Preisverfall extrem

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

schischi

Aktives Mitglied
Die Preise für Gebrauchtartikel scheinen wirklich schon nach dem puren Anschauen um 50% oder mehr zu verfallen oder sind die Neupreise viel zu hoch angesetzt?

Ich biete beispielsweise bereits seit einiger Zeit im Astromarkt ein High-End Okular von Takahashi an. Es hat neu 269,- gekostet, ist quasi noch neu, aber kaum jemand ist bereit auch nur 149,- noch dafür zu bezahlen. Verstehe ich nicht.

Ein anderes Beispiel ist das von mir angebotene Mini-Dobson von Celestron für das mir gerade ein Angebot zu ca. 25% des Neupreises unterbreitet wurde. Auch das Gerät ist so gut wie neu und wurde nur einmal aus der Verpackung genommen.

Ich frage mich die ganze Zeit schon, wie dann die Händler diese Teile überhaupt noch verkauft bekommen. Oder legt man wirklich so viel Wert darauf, dass der Artikel absolut neu und unangetastet ist und bezahlt dafür dann gerne das Doppelte?

Grüße
Michael
 
Gebrauchtwarenpreise unterliegen nunmal sehr stark dem Gesetz von Angebot und Nachfrage.

Hast Du etwas zu verkaufen, das viele kaufen möchten erzielst Du einen höheren Preis, als wenn Du Exoten anbietest. Ich habe inzwischen in den Astro-Foren eine ganze Menge meines Zeugs zusammengekauft, entweder ich will etwas wirklich haben, dann biete ich einen ordentlichen Preis, oder ich hoffe auf ein Schnäppchen, dann biete ich eher weniger.
 
Ich beobachte bei Ebay schon eine ganze Weile die gebraucht angebotenen Objektive aus der L-Serie von Canon. Die Neu-Angebote bei Ebay liegen schon um einiges höher, als man im ganz normalen Fotoladen bezahlt ;-)
Vielleicht ist das der Grund, warum die gebrauchten Objektive oft über dem normalen Neupreis verkauft werden - und das bei völligem oder zumindest teilweisem Garantieverlust.

Es geht also auch andersherum und ist so wie immer: Mal verliert man, mal gewinnen die anderen :biggrin:

Will man etwas gut verkaufen, bieten die anderen nur ein Drittel des Preises. Will man selber etwas günstig erstehen, kostet es gebraucht mehr als neu...

Gruß
Klaus
 
Hi Michael,

vielleicht ist Dein Beispiel auch etwas unglücklich. Das Tak-Oku ist schon extrem speziell: Minigesichtsfeld bei höchster Qualität - ein Plantenkiller für Fans. Vermutlich wollen nicht so viele den Preis eines Naglers für kleines Gesichtsfeld mit mäßigen Einblick zahlen um in ein paar Nächten die letzte Prozente noch rauszukitzeln.

Auf der anderen Seite: wenn ich schon High End kaufe, wieso soll ich dann sagen wir wegen 20% Ersparnis auf Garantie und Rückgabe verzichten? 70% obere Grenze für Gebrauchtausrüstung finde ich schon OK.

Vielleicht brauchts auch einfach nur Geduld. Ist bei speziellen Angeboten ja auch nicht so ungewöhnlich. Ausserdem ist Dein Preis schon interessant.

CS

Klaus
 
Hallo Klaus,

ja, du kannst natürlich Recht haben, dass es gerade ein spezielles Angebot ist. Frage mich dann nur manchmal, wie die Händler sowas überhaupt noch verkaufen, kostet es doch dann fast doppelt so viel.

Und was die Grantie angeht, nun ja, ich bin der Meinung, wenn die Optik beim Kauf in Ordnung ist, dann bleibt sie das auch und geht nicht plötzlich irgendwann kaputt (natürlich bei sachgerechter Behandlung).

Ich werde auf jeden Fall warten, verschenken werde ich es nicht.

Grüße
Michael
 
Hallo zusammen,

wenn man die teilweisen recht happigen Preisänderungen (UVP) eines Produktes im Laufe der Zeit betrachtet, braucht man sich nicht zu wundern wenn die Kunden verunsichert sind und zum Teil nur noch 50% des aktuellen Neupreises für Gebrauchtes geben wollen.
Es ist doch nicht normal, dass ich heute einen 80er ED-Apo für z.B. 399 Euro bei einem Händler bekomme und dann drei Wochen später irgendeine Aktion läuft und das Teil dann für 290 Euro (37% billiger) verschleudert wird. Das bleibt dann eben gedanklich hängen und der Gebrauchtkäufer wird dann nicht ca. 70% von den 399 Euro zahlen wollen.
Andersrum sind viele Produkte auch extrem teurer geworden und man wundert sich als Kunde nur ob das nun Abzocke, Marktabschöpfung oder Wettbewerbsverzerrung sein soll.
Beispiel: Vixen Skypod Montierung April 2008 für 674 Euro von einem bekannten Händler verkauft. Das gleiche Teil in der gleichen Ausstattung heute beim selben Händler für 959 Euro im Online-Shop zu finden. Das sind 42% Preisunterschied in nur einem Jahr! Viele Hobbybegeisterte werden daraufhin so ein Teil nicht neu kaufen wollen und immer damit rechnen, dass der Gebrauchtteil-Verkäufer den heutigen Listenpreis nicht bezahlt hat und dementsprechend niedrig bei den Gebrauchtgeboten rangehen.

