Probleme beim Einstellen: Doppelsehen

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LambdaOmega

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Hallo zusammen,

ich habe ein kleines Fernglas, habe keine Ahnung wie hochwertig und weiß auch nicht mehr woher. Es steht darauf:

Traveler
10-30x60 Zoom
63m/1000m AT 10x

Ich würde es gerne dazu verwenden, aus meinem Zimmer heraus den Mond anzuschauen, allerdings komme ich mit den Einstellungen nicht so ganz klar.
Es gibt ein Hauptrad zum scharf stellen. Zusätzlich sind die einzelnen Okulare drehbar und bewegen sich dabei hinein oder heraus. Beim linken Okular spürt man in der Mitte eine Art einrasten. Das rechte Okular zeigt mit +,0,- die Richtung (ich denke positive oder negative) der Dioptrien an, hat allerdings keine Markierung für die 0...?

Ich habe schon viel herum gespielt, aber immer wenn ich beide Augen scharf stelle, sehe ich zwei Bilder! Gibt es bei einem Fernglas normal eine Möglichkeit, die Parallelität (gibt es das Wort?) einzustellen? Ist dafür das linke Okular da? Wieso auch zwei Möglichkeiten, den Augunterschied einzustellen?

Manchmal habe ich das Gefühl, das Doppelbild verändert sich, könnte es sein, dass es ein Problem meines Gehirns ist, das es nicht schafft die Bilder übereinander zu legen?

Viele Fragen, vielleicht beschreibt ihr mir mal, wie ihr euer Fernglas einstellt.

Liebe Grüße,
Clemens

PS: Ich hätte ein Stativ, mir fehlt allerdings ein Adapter und M8 sowie M10 passen nicht, wie finde ich hierfür einen passenden Adapter?
 
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Hallo,
das ist ein Billigglas. Noch dazu mit Zoomfunktion. Da ist es meist so, das in der niedrigen Vergrößerung ein enormer Tunnelblick vorhanden ist und in der großen Vergrößerung wird es sehr unscharf. Also benutzt man so etwa die mittlere Vergrößerung. Dann kann man aber auch gleich eins mit fester Vergrößerung nehmen. Dazu kommt noch, das die Mechanik bei Zoomferngläsern komplizierter und damit anfälliger ist. Mit anderen Worten, schmeiß weg das Teil. mfg
 
Hallo Clemens

da schließe ich mich an - am Besten wegwerfen, damit man keinen "Augenkrebs" bekommt. :/
Im Ernst, diese billigen Zoomferngläser können gar kein ordentliches Bild erzeugen - wenn man bedenkt, dass ein halbwegs vernünftiges Zoomokular deutlich mehr kostet, als das ganze Fernglas.
Und nein, es gibt keine Einstellmöglichkeit, um ein Doppelbild zu beseitigen. Zumindest nicht zugänglich für den Laien.

Eigentlich sollte nur ein Okular drehbar sein, um den Dioptrienausgleich zu bewirken.
Man schaut mit beiden Augen entspannt durch das Fernglas, wobei die Hälfte mit der Diotrienverstellung abgedeckt wird. Dann muss mit dem Mitteltrieb scharf gestellt werden.
Anschließend deckt man die andere Seite ab und stellt mit der Diotrienverstellung scharf.
Dabei wirklich nicht das eine oder andere Auge zukneifen. Das kann einen Fehler bewirken.

Gruß Hans-Jürgen
 
Hallo Clemens,

Nichtparallelität in horizontaler Richtung kann das menschliche Auge/Gehirn recht gut ausgleichen, in vertikaler Richtung hingegen schwer. Unter irgendwelchen Abdeckungen finden sich vermutlich Justageschrauben, mit denen man die Sichthöhe an einer Seite anpassen kann. Das geht recht flott, wenn man das FG auf einem Stativ befestigt und sich ein markantes Ziel in der Ferne aussucht.

Wo sich diese Justageschrauben befinden, kann man evtl. im Internet heraus bekommen oder selbst danach suchen. Anschließend die Abdeckungen wieder verschließen. Meist sind sie verklebt, da der Laie ja eigentlich nicht dran herum schrauben soll. ;)

Gruß, Günther.

