Re: Vielen dank für den Tipp
Hi,
die Idee mit dem Dobson ist ja so falsch nicht. Du müsstest Dir halt genau anschauen, was an Zubehör mit verkauft wird. Um die Leistung des Teleskops in den verschiedenen Bereichen gut nutzen zu können, braucht man so 3 Okulare. Mit der Zeit werden es sicher ein paar mehr Okulare, aber 3 geschickt ausgewählte Okulare decken das Spektrum erstmal gut ab.
Jedes Okular steht ja für eine Vergrößerung (Fernrohrbrennweite geteilt durch Okularbrennweite gibt Vergrößerung).
Zum Suchen von Objekten (Du willst ja auf Mond und Planeten aus) ist ein Okular mit schwacher Vergrößerung zu empfehlen, ich denke 25-32mm Brennweite ist korrekt. Manchmal liegen auch 20mm bei, geht auch, aber wenn man die Wahl...
Dann braucht man für Planeten ein Okular für "Schlechtwetter" um 120x, das ist für Tage an denen starke Luftunruhe das Bild "waberig-flimmrig" macht. Da kann man nicht höher vergrößern. Das wäre also für Dein Teleskop ein Okular um 10mm - ein oft beigelegtes 9mm ist auch OK.
Nun fehlt nur noch ein Okular für hohe Vergrößerung am Planeten. Bei 200x kann man mit etwas Übung und bei gutem Wetter alles erkennen, was diese Optik am Planeten zeigt. Das wäre also ein 6mm Okular. Höher würde ich für den Einstieg nicht vergrößern, lieber statt 6mm und 200x ein 7mm und 170x - aber 6mm ist eine geläufige Brennweite, wird zu haben sein.
Nimm nicht unbedingt die billigsten Okulare. Kellner und auf Kellner basierende Okulardesigns (hat nix mitm Hersteller zu tun, nur mit dem Erfinder) sind für die beiden schwachen Vergrößerungen (also um 25mm und 10mm oder 9mm) OK, aber für 6mm Brennweite finde ich die nicht mehr OK. Hier sollte ein Plössl versucht werden.
Die einfachen Huygens-Okulare würde ich hingegen ausschließen.
Was Literatur angeht: Eine Drehbare Sternkarte (z.B. Kosmos verlag, liegt oft in Buchhandlungen aus) ist zum kennenlernen des Sternenhimmels sehr schön. Dazu das Kosmos Himmelsjahr 2004 (erscheint immer im September des Vorjahres neu), welches Dir sehr verrät, welche astronomischen Ereignisse passieren, und welches Dir ausserdem für jeden Tag den Mondlauf und auch den Stand der Planeten verrät.
Dazu kann auch ein Astronomiebuch für Einsteiger nicht schlecht sein - aber das sind ja schon drei Wünsche auf einmal...
Kostenlos gibt es übrigens das Planetariums-Programm
Cartes du Ciel zum download. Es gibt auch ein deutsches Sprachpaket.
Zum Thema Sonnenfilter: Ja, ein selbstgebauter Foliensonnenfilter ist eine feine Sache. Was einen Okularsonnenfilter so gefährlich macht, habe ich in diesem
Bericht einmal aufgezeigt.
Clear Skies
Sven