Polarlicht-Panorama mit merkwürdigem Zusatzeffekt

Smallersen

Neues Mitglied
Hallo Forum,
ich war gestern Nacht draußen bei Wolfsruh in der Nähe von Gransee in Brandenburg, zum Aufnehmen meiner Nachtpanoramen.
Überraschenderweise gab es in der Nacht ein fettes Polarlicht dort, was die ganze Nacht durch anhielt.
Aber zusätzlich zum Polarlicht gab es einen weiteren Effekt: einen magentafarbenen Bogen. Da meine Panoramen Montagen aus mehreren Fotos sind, kann das kein Effekt der Kamera sein. Den Bogen gab es die ganze Nacht, auf allen Panoramen zusammen mit dem Polarlicht zu sehen.

Hier ist ein 360° Testpanorama, was kräftig entwickelt ist um den Effekt zu zeigen. Der Bogen läuft ähnlich der Milchstraße, auf der linken Seite, kreuzt die Milchstraße. Liegt m.E. genau im Süden.
Hat das was mit den Polarlichtern zu tun, ähnlich einem gegenüberliegenen Polar-Halo, oder kann das ein Effekt von einer lokalen Lichtquelle sein? Bei mittlerweile 300 Nachtpanoramen gab es so einen Effekt bisher nicht, deshalb könnte das mit dem Polarlicht zusammenhängen. Gleiche Farbe.
Nikon D780, Samyang 12mm Fisheye, 20s Belichtung, f2,8, ISO 2500
Danke im voraus

polarlicht.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke - was es so alles gibt. In dieser Nacht 12.8.2024 war wirklich was los am Himmel. Mehr als 30 teils riesige Sternschnuppen gesehen, 12 davon abgelichtet, Polarlicht, SAR-Bogen...
Noch nie so ein geballtes Himmelsspektakel erlebt.
 
Hallo
Es handelt sich hierbei um einen SAR-Bogen.
interessant, die kannte ich noch nicht. Ich muss meine Bilder mal daraufhin durchsehen.
Ich hab mal gegoogelt:
"SARs were discovered in 1956 at the beginning of the Space Age. Researchers didn’t know what they were and unwittingly gave them a misleading name: “Stable Auroral Red arcs” or SARs. In fact, SARs are neither stable nor auroras." [Some Red Auroras are not Auroras]

BG - Frank
 
Ich bin ganz sicher, so einen Bogen noch nie aufgenommen zu haben - bei wie gesagt 300 Nachtpanoramen bisher. Es ist sicher kein Zufall, dass der Bogen in einer Polarlichtnacht dann zum ersten Mal auftritt. Wenn auch kein Aurora, müssen die selben Ursachen dahinter stecken - Sonnenwind.

Die Farbe scheint einen Tick mehr orange zu sein gegenüber dem Polarlicht. Auch ist der Bogen auf allen Panoramen in der Nacht sehr definiert und eher schmal, schon deutlich anders als auf den Meteoros.de Fotos. Liegt auch eher flach im Süden.
Ein wenig rätselhaft bleibt das.
 
Wenn ich den Artikel richtig verstehe ist die Ursache schon der Sonnenwind aber der Entstehungsmechanismus ein anderer.

CS. Frank
 
Hier mal ein Bild vom 11.Mai diesen Jahres um 2:00 Uhr.
Im Süden (hier oben) sieh man die Struktur auch, auch mit etwas anderer Farbe (Farben hier stark übertrieben).

SAR-NoLi.jpg


Frank
 
Ach das ist interessant! Diesen roten Bogen hatte ich in meinem Milchstraßenfoto vorletzte Nacht auch drin und wollte das schon auf die blöde Straßenlaterne schieben :)
Vielen Dank für die Aufklärung!
CS
André
 
Bei mir sieht der Bogen deutlich schmaler und definierter aus. Hier ein späteres Panorama, 2 Uhr morgens. Lost Place Villa.
Blick Richung Süden nach Berlin hin.

villa.jpg
 
Und es bleibt stationär, dreht nicht mit dem Himmel mit. Hier zwei Aufnahmen mit 1,5 Std Zeitabstand aus der Nacht.
So richtig verstehen warum es nicht mitdreht tue ich nicht. Die Richtung zur Sonne und damit zum Sonnenwind ändert sich ja auch mit der Zeit.


Circular.jpg
 
Moin.

Nun, lt. Meteoros sind Elektronen für die Entstehung verantwortlich.
Ich könnte mir vorstellen, dass die sich am magnetischen Nordpol ausrichten.
Der sollte in Richtung Norden blickend über diesen Zeitraum ziemlich stabil sein.

Das ist nur eine Vermutung, mehr nicht.

Grüße,
Michael
 
So was muss es sein.
Ist anscheinend erstaunlich wenig klar, was da genau passiert. Vom Einfluss von GPS Satelliten auf die Entstehung des Bogens (ernsthaft) bis zu Überlegungen, ob das eigentliche Polarlicht nicht anders entsteht als bisher gedacht ist alles dabei.
Obwohl eigentlich interessant ist der Bogen leider eher nervig und störend - von der Ästethik her.
 
Genau. ;-)
Nein, das war eine wissenschaftliche Studie/Theorie, dass niedrig fliegende Satelliten die hohe atmosphärische Schicht verändern und zu dem Effekt beitragen. Der Mensch funkt selbst da oben rein. Wüstes Zeug, nix für Laien.
Die andere bemerkenswerte Theorie, auf die ich gestoßen bin, konnte den SAR-Bogen so weit südlich nicht erklären, ohne die bisherigen Theorien über Polarlichter allgemein über den Haufen zu werfen. Und dann wäre der SAR Bogen doch eine Art Polarlicht.
Erstaunlich viel über diese Effekte ist noch gar nicht gesichert.
 
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