Probleme mit unsauberen Schnitten bei einer Kapp-Zug-Säge

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Rainmaker

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Hallo,

o.k., es geht nicht direkt um ein Problem mit einem selbstgebauten Gerät, aber um ein Problem mit dem Einsatz eines Werkzeugs. Ich hoffe daher es ist genügend Schwarmwissen vorhanden um mir zu helfen, damit ich schnell weiter bauen kann.
Ich habe hier eine recht große Zug-Kapp-Säge die ich gern einsetzen würde um saubere Winkel in Multiplex zu schneiden. Nach dem Einrichten klappt das eigentlich auch recht gut, aber der Anfang eines jeden Schnitts ist unsauber. Nicht, dass Späne gezogen werden, sondern der Schnitt ist breiter als im weiteren Verlauf und auch noch ungleichmäßig "geneigt". Es scheint fast so als würde das Sägeblatt am Anfang jedes Schnittes schwingen und an den Seiten zunächst mehr wegfressen.
Im Moment ist noch das ursprüngliche 305er HM-Blatt mit einer Stammblattstärke von 1,45mm und 60 Zähnen drauf. Taugt das einfach nichts? Ist es zu dünn oder gibt es da vielleicht ein ganz anderes Problem? Wäre schön, wenn ihr mir weiterhelfen könntet, damit es mit meinem Bastelprojekt weiter gehen kann.


MfG

Rainmaker
 
Moin,

frag im Handel mal nach einem Furnierblatt, die sind normalerweise gut geschärft und schwach geschränkt, so dass sich ein sauberer Schnitt ergibt. Auch eine feinere Zahnung kann helfen. Die Zahnung muss auch zur Materialdicke passen. Möglicherweise sind die HM-Plättchen nicht so gearbeitet dass sie sofort sauber schneiden sondern erst Führung brauchen, das wäre dann aber kein Blatt für Feinschnitte.

CS
Jörg
 
Hallo,
Kapp-Säge sagt mir 'Was, aber 'Kapp-zug-Säge' verwirrt mich etwas. Hmm ? Aber ich gehe mal davon aus, dass es im weitesten Sinne eben eine Kreisssäge ist. Dann sind 1.45mm Blattstärke bei > 300 mm Durchmesser schon dünn, das schwingt dann sicher merklich, v.a. bei Multiplex, das ja schon hart/dicht ist. Ich habe z.B. 250 mm Blätter mit ~1.8 mm Blattstärke und 3.2 mm HM Zähnen, und kleinere 200mm Blätter, ca. 1.45 mm Blattstärke mit ca 2mm HM Zähnen. Das kleinere schwingt trotz geringen Durchm. merklich stärker. Ich habe auch noch ein Spezial-Blatt für Spanplatten, das hat z.B. 2.4 mm (!) Wandstärke, bei "nur" 3mm HM Zähnen. D.h. aus dem Bauch heraus würde ich sagen: Ist der Werkstoff zu stark, ist das Sägeblatt zu schwach... :):(
Ein anderer Punkt ist noch die Umdrehungszahl. Je höher, desto besser. Zumindest soweit das Blatt es verträgt. U.U. musst du vorschneiden/sägen mit einem anderen Blatt..wenn vorhanden..
-cb
 
Hallo Regenmacher,
wenn die Ungenauigkeit am Einschnitt an Schwingungen des Blattes im Leerlauf liegt, sich das Blatt aber nach Einschnitt stabilisiert, kannst Du den Einschnitt vorverlegen, indem Du vor Dein Werkstück ein „Opferholz“ legst.
Dann ist der Einschnitt nicht im Werkstück, sondern eben in diesem Opferholz.
Das Sägeblatt schneidet also erst nach Beruhigung tatsächlich und entsprechend genau ins Werkstück.

Die ungewollte Schwingung lässt sich auch reduzieren, indem Du seitlich am Blatt ein kleines Weichholzklötzchen schleifen lässt.
Das stört die Resonanz, die letztlich für die Verformung des Blattes sorgt.

Das Sägeblatt während des Betriebes seitlich mit irgendetwas zu berühren, empfiehlt man allerdings aus Sicherheitsgründen nicht.

Daher wäre das Opferholz meine erste Wahl.

Viel Erfolg.

CS

Dietmar
 
Hallo,

danke für eure Antworten. Mit dem Vorlegen eines Opferholzes klappt es halbwegs, aber es nervt natürlich etwas, dass man so nicht genau Markierungen treffen kann.
Es wird also wohl auf Dauer ein neues Blatt werden. Mal sehen was so zu bekommen ist. Bis 1,8mm Stammblattdicke scheint man noch recht gut was zu bekommen, aber danach wird es schwierig und das was ich gesehen habe war auch alles andere als günstig.


MfG

Rainmaker
 
Hallo,

Ein Bekannter eines Freundes hat nun ein Blatt mit einer Schnittbreite von 3,2mm organisiert. Der Preis lag bei gigantischen 27 Teuro und das Ding schneidet sehr sauber und ohne Ausrisse in Multiplex. Vielleicht liegt es an den Wechselzähnen, denn das Blatt was ich bisher hatte war einfach nur gerade. Egal, das Teil läuft und jetzt kann ich endlich anständige Winkel sägen. Jetzt fehlt nur noch ein Selbstbau um anständig Winkel zu fräsen und es sollte keine Probleme bei der Herstellung einer EQ-Plattform geben ... ;)


MfG

Rainmaker
 
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