Pro und Contra GSO 680 und Classicausführung?

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beggo

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Hallo,
was ist denn euerer Meinung nach besser?
Das 8"Classic Dobson mit dem Rollenlager, aber kleinem Sucher. Hat ein Rollenlager bei einem Dob wirlich Vorteile oder läuft es dann IMMER und stört so wieder?
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> DER
Das altgediente 680 mit größerem Sucher. Ist ein bisschen teuerer, hat aber kein Rollenlager.
Kann nicht entscheiden, was ich mir zulegen soll.....
Wo seht ihr vor und nachteile von beiden....
was würdet ihr mir denn zum Einstieg empfehlen. Gruß
beggo
 
Hallo beggo,

Als ich meinen 6" Classic Dobson gekauft habe, habe ich mit dem Azimut schwierigkeit bekommen. Es ruckelt und hemmt einfach, und beim hohe vergrößerungen habe ich schwierigkeit gehabt. Dann Astrozausel (ein Astro kollege), hat mein Rockerbox mit weiteren Teflon verstärkt, aber trotzdem war nicht leichtgängig und ärgerlich.

Bald kaufe ich mir ein Classic Dobson 8" mit Rollenlager und Hauptspiegelbelüftung. Aber man kann sowas auch selber machen aber ich habe für so was keine zeit.

6*30 sucher ist leider auch zu klein, ich werde mir ein 8*50 sucher schaffen gegen Aufpreis.

Mit freundlichem Grüßen

Cihan
 
Hallo
mein 8 Zoll Dobson läuft auch ohne Rollenlager recht gut.
Marcus
 
Hallo,

die Sache mit dem Rollenlager ist ein zweischneidiges Schwert. Bei meinem GSO880 war zwar ein Rollenlager dabei, jedoch eben *nur* das Rollenlager, d.h. die Rollen, sprich Nadeln pressten sich mit der Zeit in das Kunstfunier der Laufflächen und das Scope begann zu ruppeln. Dem habe ich dann abgeholfen mit Blechplatten, seither läuft es ruhig, langfristig aber wird es auf eine Lagerung mit Teflon/Ebony hinauslaufen, da das Rollenlager ein gewisses Kippeln nicht verhindern kann, eine stabile Dreipunktlagerung kann das.
Also, messe mal dem Rollenlager nicht zu viel Bedeutung bei.
Für die jenigen, die die Version mit Rollenlager und Blechplatten schon haben und betreiben:
Wenn man das Rollenlager kräftig mit Kugellagerfett einschmiert, läuft es immer noch Ruckfrei, aber viskoser, d.h. es verdreht sich nicht beim geringsten anhauchen.
 
Hallo, mich beschäftigt derzeit die gleiche Frage:
Ich will mir demnächst ein Teleskop anschaffen, bin mir jedoch noch unschlüssig ob es das Skywatcher 114/900 auf EQ-3 oder ein 8"-Dobson werden soll.
Für den Fall des Dobsons weiß ich noch nicht, von welcher Marke. Es sollte für mich auf jeden Fall ein gutes Preis/Leistungs-Verhältnis sein, und da wären dann meine beiden Kandidaten:
Einmal der Skywatcher 8"-Dobson für 300€, und dann wäre da eben noch die GSO 680 Classicausführung von TS für 338€ mehr (siehe hier).
Von letzterem weiß ich jedoch nichts, was die Qualität usw. anbelangt...

Grüße
Julian Schlund
 
Hallo Julian,

na, dann wollen wir mal etwas Licht in die Sache bringen.
Du nennst zum einen ein 114/900 Newton parallaktisch montiert und daneben die oft geannten 8" Newtons auf azimutaler Dobsonmontierung.
Wohl war hier der Preisrahmen die Vorgabe.

