Radioastronomie mit der Satellitenschüssel?

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Shockwave123

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Hallo Leute,

ich würde es gerne mal (zum Testen) in der Radioastronomie probieren. Im Internet habe ich mich ein wenig gebildet, eine Frage blieb aber (seltsamerweise) offen: Ist es möglich eine einfache Stellitenschüssel für den Empfang zu benutzen? Ist jemand selbst praktizierender Radioastronom?

Gruß und CS,
Marcel
 
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Hallo Marcel,

ja , es ist mit einer Satschüssel möglich .
Nur würde ich dir nicht zu einer Offsetschüssel raten,
die ist schlechter einzustellen. Das LNB ist wichtiger .
Du musst eines nehmen das die richtige Eingangsfrequenz
umsetzt. Im Netz gibt es Info´s.

Gruss Ulrich
 
Hallo Marcel,

für den Einstieg in die Radioastronomie kann man eine Satellitenschüssel benutzen. Am besten beginnt man mit der Sonnenbeobachtung. Dazu gibt es unzählige Seiten, die den Aufbau beschreiben.

Wie Ulrich schon richtig beschrieben hat, ist eine Offsetschüssel gewöhnungsbedürftig ( Zeigt nicht direkt auf das Objekt) aber trotzdem gut zu gebrauchen.

Hier gibt es einiges Seiten zu lesen:
http://www.astrophysik.uni-kiel.de/~koeppen/10GHz/simple.html

http://mysite.verizon.net/vze7fr1a/SARA/projects/n4ip.htm

oder auf der Erac Seite schauen http://eracnet.org/




 
Hallo Leute,

vielen Dank, werd mich da nun mal einarbeiten!
Eine andere Frage hätte ich da aber noch: In einem Heft (Sky and Telescope) habe ich gelesen, dass man mit einfachen Radioantennen mehr oder minder indirekt Meteore hören kann, bzw. genauer durch das ionisierte Gas reflektierte Radiosignale. Habt ihr das mal probiert?
Ich bin hier gerade am Rumprobieren mit meiner DVB-T-Antenne, die auch im FM-Bereich empfangen kann, ich finde aber keine Software, um das irgendwie hinzubekommen. Mit dem Media Center klappts nur, wenn ich vorgaukle ne Analoge Antenne zu besitzen, dort kann ich auch schön eine freie Frequenz zum Lauschen wählen, kleiner Wermutstropfen: Man hört kein Rauschen ;-) Es wird scheinbar automatisch unterdrückt.

Kennt ihr eine Software, die mir da helfen könnte?

Gruß und CS,
Marcel
 
Hallo Marcel,

Du meinst Meteorscatter. Wird viel von den Funkamateuren verwendet zur Kommunikation innerhalb Europas. Die US Army nutzt Meteorscatter zur Verbindung USA <-> Nordpol ;).

Meteorscatter wird natürlich auch zur Beobachtung bzw. Zählung der Meteoriten Häufigkeit benutzt.

Wenn Du mehr dazu wissen willst, schaue Dir diese beiden Seiten an:

http://www.dj4uf.de/funktechnik/meteorscatter/meteorscatter.htm
http://www.vhfdx.de/meteorscatter.html
http://users.ugent.be/~hdejongh/astro/meteor/meteor.html

Prinzipiel brauchst Du ein UKW Radio und eine Richtantenne. Dazu eine Radiostation die im richtigen Abstand / Winkel von Dir ist und normaler weise nicht hörst. Erst durch die Ionisierung wird die Aussendung des Radiosenders reflektiert und für eine kurze Zeit kann Du den Sender Empfangen. Damit hast Du einen Meteoriten registriert. Software nutzt man z.B SpectrumLab, WSJT oder andere.

 
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Hallo Kalle,

deine Infos werde ich mir mal reinziehen! Die Programme (SpectrumLab und WSJT) sind für meine einfachen Vorhaben schon erheblich zu kompliziert...
Ich plane eigentlich Folgendes: Antenne ausrichten, (hier) freie Frequenz über Software auswählen und das, was da eingefangen wird, per Soundkarte (meine Audigy hat da die feine Funktion "Was sie hören") einfach aufzeichnen, um hinterher mit dem WaveStudio nach Unregelmäßigkeiten im Rauschen zu suchen. Soweit die Theorie. Laut Infos soll der Signalanstieg (durch die Reflexion an der Spur des Meteoren) sehr stark sein und sich durch einen exponentiellen Abfall charakterisieren. Fehlt mir nur noch das passende Programm....wie bereits weiter oben beklagt, filtert das Media Center jegliches Rauschen einfach raus :-( GIbts denn in der Welt keine Programme mehr, die über eine TV-Karte einfachen, normalen Radioempfang ermöglichen...?

Angeblich dauert das Signal eines 0 mag Meteors bei 70 Mhz gut eine Sekunde, was ja schon recht erfreulich ist.
Alternativ bleibt da natürlich noch der Gebrauch eines guten, alten Radios, an das ich die Antenne anschließe. Der gesamte Apparat wird schlussendlich dann per Kabel mit dem Line-In der Soundkarte verbunden und aufgezeichnet.
Im Grunde dürfte das doch funktionieren, oder?

Gruß und CS,
Marcel
 
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Hallo Marcel,

Alle PC Radioempfängersoftware schalten bei fehlendem Eingangssignal die Rauschsperre ein. Zu dem sie auch eine AGC (automatic gain control / automatische Laustärkenkontrolle) haben. Damit regelt die Software automatisch die Lautstärke. Aber genau das brauchen wir nicht. Am besten wirst Du damit bedient sein, einen Empfänger zu nutzen, bei dem man die AGC auf FAST oder ganz ausschalten kann. Ich würde Spectrumlab oder WSJT nehmen. Denn durch das Spektrumbild kann man noch Reflektionen am Bildschirm sehen, die man mit dem Ohr nicht mehr hört.

Ansonsten lesen und praktisch ausprobieren!

 
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Hallo Kalle,

kann SpectrumLab denn auch über die TV-Karte empfangen? Und wenn ja, wie...?

Gruß und CS,
Marcel
 
Hallo,

danke an alle auch von mir für die vielen Linktips. Lese mich auch gerade ein, da wir in kleiner Runde (Funkamateure und Hobbyastronomen) uns auch mal damit beschäftigen wollen.
 
Hallo Marcel,

bist Du mit Deinem Projekt weitergekommen??

Übrigens gibt es eine einfache externe Empfängerlösung, allerdings mit Bastelaufwand. Du musst Dir ein Netzteil bauen oder kaufen, das 5V, 12V und 30V liefert. Als Empfänger nutzt Du den SAT Empfangsbaustein von mtmscientific (http://www.mtmscientific.com/tuner.html)
Für $57.50 inkl Versand kannst Du ihn Dir zusammen löten. Der Baustein ist einstellbar von 50 - 900 Mhz. Du brauch nur noch den Soundausgang des Baustein an Deiner Soundkarte anschließen, Radio Sky-Pipe starten und die Soundkarte als Input Kanal konfigurieren. Wenn alles Automatisch gehen soll, kann man in Sky-Pipe einen Trigger einstellen, der Automatisch die Aufnahme startet, wenn sich durch eine Reflektion der Pegel ändert. Damit werden automatisiert Meteore gezählt. Vorteil diese Lösung ist, du hast Dir einen Grundbaustein geschaffen, auch auf anderen Frequenzen Radioastronomie zu betreiben. Interessante Frequenzen sind hier 73, 153, 306, 408, 610 Mhz. Wenn man tiefer in die RA einsteigen will, sicherlich der beste einstieg.

KH
 
Hallo Marcel,

auf dem Praktischen astronomischen Samstag (PaS) markiert das Thema Radioastronomie immer wieder einen interessant Aspekt. Diesbezüglich ist Jürgen Morawietz der Ansprechpartner. Schau mal unter Radioastronomie.de , der ehemaligen Themengruppe von NightSky nach oder schreibe Jürgen am besten an.

Liebe Grüße

Christoph.

Sternwarte Neuenhaus
 
Hallo Leute,

im Moment schreckt mich der doch recht hohe Aufwand ein wenig ab, das wird nichts mit "mal eben" ein wenig ins All horchen, auch weil ich keinen brauchbaren Empfänger besitze, da werde ich mich wohl insgesamt mal etwas mehr mit der Materie auseinandersetzen müssen. Was ich im Moment probiere, ist etwas einfacher: Spektroskopie ;-)

Gruß und CS,
Marcel
 
Hallo Marcel,

>im Moment schreckt mich der doch recht hohe Aufwand ein wenig ab

Von Einsteigern wird oft der Aufwand und dafür nötige Sachverstand unterschätzt. Allerdings sollte man sich nicht abschrecken lassen und mit kleinen Schritten in die Radioastronomie einsteigen.

>auch weil ich keinen brauchbaren Empfänger besitze

Der einfachste Einstieg ist die VLF Radioastronomie bei 10 - 100Khz. Hierzu benötigt man sehr einfaches Equipment und die Kosten liegen bei < 30 Euro.

Dazu brauchst Du nur einen PC mit einer Soundkarte die 48Khz Samplen kann und eine VLF Antenne, die man sich selber baut. Die VLF Antenne an die Soundkarte anschließen und das kostenlose Programm SpectrumLab installieren / konfigurieren. Das war es !

Es kann mit der VLF Radioastronomie bzw. mit der passiven Sonnen Beobachtung gestartet werden.
Wenn man mehr Interesse entwickelt, kommt automatisch das nächste Projekt wie z.B. 10Ghz Sonnenbeobachtung mit SAT Schüssel und SAT-Pegelmesser + ADC für den PC oder ein 20,1 / 25,6 Mhz Empfänger zur Jupiter / Sonnen Beobachtung.

Es sollte allerdings auch nicht verschwiegen werden, das alles darüber hinaus schon recht Anspruchsvoll ist und man entweder selber gute technische Voraussetzungen mitbringt oder Zugang zu anderen Radio Astronomen bzw. Funkamateuren hat.

Lass Dich nicht abschrecken und wenn der erste Schritt getan ist, kommt auch die Freude über das Ergebnis.

Viele Grüße,
Karl-Heinz
 
Hallo Alle.

Das Thema Radio-Astronomie find ich gut.

Ich Möchte "einsteigen"

Könnte von einem befreundeten Funkamateur eine
1,6m - Schüssel billig kriegen.

Habe einen Yaesu FRG 9600 Emfänger (60-900 MHz)
SSB-tauglich.
Mehre Monitore und TV-Bildschirme.
Stabiles Holzstativ mit Monti GPDX

Was brauche ich: um Signale oder "Rausch-Bilder"
aus dem Weltraum, sichtbar oder hörbar zu machen ?

1000 € wäre mir die "Sache" schon wert.

Wer kann weitere Infos liefern ?

Habe nur Schul-englisch Kenntnisse.

Bin Bastler: Funktions-Modellbau - und hab Zeit.


Sonst mache ich nur optische Astronomische und
Terristische Beobachtungen mit:

7 X 50
24 X 80
120/1020 APO

Grüsse aus Lünen (Nähe Dortmund)

Günter
 
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