Achim_B
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
die mit wachsender Fotoausrüstung zunehmende Ver- und Entkabelung ging mir als Mobilisten ziemlich schnell auf den Zeiger. Auch die mehr oder weniger planlos herumhängenden Kabel und Steuerboxen waren nicht unbedingt das, was die Freude am Hobby auch nur im geringsten erhöht hätte. Also mußte eine Lösung her. Die möchte ich Euch hier mal kurz vorstellen.
Das Ziel sollte sein, daß ich nur noch mit den Kabeln etwas zu tun habe, die in irgendeiner Form in Richtung Montierung / Teleskop führen. Der Laptop samt angeschlossenen Geräten sollte zusammen mit der Stromversorgung in einem Koffer untergebracht werden. Es folgte eine längere Phase intensiver Überlegungen und Recherchen zu den benötigten Teilen, vor allem der zur Verfügung stehende Platz hat die Sache nicht unbedingt vereinfacht. Die Basis des Ganzen ist ein Pelicase 1600. Ist leider nicht der Billigste und nicht der leichteste, sollte aber mit dem zu erwartenden Gesamtgewicht spielend zurechtkommen. Ganz unten wohnen zwei in 80mm Rasterschaum eingebettete 22Ah-Bleivlies-Akkus (Bild1).
Link zur Grafik: https://abload.de/thumb/dscn1453e6spy.jpg Bild 1
Darüber liegt ein Konstrukt aus drei 6mm Bauallzweckplatten (Bilder 2+3).
Link zur Grafik: https://abload.de/thumb/dscn14597lsfz.jpg Bild 2 Link zur Grafik: https://abload.de/thumb/dscn1460zhsz0.jpg Bild 3
Die sind zwar relativ schwer, aber stabil, feuchtigkeitsunempfindlich und sie lassen sich mit der Stichsäge halbwegs gut bearbeiten. Die unterste Platte hat Aussparungen über den Akkus. So kann ausgeschlossen werden, daß diese irgendwie Druck abbekommen können, auch wenn der umgebende Schaumstoff ein paar Millimeter höher ist. Sicher ist sicher. Weiterhin ist auf der untersten Platte der Zigarettenanzünder-Verteiler und der Sicherungskasten befestigt, die über eine größere Öffnung in der mittleren Platte (unter dem Laptop) zugänglich sind. Ansonsten dient die mittlere Platte eigentlich nur als Ablagefläche für Laptop, MGEN, Synscan, die CCD-Stromversorgungsbox und die Akkuüberwachung. Sie enthält aber auch jede Menge Durchbrüche für Schalter und Buchsen, die in der obersten Platte untergebracht wurden, aber nach unten mehr Platz als die zur Verfügung stehenden 25mm brauchen. Nebenbei: Spätestens nach Bauende hatte ich die Stichsäge gründlich satt
.
Apropos Akkuüberwachung (Bild 4): Hier habe ich meinem Spieltrieb freien Lauf gelassen. Oben ist der Akkuwächter zu sehen. Ein sehr praktisches Teil, wie ich finde. Über einen externen Summer kann man sich zunächst bei niedrigem Akkustand warnen lassen und hat noch genügend Zeit, alle Geräte herunterzufahren. Wann und wie lange vor der endgültigen Abschaltung die Warnung erfolgen soll kann frei programmiert werden. Soweit die Pflicht. Eher zur Kür zählt wohl das untere Gerät. Es zeigt ständig Spannung, Strom und Leistung und alternierend die Maximalwerte dieser Größen sowie Betriebsdauer und entnommene Kapazität. Gehässige Bemerkungen über die Passgenauigkeit des Ausschnitts bitte ich zu unterlassen :/ .
Link zur Grafik: https://abload.de/thumb/dscn1457dmshh.jpg Bild 4
Die oberste Platte schließlich nimmt sämtliche Bedienungselemente auf hält Synscan, MGEN und Laptop horizontal in Position (Bild 5). Beim Transport verhindert der Noppenschaumstoff im Deckel, daß die Geräte in der Gegend herumfliegen.
