PN/GN in der Sommermichstraße

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talesien

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Halli Hallo,


die weißen Nächten sind beendet und es wird wieder dunkel in Norddeutschland.
Da ich berufsbedingt, werktags um 5 Uhr in der früh von meinem Wecker animiert werde, das Bett zu verlassen, war die letzte Zeit (Dunkelheit im Hochsommer ab 0:30 Uhr)nicht unbedingt dazu angetan sich als Dobsonaut zu betätigen.
Gestern war es dann soweit.
Gegen 22:00 Uhr begann das Roll off des 10 Zoll Dobson auch die Dachterrasse zum auskühlen.
Gegen 23:00 Uhr Start der Beochtung.

Die Milchstraße war im Schwan deutlich in Wolken strukturiert, Chi & h Persei und M31 mit bloßem Auge sichtbar. M13 nicht einmal indirekt.

Auf dem Programm standen an PN/GN

NGC 6960/- NGC 6992/5 - Cirrus Komplex Cyg
NGC 7000 Nordamerika Cyg
NGC 6888 Crescent Cyg
NGC 6871 Cyg
NGC 6881 Cyg
M 57 Ringnebel Lyr
M 27 Dumbelnebel Vul
NGC 7008 Cyg
NGC 7027 Magic Carpet Cyg
NGC 6781 Snowglobe Aql
NGC 7009 Saturnnebel Aqr
Sharpless 2-71 (Aql)

Soweit so gut. Natürlich würde nach würde noch nach dem Mondaufgang der Jupiter sicher mindestens einen Blick wert sein.
Also ans Werk.
Langsame Steigerung M27/M57/ Cirrus.
Cirrus lud wirklich zum verweilen ein. Verschiedene Vergrößerungen wurden ausprobiert aber durch den OIII Filter war irgendwo bei 100 fach Ende. Es wurden zwar viele Filamente wahrgenommen, aber keine Abbildung kam an das helle, fast "mystische Glühen" des scheinbar freischwebenden Nebelkomplexes im 31 mm TVN. Einmalig!

Abseits des Plans wurde eben noch einmal schnell M71 mitgenommen und auch M13 befand sich plötzlich ungeplant im Okular und erfreute mit seinem Sternenreichtum.
Dann kam Sharpless 2-71. Wirklich überraschend einfach zu finden und zu sehen. Dieser PN bildet ein scheinbares gleichschenkeliges Dreieck mit den beiden hellen Adler"Schwanzsternen". Recht helles rundes Objekt, bei höherer Vergrößerung (200 x) ist das Objekt nicht ganz kreisförmig und blickweise wurden Strukturierungen wahrnehmbar.
Ürbigens auch ohne OIII Filter wahr der Nebel bei 100x gut zu sehen, wenn auch nicht so hell.
Der Rest des Programmes lief unsprektakulär, mit der Ausnahme von NGC 6888 und NGC 6871. Die standen fast im Zenit. Sollte eigentlich kein Problem beim aufsuchen darstellen Y Cyg bei 12:00 Uhr in den Telradaußenkreis und schon muß sich der Crescent Nebel im > 2 Grad Gesichtsfeld befinden.
Soweit die Theorie.
Praktisch war da nichts.
OIII Filter ausgebaut--> Viele Sterne aber kein Crescent.
Mehrfach neu eingestellt --> nichts zu sehen.
Als ich dann zufällig länger am Telrad verweilte, bemerkte ich das das Teleskop langsam, sanft aber nur kurz "nachnickte". In dieser Zenitalstellung folgte das 1 kg schwere Okular offensichtlich den Gesetzen der Schwerkraft und brachte damit das Teleskop dazu, sich erfurchtsvoll in Richtung Al Nagler Handgranate zu verneigen und damit das Objekt des Beobachtungswunsches aus dem Gesichtsfeld zu verdrängen.
Hatte ich im Zenith bisher noch nicht beobachtet.
Wo waren die vertrackten Magneten denn eigentlich......
Die lagen irgendwo drinnen, weil keine horizontnahen Beobachtungen anstanden, wo Sie dem Gleichgewichtssinn des Dobson, als Gegengewicht behilflich sein konnten.
Also Crescent und NGC 6871 sind fest fürs nächste Mal eingeplant, dann natürlich mit Magnetgewichten oder nicht mehr im Zenith.
Der Mond war da. Jetzt nochmal entspannt chi&h Persei und natürlich Jupiter. Und das wars.
Eine schöne Nebel Nacht (überwiegend) im Sommerdreieck.

CS und bis denne denn

Reiner
 
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