Planetenrohr

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Genesis

Mitglied
Hallo, ich habe zurzeit den Tchibo Newton und will mir ein Teleskop zur Planten Beobachtung zulegen. Ich hab da in erster Linie an ein mak gedacht, kleine maße und große Brennweite. Vielleicht hat einer schon Erfahrung mit den maks gemacht und kann etwas dazu berichten, z.B. Max. Vergrößerung am Himmel (nicht Öffnung X2) aus Erfahrung, Shifting usw.

Kein Dobson, wegen Nachfürung und Justiren.


Meine Kandidaten,

Orion
D=90 F=1250

Sky Watcher
D=90 F=1250

THX

Genesis
 
Hallo Genesis.

Auch ich stand erst vor ein paar Tagen vor der Frage, welches Teleskop denn nun. Auch meine Wahl ist auf eines der kleineren MAKs gefallen, nämlich dem 90er von Travelmax. Also..zunächst solltest Du uuunbedingt einmal auf Antares' Homepage vorbeisurfen und dort bei Planetenzwerge 1 und 2 etwas lesen. Das war für mich sehr ausschlaggebend.

An meinem Mak ist das Shifting so gut wie nicht feststellbar. Abbildungsqualität ist sauber und scharf. Max. Vergrößerung war bei eher mässigem Seeing mit nem 15er Weitwinkel von TS (66°) folglich 83x etwa. Bild war da noch hell genug, zumindest für mich. Gestern am Saturn ,trotz Wolken, immer noch ne gute Abbildungsleistung. Mit dem Auge habe ich da nicht mehr viel gesehen, aber mein Kleiner zauberte mir fast noch ne Cassini und Oberflächendetails mit rein. Am Mond ist das Ding schon ne Wucht. Vielleicht bilde ich mir das auch nurein, aber keines der Teleskope, die ich vorher hatte (114er Spiegel, 70mm Linse und 8"Dob) hat mir derart faszinierendes Bild abgeliefert. Saubere, haarscharfe Konturen und Schattenwürfe. War schon doll, ums mal so zu sagen.

Beim Verdoppeln oben genannter Vergrößerung (am Mond)verdunkelte sich das Bild aber doch sehr stark. Denke mal, das lag auch ein wenig am Seeing (oder am Okular <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ). Kann Dir leider nichts dazu sagen, wie sich 150 aufwärts insgesamt und auf Dauer verhält (hab das Teil ja auch erst 3 Tage und kaum richtig gutes Seeing hier...wie immer <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> )

Dennoch mein Tip: 90er von Travelmax. Klein, leicht, handlich, gut!

Hier die wichtigen Links:
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php?Cat=&Board=Teleskope&Number=149246&page=0&view=collapsed&sb=5&o=&fpart=1

und

http://www.deepsky-brothers.de/
(Gute Page! *lob @ Antares;)*)

Gruß, TrapJaw
 
Hallo Genesis,

ich besitze den Travelmax 90 seit Februar diesen Jahres
und kann auch nur Gutes über den kleinen Mak berichten !
Max. Vergrößerung in sehr guten Nächten über 200x,
sehr Justierstabil ,
absulut kein Shifting (jedenfalls bei meinem ),
anspruchslos was die Montierung angeht, bei mir meist auf EQ1. Selbst mit Binoansatz noch halbwegs zitterfrei.

Gruß
Heiko
 
Hi Genesis,

hm, ich denke mir bei Deiner Auswahl nur, daß Du eine Menge Geld ausgibst, für nicht so viel mehr Leistung.
Dabei will ich gar nicht die Idee Mak-Cassegrain in Frage stellen, sondern vielmehr den Sprung von 76mm auf 90mm Öffnung. Das sind nur 14mm und wenn hier eine wirklich entscheidende Verbesserung herauskommt, dann nur weil Dein Tchibo-Torpedo entweder
a) dejustiert
b) optisch missraten
c) beides
ist.

Ich würde also eher den Sprung zu einem 102mm Mak für gut halten, und empfehlen würde ich sogar einen 127mm Mak, oder gar einen 150mm Mak. Beim 150mm Mak sollte es dann aber keine "Billigkonstruktion" sein, wenn es um Planetenbeobachtung geht. 150mm ist da so eine Grenze für das sog. Gregory-Design der einfachen Maks. Mit 150mm kann dieses Design (bei der üblichen Brennweite) nur gerade noch Beugungsbegrenzt abbilden, das heisst, die Mehrleistung eines verbesserten Mak-Designs ist spürbar.

