Qual der Wahl

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Luk22

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Hi,

Ich bin Anfänger und will mir mein erstes richtiges Teleskop kaufen.

Meine Wahl ist schließlich auf einen 150/750er Newton gefallen auch wenn ich gelesen habe das die Okularwahl bei f/5 ehr problematisch ist.

Ich habe nun 3 Modelle in die nähere Auswahl gefasst und wollte einfach mal Wissen welches ihr nehmen würdet:

1) Celestron Advanced C6-N HD auf CG-4 hier

2) SKYWATCHER 150/750mm EQ-3-2 hier

3) GSO N 150/750 SkyView mit Crayford Auszug hier

Ich persönlich favorisiere das Celestron Modell.
Welches würdet ihr mir empfehlen ?
Und
Gibt es gravierende Unterschiede zwischen den dreien (abgeshen vom 2 Zoll Auszug des GSO) ??

Dann zur schwierigen Frage Okulare:
Wäre für den Anfang (im laufe der Zeit weill ich durchaus erweitern) : ein 3,8mm und ein 12,5mm ED-Okular in Ordnung ?

Was würdet ihr ansonsten noch für Zubehör kaufen ?

mfg. & thx im vorraus
Lukas
 
Die Instrumente selbst werden sich nichts nehmen. Wichtig ist, dass die Montierung möglichst stabil ist. Dafür lohnt es sich auch, ein paar Euro zusätzlich auszugeben. Am besten, du recherchierst die "offizielle" Tragkraft der drei Montierungen und entscheidest dann. Diese Tragkraft ist freilich etwas idealisiert, aber ein Instrument, was halb so schwer ist oder etwas mehr, wird gut getragen.

Zu den Okularen: Ich empfehle eins, welches ein großes Feld bei maximaler Austrittspupille zeigt. Das sind rechnerisch um die 35 mm, was nur mit Zwei-Zoll-Okularen möglich ist. Ansonsten landest du bei einem ~27 mm Super Plössl.
Als nächstes empfehle ich ein Okular mit etwa 10 Millimeter Brennweite, welches den mittleren Vergrößerungsbereich erschließt. Damit ist der Himmel schon abgedunkelt und die maximale Wahrnehmung flächiger Objekt wird erreicht. Wenn hierzu noch eine Barlow-Linse kommt, erreichst du dann auch etwa 150x Vergrößerung an Planeten. Damit wird die Vergrößerungsfähigkeit des Instrumentes gut ausgenutzt.
 
Hallo Lukas,

ich denke auch, dass das Celestron-Paket die bessere Wahl ist (der Montierung wegen).

Zitat von Luk22:
Was würdet ihr ansonsten noch für Zubehör kaufen?
Auf alle Fälle ein Übersichtsokular, sagte Uwe ja schon. 12,5 mm sind zu wenig. Es sollten mindesten 25 mm sein - IMO absolutes Minimum.

Ich würde mich an Deiner stelle auch um einen Justierlaser kümmern und mal in der Filtersparte schnuppern. Wobei Filter kein MUSS sind, wenn man den Unterschied zwischen Mit- und Ohne-Filter-gucken nicht kennt :cool:

Gruß
Matthias
 
soeben hat sich mir noch eine weitere frage ergeben :

Kann mir jemand sagen wie groß der visuelle unterschied vom 150/750 zum 130/650 ist ?

mfg.
Lukas
 
Hi Lukas,

wie oft muss ich so ein teil den justieren ?

Man sollte es nach jedem Transport überprüfen, meist muss man aber höchstens ein klein Wenig am Schräubchen drehen, wenn's zu Hause steht sicher nicht jedes Mal, wir reden hier von Arbeitsaufwand von unter 1 Minute wenn man das System begriffen hat ;)


Normal nicht so dolle aber es gibt da auch Unterschied, so würde niemand ein Nagler- oder die Speerswaler-Zooms abwertend beschreiben, im Gegenteil, die decken aber nur einen kleinen Brennweitenbereich ab und sind sehr teuer, ich selbst hatte ein TS 8-24mm Zoom mit dem ich überhaupt nicht zufrieden war, ein entsprechendes einfaches Festbrennweitenplössl war immer besser vom Bild, aber man hört viel positives vom Seben Zoom, das sein Geld wert sein soll.

