Rat beim Kauf

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hafib

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Hallo erstmals.
Bin neu im Forum und hoffe ein wenig Hilfe bzw. Rat zu bekommen von euch, die ihr viel Erfahrung habt. Da ich Einsteiger in die Sterbetrachtung bin, will ich mir nun ein Teleskop kaufen. Finanziell geht momentan grad nicht so viel, aber so bis 300€ geht momentan.

Da mir von einigen Seiten bereits empfohlen wurde bei Noname Produkten vorsichtig zu sein will ich nicht die Katze im Sack kaufen. Mir ist bewußt, dass in der Preisklasse die Geräte ihre Leistungsgrenzen haben, aber ich will auch mal einsteigen und gebe mich da auch mit weniger zufrieden. Nur das was möglich ist soll dabei dennoch in guter Qualität zu sehen sein.

EIn Angebot habe ich gefunden, dass mir als Unwissender ins Auge sticht -

http://www.meade.de/produkte/teleskope/product.html?act=pdis&actid=4614900

Hat jemand Erfahrungen damit? Wie sieht das Preis - Leistungsverhältnis aus? Was kann man von diesem Gerät erwarten? Ist es aufrüstbar zb Nachführungsmotorik? Gibt es ähnliche Marken, die das selbe bietren nur billiger? oder vielleicht mit ein wenige AUfpreis wesentlich besser?

EIn paar Meinungen dazu wäre wirklich eine sehr große Hilfe! Da ich leidenschaftlich fotografiere will ich natürlich auch mit meinem Teleskop das dann versuchen. Deswegen auch meine Frage bezüglich der Nachführung etc.

Besten Dank im Voraus!!

LG
 
Hallo "hafib",

wilkommen im Forum, schön dass du dich vor dem Kauf informieren möchtest :super:

Das von dir verlinkte Gerät ist ein 4,5" Newton, das ist ein grundsätzlich ein schönes Gerät für den Einstieg mit dem man schon einiges sehen kann. Leider ist das Meade wie auch viele andere "Fertigpakete" mit einer viel zu schwachen Montierung ausgerüstet, das heisst es wird beim Scharfstellen und Beobachten wackeln, da vergeht einem schnell mal der Spass, ging mir mit meinem ersten Teleskop auch so. Bis 300€ ist aber ein 114er schon mit einer stabileren Montierung drinne, etwa eine EQ3-2, schau dich mal ein bischen auf den Seiten der Händler um die hier im Forum werben.

Nachrüstbar mit Motoren wäre die EQ3 dann auch, sogar mit einer 2-Achs-Steuerung, allerdings sind das dann nochmal 200€ extra. Das Thema Astrofotografie ist etwas mit dem man sich zu Beginn keinesfalls belasten sollte, zumindest nicht in dem Umfang wie man das sich so vorstellt. Ein guter Artikel zum Thema ist der von Sven Wienstein, ich hab dazu auch mal was mit Hilfe einiger Fotografen geschrieben.

Was aber von Anfang an mit dem Gerät auf der genannten Montierung möglich wäre, ist Piggybackfotografie mit geringen Brennweiten, also einem normalen Objektiv, vorzugsweise natürlich mit einer vorhandenen (?) analogen Spiegelreflex oder gar DSLR.

Preislich drinne wäre sogar schon ein beträchtlich grösseres Teleskop, bspw. ein 150/750 inkl. Montierung, aber dann bleibt kein Geld mehr für notwendiges Zubehör, bei einem gebrauchten 8" f/6 Dobson sieht das ähnlich aus, gebraucht wäre sicher einer für ca. 200€ zu holen, nur dann ohne ein einziges Okular, neu wäre dein Budget ebenfalls komplett ausgeschöpft ohne geeignete Okulare... Ist noch etwas sparen eine Option?

Am besten ist du liest dich noch etwas ein und das allerbeste was zu raten ist, dass du versuchts live durch einige Geräte zu schauen, Sternfreunde finden sich fast in jeder Ecke Deutschlands und sind immer froh wenn ein Einsteiger mal deren Geräte sehen will ;)

CS Benny
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Benny.

