Danke Reiner, Holger und Jiri,
das sind wieder neue Inputs (Meopta finde ich besonders interessant).
Ich werde wohl mal versuchen Zeiss anzuschreiben. Mal sehen, was dabei rauskommt.
Es geht mir nicht um eine vermeintliche Angst vor "schlechter Qualität", wenn die Sachen woanders her kommen.
Einfach das Interesse an der "Wertschöpfungskette" und den teils irrsinnigen globalen Transportwegen treibt mich dazu; ggf. wie offen die Hersteller damit umgehen.
In vielen Bereichen ist es ja schon lange so, daß man Produkte gar nicht mehr aus DEU oder gar aus Europa bekommt.
Und wenn da doch noch einige wenige Produkte bei Suchen auftauchen, dann ggf. nur aufgrund eines Alleinstellungsmerkmals oder es ist für den (zwangsweise) erhöhten Preis nicht unbedingt höherwertiger.
Bei der kürzlichen Fotomesse in Zingst hielt ich am Vanguard Stand und fragte nach der Herkunft, da ich von denen bisher nur den Namen kannte.
Der Vertreter stellte die Gegenfrage:
"Warum wollen Sie das wissen?"
Das empfand ich nicht gerade kundenfreundlich orientiert...
Ich sagte einfach:
"Weil mich das interessiert."
Wieder eine Gegenfrage:
"Würden Sie davon den Kauf abhängig machen?"
Na ja, er hat dann schließlich meine Frage ausführlich beantwortet. Warum nicht gleich so?
(Ich wollte derzeit kein Fernglas kaufen. Das grundsätzliche Interesse kam erst während des Messerundgangs. Beim Zeiss-Stand vorher (zu dem ich nicht mehr zurückwanderte) habe ich an so was gar nicht gedacht, da interessierte ich mich nur für eine Wildkamera - nun, wo es "zu spät" war, kam mir die Zeiss-Fernglas-Frage in den Sinn. Die Repräsentanten an den Ständen von Kowa, Pentax, Swarovski (bei denen kommt jetzt ein "Kinderfernglas" aus China) und GPO waren deutlich auskunftsfreudiger als Vanguard...! Somit würde ich nun den Kauf durchaus davon abhängig machen!)
Moin Olaf
Ich schätze mal, wenn Made in Germany drauf steht wird es auch hier produziert. Auf den anderen Ferngläsern beispielsweise steht Design in Germany.
Vielleicht hilft es dir weiter.
Schöne Pfingsten
Ja Reiner,
grundsätzlich sollte es so sein.
Aber man kann ja schlecht erst alle in Frage kommenden Produkte kaufen, um mehr darüber herauszufinden ;-)
(Ok - Rückgaberecht - ist nicht ernst gemeint ;-)
Und sicherlich müssen zumindest Rohstoffe hier und da eingekauft werden.
Zum Thema "Made in Germany" fand ich z. B. folgende brauchbaren Quellen:
www.german-ma.de (Initiative Made in Germany)
--> unter anderem unter rechtliche Grundlagen:
"Eine exakte Regelung, wie hoch der in Deutschland erzeugte Anteil der Wertschöpfungskette sein muss, existiert weder auf nationaler, noch europäischer Ebene. Doch einige Gerichtsurteile geben einen rechtlichen Anhaltspunkt zur Herkunftsbezeichnung Made in Germany."
www.deutschland.de (im Auftrag des Auswärtigen Amts):
(...Herkunftsbezeichnung
"Sie unterliegt aber nicht wie ein echtes Qualitätssiegel oder eine Norm festgelegten Regeln. Der Hersteller selbst entscheidet, ob er sein Produkt so kennzeichnet. Deutsche Gerichte urteilten jedoch, dass Produkte mit diesem Label zumindest in Deutschland zusammengebaut werden müssen. Und mehr als die Hälfte der verwendeten Teile sollte ebenfalls aus Deutschland stammen."
Abhandlung bei der
IHK München.
Gruß, Olaf