Und was bringt nun der ganze Aufwand? Aus dem Koffer kommen die zu einem Strang zusammengefaßten Kabel von Synscan und MGEN und das für die Stromversorgung der Montierung. Der Kabelstrang für die CCD- und MGEN-Kamera kann dank des mitgelieferten Steckerfixierers aus dem 3D-Drucker, der an der CCD angeschraubt wird, ständig an dieser bleiben und wird am Koffer angeschlossen. Letztendlich sind lediglich sieben Stecker in die zugehörige Buchse zu befördern. Unter dem Strich spart mir das je ca. 15-20 Minuten Auf- und Abbauzeit und während der Session den Frust mit Kabelgewirr und Steuerboxen, die entweder blöd irgendwo herumhängen oder auf die nächst beste Gelegenheit lauern, sich zu Boden zu stürzen. Mit den zwei dünnen Kabelsträngen, die Montierung/Teleskop und den Koffer miteinander verbinden, kann ich gut leben.
Ein im wahrsten Sinne gewichtiger Nachteil soll natürlich nicht verschwiegen werden: Das Teil wiegt stolze 27 kg. Ein neuer Klapptisch war jedenfalls zwingend fällig. Das nennt man dann wohl Kollateralanschaffung.
Mittlerweile hatte ich das Ding schon mehrfach mit auf dem Acker und es tut was es soll. Der Deckel wird im Betrieb schräggestellt und liegt locker auf dem Laptop-Display auf. Er hält sich dabei selbst, so daß keinerlei Kraft auf den Laptop ausgeübt wird. Eine Schwanenhals-LED-Leuchte, die zum Transport zwischen Schaumstoff und Kofferdeckelrand verschwindet, beleuchtet die Tastatur (Bild 6).
Link zur Grafik: https://abload.de/thumb/dscn1558t2s6f.jpg Bild 5 Link zur Grafik: https://abload.de/thumb/dscn1563wds5w.jpg Bild 6
Demnächst soll noch die Bedienung des Motorfokus integriert werden und die Geräte, die jetzt noch per Zigarettenanzünderstecker ihren Strom kriegen, werden direkt an den Sicherungskasten angeschlossen. Daß es hier aber endlich mal wieder eine klare Nacht gibt, wäre mir im Moment wichtiger.
Gruß
Achim
die mit wachsender Fotoausrüstung zunehmende Ver- und Entkabelung ging mir als Mobilisten ziemlich schnell auf den Zeiger. Auch die mehr oder weniger planlos herumhängenden Kabel und Steuerboxen waren nicht unbedingt das, was die Freude am Hobby auch nur im geringsten erhöht hätte. Also mußte eine Lösung her. Die möchte ich Euch hier mal kurz vorstellen.
Das Ziel sollte sein, daß ich nur noch mit den Kabeln etwas zu tun habe, die in irgendeiner Form in Richtung Montierung / Teleskop führen. Der Laptop samt angeschlossenen Geräten sollte zusammen mit der Stromversorgung in einem Koffer untergebracht werden. Es folgte eine längere Phase intensiver Überlegungen und Recherchen zu den benötigten Teilen, vor allem der zur Verfügung stehende Platz hat die Sache nicht unbedingt vereinfacht. Die Basis des Ganzen ist ein Pelicase 1600. Ist leider nicht der Billigste und nicht der leichteste, sollte aber mit dem zu erwartenden Gesamtgewicht spielend zurechtkommen. Ganz unten wohnen zwei in 80mm Rasterschaum eingebettete 22Ah-Bleivlies-Akkus (Bild1).
Link zur Grafik: https://abload.de/thumb/dscn1453e6spy.jpg Bild 1
Darüber liegt ein Konstrukt aus drei 6mm Bauallzweckplatten (Bilder 2+3).
