Polhöhenwiege oder EQ-Plattform oder Barndoor für einfache Nachführung

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Ehemaliges Mitglied (32090)

Nachdem sich mein Tchibo GTE (GeTunedEy) an den Planeten ganz wacker geschlagen hat (siehe Bilder hier im Forum) möchte ich mich an Deep Sky Objekten versuchen. Meine Planetenbilder wurden noch mit einer "handgeschupften Nachführung" aufgenommen was für Deep Sky Aufnahmen nicht mehr zielführend ist. Deshalb steht die Überlegung im Raum eine einfache Nachführung zu basteln.

Um hier auch keine Diskussion über die Optik aufkommen zu lassen, eines noch vorweg. Mmir ist bekannt, dass f9 des Tchibos nicht unbedingt optimal für Deep-Sky ist, aber ich möchte wissen, was mit dem getunten Tchibo möglich. In welcher Weise das Torpedo optimiert wurde habe ich hier im Forum beschrieben.

Derzeitiger Favorit ist für mich aufgrund des geringen Bastelaufwandes eine Polhöhenwiege mit (vorerst) manueller Nachführung. Soweit ich das Prinzip der Polhöhenwiege verstanden habe wird die Hauptachse der Montierung so geneigt, dass diese parallel zum Himmelsäquator steht und nur noch in der Stundenachse (Rektazension) nachgeführt werden muß. Soweit ich das Prinzip verstehe, kann man die Polhöhenwiege mittels Breitengrad, bei einem gegebenen Breitengrad von 48,37°, nach folgender Formel 90°-48,37°= 41,6° auf den Himmelsäquator ausrichten.

Nachdem der Himmelsequator nicht genau mit dem Polarstern übereinstimmt, kann die die Polhöhenwiege auch über den Polarstern eingeordnet werden. Da aber auch eine Ausrichtung auf den Polarstern nicht genau dem Himmelsnordpol entspricht und dieser relativ zum Beobachter, durch die Polbewegung nicht völlig stabil ist, stellt die Einordnung über einen Polsucher das genaueste Verfahren dar.

Soweit ich gelesen habe, kommt eine Polhöhenwiege hauptsächlich auf AZ Montierungen zum Einsatz. Das Prinzip einer Polhöhenwiege sollte aber doch auch auf dem Boden funktionieren. Habe ich dann eine EQ-Plattform. Beide Varianten könnte man dann doch in einem zweiten Schritt noch um eine manuell-mechanischen Vorrichtung (Stichwort Barndoor) oder einen Schrittmotor für die Nachführung in der Stundenachse erweitern.

Nachdem mein Tchibo nur knapp zwei Kilogramm wiegt, ist für mich sowohl ein Polhöhenwiege als auch eine einfach EQ-Plattform denkbar, sogar eine eine einfache Barndoor würde bei diesem Gewicht noch zu realisieren sein.

Soweit ich das Prinzip der Barndoor verstehe, wird hier über eine Gewindestange die Stundenachse nachgeführt. Das Prinzip der Barndoor kann über eine geeignete Vorrichtung (Polhöhenwiege), welche die Achse des Scharniers auf eine der drei zuvor beschriebenen Weisen (Himmelsäquator, Polarstern oder Himmelsnordpol) einordnet, erweitert werden.

Jetzt kann ich nur hoffen, dass meine Überlegungen auch stimmen.

cs

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