Push+

Planetwatcher2

Neues Mitglied
Guten Abend,

informiere mich nun schon länger über die gesamte Materie der Astronomie und bin auf das Thema Push+ gestoßen.
Kann mir einer dazu vielleicht mehr erzählen?
Ist es eine große Hilfe? Welches Modell wäre interessant? usw.

Bin wie immer für jede Antwort dankbar.

Grüße Noah
 
Hallo Noah,
push+ ist eine Markenbezeichung von Omegon/Nimax GmbH/ Astroshop für eine Dobson Montierung ( mit und ohne Teleskop lieferbar) mit elektronischen Teilkreisen .
Hier das Produkt : link_zum_shop

Elektronische Teilkreise sind sozusagen wie das Navi im Auto aber zur Orientierung am Sternenhimmel .
Elektronische Teilkreise gibts und gab es von mindestens 15 verschiedenen Firmen in den letzten 20 Jahren (aber nicht als push+, weil das ist eine geschütze Markenbezeichung) , also neu ist das nicht .
Hier mal ein "Edelprodukt" zum Thema elektronische Teilkreise ( für Anfänger ist das eher kein sinnvolles Produkt !!!)
E-Teilkreise

Mein Neffe hatte das Produkt push+ mal zum testen .
Die Elektronik war duchaus OK , aber die Dobsonmontierung hat eine Schwäche : das Teleskop wird nur auf einer Seite gehalten , deswegen gibts eine schiefe Gewichtsbelastung und das ist ganz schlecht bei einem Dobson .
Fazit : Elektronik OK , Mechanik taugt nicht , weil das Telekop wackelt und sich nicht gut bewegen lässt wegen der schiefen Gewichtsbelastung . Also eher nicht kaufen .
Würde Omegon/Astroshop eine vernüftige Mechanik anbieten, wäre das Produkt gar nicht so schlecht.

Hier ist das Produkt gut erklärt :
link_2

Es gibt übrigens eine moderne Alternative : Celestron Starsense Explorer (platesolving Technologie ) versus push+ getestet
link_3

Es gibt viele Anwender vom Starsense (platesolving) davon in diesem Forum die sich sicher noch melden werden ( ich habe es nicht selber und kann nix dazu sagen)

Gruss
Markus
 
Hi Noah
das ist eine digitale Option um Objekte zu suchen.

Suchen kann man

a) mittels herkömmlichen Suchern. Das sind idR Linsenteleskope mit Öffnung und Vergrößerung im Bereich gängiger Ferngläser.
Sie bieten Dir so eine Widefieldansicht mit mehr Sternen als das bloße Auge. So kann man Sternatlas und Position besser abgleichen, einstellten und final dann auch finden, ggf. via Starhopping. Das ist die komplett analoge Variante.
Hier lernt man den Himmel kennen, muss aber ggf. mehrere Versuche machen, bis man fündig wurde. Ist eher gering im Anschaffungspreis und für alle Teleskope verwendbar.

b) mittels Peilsucher. Hier werden Punkte, Kreise manchmal auch eine Kombi davon auf eine kleine Scheibe projeziert. In Da man einfach durchkucken kann muß man Punkt oder Kreis vor dem Himmel positionieren und kommt ans Ziel, wenn man die Position des Objektes kennt oder via Atlas und Himmelsabgleich verifizieren kann. A propos Atlas, für viele Atlanten gibt es Schablonen, so das man hierüber noch genauer sieht, wei man das Teleskop positionieren muß. Hier ist Elektronik dabei: rot leuchtende Diode und eine 2032er Batterie.
Das ist die intuitivste Variante, man lernt dem Himmel kennen, braucht aber auch Training für den Erfolg. Ist noch preiswerter als ein Sucher gem. a) und auch hier ist die Verwendung/Adaption eines Peilers an allen Geräten möglich.

c) Push to und ähnliche Systeme brauchen Kenntnis Ihrer Position und/oder Bezugspunkte am Himmel. Sie messen die Bewegung des Teleskops relativ zur Bezugsposition und signalisieren, dann wenn die gemessene Teleskopbewegung dem entspricht, was zum Erreichen der Zielposition nötig ist.
Hier ist man auf die Elektronik angewiesen. Den Himmel lernt man so eher weniger kennen. Die Genauigkeit und Zuverlässigkeit ist nicht immer gegeben und es kostet viel mehr Geld als die anderen Varianten, zumal manche Systeme teleskopgebunden sind.
Da das Handy/Tablet bei manchen Varianten dauernd gebraucht wird, stört mich das, selbst bei Verwendung roter Schutzscheiben und es stört m.E. die Dunkeladaption.

CS
 
Zurück
Oben