Ich würde Dir also empfehlen, lieber gleich auf einen 127mm Mak zu sparen, damit Du einen spürbaren Leistungsgewinn hast. Der 150mm Mak ist dann gleich ein kräftiger Preissprung.

Clear Skies
Sven
 
Habe leider nur 500€ zur Verfügung, die auch nicht überschritten werden dürfen.
Es kommt noch er "Celestron Maksutov 130/2000mm" in frage,
aber ohne Erfahrungsbericht möchte ich ihn nicht kaufen.


Sven
die antword ist "C"

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Genesis,
der Tchibo ist an sich schon ein Planetenrohr mit f/8. Kleiner und kompakter ist sicher der Mak. Der 90iger ist schon ne ganze Ecke besser als die Tchibotorpedos, aber er sammelt nicht sehr viel mehr Licht. Da wäre ein 102er oder ein 127 sicher ein deutlicherer Anstieg.
Infos zum 90 und 127 TM findest Du auf unserer HP unter Equipment, da ich diese beiden habe.
CS
 
Hallo,

hmmm warum kein Newton auf Montierung?
Ein Maksutov ist soweit ich weiss auch nicht vollkommen von der Justage befreit oder?

Wer dir aber bei erheblich niedrigerem Preis einiges mehr am Planeten zeigen wird ist ein langbrennweitiger NEWTON mit glattem Spiegel.

Und sooooo schlimm ist bei f8 die Justage nicht.
Wenn es dir auf das MEHR an Auflösung und Details ankommt, solltest Du dir diesen Newton mal genauer anschauen.

Und wenn Du dann noch gaaaaaanz lieb mit Wolfi redest, könnte es sein, daß Du den Newton mit vernünftiger Montierung Astro 5 für 500,- Euronen bekommst <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
 
Hallo
Das mit dem Justieren wird bei mir ein großes Problem werden. Aber habe ja fachkundige Leute um die Ecke wohnen (GÜTERSLOH, PTENG). Ein vernünftiger Mak in Größe und Qualität wird noch auf mich warten müssen. Ich bin nun zu der Endscheidung gekommen das das Gerät ein Nweton sein soll,D=130 F=1000.

http://www.teleskop-service.de/Astro/Reflektor/reflektor.htm

Könnt Ihr mir vieleicht sagen ob dieses Gerät auch für Einsteiger geeignet ist?

THX
Genesis
 
Hai,

also der Preis ist ja OK, aber ich hoffe daß Du dir darüber bewußt bist: Du bekommst, was Du bezahlst.

Ich denke, daß ein Teleskop mit 1000mm Brennweite auf ´ner Astro 3 m. E. schon Grenzwertig ist.
Fotografie kannst Du damit vergessen!

Ob daß noch Spaß macht???

Meine Meinung: MINDESTENS die Skyview dazu nehmen!!
Zur Optik kann ich nichts sagen.
 
Hallo Genesis!

Zuerst wolltest Du keinen Dobson, weil der

A) zu schwierig zu kollimieren ist und
B) Dir die Nachführung nicht komfortabel genug ist

Nun hast Du Dich doch für einen Newton entschieden, Punkt A) scheint Dich also nicht mehr zu stören.

Wie sieht es mit Punkt B) aus? Wenn Du doch mit einer Dobson-Monti leben kannst, dann rate ich Dir zum 150/1200mm Dob. Der kostet gerade mal 258.- Euronen und kann später durchaus par. montiert werden. Damit knockst Du leistungsmäßig jedenfalls jeden gleichteuren Mak und par. montierten Newton bei weitem aus.

Siehe hier: http://www.teleskop-service.de/Aktion/Komplettgeraete/teleskope.htm#Dobson


Gruß Harald
 
Hi Genesis,

fragt sich, ob der 130/1000 einen Parabolspiegel hat. Wenn nicht, kann er kaum mehr, als ein 114/900.

Es mag zwar Deinen Vorstellungen weniger entsprechen, aber ein optisch kompromissloses Planetengerät wäre ein 150/1200 Dobs. Der liefert Dir die maximale Planetenleistung, die für 500 Euro zu haben ist - kostet aber nur die Hälfte.
Wird meist mit 2 Okularen geliefert, dazu noch ein bis zwei weitere Okulare (Plössl), und eine unanfechtbare Planetenausrüstung steht vor Dir.

An das "Dobsen" wirst Du Dich gewöhnen müssen, es ist aber warscheinlich allemal besser, als Deine Erlebnisse mit dem Tchibo.

