Moriarty
Aktives Mitglied
Hallo allerseits,
ich habe eine einfache Möglichkeit gefunden, einen sehr guten künstlichen Stern zu produzieren.
Hierzu wird von einem handelsüblichen Laserpointer die Kollimationslinse entfernt und durch ein Stückchen Baader Sonnenfilterfolie ersetzt.
Die Kollimationslinse sorgt ja dafür, daß aus dem divergenten Strahl der Laserdiode ein paralleler Laserstrahl wird. Ohne die Linse erzeugt der Laserpointer einen stark divergenten Strahlenkegel.
Die Laserdiode stellt praktisch eine punktförmige Lichquelle dar, deren Licht sich durch eine einfache Linse in einen perfekt parallelen Strahl verwandeln läßt. Dies ist auch logisch, da die Divergenz des Laserlichts aus der Diode alleine durch Beugungseffekte zustandekommt - die Laserdiode ist sozusagen ihr eigenes Pinhole, und damit eine ideale Punktlichtquelle. Man kann sich die Strahlrichtung auch umgekehrt denken, dann würde der ideal parallele Laserstrahl durch die Linse in die Laserdiode fokussiert.
Die Baader Folie dämpft einfach die Helligkeit des gleißenden Pünktchens. Man könnte auch leicht einen künstlichen Doppelstern produzieren, indem man die Baaderfolie im 45° Winkel anordnet und an deren Vorderseite einen zweiten Stern spiegelt. Hierzu muß die Folie straff gespannt sein.
Hierfür tut es jeder 5 Euro Laserpointer mit ein paar mW Leistung. Ich muß nicht erwähnen, daß beim Umgang mit Lasern immer Vorsicht angebracht ist.
Ich habe das Verfahren getestet und erhalte wunderbare schöne Beugungsmuster in meinem Refraktor, wie ich sie leider am seeingverseuchten Himmel noch nicht gesehen habe.
Der Nachteil ist vielleicht, daß es ein monochromatischer Stern ist, das ist aber für viele Zwecke ausreichend. Vielleicht kann man Laserdioden auch gut für Focault-Tester benutzen; ich wäre interessiert, ob jemand diese Möglichkeit nutzt.
Gruß
Moriarty <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
ich habe eine einfache Möglichkeit gefunden, einen sehr guten künstlichen Stern zu produzieren.
Hierzu wird von einem handelsüblichen Laserpointer die Kollimationslinse entfernt und durch ein Stückchen Baader Sonnenfilterfolie ersetzt.
Die Kollimationslinse sorgt ja dafür, daß aus dem divergenten Strahl der Laserdiode ein paralleler Laserstrahl wird. Ohne die Linse erzeugt der Laserpointer einen stark divergenten Strahlenkegel.
Die Laserdiode stellt praktisch eine punktförmige Lichquelle dar, deren Licht sich durch eine einfache Linse in einen perfekt parallelen Strahl verwandeln läßt. Dies ist auch logisch, da die Divergenz des Laserlichts aus der Diode alleine durch Beugungseffekte zustandekommt - die Laserdiode ist sozusagen ihr eigenes Pinhole, und damit eine ideale Punktlichtquelle. Man kann sich die Strahlrichtung auch umgekehrt denken, dann würde der ideal parallele Laserstrahl durch die Linse in die Laserdiode fokussiert.
Die Baader Folie dämpft einfach die Helligkeit des gleißenden Pünktchens. Man könnte auch leicht einen künstlichen Doppelstern produzieren, indem man die Baaderfolie im 45° Winkel anordnet und an deren Vorderseite einen zweiten Stern spiegelt. Hierzu muß die Folie straff gespannt sein.
Hierfür tut es jeder 5 Euro Laserpointer mit ein paar mW Leistung. Ich muß nicht erwähnen, daß beim Umgang mit Lasern immer Vorsicht angebracht ist.
Ich habe das Verfahren getestet und erhalte wunderbare schöne Beugungsmuster in meinem Refraktor, wie ich sie leider am seeingverseuchten Himmel noch nicht gesehen habe.
Der Nachteil ist vielleicht, daß es ein monochromatischer Stern ist, das ist aber für viele Zwecke ausreichend. Vielleicht kann man Laserdioden auch gut für Focault-Tester benutzen; ich wäre interessiert, ob jemand diese Möglichkeit nutzt.
Gruß
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