Danke für deine Antwort. Naja es ist schon so, dass ich ja nicht alles auf einmal kaufen muß. Das mit der Motorisierung und der Fotografie will ich als Option offen haben, langsam einsteigen, aber sollte einfach möglich sein damit. Ich will das einfach vorher wissen ob es dazu überhaupt taugt bzw ob es aufrüstbar ist usw.

Insfoern werde ich wohl dennoch auf eine Fertigpaket vorerst vorlieb nehmen, da es einfach billiger kommt :).

Du hast die EQ3 Montierung erwähnt - Ich fand hier ein weiteres ANgebot - handelt es sich dabei um diese?

http://www.astroshop.de/teleskope/s...utm_term=3070&utm_campaign=pangora_buycentral

da ich über die verschiedenen Marken ja nicht bescheid weiß - wie sieht es damit aus so grundsätzlich? 299€ wären ja auch noch im Rahmen. Motorisierung, bessere Okulare, Filter usw - das würde ich mir sowieso nach und nach besorgen. Ich hätte jetzt einfach gern mal ein halbwegs leistbares aber dennoch zufriedenstellendes Einsteigermodell, dass einem Lust auf mehr macht und nicht die selbe nimmt. Ich kenne solche 80 € Teile - da hat man mit 20mm Okular noch halbwegs gute Ergebnisse aber alles andere ist nur mehr unscharf, milchig, dunkel und das Stativ fällt schon beim anschaun um ;) - ich meine solchen Zuständen will, ich eindeutig entgehen - daher will ich mich eben anständig vorinformieren, ob es in der Preisklasse was gibt, mit dem man ordentlich arbeiten kann, oder ob ich einfach noch länger warten soll. Ich meine ich weiß - es wird immer ein noch besseres geben, dass etwas teurer ist, aber momentan geht als Student nicht mehr.

Danke vorerst
LG

 
Hi LG,

Der Skywatcher 150/1200 auf EQ3...ist ein weiteres Beispiel von ziemlich knapp dimensionierter Montierung, mit der Du sicher icht mehr viel Spielraum zum Upgrade hast.
(siehe dazu auch die Übersicht der Deepsky Brothers unter: http://www.deepsky-brothers.de/SinnvKombiTEL_Monti.htm )
Hast Du so ein Gerät schon mal gesehen (im Vergleich z.B. mit einem Menschen)? Das ist schon ein großes Rohr von rd. 1,20m Länge x 20cm Durchmesser...klapp mal einfach einen Zollstock auf diese Größe aus.
Wenn Du einen Fernhrohrladen in Deiner Nähe hast, fahr einfach mal hin - mein Händler hat mich aller Illusionen beraubt und dabei sogar noch gut beraten...
Grüße
Holger
 
ok :( ich seh schon....

das wird noch dauern....

das Ding scheint ja tatsächlich ziemlich NICHT zusammenzupassen. Bleibt fraglich wieso man so was verkauft.

Zu warten und mehr Geld auszugebemn einerseits und den Gang zum Fachhändler andererseits werd ich mir dann wohl nicht sparen.

Danke mal für die Antwort auch.
 
Guten Morgen Hafib,

ich bin zwar selbst Anfänger, gebe Dir aber trotzdem eine Empfehlung. Ich stand vor einigen Monaten selbst vor der Kaufentscheidung. Da ich mich vorher nicht informiert habe, ersteigerte ich zunächst bei ebay einen Bresserrefraktor, durch den man nicht viel sah :-)))). Trotzdem faszinierten mich die Jupitermonde, der Andromedanebel und einige andere Objekte, die wenn auch schwach, erkennbar waren. Ich merkte, dass es mir Freude macht, mich mit Sternbildern zu beschäftigen und "Objekte" aufzusuchen. Also sah ich mich nach was Neuem um. Ich habe mir folgendes Gerät zugelegt.

http://www.teleskope-online.de/popup.php?popartikelid=30

Ich habe es etwas günstiger bekommen, so dass es in Deiner Preisvorstellung lag. Versuche doch mal, ob es möglich ist. Ich kann das Gerät empfehlen, da es alle Kriterien erfüllt, die Du möchtest. Es steht auf einer stabilen Montierung (eine kl.Kamera trägt es bestimmt auch noch), ist erweiterbar mit Nachführung und hat auch genügend Öffnung. Zudem kommt das es noch recht handlich ist. Wenn es ein Manko gibt.....Brauchbare Okulare sind recht teuer...abgesehen von den hier oft beschriebenen Goldkanten. .....aber es muss ja nicht alles auf einmal sein...

