Poor Man's Schmidt

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Nordlicht_70

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Liebe Forumsteilnehmer !

Hat jemand praktische Erfahrungen mit dem Design
und Betrieb eines Poor Man's Schmidt, manchmal auch
als Lensless Schmidt bezeichnet ?

Es handelt sich hierbei um einen Vorschlag, den
Schmidt in seiner Originalarbeit gemacht hat und
der z.B. auch bei Rutten/van Venrooij: Telescope
Optics erwähnt wird.

Hierbei wird auf eine Korrektionsplatte verzichtet
und stattdessen eine Apertur im Abstand des Krümmungs-
radius des sphärischen Hauptspiegels angebracht.

Das Ergebnis ist die Vermeidung von Coma, leider bleibt
die sphärische Aberration.

Gibt es hiervon vielleicht verbesserte Varianten, zum
Beispiel gefaltete Designs für die visuelle Beobachtung ?

Clear Skies,
Bernd

 
Hallo Bernd

Wirklich verbessern kann man das System kaum.
Die geometrische Lichtstärke, bei der Spots unter 25 Mikrometer herauskommen nimmt mit steigender Öffnung ab, so daß Du zb bei einem 20 cm Gerät irgendwo jenseits 1600 mm Brennweite landest.
Die Komakorrektur sieht man visuell bei diesen Öffnungszahlen nicht und die Sphärische Abberation läßt nur niedrige Vergrößerungen zu- das kriegt man alles bei einem Parabolspiegel einfacher und beugungsbegrenzt.
Das Konzept stammt aus einer Zeit, als Filme hoher Empfindlichkeit noch eine sehr schlechte Auflösung hatten, so daß man mit den Bildern leben konnte - (im Amateurbereich)- heutige Sensoren sind da viel zu scharf.

Klare (Saharastaubfreie) Nächte wünscht
Felix
 
Hallo Felix,

vielen Dank für Deine Antwort - so etwas hatte ich
befürchtet. Nur mal ein Gedankenspiel: Wenn man einen
parabolischen f/6 Newton in 2f Abstand mit einer Apertur-
blende versieht - würde das die Coma reduzieren ?

Bei der Baulänge könnte man aber auch gleich einen
parabolischen f/12 Newton nehmen, da ist die Coma
deutlich geringer als bei f/6.

Tja, sieht so aus als ob sich dieses Design tatsächlich
überlebt hat.

Einen klaren Himmel wünscht
Bernd

 
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