Edit: Ich habe mir das Teil jetzt mal bei Amazon angesehen. Da wüsste ich auch nicht, wo man an eventuell vorhandene Justageschrauben heran kommt.
 
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Hallo Clemens!

Gib nicht auf: Das Problem was Du hast haben viele Menschen, auch mit sehr teueren Ferngläsern. Das Doppelsehen kommt i.d.R. schlicht davon, dass Du den Abstand der beiden Okulare zueinander noch nicht 100%ig für Dich passend eingestellt hast. Das macht man mit dem "Knick-Scharnier" in der Mitte des Fernglases, so nenne ich es jetzt einmal. Damit stellst Du das Fernglas auf Deinen Augenabstand ein, während Du entspannt in die Ferne (= unendlich) schaust. Aus dem Doppelbild muss dann zuerst eine Art liegende " 8 " werden, und dann ein kreisrundes Bild. DANN stimmt's. Wenn es noch nicht 100%ig stimmt, dann versucht Dein Gehirn die Bilder übereinander zu legen - und das klappt bestenfalls für einige Sekunden. Viele Fernglas- (und auch Mikroskop-) Anfänger kämpfen mit dem "Doppelbild" - und sind dann sehr überrascht wenn es schlicht an der korrekten Einstellung des Okular-Abstandes = Augen-Abstandes liegt. Das ist also nichts Ungewöhnliches und kommt oft vor, nach meiner Beobachtung.

Die Dioptrienkorrektur (falls Du fehlsichtig bist = eine Brille brauchst) wird i.d.R. bei einem "normalen" Fernglas so eingestellt: Einstellung am Okular auf "0" stellen, durch das unverstellbaren Okular blicken und mit dem Mitteltrieb scharf stellen, nun das andere Okular so an der "+...0...-"-Skala so einstellen dass auch das zweite Auge scharf sieht. Fertig.

Bei Dir kommt noch die Zoom-Einstellung des Fernglases hinzu als Einstellmöglichkeit - aber die hast Du sicher schon selbst verstanden. Müsste ein eigener Hebel sein...ist das so?

Wenn Du alles "perfekt" auf Dich eingestellt hast und einige Zeit lang beobachtet hast wirst Du ev. Kopfschmerzen und/oder Augentränen usw. bemerken. DAS ist dann oft ein Zeichen für eine mangelhaft-justierte Optik. Daran wirst Du selbst aber wohl nichts ändern können...das ist dann der Unterschied zwischen einem Fernglas für <50EUR und >500EUR.

Gruß,
Gereon

PS: Die Schraube die Du brauchst hat oft ein 1/4-Zoll (1/4") Fotogewinde. Google das mal ("Fernglas Stativadapter")...hier ein link für ein Beispiel: http://www.sutter-gmbh.de/Fernglas-...0Cooahu01aKif7cqVsQLiAU2-hti0E0AKIaAoU68P8HAQ
 
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Hallo zusammen,

danke für die Antworten. Ich bin erstmal froh, dass ich nicht einfach zu blöd war, scheint wirklich schwierig zu sein mit Billigferngläsern. Wegwerfen werde ich es dennoch nicht ;)

Ich mache mich da jetzt nicht mehr verrückt, habe eine Einstellung gefunden, mit der es halbwegs geht und das Zoomen lasse ich in Zukunft sein und benutze nur eine Mittelstellung, das ist ein guter Tipp.
Kann das Doppelsehen vom mechanischen Verkippen der beiden Strahlengänge durch das Heben mit den Händen kommen? Wenn ich das Fernglas vorsichtiger in die Hände nehme und es vor Allem nicht auflege, scheint es besser zu sein.

Dann stört mich allerdings das Wackeln sehr, der Mond steht so schön da aber ich kann eigentlich gar nicht entspannt durchschauen. Deshalb wäre der Punkt mit dem Stativ mir noch sehr wichtig.

1/4 Zoll ist es sicher nicht, ich habe zwei solche Adapter, die passen beide nicht. 0,25 Zoll sind 6,35 mm, ich messe innen im Gewinde aber 7,75 mm.

Wie gesagt, 1/4 Zoll sowie M8 drehen durch und M10 passt nicht rein, ist aber nah dran.
Die Verschlusskappe, die natürlich rein passt hat außen (samt Gewinde) 8,85 mm.

Danke für die Hilfe ;)
 
Hallo Clemens!