Gruss Albertli
 
Hallo Hafib,

es wäre gut wenn Du Deine Vorstellungen etwas konkreter fassen kannst. Benny hat Dir schon entsprechende Hilfen daui gegeben.

Was Fotos angeht, gibt es verschieden Arten zu fotografieren. Wenns um langebelichtete Deep Sky Fotos geht, muss man ein Leitrohr (kann auch das Hauptrohr sein wenn man Piggyback fotografiert), Fadenkreuzokular, Motorsteuerung, Befestigung für die Optiken und Fernauslöser für die Kamera einrechnen. Das kostet.

Bei Deinem Budget ist Foto und Beobachten zusammen nur gebraucht zu realisieren. Ich denke entweder an einen 114/500-Newton oder einen 130/650-Newton auf eq3. Dann geht mit später angeschaffter Steuerung Fotografie mit Teleobjektiv. Allerdings ist das dann auch ne Sackgasse was die Größe der Optik angeht.

Was ich mir vorstellen könnte: besorg nen 8"/F6 Dobs mit 2 zusätzlichen Goldkantenokularen auf dem Gebrauchtmarkt und lern den Himmel kennen. Dann stellst Du Deine Kamera auf ein Stativ und machst gestackte Weitwinkelaufnahmen mit 10-30sec Belichtungszeit. Dann lädst Du die einschlägige Bildbearbeitungssoftware für Astrofotografie auf Deinen Rechner und machst ein paar hübsche Sternfeldaufnahmen für 0EUR.

Am besten würde mir für Dich ein 150/750-Newton auf einer ADM-Montierung gefallen. Das könnte für 300EUR gerade so mit viel Geduld auf dem Gebrauchtmarkt erhältlich sein. Damit hast Du eine Basis, die auch noch etwas größere Öffnungen trägt. Wenn Du dann etwa nochmal 500EUR zusammenkriegst kannst Du (mit viel Gespür bei Ebay) "richtig" Deepskyfotografie angehen.
Professionell oder "Gut" ist das dann aber noch (lange)nicht.

Und wenn Dir das gefällt - dann wirds vermutlich richtig teuer ;-).

CS

Klaus
 
Hi Namenloser,

Deine Ansicht, ein Komplettpaket sei günstiger, kann ich nicht Teilen. Schauen wir uns das mal konkret an:

Zunächst mal am 114/900, den Du zuerst vorgeschlagen hast. Hier wird ein Listenpreis von ca. 200 Euro angeschlagen.
Im Paket enthalten ist eine Montierung, ein Teleskop, ein Leuchtpunktsucher und 3 Kellner Okulare 4mm, 9mm und 25mm. Hinzu kommt ein Mondfilter, eine 3x Barlow und ein Leuchtpunktsucher, sowie etwas "Krempel".

Vorweg: Dieses Paket ist für den Einstieg geeignet.
Es hat aber Schwachpunkte. Wo liegen diese?
An erster Stelle einfach das Montierungs-Problem. Solche Pakete enthalten fast immer eine Montierung, die so gerade die Optik trägt. Dabei geht es nicht darum, dass etwas abbrechen könnte, sondern es geht um Schwingungsdämpfung. Du wirst mit diesem Teleskop Vergrößerungen bis 180x nutzen wollen und dabei von Hand mit der biegsamen Welle das Teleskop dem Himmel nachführen. Wenn aber selbst die Berührung der biegsamen Welle das Teleskop wackeln lässt, wird die Beobachtung anstrengend.

