Programmierer gesucht (rekonstruiert)

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Thomas_Pfleger

Aktives Mitglied
Hi Leute,

Google hatte diesen umfangreichen und IMHO sehr interssanten Thread noch im Cache <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/cool.gif" alt="" />



Marfir
(Mitglied)
01/09/2005 13:30



Softwareentwickler gesucht


Hallo Leute,

ich würd gern wissen wer hier von euch alles selbst Astronomiesoftware codet, ob diese bereits veröffentlicht ist, Freeware oder nicht, was man damit machen kann usw.

Vll kann man sich ja mal austauschen, neue Ideen sammeln, Tipps bekommen ect... :-)


AstronomieFreak
(Mitglied)
01/09/2005 13:36



Re: Softwareentwickler gesucht


Hi,
äh, ich hab' vor ner weile mit nem Projekt namen "Astro Box" begonnen. Trekkie1701 und ich arbeiten gard an Version 2.

Wikipedia Info

edit:
Leider ist es momentan wirklich nur ein informatives Programm, doch da ich bald C++ lerne will ich in Version 2.5 auch ein paar zusätzliche Programme einfügen.

mfg cmk (Christian M. Kaserer)


ssl
(Mitglied)
01/09/2005 14:40



Re: Softwareentwickler gesucht


Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------

... doch da ich bald C++ lerne will ich in Version 2.5 auch ein paar zusätzliche Programme einfügen.


--------------------------------------------------------------------------------


Ich möchte dir ja ungern vorschreiben, was du tun solltest. Aber tu dir C++ lieber nicht an und lern' lieber gleich eine moderene Sprache wie C# oder Java C++ ist nämlich schon grottenalt, da schlägt man sich mit Problemen rum, bei denen man dachte, dass soetwas in der jetzigen Zeit automatisch funktioniert. Mal ganz abgesehen davon, dass die Entwicklung von Windowsanwendungen damit eine kleine Katastrophe ist

@ Marfir
wenn du spezielle Probleme hast, dann frag' ruhig. Hier gibt es genug Experten, die dir antworten können.

Stefan


Faager
(Mitglied)
01/09/2005 15:16



Neutrales Wikipedia ?


Hallo Christian!
Darf man denn Wikipediaartikel über sein eigenes Werk schreiben ? Wie siehts mit der berühmt-berüchtigten NPOV aus ?
Luxemburgische Grüsse


AstronomieFreak
(Mitglied)
01/09/2005 15:25



Re: Neutrales Wikipedia ?


Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------

Ich möchte dir ja ungern vorschreiben, was du tun solltest. Aber tu dir C++ lieber nicht an und lern' lieber gleich eine moderene Sprache wie C# oder Java C++ ist nämlich schon grottenalt, da schlägt man sich mit Problemen rum, bei denen man dachte, dass soetwas in der jetzigen Zeit automatisch funktioniert. Mal ganz abgesehen davon, dass die Entwicklung von Windowsanwendungen damit eine kleine Katastrophe ist


--------------------------------------------------------------------------------


Ja, stimmt schon dass C# viel besser ist, aber das Problem ist dass C# doch nur auf Win läuft, bzw.: ich keine Ahung hab' wo ich nen Linux Interpreter herbekomme.
Und leider setzt C# das .Net Framework voraus, in Windows Vista wird's zwar integriert sein, aber es wird sich kaum ein XP (oder älter) User die mühe machen das herunter zu laden!

Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------

Darf man denn Wikipediaartikel über sein eigenes Werk schreiben ? Wie siehts mit der berühmt-berüchtigten NPOV aus ?


--------------------------------------------------------------------------------

Nun, äh, ja, äh.......ähhhhhhh, nun..... Astro Box is eh ganz unbekannt, und die Wiki-Seite von AstroBox auch, wird sich wohl keiner beklagen


Mischa
(Mitglied)
01/09/2005 15:57



Re: Softwareentwickler gesucht


Dem kann ich nicht zustimmen. Wenn es um graphische Benutzeroberflaechen geht dann gibt es kaum was besseres als die Qt Library fuer C/C++ von den trolls (www.trolltech.com). Genial konzipiert, enormer Funktionsumfang und ausfuehrlichst dokumentiert, weltweit benutzt, und... herrlich plattformunabhaengig. Und kostet nada wenn man opensource entwickelt.
Ich arbeite damit seit ueber einem Jahr, hauptsaechlich zur Entwicklung eines Benutzerinterfaces fuer unsere Pipeline zur Reduktion astronomischer Aufnahmen (Linux). Eine erste voll funktionsfaehige Version hatte ich bereits nach zwei Wochen - mein erstes GUI ueberhaupt -, die seitdem staendig weitergewachsen ist. Urspruenglich wollte ich das mit Python/Tk machen, superaetzend, habe ich gleich wieder sein lassen. Softwareentwicklung hat mir noch nie so viel Spass gemacht wie mit Qt.

Woran denkst du konkret wenn du meinst es geht mit C++ nicht sondern nur mit C# oder java?

mischa


Hephaistos
(Mitglied)
01/09/2005 18:18



Re: Softwareentwickler gesucht


C++ wuerde ich noch nicht als alt abstempeln. Ich stimme zu das in C++ manches noch von "Hand" gemacht werden muss, doch ist dieses Manko in vielen Hinsicht ein plus, oder man bedient sich an Libraries wie boost oder Anders bewährtem.
Windowsprogrammierung mit C++ ist müheselig, was aber nicht durch die Sprache, sondern eher durch den Hersteller des OS bedingt ist. Da sieht man was schlechtes Qualitätsmangment im SW-Berreich hervorbringt. Aber auch da gibt es Alternativen.
Da aus dem weiteren Beitrag herausgeht, dass unter Linux entwicklet wird, beguenstigt die Wahl von C++. So kann man lernen was es heisst mit C++ nach Standard zu programmieren.
Aber fuer C# gibt es auch fuer Linux Mono, das erlaubt .NET Code auf dieser Architektur zum laufen zu bringen. Wieso ich dies anspreche. Meiner Meinung nach ist der grosse Vorteil von .NET die schellere Entwicklung, da einem ein grosses Herr von Libraries und Tools zu Verfuegung gestellt wird und viele Konzepte schon integriert sind.

Wie man sieht gibt es unterschiedliche Anforderungenm, die an eine Sprache gestellt werden. Desshalb finde ich meiner Meinung nach: Es ist schoen auswaehlen zu duerfen, um den Anforderungen gerecht zu werden.

Aber lassen wir dieses Forum nicht zu einer Sammelstelle fuer [zensiert] werden, wie es, eines des bekanntesten Verlages fuer Informationstechnologie, schon ist.

Beste Gruesse


harrison
(Mitglied)
01/09/2005 20:46



Re: Softwareentwickler gesucht


Hallo,

Ich bin fest davon überzeugt, daß C++ ist überhaupt nicht veraltet, sondern bleibt die beste Sprache für Astronomiesoftware Entwicklung, wo die höchst Leistungsfähigkeit bei schnellen Berechnungen und glatt schwenkbaren Graphischen Darstellungen erforderlich ist. Bei genauen Berechnungen von Finsternißen oder Mondbedeckungen, z. B., muß man buchstäblich tausende von trigonometrischen Termen innerhalb einigen Millisekunden berechnen. Derzeit bin ich engagiert mit astronomische Programmentwicklung für Windows in C++. Windowsprogrammierung mit C++ ist gar nicht unbedingt müheselig, wenn man die MFC Library benutzt.

Ich würde auch gern wissen, wer hier selbst Astronomiesoftware codet. Ich habe selbst viele jahre Tätigkeit in Astronomiesoftware Entwicklung. Ich würde gern teil nehmen im Austausch von Ideen, Code, u.s.w.

Grüße,

Harrison


ssl
(Mitglied)
01/09/2005 22:13



Re: Softwareentwickler gesucht


Ich will hier keine Linux<->Windows/MS und C++<->C# Diskussion lostreten ... das ist hier auf jeden Fall Offtopic und gehört eindeutig in das schon oben erwähnte Forum.

