"Premium" Okulare - Televue und sonstiges, lohnt es sich, und wann wird es zu viel?

Hallo Hermann,

Bei öffentlichen Sternführungen, speziell für Kinder, sind Okulare mit grossem Sehfeld / grossen "augenseitigen" Okularlinsen etwas schwieriger beim Finden der richtigen Einblickposition.

bei solchen Gelegenheiten tauche ich zugegebenermaßen nicht mit meinen Lieblingsokularen auf. So schnell schaust du nicht, und schon latscht jemand vor den Okular Koffer oder fragt sich, wofür diese Schraube ist und was passiert, wenn man sie löst. Da schreie ich nicht "hurra", muss aber auch keine Sitzung beim Psychologen vereinbaren. Da würde mich der Verlust eines hochwertigen Okulars schon sehr treffen. Und das bei diesen Gelegenheiten vertretene Publikum kennt und sieht den Unterschied ja nicht.

CS Gerhard
 
Ich habe den Thread erst jetzt gesehen und gebe einfach mal auch meinen Senf dazu ab ;)

"Der Preis ist, was man bezahlt. Der Wert ist das, was man dafür bekommt." Aus meiner Sicht ist das ein sehr zutreffendes Bonmot, das ich voranschicken möchte.

Es wurde hier ja schon öfter geschrieben und ich will es trotzdem ausdrücklich unterstreichen: Letztlich hilft nur der echte Seh-Eindruck am eigenen Gerät, um für sich selbst die Frage beantworten zu können, ob sich dieses oder jenes Okular "lohnt".

Dabei kann sich zeigen, dass es nicht immer die teuren Lösungen sein müssen, um die eigenen Qualitätsvorstellungen zu befriedigen.

Richtig ist aber auch, dass der Preis ein Indikator dafür sein kann, aber nicht muss, was man realistischerweise erwarten kann.

Ich z. B. stehe aktuell vor der Frage: Welche Okulare möchte ich für meinen Binokularansatz (Baader MaxBright II) nutzen. Der Einfachheit halber habe ich für den Einstieg das Hersteller-Set mit den zwei 10mm Classic Orthos gewählt, damit ich überhaupt mal beobachten kann. Einzelpreis des einzelnen Okulars (neu) derzeit so um die 70 EURO. Sind das jetzt wegen des überschaubaren Preises schlechte Okulare? Ich finde nicht. Gibt es "bessere" Okulare? Vielleicht. Es gibt jedenfalls sehr sehr viele erwägenswerte Alternativen.

Und das ist natürlich der Knackpunkt an der Sache: Hat man überhaupt die Möglichkeit, mehrere Okulare parallel zu testen? Hat man auch genügend Zeit dafür? Wirft das viele Vergleichen am Ende vielleicht mehr Fragen auf? Je mehr Möglichkeiten es gibt, desto schwieriger wird für mich persönlich die Entscheidung, außer ein Kandidat hebt sich so deutlich von allen anderen heraus, dass alles sofort klar ist. Aber oft ist es eben nicht so, sondern es sind einzelne Nuancen, in denen sich die Okulare unterscheiden. Und am Ende muss man dann quasi aus dem Bauch heraus entscheiden.

Ich habe bisher für die Bino-Frage viele Varianten in Erwägung gezogen:

- Ein zweites Baader Zoom Mark IV, weil ich eines schon hatte und weil es ja an und für sich sehr praktisch ist.
- zwei neue Nikon Zoom Okulare
- Takahashi TOE Okulare für den Bereich mit kleineren Brennweiten
- Takahashi TPL
- Orthoskopische Okulare von Starbase, weil preiswert und trotzdem sollen sie "gut" sein
- TS Optics Planetary HR Serie
- ...

Die Preispunkte sind total unterschiedlich. Auch die optischen Eigenschaften. So richtig schlüssig bin ich mir noch nicht, werde letztlich zwei bis drei Kandidaten testen müssen.

Erst vor kurzem habe ich einen echten Vergleich mit drei unterschiedlichen Okularen für´s monokulare Beobachten durchgeführt. Ob es jetzt "Premium"- Okulare waren oder nicht, sei mal dahingestellt.

Ich habe dann letztlich eines aus der Pentax smc XW- Reihe gewählt, weil es nach meinem Empfinden praktisch ein perfektes Okular, also so gesehen durchaus "Premium" ist für mich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das teilt sich dann noch zwischen Bino und mono, weil als Einzelnes kann man mit einem Okular mit Kidneybean gut zurechtkommen was im Doppelpack dann viel schwerer ist.
 
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