Problem mit Polsucher und Leitrohr

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BjoernFischer

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Guten Tag!

Gestern habe ich zum ersten mal "ernst" gemacht und
habe mein Leitrohr, ein Refraktor mit 80/910 sowie mein Newton mit 200/1000 an eine Parallelbefestigung geklemmt.

Sah auch ganz nett aus...
...aber das war es nicht, der Sucher vom Newton war zu hoch, ich kam nicht dran :P - also Stativ etwas runtergefahren.
Alles war komplett im Gleichgewicht.
Nun war allerdings der Sucher vom Leitrohr zu weit am Boden. (Und auch der Okularauszug)
Ich musste mich zum "manuellen" Nachführen auf den Boden setzen :)

Was tun?

So nun noch eine Frage zum Polsucher der HEQ-5.
Ich lebe hier etwa bei 51°, also direkt an der Montierung eingestellt.
Das war aber viel zu tief und ich musste auf etwa 58° abändern.
Jetzt war aber der Polarstern noch ein bissl weiter links von der Mitte des Polsuchers / bzw er war noch gar nicht zu sehen.

Muss ich nun die komplette Montierung mit samt Teleskopen in Richtung Polarstern drehen? (Auch nicht gerade leicht das ganze)

Ich hoffe das sprengt jetzt nicht den Rahmen eine kurze Frage noch anbei:
Müssen die Klemmen der beiden Achsen geklemmt oder locker sein wenn ich mit Motoren steuere?

Schonmal besten Dank!!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Björn,

Deinen Aufbau kann ich mir momentan nur so halb vorstellen :)

Du verwendest an deiner Parallaktischen Montierung eine parallelbefestigung, damit beide Teleskope direkt nebeneinander sind?
Falls Ja, Was hast du damit vor - Fotografie?
So eine Art der Befestigung wird zumindest üblicherweise dafür verwendet, Kamera am Aufnahmeteleskop und guiding durch das Leitrohr - Die meisten machen das guiding jedoch über eine Webcam, und nicht mehr per Augenmaß.

Wenn man das so machen würde, dann müsste man praktisch nicht einmal durch die Teleskope durchschauen, um eine Aufnahme zu machen (Ausser evtl das Objekt aufzufinden)

Zu Deiner Frage mit der Polausrichtung:

Normalerweise sollte es passen, wenn du 51° eingestellt hast, und das für dich auch der richtige Wert ist.

Für 58° Breitengrad müsstet du entweder in Irland oder den Skandinavischen Ländern beobachten;)
-> Meine Vermutung - Hast du auch per Wasserwage geschaut ob die Montierung auf exakt gerade steht? Falls sie schräg stehen würde, und du das mit der Polhöhe ausgleichst hast du gerade 2 Fehler drin, die sich leider nicht ausgleichen.

Dann weiter im Text:

Wenn die Montierung per Polsucher eingenordet ist müssen die Montierung und Teleskope auf den Polerstern gerichtet sein - nur dann klappt auch die Nachführung.

Dies macht man eigentlich BEVOR man Gegengewichte und Teleskope draufpackt - dann ist auch das Gewicht nicht das Problem. Kleine Ungenauigkeiten kann man aber auch später noch ausgleichen

Und zu deiner letzen Frage:

JA, die Klemmen müssten "ZU" sein, damit die Schnecken auch greifen können. Ohne Klemmung drehen die einfach durch.

Viele Grüße

Michael
 
Hey Michael erstmal vielen Dank!! Hast mir schonmal weitergeholfen.

Zitat von Sutra:
Du verwendest an deiner Parallaktischen Montierung eine parallelbefestigung, damit beide Teleskope direkt nebeneinander sind?
Ja! Nur bissl blöd, dass sich Sucher und Fadenkreuzokular vom Leitrohr fast am Boden befinden, sodass ich mich theoretisch hinlegen müsste um manuell nachzuführen -.-
Zitat von Sutra:
Falls Ja, Was hast du damit vor - Fotografie?
So ist es! Mit manueller Nachführung.
Zitat von Sutra:
Wenn man das so machen würde, dann müsste man praktisch nicht einmal durch die Teleskope durchschauen, um eine Aufnahme zu machen (Ausser evtl das Objekt aufzufinden)
Die Webcam Methode kann ich mir leider noch nicht leisten, da ich zusätzlich noch das HEQ-5 Syntrek Upgrade bräuchte.


Zitat von Sutra:
Hast du auch per Wasserwage geschaut ob die Montierung auf exakt gerade steht?
Ja, ich habe eine Wasserwage einmal von Nord nach Süd aufs "Stativ" gestellt und von West nach Ost. Der Blubb war in der Mitte, leider ;)
Ich werds nochmal ausprobieren...