Natürlich wird jeder "seine" Sprache verteidigen, ich war früher felsenfest davon überzeugt, dass Delphi die einzig wahre Sprache für Win32 ist. Zuerst stand ich dem .NET-Framework auch sehr sehr skeptisch gegenüber ... habe es aber mit der Zeit schätzen gelernt. Deswegen sollten meine Vorschreiber etwas unvoreingenommener an die Sache ran gehen! Wer hat denn von euch schonmal damit ein großes Projekt entwickelt und hat sein Wissen nicht nur aus den einschlägigen Fachzeitschriften? Und woher kommen solche pauschalen Empfehlungen, dass C++ für Astronomieprogramme genau das richtige sei? Wenn man konsequent ist, müsste man sagen, dass das Ganze dann in Assembler entwickelt werden müsste, damit es richtig schnell läuft. Das ist genauso, als würde man sagen: eine optimale Homepage kann nur mit dem Notepad entwickelt werden.
Leider haftet Java und C# noch der Irrglaube der Trägheit und Zähigkeit an, was längst durch einen Artikel in der c't wiederlegt wurde (suche ich bei Bedarf raus!) Dabei wurde festgestellt, dass reine Berechnungen Java/C#/C++ im Prinzip gleich schnell laufen. Außerdem stimme ich der Außsage, dass die Anforderung die Sprache bestimmt, voll zu. Für die schnelle GUI-Entwicklung sind das eben Java/C#/VB/Delphi. Für echte Plattformübergreifende Anwendungen gibt es im Prinzip nur Java. Ok Qt, aber da muss neu compiliert werden, außerdem erfindet es die Widgets der verschiedenen OS praktisch neu.

Aber, um zurück zum Thema zu kommen: Wer von euch hat sich denn mal das Profil oder das Programm des AstronomieFreaks durchgelesen bzw. angeschaut? Sein Programm ist nämlich mit VB gemacht, außerdem war nie die Rede von Linux-Entwicklung. Wenn er sich schon für Softwareenticklung interessiert, dann wäre es nur konsequent, wenn er sich gleich mit dem Stand der Technik befasst.

@AstronomieFreak
Mir ist schon klar, dass C# eine "Runtime" benötigt, die ist aber auf vielen Systemen schon vorhanden (hat sich nämlich teilweise automatisch mit dem SP2 von XP mitinstalliert). Außerdem kommen neuerdings immer mehr NET-Programme auf. Wenn dein Programm auch auf Linux problemlos laufen soll, dann kommst du um Java nicht herum.
Dein Programm ist schon ganz gut, die nächste Stufe wäre, dass du dich etwas mit objektorientierter Sofwareentwicklung befasst und die Konzepte für das Programm verwendest. Dazu gibt es auch exzellente Online-Bücher.

Stefan

PS: MFC wurde von MS für tot erklärt


Marfir
(Mitglied)
02/09/2005 00:11



Re: Softwareentwickler gesucht


Verflucht! Was habt Ihr mit meinem schönen Beitrag gemacht? Ich bin Informatiker. Wenn ich hätte wissen wollen ob Ihr c++ gut findet, dann hätt ich in ein anderes Forum gepostet!

Ich will wissen wer hier Entwickler ist. Schön dass sich schon einer getraut hat, aber ich weis dass hier mind. noch 2 andere sind die auch coden. Also traut euch mal. *g*

Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------


@ Marfir
wenn du spezielle Probleme hast, dann frag' ruhig. Hier gibt es genug Experten, die dir antworten können.



--------------------------------------------------------------------------------


1. Frage:
Ein Entwickler hier, der ne DB codet? Wenn ja dann könnt ich ja nen Konverter mit in meine DB einbauen.

2. Frage:
@ harrison
Wenn du Entwickler warst, gibts da auch nen Tool oder haste alles schon im Papierkorb versenkt? Oder hast du für einen Auftraggeber gecodet?


harrison
(Mitglied)
02/09/2005 06:49



Re: Softwareentwickler gesucht


Hallo Marfir,

Ich habe als Ingenieur in Raumforschungsprojekte gearbeitet für ITT Aerospace und The Aerospace Corporation unter Verträge von NASA und der US Luftwaffe. Später arbeitete ich als Softwareentwickler und COM Sachverständige bei GMAC-RFC. Ich habe viele zehntausende Zeilen astronomische Quellencode geschrieben, und nichts im Papierkorb!

Meiner Meinung nach ist es doch angemessen in diesem Forum astronomische Softwareentwicklung und Coding gründlich zu diskutieren. Der Computer ist heute so wichtige ein Teil der astronomische Rüstung wie das Teleskop.

Endlose Diskussionen über die verschiedene vermutliche Vorteile und Nachteile jeder Sprache sind zu vermeiden. Egal in welcher Sprache, man könne seine Code vorstellen oder kritisieren. Es ist leicht zu übersetzen!

Gruß,

Harrison


Reverend_Coyote
(Mitglied)
02/09/2005 08:04



Re: Softwareentwickler gesucht


Hallo Marfir,

volle Zustimmung, bitte keine Spiegel-/Linsenkriege beim Programmieren!
Dafür gibt es einfach zu viele Programmiersprachen und Tools.

Auch ich programmiere gelegentlich, dienstlich wie auch privat. Dafür
benutze ich, wenn ich keine graphische Oberfläche benötige, nach wie vor
FORTRAN, da streng standardisiert, andernfalls das frei verfügbare
XBASIC, da dieses den Quellcode
sowohl für Linux wie auch für Windows ohne Änderungen nutzen kann.
Und alles Mathematische (REAL*8 etc.) was man für Astronomie benötigt,
ist ebenfalls drin.

Nur so zur Info.


MfG Coyote


tompfleger
(Mitglied)
02/09/2005 10:35



Re: Softwareentwickler gesucht


Hallo zusammen,

ich entwickle den Beobachtungsplaner "Eye&Telescope" und bin Mitautor des Buches "Astronomie mit dem Personal Computer". Programmieren (und Fachkonzeption, Design, QS, Schulung, Dokumentation, Wartung, ...) ist seit 1989 mein Job. An Sprachen habe ich Basic für die ersten Commodore-Büchsen der späten 80er, Fortran, Pascal, Modula und Simtalk (Speziallösung für diskrete Simulation z.B. von Fertigungsprozessen und Materialflussaufgaben) hinter mir gelassen und bastle momentan mit C++ herum. Beruflich steige ich gerade in Java ein (Struts & Co.) und .NET / C# kenne ich von einem Schnupperseminar und aus Berichten einiger Kollegen.

"C++" bedeutet bei der Entwicklung von E&T konkret Visual C++ 6.0 mit der MFC unter Windows. Die Datenhaltung geht per MDAC (ADO), was in C++ mit den tollen COM-Wrapperklassen nicht wirklich einfach aussieht (und ist). Die MFC finde ich ganz gut, aber man muss manche Lücken selber schließen. Z.B. gibt es keine Persistenzschicht zur Anbindung relationaler Datenbanken oder keine vernünftigen Grids zumn Browsen von Datenbanken, die nicht entweder teuer sind, sich auf 65000 Datensätze beschränken, nicht auf jedem Windows laufen oder nicht ordentlich drucken und paginieren können. Im Gegensatz zu "abstrakteren" Entwicklungsumgebungen wie VB kann ich aber beruhigt sein, bei Bedarf wirklich überall drankommen zu können. C++/MFC/ADO/Win32 API ist schon eher was für die Harten, aber man kann damit halt wirklich gute und performante Anwendungen schreiben. Wer mal die Planungstools "Deep Sky 2003", "AstroPlanner" oder "NGC View" mit meinem E&T verglichen hat, weiss sofort was ich meine. Die anderen benutzen z.B. Grids und auf ein Suchergebnis wartet man minutenlang. Allerdings hat das nicht nur was mit C++ oder nicht C++ zu tun sondern auch mit den Strategien mit denen man an solche Aufgaben rangeht.

C++ ist in großen Projekten durchaus problematisch einzusetzen. Plattformunabhängigkeit ist mit gewissen Einschränkungen möglich, aber mich stört es sehr, dass in jedem C++ Projekt wieder über die üblichen Infrastrukturthemen gesprochen werden muss, die bei .NET oder Java längst gelöst sind. Interessant wird es, falls sich Microsoft entscheidet, .NET für andere Plattformen als Windows anzubieten. Mono ist m.W. nach noch nicht vollständig, aber man kann wohl schon plattformunabhängige Batchanwendungen schreiben. Ich habe aus dem Kollegenkreis gehört, dass der Aufwand für eine .NET-Lösung oft nicht mal die Hälfte von einer Java-Lösung ist/war/sein soll. Da die Personalkosten in IT-Projekten der größte Batzen sind, ist das natürlich interessant. Man muss Entwicklung auch betriebswirtschaftlich sehen und nicht nur durch die Brille des Technikfreaks. Wer sich da mit Glaubenssätzen oder festgefahrenen Standpunkten belastet ist klar im Nachteil. Für das Frickeln zuhause spielt sowas natürlich nicht die Rolle.

