Problem mit Kameraadapter (Focus)

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Helge_H

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Hi!

Meine Frage ist glaube ich ziemlich im Anfängerbereich, deswegen poste ich sie hier. Hoffe, das ist in Ordnung! :)

Ich habe folgendes Problem: Ich habe mit für mein Teleskop einen Kameraadapter und für meine Kamera einen T2-Ring geholt. Teleskop: Intercon Spacetec Galaxy Dobson 8"
Kamera: Canon Eos 500D
Adapter: 1,25", Fokal und Okularprojektion möglich.

Ich bekomme kein scharfes Bild, es ist so sehr aus dem Focus, dass ich sorag die Fangspiegelstreben und den Fangspiegel im Bild sehen kann... Und das, wenn ich mit dem Focus schon ganz unten am Anschlag angelangt bin. Andersherum wirds schlimmer.

Nun dachte ich mir, dass der Adapter evtl zu lang ist, also habe ich folgenden Versuch gemacht:
T2 Ring von der Kamera abmontiert, 1,25" Adapter aus dem Teleskop gebaut, Kamerabody flach auf den Okularauszug gelegt. Nun macht es den Anschein, dass das Bild ein wenig mehr im Fokus liegt.

Was soll ich also tun? Ich weiß, dass man bei einigen großen Teleskopen den Hauptspiegel verstellen kann, um in den Fokus zu kommen, aber das kann ich glaube ich eher nicht...

Wäre nett, wenn jemand mir helfen könnte. Danke schon mal im Vorraus! :help:
 
Hi! Lustig, dass es mal Leute gibt die keine Verlängerungshülse brauchen sondern mal tatsächlich ein scheinbar visuell ausgelegtes Teleskop besitzen. Vielleicht reicht es wenn du einen kurzbauenden Okularauszug einbaust. Ansonsten wirds schwierig....


Gruß Deadlock
 
Danke, Deadlock!
Ach, verdammt... das ist doch Mist! Dann ist der ganze neu erworbene Kram komplett wertlos ohne einen neuen Okularauszug, oder? :mauer:
Kann ich denn einen kurzbauenden Okularauszug trotzdem noch uneingeschränkt für visuelle Beobachtung nutzen? Und was kostet mich der Spaß dann noch zusätzlich? :confused:

Das ist ja echt ärgerlich... Ich hoffe, irgendjemand hat noch n Trick auf Lager oder weiß eine andere Lösung. Dann geh ich erstmal die Wetterlücke weiter ausnutzen, und schaue mir den Mond und Jupiter weiter an. :confused:
 
Hallo Helge,

Zitat von Helge_H:
Danke, Deadlock!
Ach, verdammt... das ist doch Mist! Dann ist der ganze neu erworbene Kram komplett wertlos ohne einen neuen Okularauszug, oder?

Das ist ja echt ärgerlich... Ich hoffe, irgendjemand hat noch n Trick auf Lager oder weiß eine andere Lösung.

du hast wie geschrieben das Teleskop: Intercon Spacetec Galaxy Dobson 8"

Dann ruf doch einfach mal bei ICS in Augsburg (Tel.: 0821-414081) an, die Leutchen sind sehr hilfsbereit und kompetent und sie kennen die von Ihnen gelieferten Teleskope auswendig :super:
 
Dann ruf doch einfach mal bei ICS in Augsburg (Tel.: 0821-414081) an, die Leutchen sind sehr hilfsbereit und kompetent und sie kennen die von Ihnen gelieferten Teleskope auswendig

Ja, das ist eine gute Idee. Aber ob ich da so schnell einen erreiche? Mal sehen. :super:

Hab in der Zwischenzeit ja noch weiter rumprobiert: Habe mal die Okularprojektions-Variante genommen, 1,25" Adapter vom Auszug genommen und die ganze Geschichte freihand in den Okularauszug gehalten. Nun liegt der Fokus nur ganz knapp hinter dem eigentlichen Anschlag; das Bild ist scharf, sehr scharf! Also liegt es echt an dem Setup vom Teleskop... schade! Ich werde wohl um einen kurzbauenden Auszug nicht drumherumkommen, wenn ich vernünftig fotografieren will. Aber das wäre zu teuer, dann schlag ich mir die Geschichte glaube ich aus dem Kopf. :confused:
 
Hallo Helge, den Hauptspiegel kann man eigentlich bei jedem Newton in einem gewissen Bereich nach vorne, also Richtung Okularauszug, verlagern. Die Justierschrauben in der Hauptspiegelzelle haben halt eine gewisse Länge die über den Einstellbereich bestimmt.
Wenn die Länge nicht reicht könnte man sie vielleicht durch längere ersetzen, das wäre vom Aufwand nicht mit dem Wechsel des Okularauszuges zu vergleichen.

