Probleme mit Flats

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Ulli_K

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Hallo zusammen,
leider habe ich beim Aufnehmen die Übersicht verloren und habe nicht mehr die passenden Flats zu einer eigentlich schönen Aufnahme von M63. Gibt es eine Möglichkeit, die hässlichen Staubflecken rechts der Galaxie durch Bildbearbeitung zu beseitigen? Wäre doch schade um das schööne Bild.
Danke für Eure Tipps und Grüße
Ulli

M63HSV_clone2.jpg
 
Hallo Ulli,

ich glaube, da ist "die Birne bereits geschält" und da wird man bildbearbeitungstechnisch nachträglich nicht viel schrauben können, ggf. könntest du noch versuchen, die dunklen Flecken weg zu stempeln, dürfte aber eine schwierige Operation werden, die sicher nur näherungsweise gelänge.

Gruß und CS
Stefan
 
Ich würde das auch eher wie Stefan sehen. Das wird schwierig.
Hast du PixInsight zur Hand? Falls ja: Da gibt es das GAME Skript von Herbert Walter. Damit kann man zumindest gut exponierte Dust Donuts weg bekommen.
Hier ist eine Vorgehensweise schön beschrieben: Removing Dust Donuts using GAME Script
Mit viel Gefummel geht da ggf. auch noch ein bisschen bei deinem Bild.
Jetzt weiss ich leider nicht, ob da Photoshop-Profis (bzw. Bildbearbeitungs-Profis im Allgemeinen) nur müde lächeln, weil es da noch viel bessere Methoden gibt.
Mir hat das GAME Skript auf jeden Fall schon Aufnahmen gerettet.
 
Google mal nach "Synthetisches Flat". Ist eigentlich recht simpel mit Photoshop oder Affinity lösbar.

Gibt auch einige Anleitungen auf YouTube.
 
Hallo Ulli,
maskiert.jpg

Also es ist tatsächlich relativ schwierig. So ein Fussel verursacht sehr ungleichmäßige Störungen, aber in einer Bildbearbeitung (Hier Affinity Photo) kann man die abgedunkelten Bereiche in einer total blockierenden Maskenebene in einem sanften Grau nachmalen, unscharf machen und dann negativ multiplizieren. Zu helle Bereiche dann entsprechend behandeln und am Ende aber den Ebenenmodus "nachbelichten" wählen. Hier am besten in jedem Farbkanal einzeln, worauf ich jetzt mal verzichtet habe.
Aber Flats kann man nicht wirklich zu 100% ersetzen.
Gruß
Sebastian
 
Klasse Sebastian!
Hast du das mit meinem Bild gemacht?
Es gibt also noch Hoffnung, das Bild zu retten. Ich muss das mal mit Gimp probieren.
Vielen Dank für eure Tipps. Das mit den synthetischen Flats schaue ich mir auf jeden Fall an. Es sieht ein bisschen aufwändig aus. Siehe hier: Synthetic Flats with PixInsight – Trapped Photons

Die Frage ist, ob ich die Bildbearbeitung mit PI abschließe und dann am Ende eine kosmetische Korrekturen machen, oder ob ich vor der eigentlichen Bildbearbeitung den Klecks raus mache.
Gruß Ulli
 
Hallo Ulli,

ja, das habe ich mit dem Bild im Eingangspost gemacht.
Ich kenne Gimp nur oberflächlich. Mittlerweile sollte das genau so auch mit Gimp gehen. Der Ablauf in Affinity Photo ist grundsätzlich so, dass ich viele Duplikate der Hauptebene erstelle und mir dann die verschiedenen Bereiche der Störung häppchenweise vornehme. Also z.B. erst die dunkle Ellipse um den hellen Stern unten rechts. Dann in einer anderen Ebene den hellen Bogen darunter usw. So kann ich nochmal gezielt nachbessern. Es muss da noch deutlich genauer gearbeitet werden, als ich das gemacht habe.
Zum Zeitpunkt der Korrektur: ich würde zunächst die lineare Bearbeitung abschließen und darin nur Deconvolution und vielleicht die DBE erledigen. Dann das Bild strecken, als TIFF exportieren und den Fehler korrigieren. Danach in PI weiter bearbeiten.
Es hängt ein bisschen von deinem Workflow ab. Problematisch sind Bearbeitungsschritte, die mit Luminanzmasken durchgeführt werden. Die wirken dann nämlich auf die gestörten Bereiche anders, als auf den Rest des Bildes und wenn du dann ganz am Schluss erst korrigierst, sieht man die unterschiedliche Wirkung der Arbeitsschritte, denn bei der Korrektur in AP oder Gimp hellst du ja die Bereiche nur auf oder dunkelst sie ab.
Eine grundsätzlich bessere Alternative wäre sicherlich, wenn du einfach noch ein paar Sitzungen mit M63 dranhängst. Mehr Licht schadet ja sowieso nie, und dann könntest du mit dem bereits erwähnten Game-Script die Fehler einfasch schwärzen und bei der ImageIntegration sozusagen ignorieren wie das hier bei Adam Block erklärt wird. Das wäre vermutlich ein besserer Weg.

Das Positive an der Sache ist in jedem Fall, dass man mit solchen Projekten viel über die Bildbearbeitung lernt und nützliche Fertigkeiten entwickelt.

Gruß
Sebastian
 
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