PST Goldtubus lässt sich nicht abschrauben

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Kerringa

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Hallo an Alle,

ich benötige Tipps, damit ich der Schraubverbindung beikommen kann.
Folgendes ist passiert:
Bei meinem PST konnte ich bisher den Tubus einfach mit der Hand abschrauben. Da ich nun alle Teile für einen Umbau auf eine größere Optik beisammen habe, wollte ich den Tubus für einen Probeaufbau abschrauben.
Nun saß der Tubus aus unerklärlichen Gründen derart fest im Gewinde, dass sich der komplette Filterträger samt Goldtubus aus dem PST-Kasten gelöst hat.
Nun habe ich den Tubus mit dem Filterträger als Einheit.
Mit Hilfe von Wärme und Gurtspannschlüssel ließen sich die beiden Teile bisher nicht trennen.
Wer weiß Rat? Hilft Wärmezufuhr? Ab welcher Temperatur nimmt der Etalon Schaden?
Mir ist vor allem ein Rätsel, wieso jetzt plötzlich die Schraubverbindung so fest ist. Mir ist überhaupt kein Kleber aufgefallen.

Gruß Hans-Jürgen
 
Hallo Hans-Jürgen,

hört sich nicht gut an. Wenn es bis jetzt immer zu schrauben war und du nichts verklebt hast, dann hat das Gewinde wohl "gefressen" Einzelne Gewindeflanken sind also miteinander Kaltverschweißt. Je mehr mann weiterschraubt, desto fester wird es. Grund dafür könnte Schmutz oder ein beschädigter Gweindgang sein. Eventuell hilft noch ein Kriechöl und Wärme.
Bei beiden musst du sehr auf die Optik aufpassen. Mir wäre da Experimente zu riskant.

Gruß
Thomas
 
Hallo Thomas,
danke erst einmal. Ja, an Kriechöl habe ich auch gedacht. Auf Schmutz hatte ich eigentlich geachtet. Der Tubus ließ sich auch ganz leicht einschrauben.
Es sieht aber so aus, als ob jetzt im Gewindegang Kleber zu sehen ist. Ich vermute, dass der Kleber am Innengewinde der Filterfassung war, denn auf dem Außengewinde des Goldtubus' war nichts zu sehen. Was den aber aktiviert hat, ist mir ein Rätsel.

Gruß Hans-Jürgen
 
Hallo,

sollte es Loctide sein, so aktiviert sich dieser bei Luftabschluss. Einige Loctidekleber und Sicherungskleber sind thermisch zerstörbar. Die nötigen Temperaturen zerstören aber deine Optik. Im Maschienenbau einfach den Brenner dranhalten;-).

Sollte es wirklich noch aktiver Kleber sein geht es mit Gewalt auf. Bei "gefressenem" Gewinde wird es schwieriger.

Thomas
 
Hallo Hans-Jürgen,

vielleicht hilft Spiritus.

Gruesze,
Karsten
 
Hallo Karsten,
danke, werde ich auch probieren.

Thomas, das Gewinde wird nicht fest gefressen sein. Etwaigen Schmutz oder Fremdkörper hätte ich beim Zusammenschrauben bemerkt. (Ich kann von mir behaupten, dass ich ziemlich feinmotorisch bin, repariere beispielsweise Taschen- und Herrenarmbanduhren, auch so ein blödes Hobby von mir.)

Gruß Hans-Jürgen
 
Hallo Hans-Jürgen,
bei Alu hilft in der Tat Spiritus als Schmiermittel.
Zusätzlich könntest Du versuchen, den Filterträger zu kühlen (Eisspray) und das Rohr zu erwärmen (Fön, Heißluftgebläse).
 
Hallo an alle Tipp-Geber,

es ist vollbracht! Große Freude!
Ich habe Universalöl in der Art WD40 vom Gewinde aufnehmen lassen. Und das ein paar Tage lang. Ab und zu probiert, ob es sich aufschrauben lässt. Das tat es erst einmal nicht. Nachdem ich schon die Hoffnung aufgegeben hatte, ließ sich heute der Tubus dann doch abschrauben, und das sogar ziemlich leicht.
Ich habe dann versucht, die Klebereste (das Gewinde hatte sich nicht fest gefressen, es handelte sich um Schraubensicherung, die aus unerklärlichem Grund erst nach ein paar Jahren wirksam wurde) mit verschiedenen Lösungsmitteln abzuwaschen. Dazu habe ich Spiritus, Universalöl, Petroleum und Waschbenzin versucht. Schlussendlich habe ich mit Petroleum den Eindruck gehabt, dass sich dann der Kleber besser mechanisch entfernen ließ. Aber restlos abwaschen ging nicht.

Das Ende der Etalonfassung habe ich mit Gewebeklebeband bis auf die Höhe des Gewindes aufgefüllt, damit der Spannschlüssel gut fasste. Ansonsten zog sich nämlich der Spanngurt schief und drohte zu reißen. Es waren ganz schöne Kräfte im Spiel.
Nun habe ich das PST gut verlegbar und könnte sogar den Etalon separat ohne PST-Kasten verwenden.
Das habe ich aber nicht vor, es soll nur ein "Vorbrenner" werden.
Vielen Dank!

Gruß Hans-Jürgen
 
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