Plato mit 10" und 6m Brennweite

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Lotz

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Hallo Mondfreunde,

Vorgestern habe ich mich entschieden, mal wieder Mondfotos zu schießen, und zwar mit dem
10"-Newton und der 5xPowermate von Televue bei ca. 6m Brennweite. Das seeing stellte sich
als leider ziemlich unbrauchbar heraus und ich war schon dran, die Videos komplett zu verwerfen.
Allerdings hat ein Stack von 4 Videos a 500 Bildern an Plato dann doch noch halbwegs
versöhnliche Ergebnisse geliefert. Als Kamera diente die ALccd5.

Hier eine auf 66% verkleinerte Version fürs Forum:


Link zur Grafik: http://astronomie.n-t-l.de/moonpages/2dac06d0.jpg

Volle Auflösung (hier sind dann 6 Kleinkrater in Plato erkennbar),genaue Angaben zur Erstellung
und Bildbearbeitung gibt's hier:


Plato-Seite


Kritik und Verbesserungsvorschläge sind natürlich immer erwünscht, grad wenn man mit einer
neuen Kamera quasi wieder von vorne anfängt, bis man all ihre Eigenheiten kennt.


Viele Grüße,


Markus


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Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
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DANUBIA - OBSERVATORIUM

Markus A. R. Langlotz
Dr.-Bruno-Sahliger-Str. 8
D-93096 Köfering

Die Astroseite: www.N-T-L.de
Die Starfinderseite: starfinder.N-T-L.de
Die Mailadresse: ntl.observatory at freenet.de

 
Hallo Markus,

ich erkenne an dem Bild, dass du für die Seeingverhältnisse, mit deinen technischen Mitteln und 6m Brennweite, das Maximale rausgeholt hast - gratuliere. Eventuell der Tipp von mir, dass man aufjedenfall etwas weiter kommt, wenn ein Longpassfilter verwendet wird. Dieser hätte nämlich bei deinem Bild die durchs Seeing verursachte schräge Verzerrung von linksunten noch rechtoben gemildert, selbst wenn die Belichtungszeit länger gewesen wäre. Obwohl die Longpassfilter Probleme bei den Tonwerten bereiten sind sie ein probates Mittel, um eine Kontinuität in den Beobachtsergebnissen zu erreichen. So ist man nicht mehr auf wenige Beobachtungstage im Jahr angewiesen.

Anfang April habe ich auch draufgehalten und da war bei mir zumindest ohne Longpass nichts vernünftiges drin. Ich bin noch am Auswerten. Diese Bilder werden guter Durchschnitt (habe ich das Gefühl) und sind durch ihre vulkanischen Objekte interessant.

Also: deine Richtung stimmt und lässt sich noch weiter mit Einsatz von Filtertechnik verbessern, um das Seein im Zaum zu halten.

cs Harald
http://www.unigraph.de/Videobilder_mond.html


 
Hallo,

das mit dem Longpass hört sich interessant an. Ist das ein Filter, der rot und NIR durchläßt und somit den Chip sagen wir mal ab ca. 620nm bis zu seiner Obergrenze versorgt?
Ist dieser spektralbereich wohl weniger seeinganfällig?
Oder wäre die Stellschraube Kamera (DMK statt ALccd5) der effektivere Hebel, um noch was zu verbessern?

Gruß und Danke für den Tip

Markus


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Hallo Markus,

klar das die DMK die Nase vorn hat - die Frage stellte sich nicht, da beide Modelle, DMK/ALccd5, nichts mit der Seeingberuhigung zu tun haben.

Als Filter empfehle ich dir den Astronomik 742nm. Damit wird das Seeing deutlich beruhigt und da landest mit f16/17 bei etwa 1/15 - 1/21sek und mittleren Gain (DMK). Deine Kamera kenne ich diesbezüglich nicht.

Ein normaler Rotfilter, der etwa bei 620nm im rotem seinen optimalen Durchlass hat, ist zwar von der Tonwertwiedergabe etwas besser als ein NIR, ist jedoch wesentlich schlechter in Bezug auf Seeingberuhigung, obwohl er kürzere Belichtungszeiten zulässt. Und da sind wir schon wieder beim Thema Nr. 1 . Es kommt ganz auf die Art des Seeings drauf an. Kürzer belichten hilft da bei Stackbildern z.T gar nicht, weil zwar die einzelnen Frames schärfer werden aber dummerweise passen die nicht gut genug übereinander, so dass das Summenbild wieder unscharf wird. Ein NIR verhindert nach meiner Erfahrung diesen Passeffekt, da die einzelnen Frames des Avis nicht so stark verzerrt werden.
Natürlich hat man mit einer längeren Belichtungszeit, ohne Filter, immer schlechtere Karten z.B. wenn man näher an den Terminator rangeht doch auch hier ist der NIR mehr von Vorteil als vom Nachteil. Klar ist natürlich auch, dass die Auflösung leidet, doch beim notwendigen Einsatz solcher Filter ist die maximale Auflösung größerer Optiken sowieso nicht zu erreichen.

Es gibt wenig oder gar keine Patentrezepte in dieser Richtung, sodass man immer Vorort entscheiden muss, welches Equipment eingesetzt wird. Das ist Erfahrungssache.


Viel Erfolg am Mond weiterhin wünscht,

Harald
http://www.unigraph.de/Videobilder_mond.html
 
Ich bins nochmal,
in meiner ersten Antwort muss es sinngemäß richtigerweise heißen, ...."von rechtsunten nach linksoben"! Sorry für den Dreher.

Harald
 
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