Bei mir waren bislang immer alle Fernglass-Anschlussgewinde 1/4"...daher mein Rat oben. Das das bei Dir nicht der Fall zu sein scheint ist wirklich seltsam, aber naja: Nichts ist unmöglich! Als Alternative gibt's Fernglass-Klemmen: z.B. "Manfrotto 035BN", google das 'mal.

Das Einstellen eines Fernglases ist an sich nicht wirklich schwierig, geht innerhalb von Sekunden wenn man es ein paarmal gemacht hat und weiß worauf es ankommt. Aber was für den Einen ein quasi automatischer Handgriff ist, ist für den Anderen eine fummelige Einstell-"Prozedur". Objektiv gesehen ist es wie oben beschrieben - wie das empfunden wird ist von Mensch zu Mensch verschieden.

Habe auch kein teueres Markenglas, durfte aber schon durch solche durchsehen. Der Unterschied ist schon sehr deutlich (teurer = besser), rechtfertigt m.E. aber noch nicht den hohen Preis für Jemanden, der nur hin und wieder ein klein wenig durchschauen will.

Viel Erfolg,

Gereon

 
Hallo Gereon,

"Habe auch kein teueres Markenglas, durfte aber schon durch solche durchsehen. Der Unterschied ist schon sehr deutlich (teurer = besser), rechtfertigt m.E. aber noch nicht den hohen Preis für Jemanden, der nur hin und wieder ein klein wenig durchschauen will."

- Danke, genau das ist der Punkt, ich bin Student, und wenn ich Geld ausgebe, dann bleibe ich bei Teleskopen und fange nicht das nächste Ding an :D Wie gesagt, in meiner Studentenwohnung sehe ich ab und zu sehr schön den Mond, gestern auch Saturn und dafür möchte ich, ohne groß Geld ausgeben zu müssen, das beste aus dem Billigglas herausholen.

Die Klemme sieht erstmal super aus! Hat die unten so ein 1/4 Zoll Fotogewinde? Dann würde die auch auf mein Stativ passen. In der Beschreibung steht:

"Befestigungsart: 16mm hexagonal + M5 & 1/4"

Das sagt mir wenig ;)

Dann hätte ich allerdings wieder das Problem mit dem Verkippen und dem Doppelsehen. Wenn ich das Fernglas nur einseitig halte sehe ich zwei Bilder, ich muss es mit beiden Händen halten.
Wie ist das mit dem Augenabstand? Wenn ich mein Fernglas einseitig halte, klappt es zusammen und der Augenabstand ist hin, das dürfte eigentlich auch nicht sein, oder?

Ich denke ich bestelle die Klemme trotzdem mal, selbst wenn ich mit einer zweiten Hand stützen muss, nimmt sie mir erstens das Gewicht und beruhigt zweitens das Bild.

Danke! :)

Viele Grüße,
Clemens
 
Hallo Clemens,

ich kenne diese Traveler-Zoomgläser. Die sind wirklich sehr billig und keinesfalls was Besonderes/Befriedigendes. Dennoch muss man sie nicht gleich wegwerfen, sondern kann sie für erste Eindrücke nützen. Man sollte sie auch justieren können. Die Justageschrauben finden sich am Rand des Prismengehäuses, zu den Okularen hin und zum Mitteltrieb hin (jeweils oben), wenn ich mich richtig erinnere. Dort ist die Gummierung nicht angeklebt, etwas suchen. WENN man schon ein Stativ hat - anders geht's nicht -, für 80 oder 100€, kann man das Glas draufspannen, den Augenabstand richtig einstellen und das Doppelbild am besten bei höchster Vergrößerung mit einem Uhrmacherschraubenzieher wegjustieren. Das ist nicht sehr schwer, setzt aber notwendig bereits ein Stativ voraus. Man schaut dazu im Abstand von ca. 20cm in die Okulare und dreht leicht, bis das Bild (eines entfernten Gegenstandes) deckungsgleich ist. Der Einblick sollte letrztlich völlig entspannt sein, alles andere ist ein Krampf und inakzeptabel. Wenigstens das sollte sein, wenn schon die Bildqualität sehr mäßig ist. Das Stativ kostet ca. so viel wie ein leichtes China-15x70 (Celestron, TS, Omegon...), das wesentlich besser und weitwinkeliger abbildet, und u.U. freihändig zu nützen wäre, eventuell aber auch auf gleiche Weise nachjustiert werden muss.

