Quereinsteiger hat ein paar Fragen.

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ForenSeil

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Hallo!
Ich habe mir letzte Woche einen Meade Refraktor 291 mit dafür befriedigender motorisierter paralaktischer Montierung auf Holzstativ geholt und finde ihn eigentlich trotz der relativen Lichtschwäche (62/900 oder so) total super zum Beobachten&Fotografieren von Planeten und dem Mond (sehr geringe CAs und tolle IQ für ein Fraunhofer), was mir jedoch fehlt ist die Möglichkeit zur Langzeitbelichtung (3min aufwärts) mit meiner geliebten Soney NEX Systemkamera.

Ich habe mich die letzte Woche in das Thema eingelesen und bin zum Schluss gekommmen, dass ich aufrüsten möchte.
Dobson möchte ich nicht, da die ja nicht so leicht nachzuführen sind und schwer ohne Auto zu transportieren.
Vor allem eine neue Montierung mit Polsucher soll her - und falls es günstig ist dazu noch ein lichtstärkeres Teleskop.

Zu meiner Neuanschaffung habe ich ein paar Fragen gesammelt:

- Mitunter sieht man EQ3 Montierungen ohne "Loch" in der Achse die an nach Norden ausrichtet, während andere ein Loch (für den Polsucher!?) haben. z.B. das "Omegon Teleskop Set N 150/750 EQ-3" hat scheinbar kein Loch für einen Polsucher während auf anderen Bildern von EQ3 sets so ein Loch zu sehen ist. Kann man trotzdem einen Polsucher anbringen/nachrüsten oder ist es in Wahrheit auch so ein EQ3-1 "fake" oder ein sonstiges Derivat oder so?

- In der Buch gibt es für 30-40€ günstige regulierbare Nachführmotoren für 9V Batterien. Kann man diese an EQ3, EQ5, Astro5 und co montieren? Oder sind die zu schwach oder zu ungenau für z.B. ~3min-10min Belichtungen?

- Die Meade ETX 70 etc. mit GoTo sollen ja nicht so doll zum Nachführen sein. Je nach Quelle und Modell findet man, dass man nur 30s-3min damit belichten kann. Aber wie wären die Belichtungszteiten wenn ich das ganze Ding einfach von vornherein einfach paralaktisch ausrichten würde? Dann müsste das Ding ja nurnoch eine Achse nachführen, oder?

- Gibt es außer EQ3 noch andere vernünftige Montierungen die was taugen und mit passendem Stativ ganz gut in der Preis-Leistung sind?
Bis jetzt halte ich nebst dem EQ3 außerdem Ausschau nach EQ5, EQ4 Astro5, HEQ5, NEQ-5, NEQ-4, NEQ-3, EQ-EM10, Astro5DX, Vixen NP, Vixen GP - gibt es noch andere die ungefähr ins Preislimit passen könnten und für Fotografie einigermaßen was taugen? Meine Ansprüche sind nicht sehr hoch, haupsache Polsucher vorhanden und Nachführen klappt einigermaßen!

- Über Katadioptrische Spiegelteleskope wird hier in den Foren gundsätzlich viel geschimpft. Taugen die günstigen(!) wirklich alle garnichts? So ein 150er oder 114er würde mich vom Preis und von den Eckdaten schon reizen. Bei den fotografischen Spiegelobjektiven (die ja alle Katadiopter sind) gibt es qualitativ nämlich Unteschiede wie Tag und Nacht, wobei es aber auch unter den günstigeren auch ein paar ganz gut brauchbare gibt!

- Kann man Mikroskop-Okulare an Teleskopen bedenkenlos verwenden? Die sind ja häufiger mal günstige hochwertige von Leitz, Lomo, Olympus, Nikon oder Zeiss West anzutreffen.

PS: Komme eigentlich vom Fotografie-mit-Altglas-Hobby zu euch (daher habe ich bereits ein bisschen Ahnung von Optik), entschuldigt bitte mein potentiell fremd wirkendes Fachvokabular ;)
 
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Frage 2 Habe ich ir inzwischen selbst beantwortet. Reichen wohl eher nur für EQ1 oder maximal EQ2. Mann muss wohl die 80-90€ für einen nativen Motor ausgeben.
 
Hallo,

um was für ein Teleskop soll es sich da genau handeln?

Nachführung ist schon recht einfach möglich, allerdings nur mit KLEINEN Brennweiten! Sprich wenn du DURCH das Teleskop fotografiern willst (falls das Teleskop dafür geeignet ist) erfordert eine sehr viel stabilere und teurere Montierung wenn wir von den Belichtungszeiten reden die du hier anschlägst. Da sind mal für den Einstieg knapp unter 1000€ (z.B. HEQ-5) für die Montierung fällig. Zum Einstieg mit kleinen Brennweiten muss das aber nicht sein - zum visuellen Beobachten sowieso nicht.

Das ETX70, dass ich auch mal hatte, ist deshalb nicht geeignet, weil es nicht parallaktisch aufgestellt ist, es führt zwar nach aber das reicht nur zum Beobachten, mit der Kamera gäbe es eine Bildrotation. Dadurch gehen für Langzeiberichtungen nicht mal 30s...