Zitat von Sutra:
Dies macht man eigentlich BEVOR man Gegengewichte und Teleskope draufpackt - dann ist auch das Gewicht nicht das Problem. Kleine Ungenauigkeiten kann man aber auch später noch ausgleichen
Hab ich mir schon fast gedacht, dank dir.. da hat mich ne Website falsch informiert ;)
Zitat von Sutra:
JA, die Klemmen müssten "ZU" sein, damit die Schnecken auch greifen können. Ohne Klemmung drehen die einfach durch.
Supiii danke das hilft mir schonmal sehr :)
 
Hallo,

51° muss auch eingestellt sein. Wenn das nicht passt, solltetst Du mal überprüfen, ob Dein Polsucher überhaupt richtig justiert ist. Der muss erstens exakt auf der optischen Achse liegen und 2. von der Ausrichtung her an das aktuelle Datum angepasst sein. Nur dann stimmt die Position von Polaris im Bild.

Die Montierung selber sollte man vorher mit einem Kompass der den geographischen(!) und nicht den magnetischen Nordpol anzeigt. Das kann z.b. in ausreichender Genauigkeit das iPhone 3GS. ;-)
 
Hallo Björn,

es ist besser, für die Einrichtung der Kamera auf eine "Bierkiste" zu steigen um dann für die lange Nachführzeit bequem zu sitzen - auch wenn das Stativ dann nicht mehr so stabil ist wie mit gekürzten Beinen.
Ansonsten: Astrofotografen Los! Ich habe auch schonmal zur Freude der Mitbeobachter auf dem Bauch geguided und zwar im Winter bei weit unter 0°C. Da ich aber für den Kniefall nach Polaris (Polsucher) eine Isomatte dabei habe eigentlich gar nicht so furchtbar, wenn man sich einigermaßen einzurichten weiß.

Clear Skies
Sven
 
Hey Sven ;) *grins*

Aber das ist doch nicht der Normalzustand oder?
Das ich an den Sucher vom Hauptrohr nicht drankomme, weils
zu hoch ist und wenn ich das Stativ tiefer mache, ich an den Sucher und
den OAZ vom Leitrohr nicht mehr drankomme weils zu tief ist :D

Das war schon arg deprimierend!! ;)
Dabei säße ich schon auf einem recht niedrigen "Gartenstuhl".
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Björn,

man macht es sicher nicht gern, aber wenn man ein Setup mit solchem Höhenunterschied zwischen Leit-Okular und Knipse/Sucher hat, dann kommt zwangsläufig Kiste oder Bauchlage dabei raus. Es kann nur eins von beidem in optimaler Höhe sein - bei dem Setup. Oder nur horizontnah fotografieren - aber dann ist eigentlich auch alles egal.

Clear Skies
Sven
 
Hi!

Zitat von BjoernFischer:
So nun noch eine Frage zum Polsucher der HEQ-5.
Ich lebe hier etwa bei 51°, also direkt an der Montierung eingestellt.
Das war aber viel zu tief und ich musste auf etwa 58° abändern.

Wundert mich nicht, wenngleich der Wert wiederum zu hoch ist. Solltest Du in dem Emden wohnen, in dessen Nähe man in den Dollart platschen kann, wäre ein Wert von 53,3° für die Polhöhe besser. Das Stativ muß dabei allerdings wirklich horizontal ausgerichtet sein.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Björn,

zur Polhöhe: fquadrat hats schon gesagt.... Emden und 51°, das passt nicht. Emden liegt doch auf dem Breitengrad 53° 3´.
Auf meiner HEQ5 Synscyn ist die Polhöhenskala leider nicht sehr genau. Gerade bei 53° (mein Breitengrad)habe ich eine Ungenauigkeit von ca. 1,5 °.

Ich stelle an dieser Skala nur grob ein und peile dann Polaris durch den (justierten) Polsucher an.

Zuvor habe ich mir in dem kleinen shareware-Programm "polasuche.exe" die genaue Position von Polaris angeschaut (Achtung: das Häkchen "Umkehrendes astronomisches Fernrohr" setzen!)

Zur Einnordung benutzt Du dann die beiden horizontal gerichteten schwarzen Stellschrauben am nördlichen Teil der Montierung. Zur vertikalen Ausrichtung dann die beiden Gewindestangen in Nord-Südausrichtung unmittelbar unter dem Polsucher.

Polaris muss sich dann mit dem Ring im Okular des Polsuchers an der richtigen Stelle (entspr. polsuche.exe) decken.

Position OAZ / Kamera am Newton.
Manchmal reicht es schon, den Newton in seiner Länksachse um 90° zu drehen. Ansonsten benutze ich eine kleine Trittleiter, die ich dann entsprechend umstelle.

Hoffe, Dir etwas geholfen zu haben

CS
Jens-Uwe
 
Moin Jens-Uwe und fquadrat!

Besten Dank.
Polsucher.exe hab ich erst nicht so richtig gerafft :)
Ich dachte ich sehe es ja auch am Himmel wo der Stern steht,
nun bin ich aber dahintergekommen :P
 
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