Ich weiss, es entspricht nicht so sehr Deinen Vorstellungen. Aber laß es Dir mal durch den Kopf gehen. Mit so einer Optik hat man für ein Jahrzent oder vielleicht auch für immer genug Planetenleistung an der Hand. Aus der Stadt raus wird man auch nur äusserst selten mehr Planetendetails sehen können, als der 150er Newton zeigt.

Clear Skies
Sven
 
Hallo,

jetzt mag ich auch meine Überlegungen kund tun ...
Nachdem ich auch mit dem Tchibo Torpedo angefangen hatte, ging es dann schnell weiter mit einem 4" Mak und einem 6" f/5. Beide Teleskope haben einen völlig unterschiedlichen Einsatzbereich und werden auch mit anderen Ansprüchen benutzt.

Der Mak ist am Planeten einfach fantastisch! Aufgrund der kleinen Größe und Handhabung ist er völlig unproblematisch und liefert sowohl an Sonne, Mond und Planeten hervorragende Bilder. Da kann der Newton nicht mithalten ... der ist hingegen bei Deep Sky überlegen.

Als reines Planetengerät gerne wieder einen Mak, zumal der auch auf Reisen praktisch ist. Für das spechteln von der Terasse nehme ich gerne den Mak, da stört mich das Stadtlicht nicht so sehr.
Möchte ich hingegen Deep Sky beobachten, setze ich mich ins Auto und fahre raus - da kommt nur der Newton in Frage.

Wenn ich also nochmal vor der Wahl stehen würde, würde ich mir den 4" (besser 5") Mak mit ein paar schicken Okularen holen und nachdem ich mich damit an Planeten satt gesehen habe, würde ich wieder auf den Newton sparen.

CS für die Planeten Saison,
Robert
 
Ich Stelle mir das schlimm vor bei 200-250X Saturn nach zu dobsen. bleibt den da noch zeit zum beobachten vor lauter Arbeit.
 
Moin zusammen!

> fragt sich, ob der 130/1000 einen Parabolspiegel hat. Wenn nicht, kann er
> kaum mehr, als ein 114/900.

Ich bin etwas stutzig bei diesem Link geworden: Mir sind eigentlich 130 mm-
Newtons aus China nur mit 900 (sphär. HS) und 650 mm (parabol. HS) bekannt.
Ich vermute, daß die Angabe "1000 mm Brennweite" ein Schreibfehler ist.
Oben auf dieser TS-Seite steht's richtig: 130/900 mm.

@Genisis: Ich kann Dich beruhigen - einen 150/1200 mm-Dobson kann man bei
entsprechend sauberer Lagerung auch bei hohen Vergrößerungen gut nachführen.
Mit ein bischen Übung klappt das.
 
Hallo Robert,

ähm... ein 6" Newton und kann nicht mit einem 4" Mak am Planeten mithalten???
Da ist was faul. Ich sehe diese großen Fehlerquellen:
1. Der Newton ist nicht sauber justiert
2. Der mit f/5 anspruchsvolle Newton hat die falschen Okulare
3. die Optik könnte schlecht sein
4. Der Mak braucht keine großen Auskühlzeiten, der Newton sollte schon 20 bis 40 Minuten haben, ehe man die beiden vergleicht.

Ich meine, daß Du beim Newton Leistung verschenkst, denn der müsste mehr können.

Clear Skies
Sven
 
Hi,

ich halte das für eine gute Entscheidung. Bei 200-250x nachdobsen ist einfach eine Übungssache. Allerdings ist entsprechend gutes Seeing auch nicht gerade häufig. Rechne lieber damit, die Mehrzahl Deiner Beobachtungen zwischen 150x und 200x zu machen. Oft genug ist schlechtes Seeing, das Dich auf 120x herunter drückt.

Sicherlich interessant ist dabei auch die Okularwahl. Denn ein Plössl Okular mit seinen 50° scheinbarem Gesichtsfeld bietet halt fast doppelt soviel "Schubs-Raum", wie ein Ortho mit nur 30°.

Optisch jedenfalls hast Du die beste Lösung gewählt. Das Teleskop eröffnet Dir auch Möglichkeiten zur Deepsky-Beobachtung. Objekte, von denen Dir das kleinere Teleskop nur ihr Dasein als "Nebelfleck" bescheinigte, lassen sich damit nun mit inneren Strukturen beobachten. Noch kannst Du am frühen Abend mal einen Blick auf M13 wagen, oder auf den Ringnebel in der Leier.
Wenn Dich mehr Deepsky-Objekte Interessieren, kannst Du Dir in diesem Artikel ein paar Anregungen holen.

Clear Skies
Sven
 
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