Die Binsenweisheit überhaupt: die an sich gute oder schlechte Sprache gibt's nicht, es gibt nur gute oder schlechte Entscheidungen welche Umgebung man wofür einsetzt. Bjarne Stroustrup (Erfinder von C++) hat mal gesagt, dass seine Sprache in jedem Fall wenigstens die zweitbeste Wahl wäre.

Es gibt bereits eine kleine Community der Astrosoftware-Entwickler: die Fachgruppe "Computerastronomie" der VdS. Wir basteln da an verschiedenen Projekten und wer mitmachen möchte, ist stets willkommen.

Eines der Projekte ist der Aufbau einer Bibliothek an code snippets und Musterlösungen für typische Fragestellungen im Bereich der Algorithmik.

Ich persönlich habe mit der Entwicklung eines Standards für XML-basierten Austausch von Beobachtungsdaten begonnen. Es gibt bereits einen ausführlich dokumentierten Entwurf eines XML Schemas, ich baue z.Zt. dessen Nutzung in E&T ein und Dirk Lehmann hat eine Java-API zum programmatischen Umgang mit dem Schema fertig und mit der Entwicklung eines Editors mit GUI in Java begonnen, mit dem man Beobachtungen erfassen und einsehen kann. Meine "Vision" ist, dass eines Tages Objektdaten und (bis jetzt Deep Sky-)Beobachtungen weltweit plattformübergreifend und anwendungsneutral durch die Community der aktiven Beobachter fliessen werden. Ich hoffe, auch die Entwickler von anderer Astrosoftware für die Unterstützung dieses Formats gewinnen zu können, aber bevor das E&T nicht international (mit einer englischen Version) vormacht wird sich kaum einer für die Lösung eines "Krauts" interessieren. Längerfristig soll ausser dem Editor noch ein Konverter zum Umwandeln vorhandener Objektdaten (wie sie z.B. das CDS anbietet) in das XML-Format oder eine Webanwendung zum Hochladen von Beobachtungen und natürlich auch zum Recherchieren, Downloaden und für Reportgenerierung entstehen.

Diese Ziel sind anspruchsvoll und werden nur mit viel Geduld, einer gemeinsamen Vision und natürlich Arbeit zu erreichen sein. Wir bei der Fachgruppe haben alle "viel zu tun" auf diversen Baustellen, aber wenn man einfach nicht aufgibt und bei Lust und Gelegenheit ein wenig werkelt, dann wird es irgendwann fertig. Genau so ist übrigens auch E&T von einer vagen Idee Anfang der 90er zu einem verfügbaren und nützlichen Produkt des Jahres 2005 geworden.

Ich finde es manchmal schade, dass Astroprogrammierer oft so eigenbrötlerische Käuze sind. Fast jeder von ihnen schreibt sich ein Sternkartenprogramm oder programmiert "Variationen über ein Thema von Meeus". Das bringt Lernerfolge und hoffentlich auch Spaß und Freude, aber es bereichert die Szene nicht wirklich. Mit Bildverarbeitungsprogrammen wie Regim oder Giotto entstehen (IMHO) wirklich nützliche Sachen und mit CdC oder HNSky ist ja auch das Thema "Karten und Koordinaten" gut bedient. E&T habe ich auch angefangen, um die ausgetretenen Pfade zu verlassen und was Neues zu machen.

Gruß,
Tom


mevo
(Mitglied)
02/09/2005 10:37



Re: Neutrales Wikipedia ?


Hallo zusammen,

ich denke, auch wenn man in der Wikipedia über ein selbstentwickeltes Programm schreibt, kann man im Prinzip die Neutralität wahren, wenn man sich an die Tatsachen hält und nicht die Wikipedia als Werbefläche missbraucht (das ist jetzt eine allgemeine Aussage und bezieht sich auf keinen konkreten Fall. Das nur, um Missverständnissen vorzubeugen).

Allerdings sollte man auch im Auge behalten, dass es sich um einen Lexikonartikel handelt, den Informationssuchende lesen. Wir-Form oder Aufrufe, dass noch SW-Entwickler gesucht werden, haben dort meiner Meinung nach nichts zu suchen (das bezieht sich nun schon auf den konkret vorliegenden Fall). Man kann natürlich am Ende des Artikels sehr wohl einen Link auf eine zugehörige Homepage platzieren, auf der dann ein solcher Aufruf seinen richtigen Platz hätte.

So, ich bin dann bald für 3 Wochen im Urlaub, werde also eine sich hier evtl. entspinnende Diskussion nicht weiter verfolgen können.


Marfir
(Mitglied)
03/09/2005 00:16



Re: Neutrales Wikipedia ?


@ harrison

Was hast du denn da genau gecodet? Oder darfste das nicht sagen?
Und hast du auch ein privates Projekt?

@ Reverend_Coyote

Aber Astronomiesoftware hast du noch nicht gecodet oder wie?

@ tompfleger

Das klingt ja schon mal sehr interessant.
Gibts bei "Eye&Telescope" auch Datensätze, die sich lohnen würden zu konvertieren? Ich dachte da an Sterne, Beobachtungsprotokolle ect. zur gemeinsamen Nutzung unserer Proggies.

Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------


Die anderen benutzen z.B. Grids und auf ein Suchergebnis wartet man minutenlang. Allerdings hat das nicht nur was mit C++ oder nicht C++ zu tun sondern auch mit den Strategien mit denen man an solche Aufgaben rangeht.



--------------------------------------------------------------------------------

Zum einen hängt es von der Programmiersprache ab (C++ ist aber bei Berechnungen sehr schnell) und zum anderem am Algorithmus. Ich persöhnlich bin der Meinung man nehme eine aktuelle Objektorientierte Programmiersprache (wie z.B. VB, C#, Java ect.) und lässt die Algorithmen von C/C++ berechnen. Wie man den C/C++ Code in eine DLL macht und den dann in eine andere Programmiersprache einbindet, sollte in jedem halb wegs vernünftigen Programmierer-Buch stehen.

Das Problem der Plattformunabhängigkeit kenne ich. Mir haben schon einige zugetragen dass sie gern Planetensuche für Ihren Palm oder für ihr Linux hätten. Die Lösung wäre da Java/DHTML. Das erstere lern ich auch bald. Mal sehn ob ich dann die über 10k Quellzeilen VB in Java neu code... *heul*

Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------


Da die Personalkosten in IT-Projekten der größte Batzen sind, ist das natürlich interessant.



--------------------------------------------------------------------------------


Das liegt oft auch daran, dass schlampig Analysiert und Entwurfen wurde und dann beim coden einfach alles "hingebogen" wird. Diese Programme werden dann dem Anwender untergeschoben und der muss dann feststellen dass alles Schrott ist und nix richtig geht (siehe die Software vom Arbeitsamt, Windows ect.).

Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------


Es gibt bereits eine kleine Community der Astrosoftware-Entwickler: die Fachgruppe "Computerastronomie" der VdS. Wir basteln da an verschiedenen Projekten und wer mitmachen möchte, ist stets willkommen.



--------------------------------------------------------------------------------


Gibts irgend wo ne Webseite wo man sich mal informieren kann?

Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------


Meine "Vision" ist, dass eines Tages Objektdaten und (bis jetzt Deep Sky-)Beobachtungen weltweit plattformübergreifend und anwendungsneutral durch die Community der aktiven Beobachter fliessen werden. Ich hoffe, auch die Entwickler von anderer Astrosoftware für die Unterstützung dieses Formats gewinnen zu können, aber bevor das E&T nicht international (mit einer englischen Version) vormacht wird sich kaum einer für die Lösung eines "Krauts" interessieren.



--------------------------------------------------------------------------------


Als Planetensuche das Licht der Welt erblickt hat, dachte ich auch noch nicht daran, wie viele Astronomiesoftware es gibt. Später hab ich dann erkannt, dass es besser ist eine Software zu coden, die viel kann, anstatt der Welt viele kleine Tools zur verfügung zu stellen. Erlich gesagt kotzt es mich an, dass ich für jedes Problem 10 Programme runterladen muss, wovon 5 Schrott sind und die anderen 5 nur die halbe Lösung anbieten. Ich mag zwar auch keine Monopolisten, aber wenn sich mal Paar Autoren zus. tun würden, würde da sicher was richtig geiles rauskommen!

Daher auch meine Frage. Ich wollt mal sehn was Ihr so treibt. Bisher hab ich auch schon mit 2 Leuten geredet und mich ausgetauscht. Ich hoffe ein Paar von euch werden in Zukunft auch mit mir in Kontakt bleiben um dass wir zus. unsere Tools verbessern können.

Was dein Format angeht, so würde ich es schon unterstützen, nur benötige ich dann detailiertere Infos wie was abgespeichert / eingelesen wird.

Was die Englische Sprache angeht, so ist das bei mir auch ein Problem. Zum einen bin ich nicht so gut in Englisch und zum anderen ist es ein imenser Zeitaufwand mein Tool zu übersetzen. Aber vll findet sich ja ein Astronomiefan, der gut in Englisch ist und mitwirken möchte?

Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------


Genau so ist übrigens auch E&T von einer vagen Idee Anfang der 90er zu einem verfügbaren und nützlichen Produkt des Jahres 2005 geworden.



--------------------------------------------------------------------------------


Wie viele nutzen denn dein Tool, oder weist du das nicht?

Auch ich finde es traurig, dass so viele Leute Ihr eigenes Ding machen. Da kann man aber vll was tun. Z.B. in dem man ne Art Arbeitsgruppe gründet, in der jeder Autor beitreten kann. Und in der Arbeitsgruppe können sich dann die Autoren mit Code, Tipps ect. austauschen und gemeinsame Dateiformate entwickeln (um das man z.B. seine Beobachtung in jedem Programm angucken kann).
Wie findet Ihr das?

Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------


E&T habe ich auch angefangen, um die ausgetretenen Pfade zu verlassen und was Neues zu machen.



--------------------------------------------------------------------------------


Ich habe mit meinem Tool zumindet im Bereich Bioastronomie was neues gemacht. Schaut euch mal im Hauptprogramm "Leben" an. :-)

Gruß,
Marfir


Reverend_Coyote
(Mitglied)
03/09/2005 10:53



Re: Neutrales Wikipedia ?


Hallo Marfir,

doch, habe ich gelegentlich auch schon. Bin gerade am Überarbeiten,
dann stelle ich das Zeugs zum Download auf meine Homepage:

http://www.fh-furtwangen.de/~coyote/


Gruß Coyote


harrison
(Mitglied)
03/09/2005 22:02



Re: Neutrales Wikipedia ?


Hallo Marfir,

Ich habe zahlreiche Programme entwickelt. Derzeit sind die folgende besonderer Interesse:

1. LocakSky - Mehr als ein Planetariumprogramm: eine virtuelle Realitätsdarstellung des Himmels.

2. SAO Plot - Realistische graphische Darstellung des SAO Katalogs mit 258.997 Sterne.

3. USNO Plot - Graphische Darstellung des USNO Katalogs v. 2 mit mehr als 55 Millionen Sterne.

4. Programm für genaue Berechnung von Sonnen- und Mondfinsternissen.

5. Programm für genaue Berechnung von Mondbedeckung von Sternen.

Die graphische Darstellungen in 1, 2 und 3 haben unbegrenzte glatte Schwenkbarkeit. 1, 4 und 5 benutzen ein DLL für extrem genaue berechnung der Mond- und Sonnenpositionen.

Ich hoffe vielleicht in der nahen Zukunft diese Programme als Shareware Downloads zur Verfügung stellen.

Gruß,

Harrison


Auva
(Mitglied)
04/09/2005 01:05



Re: Neutrales Wikipedia ?


Hallo Harris

viel Glück dabei, denn wir hätten bestimmt alle Interesse an ein paar so tolle Programme.
3 ist besonders genial


tompfleger
(Mitglied)
05/09/2005 10:54



Re: Neutrales Wikipedia ?


Hallo Marfir,

Antworten unten im Text.
>> Gibts bei "Eye&Telescope" auch Datensätze, die sich lohnen würden zu konvertieren? Ich dachte da an Sterne, Beobachtungsprotokolle ect. zur gemeinsamen Nutzung unserer Proggies.

Die Beobachtungen kann das aktuell erhältliche E&T 2.0 bereits im XML-Format speichern. Die Formatbeschreibung gibt es bei SourceForge.


>> Gibts irgend wo ne Webseite wo man sich mal informieren kann?

Die Fachgruppen-Homepage ist hier. Hättest du über Google oder die Homepage der VdS leicht gefunden

>> Später hab ich dann erkannt, dass es besser ist eine Software zu coden, die viel kann, anstatt der Welt viele kleine Tools zur verfügung zu stellen. Erlich gesagt kotzt es mich an, dass ich für jedes Problem 10 Programme runterladen muss, wovon 5 Schrott sind und die anderen 5 nur die halbe Lösung anbieten. Ich mag zwar auch keine Monopolisten, aber wenn sich mal Paar Autoren zus. tun würden, würde da sicher was richtig geiles rauskommen!

Hm, da gehen meine Ansichten in eine ganz andere Richtung. Ich mag keine "eierlegenden Wollmilchsäue". Viele schöne Programme sind inzwischen zu einem unübersichtlichen Moloch geworden; man findet sich nur schwer zurecht. Mir ist ein klares Konzept, eine einfache Bedienung und das korrekte Funktionieren wichtiger als Funktionsvielfalt um jeden Preis. Weil wir aber als Astros so unterschiedliche Sachen machen möchten wie Sternkarten erstellen, Ephemeriden und Ereignisse berechnen, Beobachtungen planen, Beobachtungen dokumentieren, CCD-Bilder aufnehmen, verarbeiten und archivieren/publizieren, Spektren reduzieren, Simulationsrechnungen durchführen, optische Analysen für Bau oder Verbesserung von Teleskopen anstellen u.s.w. u.s.w., kann es nicht ein Allzweckprogramm geben. Wir haben ja auch individuelle Interessen! Daher finde ich kleine Tools gut, die sich klar auf eine Sache konzentrieren. "Schrott" ist ein Programm ja nicht, weil es klein ist und sich auf eine Sache konzentriert, sondern Schrott ist, was nicht solide läuft, schlecht oder gar nicht nachvollziehbar strukturiert und dokumentiert ist oder keine Chance bietet, Daten irgendwie rein und raus zu bekommen. Wenn die einzige Möglichkeit zum Datenaustausch in einem Screenshot besteht ist das zu wenig.

Sehr brauchbare Tools sind z.B. EphemerisTool von Manfred Dings oder Alcyone Ephemeris, das sogar eine eigene Skriptsprache mitbringt. Kennt nur kaum ein Mensch...

Wenn du aber die eierlegende "Wollmilchsau" suchst, dich eine gewöhnungsbedürftige Bedienung nicht stört und du auch bereit bist Geld auszugeben, dann ist vielleicht SkyTools 2 von CapelleSoft was für dich. Kann viel, rechnet schnell, klickibunti Oberfläche, aber mir zumindest als Beobachtungsplaner viel zu umständlich. Immerhin die einzige mir bekannte Software, die ohne Verrenkungen herausfindet, wann die Marsmonde ihre größte Elongation erreichen. Trotzdem hab ich SkyTools 2 nach dem Ausprobieren ins digitale Nirvana geschickt.

Als "Universalprogramm" gefällt mir in letzter Zeit TheSky6 pro immer besser. Inzwischen habe ich gelernt, wie man schöne Karten aufs Papier bringt, die Bildschirmdarstellung ist schön und ziemlich schnell und die supergeniale Einbindung von RealSky hat mir letzte Woche geholfen, die Positionen von zwei PNs aus dem PK-Katalog zu verifizieren. Da habe ich an der kartierten Stelle nichts gesehen, aber ein Stückchen daneben. Mit TheSky und RealSky war der Sachverhalt im Handumdrehen geklärt. Einziger Wermutstropfen: mein altes Astro-Notebook für den draussen hat nicht die Power für TheSky6. Aber da kann die Software nix dafür, dass mir das Notebook ansonsten voll ausreicht und ich keine Neuanschaffung plane.

>> Was dein Format angeht, so würde ich es schon unterstützen, nur benötige ich dann detailiertere Infos wie was abgespeichert / eingelesen wird.

Schau mal bei SourceForge rein. Aktuell habe ich ein paar kleinere Änderungen am Schema vorgenommen, damit man den Import leichter programmieren kann. Das COMAST 1.2 Schema wird aber noch dieses Jahr ausführlich dokumentiert und dann auf SF bereitstehen.


>> Wie viele nutzen denn dein Tool, oder weist du das nicht?

Es gibt ein paar hundert Nutzer in D A CH. Es sollen deutlich mehr werden! Bekanntheit braucht ihre Zeit und E&T mehr Marketing. Geeignete Maßnahmen für mehr Bekanntheit sind bereits angelaufen.

Ich habe Guide erstmals in Version 3.0 gekauft, da war es auch schon ein paar Jahre auf dem Markt und durchaus zu gebrauchen. Viele Menschen sind einfach vorsichtig, wenn sie eine niedrige Versionsnummer sehen und vermuten dann (leider oft aus schlechter Erfahrung mit Ersttagssoftware) Schrott. Aber ich kann ja nicht mit 5.2 starten ohne zu lügen


>> Auch ich finde es traurig, dass so viele Leute Ihr eigenes Ding machen. Da kann man aber vll was tun. Z.B. in dem man ne Art Arbeitsgruppe gründet, in der jeder Autor beitreten kann. Und in der Arbeitsgruppe können sich dann die Autoren mit Code, Tipps ect. austauschen und gemeinsame Dateiformate entwickeln (um das man z.B. seine Beobachtung in jedem Programm angucken kann).
Wie findet Ihr das?

Genau dafür gibt es ja die Fachgruppe Computerastronomie!


Gruß,
Tom


tompfleger
(Mitglied)
05/09/2005 11:01



Re: Neutrales Wikipedia ?


Hallo Harrison,

klingt ja sehr interessant, was du da machst.

Hast du schon einmal daran gedacht, dass ein Kartenprogramm noch nützlicher ist, wenn man es per Skripting von anderer Software aus ansteuern kann? TheSky6 pro bietet eine solche Automationsschnittstelle (OLE Automation). Man kann dann mit wenigen Programmzeilen das Programm dazu bringen, eine Sternkarte mit gegebenen Mittelpunktskoordinaten darzustellen. TheSky6 beeindruckt mich, weil die Bisque-Brüder wirklich auf dem Stand der Technik arbeiten und mit den Integrationsmöglichkeiten über den Tellerrand hinausschauen.

Schade dass du in LA wohnst, ich hätte dich gerne mal persönlich kennengelernt! Ich finde es toll, dass du in unserem Forum mitmachst. Gibt es eigentlich ähnliche Astroprogrammierer-Foren in den USA?

Gruß,
Tom


harrison
(Mitglied)
06/09/2005 07:13



Re: Neutrales Wikipedia ?


Hallo Tom,

Danke für Deine Anregung. Tatsächlich hat es mir nicht eingefallen diese Programme von anderen Software anzusteuern. Derzeit haben einige meiner Programme (darunter Nr. 2 und 3 oben) die Fähigkeit irgend einen Stern (mit einer SAO Nummer) zu orten wenn der Nutzer gibt den Namen oder die SAO Nummer des Sterns ein. Es würde deshalb ganz einfach diese neue Fähigkeit umzusetzen.

Leider kenne ich derzeit keine Astroprogrammierer-Foren in den USA. Es gibt ein Forum für generelle Astronomie, CloudyNights.com, aber meiner Meinung nach ist dieses Forum viel (astronomie.de) interssanter, besonders weil technische Themen werden gründlicher diskutiert.

Ja, die grosse Entfernung ist bedauerlich. Doch hoffe ich irgendwann Deutschland zu besuchen, und auch sogar eine künftige ITV Versammlung, und dann vielleich können wir einander kennenlernen!

Grüße,

Harrison


tompfleger
(Mitglied)
06/09/2005 18:00



Re: Neutrales Wikipedia ?


Hallo Harrison,

das CloudNights-Forum kenne und schätze ich. Seit längerem lese ich dort gelegentlich mit und freue mich über den freundlichen Umgangston. Die Leute sind höflich und streiten sich nicht.

Vielleicht haben wir mal die Gelegenheit uns in Deutschland kennenzulernen. Ich habe da noch eine andere Idee, aber da melde ich mich mal per PM bei dir.

Gruß,
Tom


AchimS
(Mitglied)
07/09/2005 12:27



Re: Softwareentwickler gesucht


hallo mafir,

hab ne Freeware zum Zusammensetzen von Strichspuraufnahmen in C# geschrieben

http://www.startrails.de/html/softwared.html

Clear skies, Achim

--
Achim Schaller
http://www.startrails.de
Astronomy, Astrophotography, modifying a Canon 10D for Astro/IR
Startrails - free software for timelapse movies and startrails


harrison
(Mitglied)
07/09/2005 18:15



Re: Neutrales Wikipedia ?


Hallo Tom,

Sehr gut! Ich warte auf deine Mitteilung!

Gruß,

Harrison


Marfir
(Mitglied)
07/09/2005 21:06



Re: Neutrales Wikipedia ?


@ tompfleger

Na Funktionsvielfalt um jeden Preis nicht - wenn ich ne Datenbank suche will ich nicht gleich ein Himmelsobservatorium dazu haben - aber ich will auch nicht viele kleine Tools zusammen suchen, um eine Aufgabe zu erledigen. Und um dann vll noch festzustellen, dass die Programme kein Dateiformat exportieren können, das alle verstehen.

Bei Gelegenheit schau ich mal bei der Arbeitsgruppe vorbei.

@ AchimS

Nettes kleines Tool. Sieht gut aus!


Olaf_Geistert
(Mitglied)
11/09/2005 17:58



Re: Softwareentwickler gesucht


Hi folk's,
also ich habe auch schon einige Programme gerade für Astronomie geschrieben zB. Berechnungen von Koordinaten und Astrodatenbanken von objekten.
Ich Programmiere mit Borland Builder 6.0 Prof. (c++) und habe damit absollut keine Probleme
ich hoffe ja schon lange das man hier mal ein extra Forum öffnet für eigene Programme zum vorstellen und so....
Grüße olaf.


h_c_greier
(Mitglied)
11/09/2005 18:05



Re: Softwareentwickler gesucht


Hallo Tom!


Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------

Ich finde es manchmal schade, dass Astroprogrammierer oft so eigenbrötlerische Käuze sind.


--------------------------------------------------------------------------------


So? Sind das Erfahrungswerte oder wie kommt man zu so einer Ansicht?
Ich bin zwar kein Software-Entwickler, und auch kein gelernter Programmierer. Zu

Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------

Fast jeder von ihnen schreibt sich ein Sternkartenprogramm oder programmiert "Variationen über ein Thema von Meeus". Das bringt Lernerfolge und hoffentlich auch Spaß und Freude, aber es bereichert die Szene nicht wirklich.


--------------------------------------------------------------------------------


hätte ich aber doch ganz gern meinen unprofessonellen Senf dazu gegeben

Ich kann nichts Schlechtes daran erkennen, Meeus oder Montenbruck/Pfleger nachzuschreiben und die eine oder andere kleine Sache zu entwickeln. Freilich sind das aus Sicht der Coder-Cracks Peanuts und werden möglicherweise etwas belächekt, und an der Front der Forschung ist man damit auch nicht.
Aber, du hast Recht, man lernt und es macht Freude.


Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------

...aber es bereichert die Szene nicht wirklich


--------------------------------------------------------------------------------



Das wäre anders, wenn man jungen Leutes die Materie, durchaus auch mit dem "Nachtippseln" von allseits Bekanntem, näher heranführt und sie dafür begeistern könnte, weitere Schritte zu gehen Ich glaube, du machst hier den Fehler, den schwarzen Peter jenem "nicht vorhandenen" Nachwuchs zuzuschieben, bzw. der scheinbaren Tatsache, dass "dies die Szene nicht weiterbringt". Das mag stimmen, aber gefordert sind in Wirklichkeit Fachgruppen wie ihr es z.B. seid, da muss meiner Ansicht was (mehr) nach außen getragen werden.


greets,
harald, noch immer M+MP nachtippselnd


--


tompfleger
(Mitglied)
12/09/2005 11:31



Re: Softwareentwickler gesucht


Hi Harald,

ich möchte nicht herabwürdigen, wenn sich Einsteiger in die Astroprogrammierung auf bewährten Feldern betätigen und dabei etwas lernen. So fängt jeder mit "Peanuts" an und ich bewahre die Erinnerung an meinen Einstieg ins Thema mit der aus heutiger Sicht unvorstellbar primitiven Hardware (progr. Taschenrechner) gerne.

Die "Eigenbrötelei" besteht aus meiner Sicht darin, dass es meistens Einzelkämpfer sind, deren Elaborate das Licht der Welt bzw. des Webs erblicken. Teamwork ist nicht besonders verbreitet. Wobei Teamwork neben gemeinsamem Codieren auch bedeuten kann, gemeinsam zu überlegen, was man überhaupt machen kann und will. Ich bin davon überzeugt, dass man ein interessantes Projekt eher zusammenbekommt, wenn man mal mit anderen Leuten redet als wenn man alles im stillen Kämmerlein austüftelt. Glaube mir, ich habe es ziemlich bedauert, keinen adäquaten Gesprächspartner gehabt zu haben, als mich manche knifflige Frage bei der Entwicklung von E&T bewegte. Mir wäre es damals lieber gewesen, im Team zu entwickeln als die jahrelange Durststrecke bis zum ersten Release ganz alleine zu gehen.

Oder noch ein Beispiel: es gibt zahlreiche Seiten zu Giotto im Web, wo die Programmbedienung erklärt wird. Aber manche sind einfach veraltet oder lückenhaft. Um nun den Bedarf nach einer guten, vollständigen und aktuellen Dokumentation zu Giotto zu bedienen, könnten sich kundige Anwender *zusammentun* und z.B. auf der SourceForge-Plattform *gemeinsam* das ultimative Handbuch zu Giotto erstellen. Das hat zwar nichst mit Programmierung zu tun, aber auch mit Astrosoftware. Warum macht keiner sowas? Für diverse open source Software (wo den Entwicklern die Zeit zum Dokumentieren fehlt) gibt es die passenden "Doku-Projekte" - andere machen vor, wie nützlich das ist.

Die Fachgruppe "Computerastronomie" der VdS versteht sich als Anlaufstelle für informationssuchende Astro-Programmierer. Oder auch als Plattform für den Ideenaustausch, woraus dann konkrete Projekte entstehen können. So hat sich ein guter Kontakt mit der FG Spektroskopie herausgebildet, weil es in diesem Bereich der Amateurastronomie noch durchaus Bedarf an Software gibt. Wir helfen auch gerne mit Literatur- oder Quellenhinweisen weiter.

Die FGCA verfügt allerdings nicht über die manpower und das Budget für eine größer angelegte Öffentlichkeitsarbeit. Es gibt eine Internetpräsenz, gelegentlich (eher regelmäßig als selten) Artikel im VdS-Journal und nach Möglichkeit die Präsenz auf Veranstaltungen (BoHeTa, ATT). Wir sind da, wir sind offen für jeden, wir können und wollen aber keinem hinterher laufen. Jährlich treffen wir uns auch körperlich statt virtuell. Die Anfahrt mag lange sein, aber die Atmosphäre ist herzlich und offen. Mehr Astroprogrammierer an einem Ort muss man erst mal zusammenbekommen!

Gruß,
Tom


h_c_greier
(Mitglied)
13/09/2005 02:30



Re: Softwareentwickler gesucht


Hallo Tom!

Deine Kritik geht also dahin, dass junge Entwickler nicht "teamfähig" wären?
Ich denke, eine gewisse "Eigenbrötlerei" liegt vielleicht irgendwo auch "in der Natur der Sache". Wenn (junge) Leute beginnen, hier Einsteigererfahrungen zu sammeln (ich zähle mich irgendwo auch dazu, wenngleich ich nicht mehr so jung bin), dann wollen sie sich keine Blöße geben. Mir scheint auch die Fähigkeit, manchmal, wenn man nicht mehr weiterweiß, einen "erfahrenen Hasen" zu fragen, verkümmert mehr und mehr. Ich kenn das noch von der Uni (wer nicht?), da traute sich auch keiner was den anderen fragen - und schon gar nicht den Professor - man könnte ja dumm da stehen. Ich weiß nicht, ob das jetzt vielleicht weit her geholt ist, aber heute scheint das noch mehr zu wiegen als noch vor 20 Jahren. Nur keine Schwächen zeigen.
Ich weiß ja nicht, auf welche Schwierigkeiten du gestoßen bist, bzw. warum du keine Ansprechpartner gefunden hast, als du auf gröbere Probleme bei E&T gestoßen bist.
Andererseite denke ich, es kommt ja auch auf den Umfang eines Projektes an. Selbst bei kleinen Dingen wie einen netten Flashfilm zu schreiben kommt man schnell vom 100-sten ins 1000-ste
Und je größer, desto mehr Teilgebiete fallen an, und man kann ja nicht in jedem fit sein...

Zu Giotto: Ich kenne das nur vom Hörensagen, und weiß in etwa, wozu das gut ist. Ich bin aber auch nicht soooo der praktische und fotografierende Beobachter. Es kommt öfters vor, dass bei einer SW die Doku nicht vollständig oder gar schlecht gemacht ist, grade auch bei Astro-SW. Um ehrlich zu sein, ich halte zB. das deutsche Handbuch zu GUIDE ist auch nicht grade für das gelbe vom Ei.
Ich habe schon öfters Leuten angeboten, bei Übersetzungen und/oder Korrekturlesen mitzuarbeiten. Nicht nur bei Astro-SW, auch bei anderem. Ich habe zu 98% keine Antworten erhalten. Das ist aber eben auch zT. viel Arbeit und zeitintensiv. Das sehen die Coders oft nicht (Anwesende natürlich ausgenommen )
Ich weiß nicht, woran das liegt. Niemand will sich vielleicht was "wegnehmen" lassen, es könnte ja am Ende heißen, man habe nicht alles selber gemacht und muss den Erfolg mit jemanden teilen?
Kein Ahnung. Ich bewundere jeden, der so tolle Programme "mal so nebenbei" schreiben kann, auch wenn es länger dauert, und das nicht hauptberuflich macht. Wer sich sowas antut, vor dem ziehe ich meinen Hut. Vielleicht fehlt es an solchen Leuten, eben jenen, die in ihrer Freizeit das Animo haben, etwas "Nützliches" zu coden. Ich denke, solche Leute haben mehr Power als vielleicht jene, die tagtäglich vor der Kiste sitzen und was schreiben müssen.

Dass ihr in der FG nicht über die "manpower" verfügt, verstehe ich schon. Aber dann bleibt es halt auch, wie es ist. Ihr könnt - und wollt - niemanden nachlaufen, aber bei euch melden sich scheinbar auch nur sehr wenige.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass es einfach an einem regen Gedankenaustausch mangelt. Dazu müsste nämlich wiederum jeder Beteiligte ein wenig aus sich heraus gehen, preisgeben, mas geht und was nicht, wo die Trobles liegen. Wenn sich da ein Grüppchen bildet, wo die Leute einander vertrauen (können), so ist das wunderbar, aber meistens hapert es dann wieder irgendwo.

Ich frage mich mittlerweile auch, ob ich weiter bei meinen bescheidenen Sachen bleibe und weiter Flash mache. Mit Hilfe von diversen Projektor-Tools (zB. ZINC) kann man nämlich daraus auch richtige Standaloe-Applikationen basteln, die dann als Programm installiert werden und normal wie jedes andere auch laufen können. Man hat halt leider mit Flash die Schwachstelle, keine oder nur sehr begrenzte Schnittstellen zu jeweiligen OS zu haben. ActionScript (die Sprache von Flash) ist zwar eine OOP, aber bei weitem nicht so ein mächtiges Werkzeug wie C# oder Java. Allerdings hat man IMO mit Flash mehr gestalterische Möglichkeiten. Zu meinem Leidwesen habe ich weder Programmieren noch Grafisches Design irgendwann gelernt, ich meine jetzt als Brotberuf. Von allem ein wenig halt. Grade heute hatte ich wieder in einer Buchhandlung eine dicke Schwarte über Visual C in den Händen. Gekauft habe ich dann ein Buch über Kepler *g*.

So, bevor ich noch mehr Blala schreibe,
man liest sich,


harald

--


Olaf_Geistert
(Mitglied)
13/09/2005 08:29



Re: Softwareentwickler gesucht


Hi Harald,
jeder der schon mal für Astro ein Programm geschrieben hat weiß wie Aufwendig die Formel herleitung ist zB. für Azimut und Höhe, ich habe das Thema selber erst vor paar Wochen durch gemacht im Internet findet man nicht viel unter Googel .....
Und so einfach den Quellencod frei geben ,es gibt immer ein Chinese der Geld machen möchte ......
Grüße Olaf.


tompfleger
(Mitglied)
13/09/2005 10:51



Re: Softwareentwickler gesucht


Hallo Harald,

deine Analyse trifft es schon: es ist nicht cool, Schwächen zuzugeben. Vieles in Projekten misslingt, weil Mitarbeiter nicht den Mut haben, bei Problemen davon zu berichten. Man hat Angst, einen Anschiss zu kassieren oder womöglich gar den Job zu verlieren. Und diese Angst wird wohl leider auch nicht immer unberechtigt sein.

Wir sind hier schon im Bereich der Gesellschaftskritik und ich will mir weitere Moralpredigten sparen. Aus meiner Sicht ist es aber Tatsache, dass man Offenheit und ehrlichen Umgang mit den eigenen Schwächen einem Kult des Perfektionismus und der Fehlerfreiheit opfert. Alle sind toll, leisten Hervorragendes in Rekordzeit und selbstverständlich fehlerfrei. Individualismus ist das Ziel! Man kann sich zwar alleine durchschlagen, aber das ist nicht unbedingt die beste Strategie. Vor allem ist der Wirkungsgrad der one man show oft miserabel.

Den jungen Programmier-Einsteigern kann ich nur raten, ihre Scheu vor dem Fragen zu überwinden. Schließlich ist das hier ein Forum von Hobbyisten und nicht die Vorstandsetage der Deutschen Bank.


In der Entwicklung von E&T habe ich lange festgehangen, weil mir intuitiv klar war, dass die Lehrbuchmeinungen über Design mit meinen selbstgesteckten Performance-Anforderungen nicht unter einen Hut zu bekommen waren. Ich konnte niemanden auftreiben, der mir einen guten Rat hätte geben können. Den Rat hätte ich gerne angenommen. Es waren keine Lehrbuchlösungen gefragt und ein erfahrener Praktiker oder g'standner Bastler war damals nicht greifbar.

Es ging darum, wie man sehr große Listen (E&T-Objektfilter) schnell scrollt, den Seitenumbruch zum Drucken bestimmt und die Voransicht realisiert. Wer sowas in einem kommerziellen Projekt braucht, kauft sich sehr teure Komponenten dazu.

Aber selbst eine Marktsichtung zur damaligen Zeit war ernüchternd: da konnten selbst Grids für ein paar hundert Euro nicht mehr als ca. 65000 Einträge zeigen (16Bit lässt grüßen) und drucken konnten die auch nicht. Und ich wäre von einer fremden Komponente abhängig gewesen. Was tun, wenn die auf der Windows-Version vom Kunden X läuft, beim Kunden Y aber nicht? Ist schon schlimm genug, dass E&T die Datenbankkomponenten (MDAC) von Windows braucht. Fast immer problemlos, aber halt nicht bedingungslos immer. Lieber die Lufthoheit über den Code bewahren. Was ich selbst entwickle kann zwar Fehler haben, aber ich habe auch die Chance sie zu beheben, was bei Fremdsoftware i.d.R. nicht der Fall ist. Das kann man durchaus als Vorteil sehen.


Zur Fachgruppe: da wird keiner blöd angemacht, wenn er Fragen stellt. Die FG wurde gegründet, um es Einsteigern etwas leichter zu machen. Wer unbedingt was für sein Ego tun will, alles selbst machen will und niemandem Dank schulden möchte, der kann ja weiter im stillen Kämmerlein wursteln.


Gut, dass du das Buch zu Visual C+++ hast stehen lassen. Ich würde C++ niemandem als Einstiegssprache empfehlen. Da sind Java oder C# die besseren Alternativen.

Aber gerade bei "Java oder C#" scheiden sich die Geister. Das ist wie Spiegel oder Linse, PC oder Mac, Linux oder Windows, Cola oder Pepsi. In aller Heftigkeit der Auseinandersetzung übersehen die Streithähne meistens, dass sowohl Java als auch C# jeweils Vor- und Nachteile haben. Wer solide entscheiden will, muss beide Welten kennen und die konkreten Projekterfordernisse mit der Technik abstimmen. Es gibt kein Allzweck-Entwicklungswerkzeug, weil es keine Allzweckprobleme gibt.

Gruß,
Tom


h_c_greier
(Mitglied)
13/09/2005 16:07



Re: Softwareentwickler gesucht


Hallo Olaf,

Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------

jeder der schon mal für Astro ein Programm geschrieben hat weiß wie Aufwendig die Formel herleitung ist zB. für Azimut und Höhe, ich habe das Thema selber erst vor paar Wochen durch gemacht im Internet findet man nicht viel unter Googel .....


--------------------------------------------------------------------------------


Dann hast du noch nicht richtig gesucht
Man muss ja nicht das Rad neu erfinden.

Und wenn im Netz wirklich nichts zu finden ist, gibt es immer noch gute Bücher darüber.

Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------

Und so einfach den Quellencod frei geben ,es gibt immer ein Chinese der Geld machen möchte


--------------------------------------------------------------------------------


Gleich von Quellcode freigeben war ja nicht die Rede. Wer das machen möchte, weiß in der Regel, auf was er sich einlässt. Wenn jemand damit sein täglich Brot verdient, wird er sich hüten, den Quellcode seines neuesten Programms ins Netz zu stellen.
Alle anderen, die sowas aus "Freude am Programmieren" machen, habe die freie Wahl, ob sie "nur" das Programm frei zur Verfügung stellen (Stichwort: GNU/sorceforge) oder gar gleich auch den Quellcode anderen Entwicklern zur Verfügung stellen wollen.

greets,
harald

--


h_c_greier
(Mitglied)
13/09/2005 16:25



Re: Softwareentwickler gesucht


Hallo Tom!

Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------

Den jungen Programmier-Einsteigern kann ich nur raten, ihre Scheu vor dem Fragen zu überwinden. Schließlich ist das hier ein Forum von Hobbyisten und nicht die Vorstandsetage der Deutschen Bank.



--------------------------------------------------------------------------------


Dem kann ich nur zustimmen

Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------

In der Entwicklung von E&T habe ich lange festgehangen, weil mir intuitiv klar war, dass die Lehrbuchmeinungen über Design mit meinen selbstgesteckten Performance-Anforderungen nicht unter einen Hut zu bekommen waren. Ich konnte niemanden auftreiben, der mir einen guten Rat hätte geben können. Den Rat hätte ich gerne angenommen. Es waren keine Lehrbuchlösungen gefragt und ein erfahrener Praktiker oder g'standner Bastler war damals nicht greifbar.


--------------------------------------------------------------------------------


Naja, wenn man wie du neue Wege beschreiten will (bzw. beschritten hat), ist es da nicht irgendwie klar dass es nich soo viele Zeitgenossen gibt, die einem mit Rat und Tat zur Seite stehen? Ich meinte ja damit, dass man da oft (bei so umfangreichen Sachen) auf "ganz andere" Probleme stößt, nicht wahr? Und wenn man nie damit zu tun hatte, steht man eine zeitlang.


Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------

Zur Fachgruppe: da wird keiner blöd angemacht, wenn er Fragen stellt. Die FG wurde gegründet, um es Einsteigern etwas leichter zu machen. Wer unbedingt was für sein Ego tun will, alles selbst machen will und niemandem Dank schulden möchte, der kann ja weiter im stillen Kämmerlein wursteln.


--------------------------------------------------------------------------------


Für welche Art von Themen der FG würde denn SW-Bedarf bestehen? Auf welchen Plattformen muss/soll das laufen können? Und, "auf welchem Niveau" sollte die Ausführung sein?


Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------

Gut, dass du das Buch zu Visual C+++ hast stehen lassen. Ich würde C++ niemandem als Einstiegssprache empfehlen. Da sind Java oder C# die besseren Alternativen.


--------------------------------------------------------------------------------


Habe mich schlecht ausgedrückt: Es war ein Buch über VisualC#. Sah auch sehr interessant aus...


Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------

Aber gerade bei "Java oder C#" scheiden sich die Geister. Das ist wie Spiegel oder Linse, PC oder Mac, Linux oder Windows, Cola oder Pepsi. In aller Heftigkeit der Auseinandersetzung übersehen die Streithähne meistens, dass sowohl Java als auch C# jeweils Vor- und Nachteile haben.


