Probleme bei der Brennweitenbestimmung

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Michael_D10

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Hallo miteinander!


Ich hab' da ein Problem mit der Bestimmung der Brennweite meines 6"ers:

Nach der Taschenlampe-Probe (aus dem Buch: "Spiegelfernrohre selbst gebaut" von M.Trittelvitz) hab' ich eine Brennweite von 750mm.

Mit der Bohrer-Probe bin ich aber erst bei ca. 1,5-1,6mm
Tiefe, heisst bei einer Brennweite von 937,5mm-ca.880mm.
(Also der 1,5mm Bohrer passt schön drunter mit einem kleinen Spielraum nach oben).

Bitte um Korrektur falls die Rechnungen nicht stimmen.

Was soll ich tun? Einen Spärometer hab ich nicht (mir wurde gesagt, dass man nicht unbedingt einen braucht). Wonach soll ich mich richten?


Übrigens es soll ein f/5,3-f/5,5 werden!

(Dass man kurz vor der erwünschten Brennweite mit dem 80er Carbo aufhören
muss weiß ich.)


Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen!



Clear Skies
Michael

 
Hallo,
Du hast sicher berücksichtigt, daß man bei der Taschenlampenprobe den Kugelradius bekommt und den dann durch zwei teilt damit die Brennweite rauskommt.
Bei mir ist die Taschenlampenmethode immer genauer als die Messung mit Sphärometer. Wenn Du die Brennweite verlängern willst, dann schleifst Du einfach Tool on Top, das heist mit der Schleifschale oben und dem Spiegel unten weiter, dann wird die Brennweite wieder länger.

Grüße Martin
 
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Hallo Martin,

Du hast sicher berücksichtigt, daß man bei der Taschenlampenprobe den Kugelradius bekommt und den dann durch zwei teilt damit die Brennweite rauskommt

Ja, hab' ich.


Bei mir ist die Taschenlampenmethode immer genauer als die Messung mit Sphärometer.

Aber kann dann der Unterschied der beiden Messungen so extrem sein?
Kann ich mir irgendwo nicht Vorstellen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> .

Wenn Du die Brennweite verlängern willst, dann schleifst Du einfach Tool on Top, das heist mit der Schleifschale oben und dem Spiegel unten weiter, dann wird die Brennweite wieder länger.

Das ist mir schon klar. Aber da ich ja die Brennweite nicht weiß, bzw. nicht eindeutig bestimmen kann, weiß ich auch nicht, ob ich zu weit bin oder nicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> .



Mfg
Michael

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

ich noch mal <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> .

Da Momentan so ein bisschen Sonne bei mir zu sehen ist, frag' ich mich, ob man mit ihr die Brennweite exakt, bzw. sehr gut bestimmen kann?
Geht das (gut?)?
Wie geht das genau?
Muss ich dabei auf etwas Bestimmtes achten?


Vielen Dank
Michael
 
Hallo,

da ich auch mal irgendwann schleifen will, hier mein Senf:

Ich schätze, das beide Messungen richtig sind...du hast derzeit nur keine
Sphäre, oder genauer gesagt zwei...in Spiegelmitte hast du eine längere Brennweite als außen,
denn bei der Taschenlampenmethode werden vermutlich die äußeren Spiegelbereiche bevorzugt...und das
es keine (einzige) sphäre ist, merkst du wegen der Rauhigkeit des Spiegels nicht...später mit der
Foucault-Probe wird das sofort klar.

Zweite Antwort:
Man kann in der Tat an der Sonne die Brennweite bestimmen, aber Vorsicht, ist cool man:
Ich hab das bei einem fertigen 10-Zöller so gemacht:

Spiegel an die Wand lehnen, grob auf die Sonne ausrichten, und dann *vorsichtig* und mit einer Sonnebrille
auf sowie einem weißen Papier bewaffnet den Brennfleck suchen...dann Abstand messen, das ergibt
die Brennweite. Hat bei mir nacher auf 5mm genau gestimmt (Gegenprobe mit CCD am fertigen Instrument)

Auf alle Fälle diese Sache ohne Zuschauer machen (wegscheuchen!) und darauf achten, das der Brennfleck nicht beim Nachbar ins Grundstück
geht oder auf eine Straße, etc...auch bei einem nicht verspiegelten Spiegel ists blöd, wenn man
den Reflex unvermittelt ins Auge kriegt.