Viele Grüße Benny
 
Hi Luk,
Im Vergleich der o.g. Teleskope fällt mir auf:
- der GSO hat als einziger einen 2"-Crayford-OAZ, das ist ganz gut, weil Du damit mehr vom Himmel ins Okular bekommst als mit 1.25"
- die Sky-View ist wohl etwas stabiler als die EQ3-2, zu der CG4 kann ich nichts sagen, denn die kenne ich nicht, meine MON-2 (vgl. Astro5) ist aber für den Newton ganz gut brauchbar, während die SV oder EQ3-2 eher knapp sind.

Du hast die Qual der Wahl: mehr Feld oder weniger Wackeln ...schwere Entscheidung. Oder Du verhandelst mit dem Händler Deiner Wahl, ob er Dir den GSO auf einer Astro5 überlässt...

Grüße
Holger
 
Hallo Lukas,

ich denke das kommt drauf an was Du beobachten willst. Wenns um Deep Sky geht bietet der 150er einfach 30% mehr Licht, das ist nicht die welt aber schon sichtbar. Obs Dir den Mehrpreis wert ist musst Du selbst entscheiden, das geht vermutlich nur wenn Du selbst durchsiehst.

Wenn Du das Geld aufbringen kannst würde ich klar zum 150/750 auf der adm raten. Das ist ne wirkich stabile Kombination, die echt spass macht. Vom Preis/Leistungs/Stabilitätsverhältnis meiner Meinung nach ganz weit vorne.

Der 2"-Auszug vom GSO ist super wenns um Fotografie geht, für nen Anfänger meines Erachtens zweitrangig. Mit 750mm Brennweite kriegst Du mit nem 32mm Superplössl immer noch über 2° wahres Gesichtsfeld.

Allerdings musst Du bei Deinem Budget noch Zubehör einplanen: Justierwerkzeug und Okulare, zusammen bei einem F5-Gerät mindestens 200EUR - und das ist schon ein rechter Kompromiss. Ohne dass nutzt ne stabile Montierung natürlich wenig.

CS

Klaus
 
Zitat von UwePilz:
. Wenn hierzu noch eine Barlow-Linse kommt, erreichst du dann auch etwa 150x Vergrößerung an Planeten. Damit wird die Vergrößerungsfähigkeit des Instrumentes gut ausgenutzt.

Hallo in die Runde

hierzu hätte ich mal eine bescheidene Zwischenfrage:
es geht doch nicht nur um die Vergrösserungsfähigkeit. Es wird oft darauf hingewiesen, dass ein f/5 Gerät schon ziemlich abbildungskritisch hinsichtlich der Randschärfe ist. Es wird aber unproportional weniger oft darauf hingewiesen, dass man mit einer 2x Barlowlinse die Brennweite des Teleskops verdoppelt. So weit so gut. Nun hab ich aber bei doppelter Brennweite ein Öffnungsverhältnis von 1:10 vulgo f/10 und die Okularfrage ist schon weniger kritisch. Sollte man also bei einem schnellen System und begrenztem Okularbudget nicht die Okuabstufung auf einer (guten!) Barlowlinse aufbauen?

Nur so ne Idee.


Viele Grüsse

Bernhard
 
Hallo Bernhard,

man sollte, in der Tat! :applaus:
Viele Planetenbeobachter tun das nicht nur aus Budgetgründen.

Allerdings kostet so eine wirklich gute Barlow auch schon den Preis eines tauglichen WW Okulars und sie bringt nur etwas unterhalb des Brennweitenbereichs für die Übersicht und große AP.
Ein kleines Häckchen ist noch das engere Feld an handnachgeführten und/oder wackligen Montis und am Newton/Dobson. die Durchlaufmethode am Planeten ist halt nur mit WW-Okularen im Hochvergrößerungsbereich gut machbar.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Benhard,

ich habe neulich in einem Thread genau auf diesen Punkt hingewiesen.
Die vorgeschaltete Barlow entschärft zwei Probleme:

1) Auf der Achse kommt es bei praktisch allen Okularen
an lichtstarken Teleskopen zu sphärischer Aberration.