Der 114'er zeigt Dir schon einiges, die parallaktische Montierung dazu erfordert etwas Übung, ist aber danach weitaus komfortabler in der Nachführung als ein Dobson. Auch sind die parallaktischen Monties recht günstig mit Motoren nachzurüsten, was wiederum ein mehr an Komfort bedeutet, in der Deepskyfotografie dann sogar unerlässlich ist. Abträglich ist dem ganzen die längere Rüstzeit, bis das Equipment einsatzbereit ist. Ein für mich so schwerwiegender Nachteil, daß ich mir fürs Feld, also wenn ich auswärts beobachten möchte, einen Dobson angeschafft habe.

Dobsonteleskope dagegen stellen sich bei der max. möglichen Öffnung für den Preis auf und die Öffnung ist schließlich einer der großen Schwerpunkte, will man ein Teleskop nach seiner Leistung beurteilen. Der Kompromiss ist dabei der recht einfach gehaltene Unterbau, eben die Dobsonmontierung, eine einfache azimutale Montierung.

Um es bis dahin mal auf den Punkt zu bringen:
Willst du viel am Himmel sehen, wirst Du Dich innerhalb Deines Budgets nach Dobsons umschauen. Legts Du wert auf Komfort, wirds ein parallaktisch montiertes Teleskop entsprechend kleinerer Öffnung werden.

Welcher Dobs nun der bessere ist, hängt von vielen Faktoren ab. Ein Vergleich gängiger Angebote wurde in diesem Thread schonmal angesprochen.
GSO geniesst den Ruf, geringere Serienstreuung in der Spiegelqualität zu haben und anscheinend sind die Geräte etwas, aber auch nur etwas besser verarbeitet als vergleichbare Skywatchergeräte. Ich würde mich aber hüten, dies generell zu behaupten, denn ich hatte bisher nur einen Skywatcher 8" längere Zeit gesehen. Ich persönlich finde die Skywatchermontierung schon am Rande von grausam, muss aber dazu einwerfen, daß ich am GSO auch einiges an Arbeit investiert habe um es butterweich führen zu können.
Dafür haben die Skywatchers wiederum die Friktionsschraube damit das Scope seine Höhe auch bei Okularwechsel nicht verliert (so zumindest interpretiere ich diese Bremse)
Der OAZ schein serienmäßig beim GSO besser zu sein, also solider und kippelfreier, wills aber nicht bestätigen, ein Kollege hat bei seinem Skywatcher den OAZ getauscht gegen einen von GSO.
Beide Geräte leiden darunter, viel zu kleine Höhenräder zu haben, werden mal etwas schwerere Okulare eingesetzt, ein Telradpeiler angebaut sonder sonstig für Verschiebungen im Gleichgewicht gesorgt, nehmen einem das die kleinen Höhenräder sofort übel, spring, sie haben nicht genügend Spielraum um den entstehenden Hebel auszugleichen. Das ist aber ein fast schon als generelles Problem anzusehendes Manko, mit dem fast immer mit Laufgewichten entgegengewirkt werden muss.

Fazit: Die allheilige Antwort auf Fragen dieser Art gibts wohl nicht.
Laß dich nicht davon erschrecken, daß ich auf den Dobsonteil intensiver eingegangen bin als auf die parallaktische Geschichte (die auch ihre Vorteile hat, ich habe beides), dem Einsteiger rate ich mittlerweile auch gern zum 8"Dobson, mehr Öffnung fürs Geld gibts nicht, ist einfach aufzubauen, bedingt keine Ausrichtezeit und man darf auch dranherumbasteln <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Ob Skywatcher oder GSO, nun, am besten Du kuckst Dir beide Geräte aus der Nähe an, bevor Du eins kaufst und entscheidest dann, im besten Falle bei Sternfreunden inDeiner Nähe, sodaß es nicht gleich in ein Verkaufsgespräch ausartet und abends/nachts, wenn die Scopes das zeigen müssen, was sie auch sollen.

 
Auch sind die parallaktischen Monties recht günstig mit Motoren nachzurüsten, was wiederum ein mehr an Komfort bedeutet, in der Deepskyfotografie dann sogar unerlässlich ist. Abträglich ist dem ganzen die längere Rüstzeit, bis das Equipment einsatzbereit ist. Ein für mich so schwerwiegender Nachteil, daß ich mir fürs Feld, also wenn ich auswärts beobachten möchte, einen Dobson angeschafft habe.

Ich lese diese Bemerkungen vielfach, begreife sie aber nie. Ein Lidlscope mit einer Astro-2/3, sofern die Schnittstelle zwischen Monti und Alustativ entfettet wurde, baue ich dir in 3 Minuten auf. Das liesse sich sicher noch abkürzen, wenn die Okularplatte mit irgendeinem pfiffigen Schnellspannsystem fixiert werden würde (wäre gegenüber Anregungen sehr dankbar!) , während ich aktuell noch die kleinen Schrauben durch die Unterlegscheibchen pfriemele. Und das ganze Gedöns eines 114er passt in eine Sporttasche, ganz im Gegensatz zu einem 8 Zoll Dobson, könnte also griffbereit im Flur stehen.

Meine Vixen Sensor, Vorgänger der GP-DX, stelle ich auf dem Balkon in 11 Minuten auf (die Gegengewichte werden dort noch auf ein Gewinde geschraubt!) , wobei es zugegeben beim ersten Mal doch 70 Minuten gedauert hat. Alles Übungssache. Im Vergleich zur Zeit des Herausfahrens von ins einigermaßen Dunkle von 20-30 Minuten ist diese Zeit geradezu vernachlässigbar! Und die neueste Generation, die Vixen Sphinx, so viel Probleme sie dem Profi bereiten mag, sieht gerade in punkto Aufbau noch schneller aus. Da ist ja alles drin, von Motor bis zu den Gegengewichten.

Das Problem bei mittelschweren schweren Montis ist für mich eher das Balkonkurzfristspechteln bei Kaltfrontwetter, wenn man eben mal eine Wolkenlücke ausnutzen will, um zB Toutatis zu suchen. Hier steht man nämlich vor der Entscheidung, baue ich 25 Minuten brutto auf und ab, vielleicht für nix und wieder nix. Aber wenn ich rausfahre, dann investiere ich doch schon jede Menge Zeit!
Und oberhalb von 10 Zoll geht nix mehr ohen Rückenprobleme ohne Dobson, wenn man
ins Feld rausfährt. Mein größtes Teleskop wird sicher ein Dobson.
 
Hey
Teflon und Ebony funzt echt gut. Ich habe an mein Starsplitter Teflon und oben an der gegenplatte eine harte weißgelbliche Kunststoffplatte, die leicht genoppt ist ( Keine Ahnung was das ist ) Die Montierung läuft dadurch Seitenweich.
Gruß Dieter
 
Moin Beggo!

Ich bin der Meinung, wenn ein China-Dobson in seinen Achen so laufen soll,
wie es einem persönlich gefällt, dann ist sowieso eigenes Handanlegen ge-
fragt. Zu verbessern gibt's sicher in beiden Varianten was.
Ein Lüfter ist bei 8" nicht überlebenswichtig - ist zwar ein sinnvolles
Zubehör, kann aber immer noch nachträglich angebaut werden. Das ist kein
großer Aufwand. Ohne Lüfter geht's auch.
Zum Sucher: Ich persönlich bevorzuge 6x30-Sucher. Die zeigen in dunkler
Nacht schon mehr Sterne als im SkyAtlas abgebildet sind. Mit 8x50 kann
man sich tatsächlich schnell mal verirren. Außerdem hat der 6x30 das größere
Gesichtsfeld, was mir mehr zusagt. Einen 8x50 kriegt man immer mal gebraucht
eingekauft, Preis zwischen 35 u. 50 Euro.
 
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