Hallo TJ,
jetzt muss ich doch mal meinem Senf dazu geben.
Die von dir oben gezeigte Dübel scheinen weder ein durchgehendes metrisches Gewinde zu haben, noch kann man diese über die gesamte Länge im Holz versenken. Da gibts vielleich Probleme mit der Montage des Newton oder der Platte.
Dazu gibt es aber eine Alternative:
Gewindemuffen
Die Löcher, in denen diese eingeschraubt werden, müssen im DM dem Kerndurchmesser(in der Zeichnung als d3 bezeichnet) der Gewindemuffe entsprechen. Das Problem sehe ich aber darin, dass es dir beim einschrauben die Schichten des Multiplex sprengt. Habe ich alles schon erlebt und bin davon abgekommen. Brauche ich ein metrisches Gewinde quer den Schichten, dann diese Muffen. Brauche ich aber ein Gewinde längs der Schichten, dann sind Einschlagmuttern besser zu gebrauchen.
Bei den
Einschlagmuttern sind auch ein paar Sachen zu beachten. Da du die Krallen quasi IN die Schichten hinein ziehst, besteht auch hier die Gefahr, dass du dabei die Schichten voneinander sprengst. Um das weitestgehend zu verhindern habe ich die Erfahrung gemacht, müssen zwei gegenüberliegende Krallen entfernt werden. Siehe Anhang Bild 1. Da deine Rohrschellen rund sind kannst du nur eine der Einschlagmuttern verwenden, genau mittig der Auflagefläche, quasi am tiefsten Punkt der Rundung. Bei normalen Rohrschellen ist es ja auch nur eine Schraube.
Angenommen du entscheidest dich für eine M8-Schraube für die Montage, dann bohrst du erstmal ein Loch mit 8,2mm mittig in die Schelle. Dabei etwas acht geben, dass dir der Bohrer in den Schichten nicht seitlich abhaut. Vielleicht mit einen kleinen Bohrer(4mm oder so) vorbohren. Da in den Schellen ein Tubus liegt, müssen die Einschlagmuttern versenkt werden. Dabei ist etwas mehr Vorsicht geboten. Ausgehend von den Loch brauchst du die Gesamtbreite der ESM(wird mir zu dämlich). Bevor du mit den Feilen anfängst solltest du unbedingt die beiden äußeren Schichten des Multiplex auf der Breite der ESM stark anfasen(ist teils im Bild 3 zu erkennen). Machst du das nicht, kann es passieren, dass dir beim feilen die äußere Schicht ab- bzw. ausbricht. Das ist nicht wünschenswert(bei den Preis der Rohrschellen)! Ich habe mich anfänglich tierisch geärgert weil ich das nicht beachtet habe. Also lieber einmal zu viel "angeschrägt" als Tränen in den Augen.
Da die Einschlagmutter eigentlich eine Hülse ist, in der ein Gewinde gepreßt ist, muss das Loch nun von der Schelleninnenseite her auf den DM der Hülse aufgebohrt werden. Entweder nur so tief wie die Hülse lang ist(h - d3) oder komplett durch(dann hat eben die Schraube etwas mehr Luft im Loch).
Auch wenn das Ding "Einschlag"-mutter heißt, laß in dem Fall die Finger weg von einen Hammer. Die ESM wird mit einer passenden Schraube und einer großen Unterlegscheibe als Gegenlager ins Holz GEZOGEN. Dabei ist zu beachten, dass die beiden verbleibenen Krallen in die gleiche Schicht fassen. Siehe Bild 2. Es kann vielleicht passieren, dass beim einziehen ein feiner Riss an den Schichten ensteht, der ist aber nur oberflächlich und nicht großartig von Bedeutung. In allgemeinen benutze ich ein paar Tropfen Holzleim(drauf bevor sie eingezogen wird) um die Einschlagmutter zusätzlich zu fixieren, es hat sich bis heute noch keine der Muttern gelöst.
Das sind meine persönlichen Erfahrungen. Multiplex hat es in sich. Gerade wenn es sich um so teure Rohrschellen handelt ist schon etwas mehr vorsicht geboten.
Übrigens, das schwarze Dingens im Bild 3 ist eine der beiden Rohrschellen für den 80S, mit dem ich den Newton guide.
Viel Spaß beim basteln und vielleicht mal wieder demnächst auf'n Acker. Die Wolken schicke ich aber das nächste mal in den Urlaub, großes Indianerehrenwort!
Grüsse,
Matthias