2) Abseits der Achse reagieren fast alle Okulare mit Astigmatismus.
Abgesehen von besonders teueren Exemplaren wie Nagler und einige
wenige weitere Typen.

Beide Probleme kann eine gute Barlow entschärfen oder sogar
ganz beseitigen. Allerdings sollte man nicht verschweigen
daß auch Probleme auftreten können:
Die Barlow biegt die Randstrahlenbündel auswärts ab. Im Buch
Telescope Optics der Autoren Rutten/van Venrooij findet sich
eine Skizze die das illustriert auf Seite 151 oben.

Die Abbiegung fällt umso stärker aus, je
- kurzbauender die Barlow
- stärker der Barlow-Faktor ist.

Das Problem dabei ist, daß die Randstrahlen einen etwas anderen Weg
durch das Okular nehmen. Resultat davon ist:
- asuwärtsverlagerung der Austrittspupille, der Augenabstand wächst,
und zwar um so stärker, je kürzer und stärker die Barlow ist
und je langbrennweitiger das Okular ist.

Bei kurzbrennweitigen Plössl und Orthos mit ihrem geringen
Augenabstand kann das sogar positiv sein, bei langbrnnweitigen
Okularen muß man ein Stück weg vom Okular die richtige Position
des Auges halten. Das kann nervend sein.

Zweitens kann es durch den veränderten Weg der Randstrahlen
zu einer Vignettierung kommen. Es vignettiert nicht die Barlow,
wie fälschlicherweise oft gesagt wird, sondern das Okular.
Die Linsendurchmesser sind zu klein und die Blendenpositionen
stimmen dann nicht für die Nutzung mit einer starken Barlow.

Aber ich bin der Ansicht daß eine gute Barlow mit passenden Okularen
für lichtstarke Teleskope eine hervorragende Lösung darstellen.

MfG,Karsten
 
Zitat von *entfernt*GMS:
Hallo Bernhard,


Allerdings kostet so eine wirklich gute Barlow auch schon den Preis eines tauglichen WW Okulars

Hallo Günther

da möchte ich schnell noch mal nachhaken: von welcher Preisklasse reden wir denn? Man erzählt mir immer, richtig randscharf wird es bei f/5 erst in der 300-400 € Klasse Okus. Kriegt man eine "wirklich gute Barlow" nicht auch schon darunter?

Viele Grüsse

Bernhard
 
Hallo Bernhard,

gute Barlows die ich selbst kenne, zum Teil besitze und zumindest
an meinem Teleskop ausprobieren konnte sind die folgenden:

1) 3x Televue Barlow
2) 2x Televue Barlow
3) 2,2x University Optics Klee Barlow
4) 2,8x University Optics Klee Barlow
5) 2x Zeiss Barlow, altes Gehäuse
6) 1,8x TMB Barlow

Alle genannten sind optisch von guter bis sehr guter Qualität.
1) 2) 3) und 5) sind in der Praxis unproblematisch und sehr
zu empfehlen.
4) kann Probleme bei langbrennweitigen Okularen machen.
6) kann Probleme mit der Fokuslage bereiten, man muß recht weit
nach innen fokussieren.

1) bis 4) sind made in Japan.
5) ist made in Germany und bei 6) weis ich es leider nicht mehr.
Mit 6) kam ich an meinem 8"f/6 ATM Dobson nicht in den Fokus.
Diese Barlow habe ich vor allem an einem 4"f/8 Apo verwendet.

MfG,Karsten
 
Hallo Bernhard,

die hohen Preise für Randschärfe gelten eigentlich nur für langbrennweitige und weitwinklige Übersichtsokulare in 2".
Ungeschlagen immer noch die beiden "längsten" Nagler mit 600 € laut Liste. Die kleineren Brennweiten werden moderater im Preis und haben gute Konkurrenz.