Die "Schuld" für die riesigen Wertverluste bei Gebrauchtwaren würde ich nicht bei den Hobby-Astronomen sehen, sondern eher bei den Generalimpoteuren und Großhändlern, die es nicht schaffen, ein einigermaßen konstantes und vernünftiges Preisniveau zu halten.

Ich würde viel mehr sofort neu (vorwiegend Online-Kauf mangels Händler in der Nähe) kaufen, aber mich stört es einfach, jedesmal die Händler erst anzumailen und zu fragen, was den nun der "richtige" Preis für das Produkt sei. Teilweise gehen die selben Artikel vom Händler bei Ebay für weniger Geld bei "Sofort kaufen" weg als im Online Shop. Da es nun keine Kunst ist, die Ebay-gebühren rauszufinden, ist zumindest hier der minimale Verhandlungsspielraum sofort abzusehen.

Etwas mehr Konstanz sowohl bei den Importeuren/Großhändlern als auch bei den Einzelhändlern würde dem Markt sehr guttun.

Viele Grüße

Dirk
 
Hallo Dirk,

Was Du hier geschrieben hast kann ich nur unterstreichen!!!

Es ist für den Endverbraucher inzwischen unkalkulierbar wie sich die Preise in kurzen Zeiträumen entwickeln.

Will einer ein Okular etc. z.B. nach einen halben Jahr weiterverkaufen (weil er sich in der Brennweite vertan hat), ist es klar, dass er keinen befriedigenden Preis mehr erziehlen kann, weil der Preis bei dem Händler, bei dem er es gekauft hat, in der Zwischenzeit mehr als deutlich gesunken ist.

Weiter ist der Käufer immer gezwungen, erst bei Ebay zu überprüfen für wieviel es dort trotz Gebühren günstiger ist.

Korrekt wäre meiner Meinung nach eine verlässliche Preisgestaltung, Angleichung zwischen eigentlicher Homepage und Ebayshop. Sonst sind all jene gelackmeiert, die nicht nachgekartelt haben.

Jene die schön brav den angegeben Preis zahlen subventionieren so die günstigen Preise der anderen ..........


 
Zitat von tommy_nawratil:
hallo,

es kommt noch schlimmer: Z.B. ein gewisser "Wolfi24" bietet gewisse Dinge bei Ebay "sofort kaufen" TEURER an als in seinem Webshop. Man vergleiche selbst:

Ebay

Webshop

Sapperlot, man kann sich auf gar nichts mehr verlassen!

lg Tommy
Recht hat er,
wenn's gezahlt wird, warum nicht!
Zumal bei Ebay noch Gebühren für den Verkäufer dabei sind...

Gruß
Norbert
 
Immerhin entspräche es einer gewissen Logik:-)
 
Hi zusammen,

also ich weiß nicht was das dauernde Geheule soll, wenn ich mir einen Neuwagen, oder einen PC oder... kaufe, dann hat das gute Stück in dem Moment, wenn ich den Laden durch die Händlertüre verlasse seinen Wert bereits um ca. 25% (Händler + Großhändelerspanne usw.) vermindert, wenn ich das gute Stück dann 4 Wochen später Anbiete ist es gebraucht, auch wenn der Wagen nur in der Garage, der PC auf dem Schreibtisch gestanden hat - das ist nunmal so. Klar kann man, wenn man lange genug sucht immer wieder einen Dummen finden, dem man 90% aus der Tasche ziehen kann, ein realistischer Marktpreis war das dann aber meist nicht, denn die 10% und mehr bekomme ich bei jedem Händler auch nach ein bisschen Verhandlung.

Also heult nicht, seid sozial und tut was Gutes für die, die sich nicht immer das Neuste und Beste leisten können

;-)

Grüße & CS

Harvey
 
Hallo Harvey,

Du hast ganz vergessen, dass Händler ihre Angestellten
bezahlen müssen - hoffentlich -.

Die beantworten auch Deine Fragen. Hoffentlich.

Allerdings nicht mehr, wenn nur der Preis regiert.

Viele Grüße,
Axel
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben