Projektionsobjektiv als Refraktor benutzen ?

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Deimos

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Hallo Leute

ich habe ein Projektionsobjektiv von Zeiss geschenkt bekommen. Da steht folgendes drauf: EPIS 1:4 400mm.
Was das bedeutet, weiß ich, bin kein blutiger Anfänger mehr.
Die Frage ist nur, rentiert es sich, aus dem Teil nen Refraktor aufzubauen/taugt das Objektiv was fürs Sterne gucken ? Ich möchte nämlich nicht erst nen Haufen Geld ausgeben und dann stellt sich heraus daß ich Farbfehler ohne Ende habe. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />

Grüße
Daniel
 
Hallo Daniel,
wenn du irgend ein Okular hast, brauchst du nur folgenden Aufbau:
P = Proojektionsobjektiv, S = Schiene oder Holzlatte, H = Holzklotz, O =? Okular:
<pre><font class="small">code:</font><hr>


PP
PPP
PPPP OOOO
PPPP OOOOOOOO
PPPP OOOOOOOO
PPPP HHHH OOOO
PPP HHHH
PP HHHH
SSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSS
</pre><hr> Da brauchst du keinen Tubus, keine Montierung, kein Stativ.
Ganz einfach aufgebaut. Ein Kissen aufs Autodach gelegt,
das Ganze darauf aufgelegt, einen Stern oder Planeten angepeilt.
Wenn das Teil Farbe prodizuert, wirst du das sehen.
Und wenn es bei dem Aufbau keine Farbe produziert,
kommt auch im Teleskoptubus keine.
 
Hi Daniel,

wenn du schon dabei bist dein Projektionsobjektiv mit einen Okular zu testen, vergiss nicht es auch mal umzudrehen. Etliche Projektionsobjektive erzeugen "falsch rum" ein wesentlich farbreineres Bild, weil das die Lichtrichtung ist, für die das Objektiv gerechnet wurde.

Ciao, Heiner
 
Hallo Deimos,
Projektionsobjektive sind weder fürs Visuelle noch für die Fotografie konzeptiert. Sie sind eben Projektionsobjektive. Mit einem solchen Objektiv einen visuell optimierten Refraktor zu bauen, wird nicht möglich sein. Ich habe sehr gute Projektionsobjektive (z.B. ein Rodenstock Apo-Rodagon 240 f/5,6) auch schon Fotografisch getestet, für Astrogotografie war dieses auch nur bedingt verwendbarbar. Bis zu einer gewissen Vergrößerung sind diese Objektive zwar durchaus zu gebrauchen. Zum Testen sollten sie aber gut justiert und vor Streulicht geschützt sein, um die Möglichkeiten ausloten zu können.

Gruß, Herbert Zellhuber
VdS-Fachgruppe Amateurteleskope und Selbstbau
http://zellix.bei.t-online.de (Nirostas Teleskopbauseite)
http://www.vds-astro.de/fg-amateurteleskope (VdS-Fachgruppe Amateurteleskope)
http://www.vds-astro.de/fg-selbstbau (VdS-Fachgruppe Selbstbau)
 
Mir fällt die Zeichnung des Boardmasters auf:
Hallo Peter,
im Prinzip wäre deine Zeichnung zwar fast perfekt, leider hat so mancher Browser (wie auch meiner) seine Mucken und will einfach nicht ums Verrecken (sorry, bairischer Ausdruck) deine Darstellung naturgetreu abbilden. In diesem Fall ist die Schiene S nicht mit dem Holzklotz H verbunden sondern schwebt irgendwie im Freien - leider
Wir sehen uns beim ITV...
Herbert
 
Hallo Daniel,
such mal im Gesamtboard nach Epis, da wirst Du einiges finden. Ich hab auch so ein Teil, mit Plastik-Abflussrohr und Lüftungsrohren aus dem Baumarkt zurechtgebastelt. Das hält die Kosten in engen Grenzen. Das ding geht ziemlich gut als Weitwinkel mit niedriger Vergrößerung ( so 15-20)
Wenn man das Objektiv mit einem simplen Pappring auf 80 mm abblendet, sind mond ind Jupiter bei 60 ( ich glaube sogar 80) fach noch recht angenehm. Alles darüber macht nach meiner Meinung keinen Sinn mit so einer kurzwen Brennweite.
Viel Spass beim Basteln ! Konkrete Ratschläge gern auf Anfrage..

Rainer
 
Hallo Herbert,
Deine grundsätzlichen Bemerkungen zu diesen Objektiven sind ganz sicher richtig. Ein optimaler Refraktor wird das sicher nicht.Trotzdem bitte ich ( was die Photographie betrifft)zu bedenken: Apo-Rodagone der längeren Brennweiten sind in der Regel Reproobjektive mit einem riesigen Bildkreis, ganz sicher sind sie nicht für Kleinbildfotografie gerechnet. Ich habe außerdem mal ein solches Epis- Objektiv an eine Wand meines Zimmers projizieren lassen- der Bildkreis hat sicher 30 cm Durchmesser. Ein solch großes Bild braucht praktisch keine Nachvergrößerung, die Anforderungen bezüglich Auflösungen sind also durchaus geringer als die für ein Kleinbild -oder gar ccd- Objektiv. Ausprobieren kann also durchaus lohnen . Ich erinnere mich dabei auch an einen Artikel in SuW, in dem der Bau eines sehr leistungsfähigen großformatigen Astrographen mit einem 750 er (?) Ronar oder Tessar beschrieben wurde. Also nicht gleich alles in den Boden stampfen, probieren macht Spass, muß nicht unbedingt viel kosten und führt außerdem zu gewaltigen Lerneffekten!

Freundliche Bastlergrüße

Rainer
 
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