Nächstes Thema sind Okulare und Barlow. Die beigelegten Kellner-Okulare sind geeignet, um damit für den Anfang zu beobachten, aber schon beim 9mm fängt der Einblick an, unbequem zu werden und das 4mm möchte man sich vielleicht mit einer lauwarmen Salatöl-Mischung ans Auge kleben. Man muss an die winzige Linse solcher Okulare sehr nah heran, beim 4mm auf nur 3mm Augenabstand. Da kann das Auge vor Anstrengung anfangen, zu tränen - dann sieht man nichts mehr. Ohnehin kommt es beim erlernen der Beobachtung auf Geduld an, also ist entspanntes Beobachten wichtig. Das können diese Okulare nicht bieten. Bei der Abbildungsqualität muss man bei 9mm und 4mm auch mit Abstrichen rechnen. Die 3x Barlow ist letztendlich in dieser Preisklasse auch ein sehr günstiges Teil, das vor allem den Effekt hat, dass jedes verwendete optische Element seine Fehler zum Gesamtbild beisteuert.
Schauen wir uns noch die Vergrößerungen an:
25mm: 36-fach oder mit 3x Barlow 108x. Beide nutzbar.
9mm: 100-fach oder mit 3x Barlow 300-fache. 300-fach ist mit diesem Teleskop nicht mehr sinnvoll nutzbar, überzieht die Optik völlig, man wird nicht mehr scharfstellen können. 100-fach mit dem 9mm ist sicher 108x mit dem 25mm + Barlow vorzuziehen, da qualitativ besser.
4mm: 225-fach, schon sehr hoch, oder mit Barlow (AUA!) 675-fach, also totaler Humbug!

Man kommt zu dem Ergebnis, dass die Barlow in diesem Paket als Briefbeschwerer beigelegt wurde!
Weiterhin sind die brauchbaren Vergrößerungen 36x, 100x und 225x.
Hier fällt auf, dass 36x schon recht viel Vergrößerung ist. Man würde an so einem Gerät gern ein 32mm Okular nutzen mit 28x oder gar ein 40mm mit 22,5x. Das ergibt ein helleres Bild und man sieht einen größeren Himmelsausschnitt. Ein paar Objekte am Himmel sind nämlich so groß, dass das lohnt.
100x ist als Vergrößerung so ganz nett, der Mond füllt damit das Bild passgenau aus. Man hätte vielleicht aber gern einen kleinen schwarzen Rand drumrum, der Mond bewegt sich ja auch, und daher vielleicht lieber 90x, oder für Planeten wären 120x schöner, da kann man auf Jupiter, Saturn und Mars schon etwas mehr erkennen.
225x ist eine sehr hohe Vergrößerung für einen 114/900. Ein gutes Exemplar, das sehr genau justiert ist, kann das leisten. Ich kenne ein solches Gerät, ich kenne aber auch welche, die das nicht packen! Die Vergrößerung ist auch eher für Saturn und Mond ideal, bei Jupiter und Mars sollte man nicht so stark vergrößern. Die meist idealen 150x bis 180x kann man mit den beigelegten Sachen aber nicht erzielen.

Ergo: Ich sehe mindestens 2 Okularwünsche, nämlich ein besseres Übersichtsokular mit 32mm oder 40mm und ein Okular zwischen 5mm und 6mm. Nebenbei machen die beigelegten Okulare qualitativ ohnehin den Eindruck, dass man sie baldigst ersetzen wird, wenn man längere Zeit bei dem Hobby bleiben will. Dass die Barlow unnütz ist, wiederhole ich nochmal.

So, wie sieht das dann aus mit "im Paket billiger"??? Eigentlich eher schlecht.

Schauen wir uns mal noch das Skywatcher Paket an.
150/1200 Newton, das ist schon eine spannende Optik! Leider wieder auf zu schwacher Montierung. Statt der EQ 3-2 würde ich schon bei einer EQ-5 meine Bedenken haben mit einem 1,2m langen Lulatsch da drauf.
Die beigelegten Okulare "Super 25mm" und "Super 10mm" sind schon eine kleine Qualitätsklasse über den einfachen Noname-Kellnern aus dem vorherigen Paket. Das 10mm liefert 120x, gute Einstiegsvergrößerung für Planetendetails, das 25mm kommt auf 48x, das ist für ein Übersichtsokular wieder recht hoch. Da kommt also wieder der Wunsch auf nach einem 32mm oder 40mm. Und für richtig hohe Vergrößerungen fehlen gut zwei Okulare für 180x und 220x.
Auch hier ist man also mit der Zusammenstellung nicht glücklich.

