schon schön Planeten beobachten. Sicher hat der ein wenig mehr Farbe als ein f/15; die hält sich i.d.R. aber in vertretbarem Rahmen. Solltest Du etwas mehr Geld zu Verfügung haben, wäre natürlich auch ein 102/900er ED in Betracht zu ziehen. Da hast Du dann die Möglichkeit einerseits noch mehr "Feld" für DS, als auch ein wesentlich farbreineres Bild für Planeten zu bekommen.

Ist eben alles eine Frage vom finanziellen Einsatz.
Vielleicht erkundigst Du Dich hier mal nach Leuten, die Erfahrungen mit einem 102/1000er FH gemacht haben. Der Fernrohrtyp ist ja nicht umsonst so weit verbreitet ...

Grss Hannes
 
Hallo

Wenn Größe und Gewicht keine Rolle spielen dann ist bei einem FH oder Newton ein f/12 besser als ein f/10 für die Planetenbeobachtung.
Das Primärbild ist dadurch größer und läßt sich leichter vergrößern.
Auch läßt sich ein f/10 genauer fokusieren als ein f/4.
Ein f/10 Achromat ist an der Sonne Top und an den Planeten nur bedingt einsetzbar wegen dem Farbfehler.
Ein f/10 APO ist am Planeten ein Traum!

Gruß Uwe
 
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