LG
Herbert
P.S.: In kurzer Zeit wird man das Traveler-Zoomglas wahrscheinlich durch etwas Besseres ersetzen, wenn man Gefallen findet am Beobachten, oder man lässt es bleiben. Daran soll das Traveler aber nicht schuld sein.
 
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Hallo Clemens,

die Berlebach-Fernglashalterung könnte was für dich sein. Da liegt das Glas flächig auf.
Ich nutze sie für ein älteres CZJ-Glas, dass kein Stativgewinde hat.
http://www.berlebach.de/?bereich=details&id=70


Grüße
Alex
 
Hallo Clemens,

normalerweise kann man die Schwer-bzw. Leichtgängigkeit des Knickgelenkes von aussen einstellen - i.d.R. ist die Einstellschraube von einer Plastik-Abdeckkappe verdeckt. Jedenfalls das sich das Fernglas nicht von allein bzw. nur durch die Schwerkraft im Okularabstand verändern.

Ich versuche auch immer erst aus einem (ggf. sehr einfachen) Gerät das Maximale herauszuholen, durch eigene Modifikationen. Man lernt dadurch eine Menge, und trainiert sich - für das nächst-bessere Gerät.
Allerdings habe ich es als Student damals auch so gemacht wie Du: Beim Fernglas blieb es ein Einfachst-Teil, das sauer ersparte Geld ging in ein günstiges aber sehr gutes Teleskop. Heute gibt es online so viel mehr Gelegenheiten, da kommt man leichter an gute Gebrauchtware - aber auch noch leichter an Schrott, egal ob neu oder gebraucht.

Gereon
 
Hallo zusammen,

@Herbert: Ich habe ein Stativ und habe die Justageschrauben gefunden, allerdings möchte ich da nicht dran rumspielen, da ich gemerkt habe, dass das Doppelsehen von einseitigem auflegen kommt. Zum PS: der wichtige Punkt ist, mir ist bewusst es ist ein Billigfernglas und werde mir dadurch den Spaß an Ferngläsern sicher nicht versauen lassen ;)

@Alex: Klasse! Mein neuer Favorit. Wie sieht es da mit dem Augenabstand aus? Wird der auseinander gedrückt oder ist der bei besseren Ferngläsern so stabil, dass er da dagegen halten kann?

@Gereon: Die Schraube suche ich gerade, unter anderem mit diesem Beitrag, finde aber Objektiv und Okularseitig nichts. Im Anhang sind schnelle und leider komprimierte Handybilder.

Das Berlebach + stabilerer Augenabstand würde alle Probleme lösen ;)

Grüße und danke,
Clemens
 

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Hallo Clemens,

Zitat von Clemens:
Klasse! Mein neuer Favorit. Wie sieht es da mit dem Augenabstand aus? Wird der auseinander gedrückt oder ist der bei besseren Ferngläsern so stabil, dass er da dagegen halten kann?

bei allen Gläsern, die ich bisher auf dem Berlebach-Teil hatte, wurde nichts auseinander gedrückt. Da müsste die Verstellung schon sehr, sehr schwabbelig sein.
Verstellt sich denn dein Glas, wenn du es einfach auf eine Ebene legst (Tischplatte)?


Grüße
Alex
 
Also entweder befindet sich in dem auf den Bildern jeweils zu sehenden Loch eine kl. Madenschraube ODER aber die Metallteile die Du nach dem Entfernen der Abdeckungen siehst sind schon die Schrauben/Muttern, die man verstellen muss um das Knickgelenk etwas schwergängiger zu bekommen.
Oft sind da zwei kleine Löcher, in die ein Spezialschraubendreher eingesetzt werden kann. Es geht aber oft auch mit improvisierten Mitteln, besonders bei einem Billig-Fernglas. Jedes Glas ist da etwas anders konstruiert, da musst Du experimentieren. Groß etwas kaputt machen kannst Du nicht...wenn Du allerdings 5 linke Daumen an jeder Hand hast, dann lass es lieber. Da kann Dir aber so aus der Ferne dann keiner helfen...

Gruß und bitte nichts für ungut,

Gereon
 
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