Auf lange Sicht ist bei solchen Paketen stets zu erwarten, dass Montierung und Okulare vollständig durch Neukäufe ersetzt werden.

Was wäre nun die Alternative? Nun, eine einfache Alternative ist in dieser Preisklasse nicht leicht zusammenzustellen. Eine Möglichkeit wäre es, einen 200/1200 Dobson gebraucht für bis 200 Euro zu erstehen und diesen dann für den Start mit drei passend ausgesuchten Okularen zu bestücken. Diese drei Okulare können zusammen für 100 Euro Neupreis beschafft werden, da gibt es Möglichkeiten, sogar Weitwinkel-Okulare wären möglich.
Ganz klar kann ein Dobson fotografisch kaum genutzt werden. Mond-Schnappschüsse sind da schon Highlights, da verweise ich auf Bennys Artikel. Aber natürlich kann ein solcher Dobson später auf eine passende Montierung gesetzt werden, so dass Fotografie geht. Das machen viele. Den Foto-Einstieg sollte man aber vorher anders angehen.
Definitiv folgendes: Wenn Du eine Montierung willst, die Du längere Zeit für Astrofotografie einsetzen möchtest, dann frisst diese Montierung locker Dein ganzes jetziges Budget auf. Dann kannst Du quasi ohne Fernrohr über die Montierung hinwegschauen, hast aber auf jeden Fall eine Ausrüstung (Montierung) gekauft, mit der später mal Fotografie möglich ist. Du bemerkst vielleicht die triefende Ironie!

Dringende Bitte: Fotogedanken realistischerweise bei dieser Anschaffung vollständig verwerfen. Das bringt zu viele Einschränkungen mit sich, wenn man zuerst mal nur beobachten will.

Clear Skies
Sven
 
damit ich nicht namenlos bleibe - ich heiße Bernhard :)

hmm ja sven - so im grunde scheint das mit der Fotografie doch rel heikel zu sein.

Ich glaube ich lasse mich da davon überzeugen, dass das mal vorerst ein "Projekt" für später sein wird.

Wesentlich wichtiger -zur Zeit- wäre mir sowieso mal das Beobachten.

Dobson Teleskope sind ja generell die billigere Variante wie es scheint?

Nun es ist einfach die Frage ob ich jetzt mal so was besorge oder einfach mal schaue dass ich in den nächsten Monaten das Geld für eine ordentliche Montierung zusammenkriege mit einem der angesprochenen Optiken dann.

Kommt halt drauf an - wenn ich so wie du meinst so etwas wie ein 200/1200 dobs kriege was dann mit Okular mein derzeitg geplantes Budget erfüllen würde, wär das natürlich eine Variante, die mir schon gefiele. Ist halt die Frage, wo ich das herkriege - gibts abgesehen von ebay was? weil dort findet man zwar einiges, aber naja... eben viel Schund dabei, selbst für mich bereits leicht zu erkennen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Bernhard,

Dobsons findest Du hier öfter mal im Verkaufsbereich dieses Forums.
Oder bei Teleskop-Service, APM, Intercon Spacetec und und und...

Die Händler bieten Dir teilweise auch eine sehr faire Beratung und ermöglichen den Austausch diverser Komponenten.
Beim 8 Zoll f/6 Dobson werden gerne Plössl Okulare mit 25 mm und 9 mm mitgeliefert. Damit KANN man schon eine Menge beobachten. Man kann diese Okulare aber auch aus den Angeboten entfernen lassen und stattdessen bei astro-okulare.de nach den Goldkanten (Eigenimporte->Weitwinkel) schauen. Dazu dann ein Übersichtsokulare (z.B. TS WA 32) mit 2 Zoll Steckhülse und die Ausstattung sieht schon ganz gut aus.

Den Dobson kann man dann mit der Zeit selbst noch etwas optimieren (Verloursfolie, ggf. Lüfter nachrüsten, Lagerung/Rockerbox verbessern usw.).