C.S. Willi!
 
Hallo Helge,
das sollte ohne Geld ausgeben gehen.
Versuch mal, ob Du den Hauptspiegel mit den Justageschrauben etwas weiter zum OAZ hin bekommst, ohne das es instabil wird.
Sollte das nicht klappen, bohre 3-4 neue Löcher im Tubus und setze die gesamte HS-Zelle etwas weiter zum OAZ (um die cm, die Dir oben fehlen).
Eventuell brauchst Du dann visuell eine kleine Verlängerungshülse für den OAZ, aber das ist kein großer Invest.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hey, das klingt gut! :super: Aber da ist dann ja ne komplett neue Justage nötig, oder? Hab ich noch nie gemacht.

Ich weiß ja nicht, in welchem Verhätnis das steht, aber: Reichen die paar mm am HS, um ca 2-3 cm am Okularauszug auszugleichen?
Ich hab mir grad ein nettes Programm Namens My Newton heruntergeladen, das berechnet solche Sachen wohl. Mal sehen, ob ich da was rausbekomme! ?)

Edit: Oh danke dir auch, Wurzelwaerk! Auch eine gute Idee! :super:
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Helge, nicht so ängstlich, nur ran!
Justieren mußt Du den Newton sowieso ab und zu und am Prinzip ändert sich doch nichts wenn die Abweichungen durch den Umbau größer sind.
Die Verlagerung des Hauptspiegels nach vorne ist direkt identisch mit der Verlagerung des Fokus nach außen, da brauchst Du nicht mal ein Computerprogramm bemühen.
Der Prozeß der Justage ist wirklich einfach und wenn man es einmal verstanden hat ist es simpel. Anleitungen dafür gibt es wie Sand am Meer.
Die Sache mit dem Versetzen des Hauptspiegels, wie Ralf schrieb, ist doch auch eine prima Option.
Den Okularauszug zu wechseln ist nicht nur teuer sondern auch anspruchsvoller.

Gutes Gelingen und C.S. Willi!
 
Die Verlagerung des Hauptspiegels nach vorne ist direkt identisch mit der Verlagerung des Fokus nach außen

Wenn ich das richtig verstehe, muss dann der Hauptspiegel um die selbe Strecke nach vorn verlagert werden, wie der Okularauszug kürzer sein muss? Oder verhält sich das nicht proportional?
Weil ich nämlich dann echt sehr viel längere Schrauben brauche - so ca 3cm länger... so weit liegt nämlich der Fokus des Teleskops und der Bildsensor auseinander (bei vollständig eingezogenem Focusser). :confused:

 
Hallo Helge,
was möchtest du denn Fotografieren?Du hast einen Dobson?Viel mehr als Mond und Sonne(mit entsprechendem Objektivfilter!)geht da ohnehin nicht...da würde ich persönlich lieber auf die (eingeschraenkte)Fotooption und die Nachteile des Umbaues Verzichten. ;)
Sollte der Newton parallaktisch montiert sein ist das natürlich etwas anderes :)

Grüße Rainer

P.S.:warum sollte sich das "proporttional" aendern?Zur Veranschaulichung kannst du dir den Strahlengang einfach mal Aufmalen. ;)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Absolut korrekt - das Verhältnis ist 1:1.

Der Einwand von Rainer ist natürlich wichtig - ohne parallaktische Montierung macht die Fototauglichkeit wenig Sinn.
 
Hallo Helge,

das Problem scheint ein ähnliches Problem zu sein, das ich auch hatte:
Thread

Ich habe mich damit abgefunden, dass mein Dobson nicht für die Fotografie gebaut wurde. Großartige Umbauaktionen sind nicht mein Ding, da mir sowohl die technischen Kenntnisse, als auch die handwerklichen Fähigkeiten fehlen.
Den Mond fotografiere ich mit der Canon + 55-250 Zoom + Fotostativ. Das Ergebnis ist für mich ok. Des weiteren kann man sich mit der Fotografie von Sternspuren und Sternbildern die Zeit vertreiben.

Alle anderen fotografischen "Projekte" habe ich derzeit hinten angestellt und spare erstmal für eine Montierung, ein Zweitteleskop...

Gruß

Ronald
 
Servus Helge.

Mit einer Verlagerung des Hauptspiegels alleine ist es evtl. nicht getan.

Wenn der Fangspiegel für ein visuell gerechnetes Teleskop klein ausgelegt ist, kann dir bei der Verlagerung des Hauptspiegels ein Teil vom Lichtkegel am Fangspiegel vorbeigehen.
Das musst du auch beachten, bzw. mit MyNewton berechnen.

