Platzender Wetterballon mit Webcam und C8-N

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Discovery

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Im Rahmen eines Jugend forscht Projekts habe ich mit einigen Freunden mehrere Wetterballons gestartet. Natürlich habe ich versucht den Ballon mit meinem C8-N (auf einer HEQ-5) zu verfolgen und mit der guten alten 840k aufzunehmen. Tatsächlich haben wir so das Platzen des dann 8m großen Ballons in etwa 100km Entfernung eingefangen:

Link zur Grafik: http://www.planetarium-berlin.de/tmp/IMG-12334.m-include.mag-13150.wat-0.w-580.h-580.c-0.q-7.jpg

Hier das Video: https://youtu.be/WCWTqM8gMdE

Das Verfolgen des Ballons war übrigens schwieriger als erwartet und erforderte während der über 3 Stunden hohe Konzentration.

CS
Julian

PS: Ich hoffe, dass der Beitrag hier nicht falsch ist. Dachte Mond und Planeten passt auf Grund des Equipments am besten.
 
Hallo Julian,

Dein Video zeigt eindrucksvoll das Zerplatzen des Ballons und den trudelnden Abstieg des Aufnahmematerials!

Dazwischen, also zwischen 8,5 Sek. und 9 Sek., sieht es aus, als stülpte sich der Ballon über die Box mit dem Aufnahmematerial. Vielleicht wegen Perspektivwechsel, oder dehnt sich der Ballon tatsächlich dermaßen in Richtung Erde aus?

Ich hatte bei meiner Beobachtung im Sep. 2015 den Eindruck, dass um den Ballon etwas kleines funkelndes kreiste wie ein Satellit im Orbit Flares blitzen ließ und in aberwitziger Geschwindigkeit um den Ballon rotierte. Dann zerplatze er. Seeing war durch einen klaren September zur Dämmerung genau richtig. Wahnsinn, wenn ich wieder daran denke!

Wie auch immer, Du hast Dein Projekt überzeugend dokumentiert, Respekt!

 
Hallo Frank,

vielen Dank für das Lob meiner Arbeit!

Ich würde es so interpretieren, dass einige Stücke des Ballons schneller als die Kapsel fallen. So ist die Kapsel dann kurz mitten in der "Trümmerwolke" des Ballons.

>>Ich hatte bei meiner Beobachtung im Sep. 2015 den Eindruck, dass um den Ballon etwas kleines funkelndes kreiste...

War das vielleicht ein Radarreflektor?

CS
Julian
 
Hi Julian,

wow, dass ich sowas mal direkt sehen kann, denn beruflich (ist schon lange her) habe ich nämlich von einer aeorologischen Station aus solche Pilotballons, wie man die fachlich nennt mit dem Radar verfolgt, auf einem Rechenschieber noch alle Bewegungsparameter ausgerechnet, für jeden Meter und Minute pro Aufstieg immer wieder neu, bei sommerlichen Hitzetemperaturen in einer Radarkapsel (Gravity lässt grüssen) auf dem Dach sitztend und mich zu tode konzentriert und geschwitzt, während ein Kollege dann dessen Morsesignale dekodierte (mit Kopfhörer über 2 Stunden ohne auch nur eine Sekunde Pause) und ja anschliessend hab ich dann die Windscherungen daraus entziffert und Karten gezeichnet für den Meteorologen. Das wird heut vollautomatisch gemacht, der Wetterbeobachter (mittlerweile auch Hausmeister) drückt nur noch auf einen Knopf.

Sowas hab ich noch nie gesehen ... toll, dass musst aber dem DWD zumeilen, gell? Ich glaub die amtlichen Ballons sollten immer so in 36Km Höhe sein, dann dehnt sich das Heliumgas dermassen aus in der dünnen Luft, das es zackibumm platzt.

Ist der eurige (du schreibst von 100Km) wohl sehr horizontnah geflogen? Also flach abgedriftet?

bravo, toll...Gruss von Anette
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Anette,

das klingt ja unglaublich aufwendig. Aber auch spannend! Heutzutage Senden die Radiosonden direkt die Positionen und Geschwindigkeiten...

Das Verfolgen unseres Ballons mit dem Teleskop in der Sonne war aber auch unglaublich anstrengend. Zum Glück konnten wir uns Abwechseln.

Der Ballon wird in etwa 32km Höhe geplatzt sein.

Wir hatten den Ballon so gefüllt und beladen, dass wir eine Flugzeit von etwa 4 Stunden hatten. DWD Ballons steigen deutlich schneller. Aber wir wollten ja so viele Aufnahmen wie möglich machen.

Viele Grüße
Julian
 
Wirklich tolle Leistung. Das einige Kleinteile schneller waren liegt vielleicht an der Beschleunigung durch die Explosion. In der doch recht dünne Atmosphäre ist die Bremsreibung noch nicht so hoch.
 
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