Der Sprung zur Astrofotografie ist mit einem solchen Gerät allerdings ziemlich groß... Montierungen für so ein Rohr sind nicht wirklich billig... Man kann sich aber parallel wieder im Gebrauchtmarkt umschauen und z.B. einen 6-Zöller samt brauchbarer Montierung für die Fotografie zusätzlich anschaffen. Dann hat man beides: 8 Zoll für visuelle Beobachtung, transportabel und schnell aufzubauen. Und 6" für Astrofotos mit entsprechend höherem Aufwand.

Ciao, Udo
 
Hallo Bernhard,

schön, Dich ansprechen zu können. Also ich denke, dass der Gebrauchtmarkt hier im Biete-Board eine gute Lösung wäre. Gleichzeitig könntest Du natürlich auch selbst unter "Suche" etwas einstellen.
Dann macht es sicher auch Sinn, die verschiedenen Händler abzuklappern, manchmal verkaufen die auch im Kundenauftrag etwas. Einen regelrechten Rückläufer würde ich wiederum nicht unbedingt nehmen, solange man nicht genau weiß, was der wirkliche Grund für den Rücklauf war. Abgeplatzter Lack am Tubus wäre zum Beispiel akzeptabel, selbst eine Beule. Aber sobald da kein Grund steht, irgendwas schwammiges über die Optik oder so, würde ich das nicht machen. Wenn so ein Gerät mal eine misslungene Optik hat, ist es was für Bastler, die den Spiegel auch mal selbst neu schleifen (ist manchmal billiger, als ein Spiegelrohling).

Wenn Du die Chance hast, etwas zu warten, und dann eben 400 bis 500 Euro in Neuware zu investieren, solltest Du diese Möglichkeit auch in Betracht ziehen. Bzw. einfach mal als Anhaltspunkt: Für 300 Euro bekommt man derzeit die günstigsten Varianten solcher Dobsons als Komplettpaket. So "Weihnachtsaktionen" sind das. Man kann damit schon loslegen, aber besser wäre es, noch 100 Euro für etwas Zubehör, namentlich Okulare, einzuplanen. Selbst ein weiteres Okular für 35 Euro wäre schon ein kleiner Fortschritt, weil man mit den beigelegten Okularen (25mm und 9mm wurden ja schon genannt) das Gerät kaum richtig ausnutzen kann.
Man sollte sich aber bewusst sein, dass man zu so einem 300 Euro Dobson ganz problemlos Zubehör von 1000 Euro zusammenkaufen kann, ohne dass jemand bezweifelt, dass solches Zubehör an diesem Gerät unsinnig sei.
Für einen "sorglosen" Einstieg (ohne Foto) würde ich bei diesem Dobson zusätzlich 300 Euro veranschlagen, nämlich für ein Zwei Zoll Übersichtsokular (Bereich 30mm bis 42mm) und für zusätzlich noch 3 schöne Weitwinkel die so jeweils um 20mm, 10mm und 5mm Brennweite anzusiedeln wären.
Kann man nur 100 Euro für Zubehör ausgeben, so muss man die beigelegten Okulare mit weiteren günstigen Okularen ergänzen. Eventuell könnte man wenigstens ein 2 Zoll Übersichtsokular mit ins Paket nehmen, da muss man aber so 80 Euro für Planen und dann ginge mit Rabattschwatzen eben nur noch ein weiteres günstiges Okular für um 30 Euro mit ins Paket. Das Übersichtsokular wird von vielen Sternfreunden geschätzt, weil es nicht nur sehr schöne Anblicke von größeren Objekten bietet (Doppelsternhaufen H&Chi, Andromeda-Galaxie), sondern weil es auch beim Aufsuchen hilft, denn in dessen Bild passt der Vollmond 4 bis 5 mal nebeneinander (je nach Modell). Bei 1,25 Zoll Okularen hingegen kann man den Vollmond höchstens 2,5 mal nebeneinander ins Bild bekommen. Das macht schon einen ziemlichen Unterschied.

