Kay
Aktives Mitglied
Aufgrund positiver (Baby) und negativer (OP-Folgen, oft chlechtes Wetter) Gründe bin ich in den letzten Monaten kaum einmal vor die Haustür gekommen, um den Nachthimmel zu durchforsten. Sogar „mein“ HTT musste ohne mich auskommen… seufz! Inzwischen sind aber doch einige Seiten im Beobachtungsbuch voll, so dass ich euch die interessantesten Sichtungen nicht vorenthalten möchte.
Im August war nur ein Date mit dem Nachhimmel drin: am 5.8. kurz auf dem Liegestuhl mit dem 10x50 und u.a. dem Karkoschka: eigentlich zu lütt für mich, da er viiiieeeelllll zu wenige Objekte enthält. Deswegen schreibe ich eigentlich meine BBs, weil ich euch eher unbekannte Fernglasobjekte vorstellen möchte. (Es geht eben mehr als nur „die schönsten, hellsten, bekanntesten Himmelsobjekte“.)
Zu Beginn ein Ausflug in die Historie, 61 Cygni, der erste Stern, bei dem die Entfernung bestimmt wurde, vom ollen Bessel mittels Parallaxenbestimmung. Freihändig im 10x50 deutlich als Doppelstern erkennbar, beide Komponenten fast gleich hell.
Weil letztens mal die Sprache auf den Kugelsternhaufen NGC 6934 im Delphin kam, nahm ich ihn auch mit dem „kleineren“ Glas – im Vergleich zum 16x70 – aufs Korn. Er zeigte sich als flächig, wobei der unmittelbar westlich stehende Sternnicht eindeutig vom KH getrennt war.
Der OH 6823 (Vul) blieb noch von der letzten „Session“ in diesem Sternbild übrig und zeigt sich direkt recht leicht und sogar teilweise aufgelöst.
Der „Katzenaugennebel“ NGC 6543 in Draco ist ja einer der hellsten PN und zeigt sich dementsprechend auch im Fernglas. Allerdings nur punktförmig, wobei die Farbe durchaus bläulich gewesen sein könnte. Schwierig zu sagen, ob real oder nur eingebildet.
Das alles bei einer stellaren Grenzgröße von ganzen 5,7 mag in der Lyra.
Erst am 23.9. war ich mal gegen morgen ab 4 Uhr wieder draußen, und auch diesmal reichte es nur für wenige Objekte.
Vom nächsten „Objekt der Saison“ im Interstellarum NGC 2175 war keine Spur zu sehen, obwohl die „Werte“ eigentlich dafür sprechen. Mal gucken, was andere so beobachtet haben
Mein Projekt: „Messierobjekte im 10x50“ bekam leider auch keinen Zuwachs, da sohl M 76 als auch M 74 sich unter den mäßigen Bedingen von 5,6 (später knapp 5,9) mag in der Leier nicht zeigten. Obwohl, vielleicht, vielleicht war der relativ helle Kernbereich (bei der „Bonner Durchmusterung“ als Stern katalogisiert) von M 74 doch zu sehen gewesen, aber die Karte gab keine eindeutige Identifikation her, vielleicht war es nur ein schwacher Stern in der Nähe. Ist schon verrückt, dass man sich selbst mit dem 10x50 manchmal einen tieferen Atlas wünscht als z.B. die alte Uranometria mit immerhin 9,5 mag stellarer Grenzgröße.
Zwei eher unbekannte FG-Objekte sind die offenen Sternhaufen Collinder 21 (Tri) und Dolidze-Dzimselejsvili 1 (Ari), zwar beide inzwischen als „Asterism“ kategorisiert, aber nichtsdestotrotz gut zu beobachten. Den Kleiderbügelhaufen Cr 399 schauen wir uns ja auch immer wieder an…
Cr 21 ist im 10x50 auffällig: 2 Sterne direkt, dazu ein unaufgelöstes Etwas drumherum. Soll höher vergrößert wie so ein Golfschläger aussehen und deshalb „Putter Cluster“ getauft worden sein… Im 8x30 ist der OH übrigens auch direkt zu sehen als kleiner Sternknoten.