Link zur Grafik: https://abload.de/thumb/dscn14597lsfz.jpg Bild 2 Link zur Grafik: https://abload.de/thumb/dscn1460zhsz0.jpg Bild 3
Die sind zwar relativ schwer, aber stabil, feuchtigkeitsunempfindlich und sie lassen sich mit der Stichsäge halbwegs gut bearbeiten. Die unterste Platte hat Aussparungen über den Akkus. So kann ausgeschlossen werden, daß diese irgendwie Druck abbekommen können, auch wenn der umgebende Schaumstoff ein paar Millimeter höher ist. Sicher ist sicher. Weiterhin ist auf der untersten Platte der Zigarettenanzünder-Verteiler und der Sicherungskasten befestigt, die über eine größere Öffnung in der mittleren Platte (unter dem Laptop) zugänglich sind. Ansonsten dient die mittlere Platte eigentlich nur als Ablagefläche für Laptop, MGEN, Synscan, die CCD-Stromversorgungsbox und die Akkuüberwachung. Sie enthält aber auch jede Menge Durchbrüche für Schalter und Buchsen, die in der obersten Platte untergebracht wurden, aber nach unten mehr Platz als die zur Verfügung stehenden 25mm brauchen. Nebenbei: Spätestens nach Bauende hatte ich die Stichsäge gründlich satt
Apropos Akkuüberwachung (Bild 4): Hier habe ich meinem Spieltrieb freien Lauf gelassen. Oben ist der Akkuwächter zu sehen. Ein sehr praktisches Teil, wie ich finde. Über einen externen Summer kann man sich zunächst bei niedrigem Akkustand warnen lassen und hat noch genügend Zeit, alle Geräte herunterzufahren. Wann und wie lange vor der endgültigen Abschaltung die Warnung erfolgen soll kann frei programmiert werden. Soweit die Pflicht. Eher zur Kür zählt wohl das untere Gerät. Es zeigt ständig Spannung, Strom und Leistung und alternierend die Maximalwerte dieser Größen sowie Betriebsdauer und entnommene Kapazität. Gehässige Bemerkungen über die Passgenauigkeit des Ausschnitts bitte ich zu unterlassen :/ .
Link zur Grafik: https://abload.de/thumb/dscn1457dmshh.jpg Bild 4
Die oberste Platte schließlich nimmt sämtliche Bedienungselemente auf hält Synscan, MGEN und Laptop horizontal in Position (Bild 5). Beim Transport verhindert der Noppenschaumstoff im Deckel, daß die Geräte in der Gegend herumfliegen.
Und was bringt nun der ganze Aufwand? Aus dem Koffer kommen die zu einem Strang zusammengefaßten Kabel von Synscan und MGEN und das für die Stromversorgung der Montierung. Der Kabelstrang für die CCD- und MGEN-Kamera kann dank des mitgelieferten Steckerfixierers aus dem 3D-Drucker, der an der CCD angeschraubt wird, ständig an dieser bleiben und wird am Koffer angeschlossen. Letztendlich sind lediglich sieben Stecker in die zugehörige Buchse zu befördern. Unter dem Strich spart mir das je ca. 15-20 Minuten Auf- und Abbauzeit und während der Session den Frust mit Kabelgewirr und Steuerboxen, die entweder blöd irgendwo herumhängen oder auf die nächst beste Gelegenheit lauern, sich zu Boden zu stürzen. Mit den zwei dünnen Kabelsträngen, die Montierung/Teleskop und den Koffer miteinander verbinden, kann ich gut leben.
Ein im wahrsten Sinne gewichtiger Nachteil soll natürlich nicht verschwiegen werden: Das Teil wiegt stolze 27 kg. Ein neuer Klapptisch war jedenfalls zwingend fällig. Das nennt man dann wohl Kollateralanschaffung.
Mittlerweile hatte ich das Ding schon mehrfach mit auf dem Acker und es tut was es soll. Der Deckel wird im Betrieb schräggestellt und liegt locker auf dem Laptop-Display auf. Er hält sich dabei selbst, so daß keinerlei Kraft auf den Laptop ausgeübt wird. Eine Schwanenhals-LED-Leuchte, die zum Transport zwischen Schaumstoff und Kofferdeckelrand verschwindet, beleuchtet die Tastatur (Bild 6).
Link zur Grafik: https://abload.de/thumb/dscn1558t2s6f.jpg Bild 5 Link zur Grafik: https://abload.de/thumb/dscn1563wds5w.jpg Bild 6
Demnächst soll noch die Bedienung des Motorfokus integriert werden und die Geräte, die jetzt noch per Zigarettenanzünderstecker ihren Strom kriegen, werden direkt an den Sicherungskasten angeschlossen. Daß es hier aber endlich mal wieder eine klare Nacht gibt, wäre mir im Moment wichtiger.
Gruß
Achim