 
Also ich hab' das jetzt mal probiert,
aber <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/mad.gif" alt="" /> .
Irgenwie funktioniert das auch nicht so recht:

Ich hab' versucht die Abbildung so klein wie möglich zu machen und dann den Abstand Spiegel-Abbildund der Sonne gemessen.
1. War der Bereich, wo die Abbildung am kleinsten war recht groß.
2.War das Messergebnis wieder zu klein im Vergleich zur Bohrerprobe.

Der Bereich in dem die Abbildung am kleinsten war, war zwischen 680mm und 810mm.


Leute bitte helft mir! Ich will endlich weitermachen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />



Mfg
Michael
 
Hallo,

also, dann bist du ja im Bereich, wo du hinwillst.

Ich würde jetzt mal zum nächsten Karbo wechseln und die Sache erstma
sphärisch machen (Bleistiftprobe), danach wieder sehen, wo ich stehe...zur Not solltest
du auch mit 120-er noch was an der Brennweite drehen können, zumal du ja schon ziemlich in der Gegend bist,
wo du hinwillst...

Das du kein klares Bild kriegst, bestätigt übrigens meine Vermutung - das Teil ist derzeit
keine einzige Sphäre, sondern zwei oder so.

 
Ich schätze, das beide Messungen richtig sind...du hast derzeit nur keine
Sphäre, oder genauer gesagt zwei...in Spiegelmitte hast du eine längere Brennweite als außen,
denn bei der Taschenlampenmethode werden vermutlich die äußeren Spiegelbereiche bevorzugt...und das
es keine (einzige) sphäre ist, merkst du wegen der Rauhigkeit des Spiegels nicht...später mit der
Foucault-Probe wird das sofort klar.

Ok, nehmen wir mal an das stimmt so:

1. Was muss ich machen um das zu ändern (muss ich das)?
2. Wie kann ich, wenn das stimmt, jemals einen Einfluss auf die Brennweite haben? Grob geht das, schon klar. Aber wie sieht es aus, wenn ich eine ganz bestimmte Brennweite haben will?
3.Muss ich jetzt ein bisschen TOT weitermachen, dann wieder MOT und hoffen, dass ich dann eine Sphäre hab' um dann die Brennweite genau zu ermitteln?


Zweite Antwort:
Man kann in der Tat an der Sonne die Brennweite bestimmen, aber Vorsicht, ist cool man:
Ich hab das bei einem fertigen 10-Zöller so gemacht:

Spiegel an die Wand lehnen, grob auf die Sonne ausrichten, und dann *vorsichtig* und mit einer Sonnebrille
auf sowie einem weißen Papier bewaffnet den Brennfleck suchen...dann Abstand messen, das ergibt
die Brennweite. Hat bei mir nacher auf 5mm genau gestimmt (Gegenprobe mit CCD am fertigen Instrument)

Siehe mein letztes Posting. Bei mir hat's leider nicht so gut wie bei dir geklappt.



Vielen Dank
Auf die Idee mit den zwei Sphären wär ich nie gekommen und logisch klingt es auch noch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> .