DoDz 1 ist in diesem Glas eine enge Zusammenballung einiger weniger Sterne, 2-3 sind direkt zu beobachten, im 10x50 alles ein wenig größer, aber auch nicht besser zu sehen.
Das war erst einmal das, auf dem Diktiergerät gibt es noch einiges vom Oktober…
Im August war nur ein Date mit dem Nachhimmel drin: am 5.8. kurz auf dem Liegestuhl mit dem 10x50 und u.a. dem Karkoschka: eigentlich zu lütt für mich, da er viiiieeeelllll zu wenige Objekte enthält. Deswegen schreibe ich eigentlich meine BBs, weil ich euch eher unbekannte Fernglasobjekte vorstellen möchte. (Es geht eben mehr als nur „die schönsten, hellsten, bekanntesten Himmelsobjekte“.)
Zu Beginn ein Ausflug in die Historie, 61 Cygni, der erste Stern, bei dem die Entfernung bestimmt wurde, vom ollen Bessel mittels Parallaxenbestimmung. Freihändig im 10x50 deutlich als Doppelstern erkennbar, beide Komponenten fast gleich hell.
Weil letztens mal die Sprache auf den Kugelsternhaufen NGC 6934 im Delphin kam, nahm ich ihn auch mit dem „kleineren“ Glas – im Vergleich zum 16x70 – aufs Korn. Er zeigte sich als flächig, wobei der unmittelbar westlich stehende Sternnicht eindeutig vom KH getrennt war.
Der OH 6823 (Vul) blieb noch von der letzten „Session“ in diesem Sternbild übrig und zeigt sich direkt recht leicht und sogar teilweise aufgelöst.
Der „Katzenaugennebel“ NGC 6543 in Draco ist ja einer der hellsten PN und zeigt sich dementsprechend auch im Fernglas. Allerdings nur punktförmig, wobei die Farbe durchaus bläulich gewesen sein könnte. Schwierig zu sagen, ob real oder nur eingebildet.
Das alles bei einer stellaren Grenzgröße von ganzen 5,7 mag in der Lyra.
Erst am 23.9. war ich mal gegen morgen ab 4 Uhr wieder draußen, und auch diesmal reichte es nur für wenige Objekte.
Vom nächsten „Objekt der Saison“ im Interstellarum NGC 2175 war keine Spur zu sehen, obwohl die „Werte“ eigentlich dafür sprechen. Mal gucken, was andere so beobachtet haben
Mein Projekt: „Messierobjekte im 10x50“ bekam leider auch keinen Zuwachs, da sohl M 76 als auch M 74 sich unter den mäßigen Bedingen von 5,6 (später knapp 5,9) mag in der Leier nicht zeigten. Obwohl, vielleicht, vielleicht war der relativ helle Kernbereich (bei der „Bonner Durchmusterung“ als Stern katalogisiert) von M 74 doch zu sehen gewesen, aber die Karte gab keine eindeutige Identifikation her, vielleicht war es nur ein schwacher Stern in der Nähe. Ist schon verrückt, dass man sich selbst mit dem 10x50 manchmal einen tieferen Atlas wünscht als z.B. die alte Uranometria mit immerhin 9,5 mag stellarer Grenzgröße.
Zwei eher unbekannte FG-Objekte sind die offenen Sternhaufen Collinder 21 (Tri) und Dolidze-Dzimselejsvili 1 (Ari), zwar beide inzwischen als „Asterism“ kategorisiert, aber nichtsdestotrotz gut zu beobachten. Den Kleiderbügelhaufen Cr 399 schauen wir uns ja auch immer wieder an…
Cr 21 ist im 10x50 auffällig: 2 Sterne direkt, dazu ein unaufgelöstes Etwas drumherum. Soll höher vergrößert wie so ein Golfschläger aussehen und deshalb „Putter Cluster“ getauft worden sein… Im 8x30 ist der OH übrigens auch direkt zu sehen als kleiner Sternknoten.
DoDz 1 ist in diesem Glas eine enge Zusammenballung einiger weniger Sterne, 2-3 sind direkt zu beobachten, im 10x50 alles ein wenig größer, aber auch nicht besser zu sehen.
Das war erst einmal das, auf dem Diktiergerät gibt es noch einiges vom Oktober…