Viele Grüße
*entfernt*
 
Hallo Helge,

ich sehe das wie Deadlock. Du bist in der seltenen glücklichen Lage, ein visuell ausgelegtes Teleskop zu besitzen. Viele von uns müssen sich mit Verlängerungshülsen herumplagen, haben einen zu großen Fangspiegel etc. Ich weiß nun nicht, wie groß bei Dir der Fangspiegel ist, aber sollte er zu groß sein könntest Du den zumindest halbwegs problemlos gegen einen kleineren eintauschen, d.h. die Obstruktion verringern. Das geht bei photooptimierten Geräten nicht so einfach.

Ich wills nicht zu kompliziert machen. Du musst wissen, was Dir wichtiger ist - beobachten oder fotografieren? Da Du den Dobson genommen hast, denke ich mal ersteres. Von daher ist Dein Teleskop ein Volltreffer in der Auslegung und Du würdest nur verschlimmbessern.

Edit: siehe Gerd, genau das war auch meine Überlegung, wollte mich aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Bei geringerer Ausleuchtung kann Dir nämlich etwas Öffnung verloren gehen, d.h. lichtschwache Objekte werden noch schwächer oder unsichtbar.
Seltsamerweise konnte ich gerade in mynewton keine Möglichkeit finden, den Abstand von Fang- zu Hauptspiegel zu verändern. Macht mich etwas stutzig.

Schöne Grüße,
Norman
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Willi,

Zitat von WilliDrews:
Justieren mußt Du den Newton sowieso ab und zu und am Prinzip ändert sich doch nichts wenn die Abweichungen durch den Umbau größer sind.
kann man so nicht stehen lassen.

Ist der Newton einmal richtig justiert worden, reicht zur Nachjustage normalerweise ein Laser, da nur erst der Fangspiegel auf den Hauptspiegel ausgerichtet werden muß, und dann der Hauptspiegel auf den Fangspiegel.

Nach dem Versetzen des Hauptspiegels muß aber der Fangspiegel zu Spinnen und Auszug justiert werden, was mit einem Laser nicht geht. Dies mit einem Fadenkreuz-Cheshire zu bewerkstelligen, empfand ich als unmöglich, da trotz kleiner Beobachtungsöffung und weit entferntem Fadenkreuz zuviel Parallaxe auftrat. Zum Glück ist das zum Testen verwendete Teleskop ohnehin für ernsthafte Beobachtungen nicht verwendbar, weshalb eine fehlerhafte Justage nicht stört. Ich könnte zu Zeit also kein Teleskop justieren, bei dem mehr als Verkippung der Spiegel verändert werden müßte. Die Justage mittels eines Laser ist dagegen simpel und schnell abgeschlossen.

Grüße

fquadrat


 
Hi,
...Nach dem Versetzen des Hauptspiegels muß aber der Fangspiegel zu Spinnen und Auszug justiert werden...
Das wiederum verstehe ich nicht ganz.
Wenn ich nur den HS ausbaue und 2cm weiter vorne wieder einbaue, richte ich notfalls den FS mit dem Laser wieder auf den HS aus, falls der nicht mehr auf der alten Achse sitzt und zum Schluss dann den HS.
Das sollte in meinen Augen reichen.
An der Ausrichtung des OAZ und des FS zum OAZ hat sich doch nix geändert?.
 
Newton-Offset?

Alternativ sollte ein anderer, diesmal kurzbauender Auszug eingebaut werden. Wenn der nicht auf dieselbe Basis gesetzt werden kann wie der bisherige, muß man ihn ausrichten.

Grüße

fquadrat
 
Oh, je! Hier hat sich ja so einiges seit heute Morgen getan... :super:

Habe alle Beiträge aufmerksam gelesen und möchte mich bei allen bedanken, dass ihr so schnell Hilfe angeboten habt. :respekt:

Nun bin ich aber angesichts der wohl gar nicht so einfachen Situation und technischen Machbarkeit, und vor allem: Dem Aufwand/Nutzen Verhältnis zuz dem Entschluss gekommen, es lieber sein zu lassen.
Mein Dobson wird wohl nicht ohne Grund rein visuell ausgelegt sein, schätze ich... wenn ich da jetzt Modifikationen vornehme, die visuell ein Minus und fotografisch ein Plus bringen, dann erscheint mir das irgendwie nicht sehr zweckmäßig. ?)
Dann spare ich wohl echt längere Zeit auf ein "Foto"-Teleskop.

Um jetzt aber nicht den Eindruck zu erwecken, dass sich hier jeder umsonst den Kopf zerbrochen hat, wenn am Ende doch nix ist, möchte ich sagen, dass die ganze Geschichte mein technisches Verständnis sehr erweitert hat! :respekt2:

Falls jemand zufällig doch noch einen Trick auf Lager hat, freue ich mich natürlich, davon zu hören. ;)
 
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