Das 22 Vixen LVW in 1 1/4" und alle LVW darunter bieten gute Randschärfe bis F/4 für 180 €.
Für die Speers Waler-Reihe von Antares ab dem 14er nach unten gilt ähnliches, sogar mit 80° Feld für 150 €.
Die Hyperions unterhalb des 13ers, sicher aber ab den einstelligen Brennweiten sind für 120 € an F/5 ok.
Die Planetarys sollen (nicht selbst gesehen) für 50-70 € auch gut sein.

Unabhängig davon steht fest, dass gut gebarlowte Weniglinser ebenfalls prächtig funktionieren, am Planeten oder anderen Objekten (z.B. KS) sogar Vorteile ausspielen können, wenn man auf Feld verzichten kann, siehe Karstens Beitrag.

Ich persönlich setzte am 8" F/6 Dobson die Speers Reihe mit sehr gutem Erfolg ein. Da ich seit einiger Zeit eine EQ-Plattform habe die fast eine Stunde gut nachführt, werden Barlow, Ortho, Plössl, RKE und Co nun für mich sehr interessant. Ich werde wohl bald selbst sehen, was so eine gute Kombi mir gegenüber den WW-Okularen an Achsschärfe und damit Detailerkennung bringt.

Gruß und CS
*entfernt*



 
Also Danke ersma für eure Tipps, werd ich beherzigen beim kauf.

Ich bin mir nur noch nicht ganz sicher in der frage:
Wie oft muss ich ein 150/750 justieren ? vor jeder benutzung ?
 
Hallo Lukas,

die Zeiten der Newtons die die Grundjustierung nicht hielten sind, gerade bei den genannten Volltuben eigentlich vorbei.
Die Konstruktionen der heutigen FS-Spinnen und HS-Zellen sind justierstabil.
Grundjustiert wird zu Hause und eigentlich nur, wenn Mal wieder Bastelstunde war und der Newton demontiert wurde. Danach und nach jeden Transport kontrolliere ich kurz am Stern. Eigentlich wird dann nur selten oder wenn das Seeing so gut ist, dass genaue Justierung am Stern möglich ist, feinjustiert. Das geht dann nur über die HS-Schrauben und ist in fünf Minuten erledigt.
Eine Dejustage (durch Transport) die ein Beobachten ohne vorherige Grundjustierung unmöglich gemacht hätte, haben wir bei Skywatcher, GSO und Co. in unserer Gruppe noch nicht erlebt.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hi Luk22,

ich habe meinen am Anfang ca. 4x am Tag justiert, einfach weil ich erst lernen musste, wie eine brauchbare Justage mit dem F/5 (und überhaupt) geht.
Jetzt trage ich ihn vom Wohnzimmer auf den Balkon oder in den Garten und zurück und justiere schon seit einigen Wochen (ca. 10 Beobachtungsnächte) nicht mehr. Gelegentlich mache ich mal 'nen Sterntest, und wenn da was nicht stimmt ist es mit 2-3 Einstellungen an der HS-Justierung schnell getan.

Praktisch finde ich dabei eine kleine Tuningmaßnahme: an Stelle der Kreuzschlitz-Justageschrauben verwende ich Rändelschrauben mit ca. 30mm Rad die sich mit der Hangut drehen lassen. An Stelle der Inbus-Konterschrauben habe ich dicke Dichtgummis aus dem Sanitärbedarf (Moosgummi geht ggf. auch) zwischen den HS-Halter und den Tubus (um die Justierschraube) gelegt. Die kann ich mit den Rändelschrauben einfach mehr oder weniger zusammenquetschen.
Ähnlich dazu verwende ich eine Feder am FS-Halter, die den FS auf die 3 Justierschrauben zieht.
Mit dieser Konfiguration sparst Du Dir die Schleife: Konterschraube lösen - justieren - Konterschraube festziehen - dejustiert.

Grüße
Holger
 
Danke für eure Beratung... habe mich jetzt für einen Skywatcher 150/750 auf einer EQ5 entschieden.. das Zubehör kauf ich dann so nach und nach dabei denk ich
 
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