Nein! Die 114 und 150mm Katadiopter taugen rein GAR NICHTS, kann man in keinster Weise mit Spiegelobjektiven vergleichen.

Über die Mikroskopokulare kann ich nicht viel sagen, außer dass du da mal googeln solltest, meine schon oft davon gelesen zu haben, dass die hin und wieder eingesetzt werden.

Viele Grüße Benny
 
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Danke! Und vielen dank auch zur Antwort zur ersten Frage die nochmal in nem anderen Unterforum gestellt hatte.

Mir ist klar, dass mehr Brennweite mehr Präzision benötigt - hatte nur vergessen die Brennweite zu erwähnen ;)
Ich möchte mit einem relativ gut offen-tauglichen Minolta 135mm F2.8 für Deep Sky anfangen. Das ist mein Hauptziel.
Ich habe allerdings auch noch ein halbwegs offen-taugliches Tair 300mm F4,5 Triplet, ein Summicron 90mm F2 und ein paar andere interessante Objektive und ein 180/2.8 APO ist geplant - wäre natürlich auch schön wenn das mit den etwas längeren auch noch funktionieren würde, ist aber erstmal sekundär ;)

Durch das Teleskop würde ich gerne mal Stacking von Planeten probieren; meine Kamera kann sehr rauscharmes Full-HD Video bis sogar ISO3200 - also weit mehr als das was normale Webcams, Digicams oder Camcorder hergeben.

Ich glaube du hast allerdings nicht ganz verstanden was ich mit dem ETX meinte. Meine Idee war den ganzen ETX-Kopf auf einer Polachse so auszurichten, dass das ETX weniger nachzuführen hat.

Kannst du mir zufällig sagen, ob sich die häufig angegeben 30s Belichtungszeit mit dem ETX auf Piggyback oder auf durch-das-Fernrohr beziehen?

Beim Googeln über die Verwendung von Mikroskop-Objektiven an Teleskopen konnte ich bis jetzt noch nichts nützliches finden.
 
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Hallo,

stimmt, es gab da wohl auch mal einen Adapter für das ETX... Fotografiert habe ich damit natürlich nicht, kann dir dementsprechend auch keine Tipps geben - in Jedem Fall ist da Bastelei angesagt, es gibt keine Piggybackhalterung. Aber lies dich am besten erstmal etwas weiter ein.

Werden sich sicher auch noch ein paar fotoaffinere Kollegen melden, die dir genauere Tipps geben können :)

CS und Gruß Benny
 
Hi!

Die EQ 3 ohne Loch entspricht nicht der EQ3-2 oder NEQ-3, sondern meist der Astro3/Lidl/Cosmostar/EQ3-1. Manchmal wird auch die EQ-2 so bezeichnet.

Die Motoren mit 9-V-Blockbatterie sind sehr ungenau und kaum richtig einzustellen. Selbst ein Weitwinkelobjektiv würde ich damit nicht länger als ein paar Sekunden nachführen.

Deiner Montierungsauflistung fehlt nur die alte Vixen Polaris; offensichtlich hast Du Dich bereits gut umgesehen.

Bei den Katadiptern gibt es auch brauchbare, je nach Glück. Vierblättrige Kleeblätter lassen sich aber leichter finden ...

Die meisten Mikroskopokulare sollten, sofern vom Steckmaß her adaptiert, auch an Teleskopen funktionieren. Allerdings sind an nicht allzu schnellen Teleskopen (Öffnungsverhältnis 1:6 oder kleiner) preiswerte Plössl gut einzusetzen, ebenso viele Weitwinkelokulare. Der Einsteigernewton 114/900 könnte also genauso gut mit derartigen Produkten bestückt werden wie Dein Refraktor.

Grüße

fquadrat
 
Habe inzwischen einen Satz Plössel (12,5mm, 32mm und eine 2x Barlow vom Teleskop-Service) und finde sie eigentlich ziemlich mies.
Beide haben ziemlich heftige Verzerrung (kissenförmig) und funktionieren nur in einem engen Blickwinkel.

Die vom 0,92" Okulare von meinem Meade-Refrakor sind imho besser.

Hat jemand einen Tip was sonst noch so ganz gut ist?
 
Komisch, das einfache 12,5-mm-Plössl vom vermutlich selben Hersteller, kauft über einen anderen Händler, der aber bei TS bezogen hat, gefällt mir gut. Verzeichung (nicht Verzerrung!) ist mir bisher nicht aufgefallen. Das Einblickverhalten ist gut, verglichen mit kürzerbrennweitigen Weitwinkeltypen.
 
Hallo Foren Seil-es gibt unzählige teure Okulare,aber meine Erfahrung:- Ich benutze auch Mikroskopokulare....aber viel besser sind Okulare aus ausrangierten Ferngläsern ..mit diesen Weitwinkelokularen erziele ich eine für mich Super Qualität-selbst bei Deep Sky.

Gruss" Hotte"
http://astronomer.jimdo.com/
 
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