--------------------------------------------------------------------------------


Das würde mich weniger kratzen, weil das sind meist Diskussionen, bei denen man die wirklich wichtigen Argumente schon weit hinter sich gelassen hat
Mir persönlich sprechen ehrlich gesagt bei JAVA die optischen Möglichkeiten irgendwie nicht an. Was gäbe es denn zB. für Gründe, zu VisualC# zu greifen?

Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------

Wer solide entscheiden will, muss beide Welten kennen und die konkreten Projekterfordernisse mit der Technik abstimmen.


--------------------------------------------------------------------------------


Hehe, das geht aber nur, wenn man mit "both worlds" schon gearbeitet hat und weiß, wo die Vorteile und Schwächen liegen....
Und beides von der Pike weg lernen tu ich mir nimmer an

greets,
harald

--


tompfleger
(Mitglied)
13/09/2005 17:30



Re: Softwareentwickler gesucht


Hallo Harald!
Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------

Für welche Art von Themen der FG würde denn SW-Bedarf bestehen? Auf welchen Plattformen muss/soll das laufen können? Und, "auf welchem Niveau" sollte die Ausführung sein?



--------------------------------------------------------------------------------

Das Projekt "Codebibliothek" kommt z.B. nicht so recht in die Strümpfe. Stell' dir sowas wie "Astronomie mit dem PC" vor, dann weisst du, was das sein könnte. Aber: meine Idee war es nicht, vom "Vater" der Idee hört man nix mehr und die Frage ist wirklich, was das Ziel ist. Es geht eher um Wissensvermittlung als um direkt verwendbare Lösungen. Hier halte ich mich zurück. Vielleicht kommt mal jemand und haucht der "Codebibliothek" Leben ein.

XML: hier soll ein Konverter entstehen, der Objektdaten (zunächst Deep Sky, später auch anderes Zeugs) in Textfiles in das XML-Format der FG transformieren kann. Dieser Konverter sollte mit einer Konfigurationsdatei arbeiten, in der steht, wo welche Informationen (RA, Dec, Typ, Helligkeit, ...) stehen und ggf. wie sie formatiert sind (Winkel in Grad/Stunden, Minuten und Sekunden in separaten Spalten oder die Stunden mit Dezimalanteil, Vorzeichen in extra Spalte oder nicht, ...). ASCII als Input wäre zunächst prima, aber man kann sich auch den Zugriff auf Datenbanken als spätere Ausbaustufe vorstellen. Man sieht, dass es hier viel um Planung und Design geht und die eigentliche Ausführung vielleicht gar nicht so furchtbar schwierig und langwierig ist. Im wesentlichen werden Strings zerpflückt.

Ebenfalls auf der XML-Baustelle soll eine Webanwendung entstehen. Die soll erlauben, dass man seine Beobachtungen im XML-Format hochladen kann. Die Webanwendung speichert die Daten in einer relationalen Datenbank und ermöglicht eine Reihe von Abfragen. Neben einer reinen Darstellung in Form von HTML-Ergebnisseiten stellen wir uns aber auch vor, dass man die Ergebnisse als PDF oder in XML herunterladen kann. So ein XML-File (mit fremden Beobachtungen von Objekten, die einen interessieren) kann man dann in eigene Beobachtungsprojekte importieren oder sich zum offline anschauen in den in Entstehung befindlichen XML-Beobachtungs-Editor laden.

Die Idee hinter dem XML-Projekt ist, ein Standardformat für den Austausch von Beobachtungen und Objektdaten zu haben, damit Anwendungen (und Anwender!!) mit solchen Daten hantieren können. Astrosoftware mit Schnittstelle zur weltweiten Community der Beobachter statt autistische Datengräber...

Aktuell arbeite ich an solchen XML-Fähigkeiten für E&T. Es kann schon Beobachtungen exportieren und importieren, nun kommen noch die "nackten" Objektdaten an die Reihe. E&T ist damit eine Pilotanwendung für XML, aber ich hoffe, dass der Nutzen des Konzepts auch andere Entwickler überzeugen wird und dass sie dann die XML-Unterstützung ebenfalls in ihre Software einbauen. Noch ist das Science Fiction, aber mit 17 hat man noch Träume



Wir stellen uns vor, dass von FG-Mitstreitern entwickelte Software möglichst von vielen Sternfreunden genutzt werden kann. Wenn jemand eine native Anwendung für Mac OS schreibt, haben nicht viele was davon, aber verbindliche Richtlinien gibts nicht. Praktisch sehe ich (aber das ist nur mein persönlicher Standpunkt) es so, dass man entweder was in Java schreibt oder halt mit irgendeiner Entwicklungsumgebung für Windows. Reine Linux-Lösungen wären nicht so doll, weil die meisten Sternfreunde halt doch mit Windows abfahren.

Niveau? Eine Software braucht kein Mammutwerk werden, lieber wird sie fertig. Allerdings sollte sie das reine Teststadium (wo's noch dauernd kracht) schon verlassen haben, bevor man sie veröffentlicht. Also lieber klein und klar, robust und dokumentiert als groß, halbfertig oder buggy.


Gründe für C# / .NET aus meiner Sicht (ich vermute, dass ich bald eins auf die Mütze kriege dafür):
Java hat den Vorteil, dass es eine umfangreiche Klassenbibliothek gibt, die alle wichtigen infrastrukturellen Belange bedient. Aber es gibt Lücken, die durch Firmen oder Open Source Entwickler gefüllt werden (ich denke da an die ganzen Frameworks für Webanwendungen, Datenmanagement, Oberflächen...). Dieses wichtige Zeugs ist nicht standardisiert. Folge: in real world Projekten findet man mal dieses und mal jenes Framework. Und nie denjenigen, der sich damit wirklich auskennt. Sun tut sich sehr schwer damit, irgendwas in den offiziellen Java Standard aufzunehmen, was sie nicht selber erfunden haben. Aber gerade dieser "offizielle Segen" würde den Entwicklern Orientierung geben und zu einer besseren Vereinheitlichung führen. Was Kosten senkt.

Dieses Problemfeld bei Java ist die Stärke bei .NET: alles aus einem Guss. WindowsForms und WebForms sind Klassen zur Entwicklung eines GUIs für Windows bzw. einer Weboberfläche. Der Reiz dabei besteht darin, dass man eine Anwendung für x-Forms relativ leicht in eine Anwendung für y-Forms umbauen kann. Also aus einer Webanwendung eine Desktopanwendung machen u.u. Auch die Anbindung von Datenbanken ist in .NET traumhaft einfach gelöst. Die Architektur skaliert sehr gut und performant ist es auch noch. Dafür schließt man den Pakt mit dem Teufel (M$).

Wer nicht aus weltanschaulichen Gründen gegen M$ ist, stellt fest, dass ein und dieselbe Anwendung mit .NET schneller (und damit billiger) als mit Java zu bauen ist. Habe ich nicht gemacht, kenne aber Kollegen mit Erfahrung in beiden Welten und für die ist klar, das .NET das Rennen macht. Wer damit mal was gebaut hat, will von Java nix mehr wissen.

Die .NET Architektur findet auch die Open Source Gemeinde teilweise so genial, dass mit dem MONO-Projekt sogar ein Port der .NET-Plattform auf Linux/Unix entsteht. Wenn man Microsoft nachba
 
Hallo Tom,

Vielen Dank für Deine Rekonstruierung! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> Ich hatte vermutet, daß alle diese Diskussionen über diesem wichtigen Thema waren verloren!

Die Post hat noch nicht Deine CD zugestellt. Ich werde Dich per Email benachrichten wenn sie kommt.

Viele Grüße,

Harrison
 
Hallo Tom,

auch von mir ein herzliches Dankeschön für die Datenrekonstruktion <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

cs,
Stefan
 
Hallo Tom!

Ahhhhhh, ich werd nicht mehr, da isser ja wieder! Ich dachte schon, schade um diesen sehr informativen Fred.
Lies: Vielen Dank für deine Mühe, das wieder zu backupen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Ich habe mir mal deine Buchtipps zusammengeschrieben, zumindest 2 Bücher, welche du als (sehr) empfehlenswert einstufst, werde ich mir mal, wenn Zeit ist, besorgen gehen.
Es sind dies jene von Craig Larmann bzw. Bernd Oestereich.



greets,
harald

--
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben