Plate solving nach BlurXTerminator

apintole

Aktives Mitglied
Guten Tag,

ich wundere mich, warum das in PixInsight beinhaltete Plate Solving große Schwierigkeiten hat ein Bild zu astrometieren nachdem es von BlurXTerminator bearbeitet wurde. Um den Prozess SpectrophotometricColorCalibration durchzuführen, muss das Bild erstmal astrometriert werden. Das klappt sofort. Die Astrometrierung wird dann durch den weiteren Bearbeitungsprozess (Komposition mit Luminanz usw.) im Bild behalten. Erst wenn man zum Schluss einen Ausschnitt wählt, wird die Astrometrierung verständlicherweise verworfen. Versuche ich dann, PIs Plate Solving erneut anzusenden, versagt es. Ich habe schon an einigen Parametern "herumgeschraubt". Nichts hilft. Auch Astrobin astrometiert meine Aufnahme nicht. Was läuft da schief? Ich habe BX im Verdacht, dass es Sterne minimal verrutscht und dann klappt Plate Solving nicht mehr.

Oder klappt Plate Solving in PixInsight nur für lineare (ungestreckte) Aufnahmen? Da man auf Astrobin aber stets fertige Bilder hochlädt, sollte Astrobin auch mit allen möglichen Sternhelligkeiten zurechtkommen.

klare Nächte!
Heinrich
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Heinrich,
der ImageSolver ist meiner Meinung nach ein verbesserungswürdiges Script. Bei mir funktioniert es in der Regel nur mit linearen Bildern, aber auch nicht immer.

Du kannst z.B den BlurXTerminator nur mit der Option "Correct Only" laufen lassen, dann Platesolven und anschließend erst in SPCC gehen.

Falls der ImageSolver hackt kann Abhilfe bringen:
- Koordinaten neu über "Search" per Onlinesuche neu zuweisen
- Limiting Magnitude auf schwächere Sterne einstellen
- Detection Scales eine Stufe höher stellen
 
Ganz eklig wird die Astro.etrie in PI wenn die Kameradaten, nicht richtig im Fitsheader stehen, es ist irgendwo auch doppelt, in der Maske der Astrometrie und im Fitsheader und gräscht immer dazwischen selbst wenn man es richtig einträgt.

Gruß Frank
 
Moin,

ich hatte auch oft Probleme mit dem Platesolving.
Besonders wenn ich das Bild zugeschnitten habe.

Von Seti Astro gibts ein Script namens „Blind Solver 2000“.
Es ist bei den Seti Astro Scripts dabei:

Wie man es nutzt siehst du hier:

Das hat bei mir, bisher, immer geklappt.

Grüße
Brian
 
Hallo,

ich hatte vor einiger Zeit auch Problemen beim Plate Solven, was ich dann aus der Verzweiflung heraus im PI Forum als Bug gemeldet hatte. Auch mit dem Blind Solver hatte ich Probleme, welcher normalerweise immer zuverlässig funktionierte.

In meinem Fall laut einem der PI Mitarbeitern, lag vermutlich das Problem darin, dass die bearbeiteten Sterne nicht mehr in einem natürlichen Helligkeitsverhältnis zueinander stehen. Schwächere und hellere Sterne wirken dadurch nicht mehr so, wie sie am Himmel tatsächlich verteilt sind. Ursache könnte die getrennte Bearbeitung der Sterne sein. Ich hatte hier im ersten Anlauf zu sehr ausgebrannte Kerne, nach einer dezenteren Ausarbeitung hat es dann besser geklappt.

Ich hatte hier auch schon Fälle, bei denen z.B. bei Mono Aufnahmen das Plate Solving bei bestimmten Kanälen fehlgeschlagen ist. Hier ist nebenbei folgender Befehl ganz praktisch:

Code:
cpast -s bild1 bild2

Damit kann man das Plate Solving von Bild 1, bei dem es geklappt hat, auf das zweite kopieren, bei dem es scheiterte. Natürlich unter der Vorraussetzung, dass beide den gleichen Ausschnitt beinhalten.
 
Erst mal vielen Dank an alle die geantwortet haben!

@ Dane
Dein lobenswerter Beitrag, den du an PI geschickt hast, hat schließlich zu einer Antwort von Herrn Conejero geführt. Darin weist er darauf hin, dass - wie du auch schreibst - die Relationen der Sternhelligkeiten zueinander durch die Bearbeitungsschritte nicht zu sehr verfälscht werden sollten, damit die Astrometrierung keine Probleme bekommt.

Deine Idee, eine gültige Astrometrierung von einem Bild auf ein anderes zu kopieren, finde ich sehr interessant. In welcher Programmierumgebung kann die Anweisung "cpast -s" angewendet werden? Wie kann ich die Anweisung nutzen? Hat PI eine Benutzerschnittstelle für diese Programmiersprache? Ist das Javascript? Ich habe zwar früher viel programmiert in C, C++ etc. (gehöre zur Generation, die noch mit Fortran 77 eingestiegen ist), aber tue das schon lange nicht mehr, bin in der Sache jetzt völlig abgehängt. Darum bitte ich dich um Hinweise wie ich den Code nutzen kann.

Viele Grüße
Heinrich
 
Erst mal vielen Dank an alle die geantwortet haben!

@ Dane
Dein lobenswerter Beitrag, den du an PI geschickt hast, hat schließlich zu einer Antwort von Herrn Conejero geführt. Darin weist er darauf hin, dass - wie du auch schreibst - die Relationen der Sternhelligkeiten zueinander durch die Bearbeitungsschritte nicht zu sehr verfälscht werden sollten, damit die Astrometrierung keine Probleme bekommt.

Deine Idee, eine gültige Astrometrierung von einem Bild auf ein anderes zu kopieren, finde ich sehr interessant. In welcher Programmierumgebung kann die Anweisung "cpast -s" angewendet werden? Wie kann ich die Anweisung nutzen? Hat PI eine Benutzerschnittstelle für diese Programmiersprache? Ist das Javascript? Ich habe zwar früher viel programmiert in C, C++ etc. (gehöre zur Generation, die noch mit Fortran 77 eingestiegen ist), aber tue das schon lange nicht mehr, bin in der Sache jetzt völlig abgehängt. Darum bitte ich dich um Hinweise wie ich den Code nutzen kann.

Viele Grüße
Heinrich
Hallo Heinrich,

du brauchst keinen Code. Man überträgt in PixInsight die Astrometrierung eines Bildes einfach per Drag & Drop mit Maus und Windows-Taste von einem Bild auf ein anderes . Sie müssen natürlich in ihren Abmessungen identisch sein und denselben Ausschnitt zeigen.

Dazu die Shift-Win-Taste gedrückt halten und den Image Identifier am linken Bildrand des astrometrierten Bildes anklicken, Maus gedrückt halten und den Identifier auf den Identifier des Zielbildes ziehen - es erscheint ein Alpha-Symbol, dann loslassen, fertig.

Mit STRG-Win und Drag & Drop kannst du sogar mehrere astrometrierte Bilder für Zoomen etc. synchronisieren. Sie müssen nicht einmal die gleichen Formate, Auflösungen, Brennweite etc. haben.

CS Peter
 
Hallo Heinrich,

den Code einfach in die Console eingeben, mehr braucht es nicht. Aber der Hinweis von Peter mit einer einfachen Tastenkombination und Drag&Drop scheint wohl die praktikablere Lösung zu sein, welche mir noch nicht bekannt war.
 
Hallo Heinrich,

den Code einfach in die Console eingeben, mehr braucht es nicht. Aber der Hinweis von Peter mit einer einfachen Tastenkombination und Drag&Drop scheint wohl die praktikablere Lösung zu sein, welche mir noch nicht bekannt war.
Hallo Dane,

die komfortablen Übertragungs- und Synchronisationsmöglichkeiten gibt es seit 1.9 Lockhart, wen ich nicht irre. Vorher konnte man mit drag & drop (ohne Taste) ja nur den Bildausschnitt auf ein anderes Bild übertragen um dann mit Strg-Bild (rauf und runter ) ein bisschen hin- und her zu blinken.

CS Peter
 
Hallo Peter und hallo Dane,
der Hinweis, dass die "Console" von PI eine richtige Konsole ist, in die nicht nur die laufenden Prozesse ihre Meldungen schreiben, sondern die auch einen Prompt hat, über den man selber Befehle eingeben kann, war für mich eine kleine Offenbarung. Natürlich bin ich jetzt neugierig. Wo findet man eine Liste der Befehle und ihrer Parameter, die PI versteht? Das hat zwar keinen Bezug mehr zum Anfangsthema, könnte aber einige andere "Kommandozeilenliebhaber" auch interessieren.

Klare Nächte
Heinrich
 
Hallo Heinrich,

für meinen Teil muss ich sagen, das cpast der einzige Befhlt ist den ich kenne. Aber vielleicht kann dir die EIngabe von "help" weiterhelfen. :)
 
Danke, das war's. Mit etwas mehr Mut hätte ich selber draufkommen können, aber die oft mangelnde Dokumentation zu PIs Prozessen hat mich erst gar nicht auf die Idee kommen lassen. Schön, dass PI hier auskunftsfreudiger ist.
 
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