Plössl-Okular selbst bauen

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mettling

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Hallo,
Ich gehe schon seit einiger Zeit mit der Idee schwanger aus zwei kleinen achromatischen Objektiven (die u.a. von BW-Optik günstig angeboten werden) ein Projektionsokular für die Fotografie vom Plössl-Typ mit großem Linsendurchmesser zu bauen. Durchmesser etwa entsprechend T2 und mit passenden Verschraubungen an beiden Enden.

Soweit die Idee. Die Frage ist nun, ist so etwas mit zwei kleinen, kurzbrennweitigen Achromaten überhaupt möglich? Ich habe im WWW nirgendwo Informationen gefunden welche optischen Bedingungen und Maße in einem Plössl überhaupt eingehalten werden müssen. Z.B. Abstand der Linsen, Spielraum der Linsenbrennweiten, etc.

Hat jemand Informationen zu diesem Thema oder vielleicht einen Link zu präzisen Angaben über die Konstruktion und Optik von Plössl-Okularen?

Marcus
 
Hallo Marcus,

ich habe so etwas schon mal probiert, und zwar habe ich zwei Frontlinsengruppen aus lichtstarken Super8-Filmkameraobjektiven (Flohmarkt, ebay, meist bei 5 Euro) ausgebaut und mit den Vorderseiten zueinander (so eng es eben ging) montiert (Klebeband) und anschliessend ein passendes Rohrstück (1 1/4 oder 2") drangesetzt. Ich war mit dem Ergebnis recht zufrieden, sehr großes Gesichtsfeld und passable Schärfe. Wir haben das Ding dann bei einem Freund gegen ein Nagler ähnlicher Brennweite an einem SC getestet, der Nagler-Besitzer hat anschließend (als ich meinen finanziellen Einsatz nannte ) sehr erstaunt geschaut.

Bei den relativ lichtschwachen Achromaten gehts sicher auch, da ist aber mit kleinem Gesichtsfeld zu rechnen. Durch die Kombination zweier gleicher Linsengruppen erhält man in etwa die Hälfte der Ausgangsbrennweiten. Probieren lohnt aber auf jeden Fall !

Viel Spass
Rainer
 
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