Polhöhe an EQ5

#1
Hallo Zusammen.

Habe heute meine neue N-EQ5 bekommen.

Ist es normal, das ich die Polhöhe (Breitengradeinstellung) weder komplett auf Null noch komplett auf 90° eingestellt bekomme?
Oder hab ich da was verkehrt zusammen gebaut?
Die jeweiligen einstellschrauben der Polwiege habe ich komplett raus genommen zum testen.

Aufgesetzt hab ich den Kopf so, das der Steg zwischen den Stellschrauben sitzt (Azimutstellschrauben? ).
Also die womit man den Kopf noch ein weng horizontal verdrehen kann.

Auch wenn es eher unwahrscheinlich ist, das ich an den Polkappen oder am Äquator rumkrebse.
Aber die Monti sollte das doch können.
Hätte ja auch am Äquator wohnen können oder in Grönland.

Also die von meinem Lidlscope kann das 0-90°



Gruß Markus

 
#2
Hallo!

Zitat von SkyBob:
Aufgesetzt hab ich den Kopf so, das der Steg zwischen den Stellschrauben sitzt (Azimutstellschrauben?).
Das ist schon richtig so.

Meine EQ5 kann ich nur zwischen ca. 20 und 70 Grad in der Höhe verstellen, weil dann entweder der Polsucher oder die Motorenabdeckung gegen eine Einstellschraube stösst. Und ohne Einstellschraube geht es gar nicht, also nützt es nichts, es ohne die Schrauben auszuprobieren. Die Skala geht aber von 0 bis 90 Grad...

Viele Grüße
Maximilian
 
#4
Danke für die Antworten.

Dachte ich hab was falsch zusammen geschraubt.

Die Einstellschrauben habe ich nur raus gedreht um die generelle Neigung zu testen und ein vertauschen aus zu schließen, da unterschiedlich lang.

Aber da der innere Anschlag anscheinend das problem ist, wollte ich mal nachfragen.

Aber dann wäre die Monti ja tatsächlich in Äquator und Pol nahe nicht brauchbar.


Gruß
Markus
 
#6
Zitat von maximilian:
Zitat von SkyBob:
Aber dann wäre die Monti ja tatsächlich in Äquator und Pol nahe nicht brauchbar.
Man kann ja die Stativbeine unterschiedlich lang ausziehen.

Das ist so weit richtig.
Aber rund 20-30° mit den Stativbeinen auszugleichen ist:
a) schon ne heikle Balance (Gewicht-Kippgefahr)

b) eine erhöhte Belastung für den Verschluss des Nordpylon des Statives

c) würde an nem entsprechendem Standort ja dann die Gradangabe der Polhöhe ja nur geschaätzt und nicht eingestellt

d) die Polsucherjustierung ja auch nicht wirklich gehen,
da nach einem 180° Schwenk ja das Teleskop nicht in der waagerecheten schwenkt

Frage mich grad wie ich so den Polsucher justieren soll ^^ ?

Gruß
Markus
 
#7
Hallo!

Hab aus Neugier mal die technischen Daten der Montierung auf der ersten besten Händlerseite nachgeschaut, die mir Google gefunden hat (https://www.astroshop.de/parallakti...her-montierung-neq-5/p,16081#tab_bar_1_select). Da steht: Polhöheneinstellung (°) 0-70

Also Beobachten am Pol ist vom Hersteller schon mal gar nicht vorgesehen. Bleibt herauszufinden, warum man nicht ganz nach 0° kommt.

Und was die Genauigeit der Einstellung nach dieser Mickymausskala in Verbindung mit der Mickymauslibelle angeht habe ich sowieso meine Zweifel. Meine steht schon immer ungefähr auf 45° und die Feineinstellung mache ich mit Stativ und Polsucher.

Viele Grüße
Maximilian
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
#8
Hallo Maximilian

Also die Null erreicht man definitiv nicht.
Wie erwähnt sind 30-70° machbar.

Die Genauigkeit der Skala ist natürlich nur ein Anhaltspunkt zum vorjustieren.

Muss ich wohl doch die Stativbeine nutzen um den Polsucher justieren zu können. Auch wenn mir das misfällt, wegen der erhöhten Kippgefahr.

Den die wahrscheinlichkeit, das ich ein feststehendes Objekt im 30° Winkel auf ca. 1km entfernung finde ist eher unwahrscheinlich, wenn man nicht grad n berg in der nähe hat ^^

Aber trotzdem Danke für deine Mühe mit dem Nachschauen. ^^

Gruß und Clear Sky
Markus
 
#9
Vielleicht auch nur kurze und lange Schrauben der Polwiege vertauscht oder vergessen, dass man beim Reindrehen einer Schraube die andere entsprechend lockern muß?

 
#10
@ Der_Peter

Danke. Aber nein, das ist nicht der Fehler.

Habe das Problem aber mittlerweile lokalisiert.

Es ist vom Prinzip her ein Konstruktionsfehler.

Die Seite mit der Langen Stellschraube ist fest in der Polwiege verbaut.
Soweit nicht schlimm, da es nur die Konterschraube bzw. Fixierschraube ist.

Auf der anderen Seite hingegen, ist die Polwiege offen.
Hier wird der Anschlag mittels aufgeschraubtem Metallblock
realisiert.
Dieser Anschlag ist so konzipiert, das er ein Anschlagen des Motor verhindern soll.
Leider verhinder selbiger auch eine einstellung auf 0°, also Horizont und das suchen eines Objektes um den Polsucher zu justieren.
Aber zum Justieren des Suchers klappt der Vorschlag mit den Stativbeinen.

Aber die Werksseitige Angabe mit 0-70° ist definitiv NICHT gegeben.
Es sei denn man entfernt diesen Block.
Aber dann fehlen jegliche Anschlagsicherungen, da der Block BEIDE Anschläge Regelt.
0-45° gehen da noch, da man dafür noch die Fixierschraube hat.
Aber über 45° schwingt dann irgendwann der Kopf ungebremst durch.



Gruß
Markus
 
#11
Ah ich sehe...,

wenn ich mich jetzt wieder richtig erinnere, habe ich versucht, meinen Polsucher an einem etwas höher liegenden Gebäude einigermaßen zu justieren. Versucht, weil das alles andere als einfach geht. Die Pseudolösung mit den 3 Madenschrauben fand ich zum Haareraufen.

Arbeite nur mit minimalen, d.h. 1/4 - max. 1/2 Umdrehungen und merke Dir genau, welche Madenschraube Du wie gedreht hast.

Mit dieser Drec.s-Justage kann man locker 1-2 h verbraten. :mauer:
 
#12
Das stimmt,

für das grobe justieren reicht die Scala, wenn ich aber meine genauen Werte ausrichten will(EXOS 2), habe ich bestimmt auch 1,5 Stunden verbracht.
Ich habe mir dann genaue Markierungen auf die Scala gezeichnet. Das Stativ habe ich auch immer wieder auf die gleiche Stelle(auch markiert) gestellt, somit war immer die Vorjustage gewährleistet, danach die Madenschrauben etwas nachgestellt.

CS

Axel
 

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