Problem mit PIPP | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Problem mit PIPP

cmjub

Mitglied
Hilfe, ich habe plötzlich Probleme mit PIPP.

ich verarbeite gerade meine Mars-Daten von letzter Woche, die ersten beiden Filme haben anstandslos geklappt, dann mußte ich PIPP neu starten und jetzt spinnt es: wenn ich die Ergebnis-Filme dann in AS3 öffne bekomme ich plötzlich eine 9-fach-Ansicht.

Hat jemand eine Idee, wo da mein Fehler liegt, welches Häkchen ich zu viel oder zu wenig mache ??? Eigentlich setze ich nur:
- Planetary
- Cropping
- SER (als Output Format)
- Split RGB Channels

PS. ich splitte meinen RGB-Film per PIPP in die Farbkanäle, da ich damit bessere Ergebnisse bei der Weiterverarbeitung bekomme, als mit dem RGB-Film

Wenn ich den Original-Film in AS öffne kommt es richtig

Dank Euch & CS
...Jub
 

Anhänge

  • FB_IMG_1605206396805.jpg
    FB_IMG_1605206396805.jpg
    20,2 KB · Aufrufe: 20

komposer

Mitglied
Hallo Jub,

ich splitte meinen RGB-Film per PIPP in die Farbkanäle, da ich damit bessere Ergebnisse bei der Weiterverarbeitung bekomme, als mit dem RGB-Film
Wenn ich den Original-Film in AS öffne kommt es richtig
Ja aber wieso splittest Du nicht einfach das farbige Summenbild z.B. mit fitswork in die 3 Kanäle und bearbeitest die dann einzeln ?

Gruß,
Holger
 

cmjub

Mitglied
Hallo Holger,

Ich habe das Gefühl, das es effektiver ist, für jeden Kanal ein eigenes Summenbild zu erstellen. Das mache ich daran fest, das die Qualitätskurven in AVISTAKKERT der einzelnen Kanälen sehr unterschiedluch (auch zum RGB-Film) ausfallen und ich dadurch unterschiedliche Anzahl an Bildern für's Summenbild nutzen kann...

CS... Jub
 

komposer

Mitglied
Hallo Jub,

das ist ein intressanter Ansatz. Stellt sich die Frage: Kann das Seeing in ein und dem selben Frame unterschiedliche Auswirkungen in Rot / Grün / Blau zeigen ?

Gruß,
Holger
 

cmjub

Mitglied
Da bin ich nicht Spezialist genug, aber von Leuten, die monochrom mit Filtern arbeiten lese ich oft, das die Kanäle unterschiedlich reagieren...

Gruß
... Jub
 

komposer

Mitglied
Hallo Jub,

ja aber da wird ja jeder Kanal seperat aufgenommen und es sind Änderungen z.B. beim Fokus möglich.
Bei Dir ist es ja ein und die selbe Aufnahme. Hätte nicht gedacht, dass es da Seeingunterschiede zwischen den Kanälen geben könnte und ein seperates Stacken bessere Ergebnisse liefert.

Gruß,
Holger
 

DocHighCo

Mitglied
Hallo Jub,

das mit den neun Bildern hatte ich auch schon. Versuchst Du vielleicht das Bild mit PIPP zu vergrößern? Das war, glaube ich, bei mir das Problem. Muß ein Fehler in PIPP sein, das dann als 9 Bilder zu zeigen. Stelle "Resize Frames" mal ab, falls das angekreuzt ist.
Das mit den drei Kanälen kann ich bestätigen. Die reagieren unterschiedlich auf Seeing. Der Rotkanal oder Grünkanal sind meist schärfer als der Blaukanal. Die Atmosphäre ist hier ja wie eine Optik und Rot, Grün und Blau werden durchs Seeing unterschiedlich gebrochen und die Unterschiede durch die Farbfilter angezeigt. Ob Monochrom oder Bayermaske sollte da keine Rolle spielen. Was auch an der höheren Dispersion von Blau in der Atmosphäre liegt. Ich weiß nicht wie AS3 die Alignmentkästchen setzt und Bereiche dann registriert und stackt - pro Kanal oder fürs gesamte Bild. Aber es könnte schon sein, daß das besser wird, wenn man die einzelnen Kanäle separat stackt.

Gruß

Heiko
 

komposer

Mitglied
Hallo Heiko,

klar das Blau mehr beeinflusst wird und meist deutlich unschärfer ist als Rot. Aber hier sehe ich folgendes Problem:
Wenn autostakkert das Farb-Avi analysiert und anordnet, kann es dann sein das z.B. beim besten Bild Nr1 der Blaukanal schlechter ist wie z.B. beim schlechteren Farbbild auf Position 1000.

Gruß,
Holger
 

DocHighCo

Mitglied
Hallo Holger,

ich bin ja nicht so ein aktiver Planetenfilmer wie Du, aber ich könnte mir schon vorstellen, daß das so ist. Wenn man sich die turbulente Atmosphäre wie eine Optik vorstellt, die sich ständig ändert (z.B. Linsenoptik), dann kann diese wellenlängenabhängige Optik einmal Grün und Rot besser im Fokus haben, im nächsten Moment wieder Blau und Grün oder alle Farben oder gar keine. So wie man Korrekturoptiken auch unterschiedlich auslegen kann, um mit den Farben mehr oder weniger gut gleichzeitig im Fokus zu sein.
Also ja, Du hättest dann für unterschiedliche Farben das Optimum in verschiedenen Bildern. Wie stark sich das auswirkt kann ich nicht beurteilen.

Gruß

Heiko
 

Manitu

Mitglied
Hallo Zusammen

Zu PIPP kann ich leider nichts sagen, da ich erst am Anfang der Planetenfotografie stehe.
Aber den Ansatz der aufgetrennten Kanäle und separates Stacken finde ich höchst interessant.
Das werde ich auch mal testen. Danke für die Anregung :)

VG und CS
Tom
 
Oben