Byrial
Aktives Mitglied
Hallo Leute!
Hab mich letzte Nacht intensiv dem Pferdekopfnebel gewidmet. Auf den ersten Augenblick hat auch alles ganz gut geklappt.
Beim Sichten der Rawframes ist mir aber aufgefallen, dass sich das Ziel über einen Zeitraum von 2,5 h langsam in einer Richtung aus dem Bildzentrum herausbewegt.
Aber zuerst mal das Setup:
Optik: C8 mit Celestron FocalReducer f/6,3
Montierung: Skywatcher AZ-EQ5.
Kamera: Omegon veTEC 571c
Software: EQMOD, SharpCap, NINA, Platesolver: ASTAP , Stellarium (in der jeweils aktuellsten Version)
Vorgehensweise:
1. Aufbau, Abkühlphase und Inbetriebnahme
2. Scharfstellen an Teststern mit SharpCap und Bahtinov
3. Polaralignment (ohne Sicht auf den Polarstern) mit NINA's Three Point-Polar Alignment (dabei schaue ich, dass ich im Gesamtfehler unter 1' bleibe)
4. Anfertigen von Flats & Darks mit SharpCap
5. Star-Alignment mit SharpCap und einer automatisierten Sequenz über 9 Punkte. (funktioniert wunderbar: Ein Objekt, das ich nachher mit Stellarium anfahre, ist exakt im Zentrum)
6. Zielobjekt mit Stellarium anfahren
7. Aufnahme in SharpCap starten: Die automatische Sequenz läuft 100x durch eine Schleife mit je 10 Schnappschüssen (zu je 8 Sek.). Am Ende jeder Schleife wird geplatesolved und synchronisiert und dann 5 Sek gewartet, um dem System Zeit zum Ausschwingen zu geben. (Für Interessierte: Beispiel-Sequenz im Anhang als TXT)
Nun meine (menge) Fragen:
1. Kann das Herauswandern trotz Platesolving an mangelhaftem Polar-Alignment liegen? Eigentlich sollte doch diese Vorgehensweise mit Synchronisation recht robust gegenüber einem Ausrichtungsfehler sein (dachte ich zumindest)?
2. Durch die ständige Synchronisation sollten doch Ausrichtungsfehler im Laufe der Session zunehmend kompensiert werden, oder?
3. Wie gut bzw. ernst zu nehmen ist das Three Point Polar-Alignment von NINA? Ist meine Toleranz von < 1' illusorisch? Ich hab keine Lust, die Montierung vor jeder Session mit PHD stundenlang einzuscheinern.
4. ASTAP bzw. SharpCap melden während des Vorgangs desöfteren, dass die Abweichung so gering ist (unter 0,01°), dass keine Korrektur notwendig ist. Ist es besser, diese Toleranz dann zu verkleinern oder ist das sinnlos (weil z.B. die Montierung so kleine Korrekturbewegungen nicht durchführen kann). Oder sollte man die Toleranz eher nach oben setzen bzw. das Platesolving nur alle 20 Aufnahmen durchführen anstatt alle 10?
5. Aber wenn die Abweichungen immer so gering sind, warum wandert mir das Zeilobjekt langsam raus? Kann es sein, das hier "überkorrigiert" wird?
6. Da meine Montierung noch relativ neu ist, hatte ich noch keine Gelegenheit ein PEC-Training durchzuführen. Könnte es daran liegen?
7. (Zusatzfrage): Kann man beim Platesolving auch Dithern (bzw. wie könnte ich das in SharpCap hinbekommen)?
Puh, mir schwirrt der Kopf!
Danke euch trotzdem schon mal!
Grüße!
Byri
Hab mich letzte Nacht intensiv dem Pferdekopfnebel gewidmet. Auf den ersten Augenblick hat auch alles ganz gut geklappt.
Beim Sichten der Rawframes ist mir aber aufgefallen, dass sich das Ziel über einen Zeitraum von 2,5 h langsam in einer Richtung aus dem Bildzentrum herausbewegt.
Aber zuerst mal das Setup:
Optik: C8 mit Celestron FocalReducer f/6,3
Montierung: Skywatcher AZ-EQ5.
Kamera: Omegon veTEC 571c
Software: EQMOD, SharpCap, NINA, Platesolver: ASTAP , Stellarium (in der jeweils aktuellsten Version)
Vorgehensweise:
1. Aufbau, Abkühlphase und Inbetriebnahme
2. Scharfstellen an Teststern mit SharpCap und Bahtinov
3. Polaralignment (ohne Sicht auf den Polarstern) mit NINA's Three Point-Polar Alignment (dabei schaue ich, dass ich im Gesamtfehler unter 1' bleibe)
4. Anfertigen von Flats & Darks mit SharpCap
5. Star-Alignment mit SharpCap und einer automatisierten Sequenz über 9 Punkte. (funktioniert wunderbar: Ein Objekt, das ich nachher mit Stellarium anfahre, ist exakt im Zentrum)
6. Zielobjekt mit Stellarium anfahren
7. Aufnahme in SharpCap starten: Die automatische Sequenz läuft 100x durch eine Schleife mit je 10 Schnappschüssen (zu je 8 Sek.). Am Ende jeder Schleife wird geplatesolved und synchronisiert und dann 5 Sek gewartet, um dem System Zeit zum Ausschwingen zu geben. (Für Interessierte: Beispiel-Sequenz im Anhang als TXT)
Nun meine (menge) Fragen:
1. Kann das Herauswandern trotz Platesolving an mangelhaftem Polar-Alignment liegen? Eigentlich sollte doch diese Vorgehensweise mit Synchronisation recht robust gegenüber einem Ausrichtungsfehler sein (dachte ich zumindest)?
2. Durch die ständige Synchronisation sollten doch Ausrichtungsfehler im Laufe der Session zunehmend kompensiert werden, oder?
3. Wie gut bzw. ernst zu nehmen ist das Three Point Polar-Alignment von NINA? Ist meine Toleranz von < 1' illusorisch? Ich hab keine Lust, die Montierung vor jeder Session mit PHD stundenlang einzuscheinern.
4. ASTAP bzw. SharpCap melden während des Vorgangs desöfteren, dass die Abweichung so gering ist (unter 0,01°), dass keine Korrektur notwendig ist. Ist es besser, diese Toleranz dann zu verkleinern oder ist das sinnlos (weil z.B. die Montierung so kleine Korrekturbewegungen nicht durchführen kann). Oder sollte man die Toleranz eher nach oben setzen bzw. das Platesolving nur alle 20 Aufnahmen durchführen anstatt alle 10?
5. Aber wenn die Abweichungen immer so gering sind, warum wandert mir das Zeilobjekt langsam raus? Kann es sein, das hier "überkorrigiert" wird?
6. Da meine Montierung noch relativ neu ist, hatte ich noch keine Gelegenheit ein PEC-Training durchzuführen. Könnte es daran liegen?
7. (Zusatzfrage): Kann man beim Platesolving auch Dithern (bzw. wie könnte ich das in SharpCap hinbekommen)?
Puh, mir schwirrt der Kopf!
Danke euch trotzdem schon mal!
Grüße!
Byri