Mfg
Michael
 
Hallo Michael,

da ich selbst ebenfalls gerade einen 15cm Spiegel schleife, ist
mir noch eine Frage eingefallen: Welche Lampe verwendest du für
die Messung des Krümmungsradius? Weil zu Anfang, als ich mit dem
ziemlich gerichteten Strahl meiner Taschenlampe die Messung versucht
habe, bin ich beinahe verzweifelt. Den Durchbruch brachte dann
die Verwenudung meiner Schreibtischlampe. Diese ist hell genug um
den Reflex schön zu sehen, die Genauigkeit der Messung (*Niemals*
auf eine Einzelmessung vertrauen!!) liegt bei Mittelung von genug
Messungen bei fast +/- 1cm, was reichen sollte <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Übrigens: mit Karbo 180 und ordentlich Druck tut sich noch einiges,
wenn du mit der Brennweite in der richtigen Gegend bist, viel Spaß
beim Saubermachen! Auch wird mit der feiner werdenden Oberfläche
die Radiusmessung einfacher. Dass du den Spiegel immer genug nass
sprühst setze ich einfach einmal voraus...

Ciao,
Roland
 
Hallo,

also so wie ich die ganzen "Glaswürmer" verstanden habe (H. Rohr (nicht der aus Haßfurt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ), Marty, Stathis) dient das Karbo 80
nur mal dazu, 98% des Glases rauszuhauen, das deiner Sphäre im Wege steht...d.h. da ist von Sphäre oder genauer
Brennweite noch nicht die Rede, weshalb man diesen Schritt ja auch per Flex erledigen kann (da kommt wohl erst Recht
keine Sphäre bei raus).

Erst mit dem 120-er oder 150-er schleift man das Ding sphärisch, d.h. dort macht man gegen Ende die Bleistiftprobe und
arbeitet auch konsequent auf die Sphäre hin (ohne Sphäre kein Schritt zum nächsten Karbo).

Sicher checkt man beim 80-er schonmal, wo man etwa ist, aber wenns in der Gegend rauskommt, wo man hinwill (+/- 10%), dann beläßt man das so.

Völlig exakt kann man die Brennweite beim Grobschliff eh nicht vorherbestimmen...+/- einige Zentimeter werden immer drin sein,
man weiß bloß, das die Brennweite ab so ca. Karbo 400 sich nicht mehr signifikant ändert und man sie auch nicht mehr
ändern kann...so zumindest stehts in den Büchern.

Daher würde ich deinem Fall mal probehalber zu Karbo 120 gehen und dann mal auch die Sphäre hinarbeiten...und dann nochmal kucken,
wie es jetzt aussieht.
 
Hallo Michael,

ein kleiner Tipp: verwende zum befeuchten Wasser mit etwas Spüli, das gibt einen gleichmäßigeren Film, man kann die Brennweite so besser bestimmen.
Die Ursache deiner unterschiedlichen Werte ist ja bereits erläutert - wenn Du mit dem Sonnenlicht nur einen verwaschenen Reflex bekommst, der über einen mehrere cm langen Bereich ähnlich ist, stimmt die Sphäre noch nicht.

Du kannst schon bereits mit Carbo 80 die Bleistiftmethode (wasserfester Edding-Stift ist besser) verwenden, dann siehst Du, wo noch Glas weg muß, um die Sphäre zu bekommen. In der Phase des Grobschliffs ändert sich relativ schnell die Brennweite - also ruhig alle 15min mal messen.

Die Taschenlampenmethode ist wirklich recht exakt (wenn die Sphäre halbwegs stimmt). Mit allen meinen Spiegeln war ich vom tatsächlien Wert nie mehr als 1cm entfernt.

Gutes Gelingen!

Achim
 
Du machst dir glaube ich zu viel Gedanken. Die f=750 mm weden schon einigermaßen stimmen. Finetuning kannst du mit der nächsten Körnung machen.

Also wenn er laut Eddingtest einigemaßen sphärisch ist (Detail hierzu unter Tips und Tricks , auf zu nächsten Körnung. Dann wird sie Messung ohnehin viel genbauer. Ab Karbo 400 geht es dann auf 1-2 cm genau.

Noch ein Hinweis: Möglichst kleine Lichquelle nehemen (LED, oder nackte Taschenlampenglühbirne, keine Reflektortaschenlampe)
 
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