Das bringt mich allerdings zu einer weiteren Frage, die noch diskutiert werden müsste: Wo willst Du beobachten?
Das Problem ist, dass aus der Stadt heraus viele schwache Objekte im Streulicht untergehen. Der Himmel ist grau anstatt schwarz. Daher kann man nur helle Objekte beobachten, also den Mond und die Planeten. Einige der hellsten Deepsky-Objekte können sich mehr schlecht durch das Stadtlicht durchsetzen, aber man verpasst einiges.
Daher fahren viele Sternfreunde in mondlosen Nächten aus der Stadt heraus und beobachten unter mehr oder weniger gutem "Landhimmel". Das bringt eine ganze menge, allein der Sternhimmel mit bloßem Auge entfaltet sich in einer ganz neuen Pracht. Die Frage ist aber: Willst Du das tun bzw. ist es Dir überhaupt möglich. Der Dobson mit 200/1200 ist problemlos selbst in einen Kleinwagen zu verladen. Beim Smart würde ich aber anfangen, mir Gedanken zu machen.
Außerdem wurde hier noch gar nicht angesprochen, dass es Nachts deutlich kälter ist, als draußen!
Nein, ich bin nicht verwirrt, ich will nur darauf hinweisen, dass man hierzulande nichtmal im August bequem in Badelatschen am Teleskop sitzen kann. Ab September beginnt man mehr und mehr sich zu vermummeln...
Mehr dazu hier:
http://www.svenwienstein.de/HTML/kleidung.html
Und weil ich gerade dabei bin, noch dies hier, damit Du schonmal erahnst, wie denn die Bilder im Teleskop so aussehen:
http://www.svenwienstein.de/HTML/was_sieht_man_im_teleskop_.html
Und schließlich noch dies hier zum Thema "Unterwegs mit dem Teleskop":
http://www.svenwienstein.de/HTML/astro-exkursionen.html

Schau mal rein, ist sicher viel Lesefutter, aber es sollte Dir helfen, die Sache einzuschätzen. Wie weit Du gehen willst, ist natürlich ganz allein Deine Entscheidung. Auch vom Balkon aus macht ein Teleskop noch Spaß: http://www.svenwienstein.de/HTML/stadtastronomie.html

Clear Skies
Sven
 
Zitat von starrookie:
Der Skywatcher 150/1200 auf EQ3...ist ein weiteres Beispiel von ziemlich knapp dimensionierter Montierung,

Hallo Holger,

das hast du schön gesagt. Meiner Meinung nach ist ein 150/1200 auf einer EQ-3 absolut unterdimensioniert. Ein Rohr mit so einem Hebel braucht mind. die H-EQ5 um stabil zu stehen. Alles andere ist mehr oder weniger Spielerei und verdirbt dem Anfänger womöglich relativ schnell den Spaß am Beobachten.


Aber zu Thema:

Der nun angesprochene 8" f/6 Dobson ist ein sehr schönes Einstiegsgerät - sowohl für Planeten als auch deep sky. Visuelle Beobachtungen machen damit schon richtig freude.

Wenn man fotografieren will, kann man ihn später auf eine EQ-6 (oder besser) schnallen und loslegen. Wobei ich nochmals darauf hinweisen möchte, dass Fotografie eine Sache für sich und relativ kostenintensiv ist. f/6 ist für Fotografie auf Grund der langen Belichtungszeiten auch nicht mehr unbedingt geeignet. Da würde es sich für den Anfang eher empfehlen, die DSLR mit einem Leitrohr auf eine (noch recht kleine und bezahlbare) Montierung zu schnallen, mit Weitwinkelaufnahmen zu beginnen und zu höheren Brennweiten vorzuarbeiten. Wenn das gut klappt, kann man auch ein Teleskop mit langer Brennweite für die Fotografie einsetzen.

Viele Grüße

Carsten
 
Hallo,

Beim Smart würde ich aber anfangen, mir Gedanken zu machen.

;) Das selbe hab ich auch mal propagiert und schon hatte ich eine Mail im Postfach mit Foto im Anhang: Ein Smart ForTwo mit einerm 8" f/6 inkl. Zubehör und Beobachtungsstuhl im "Kofferraum", finde das Foto leider gerade nicht...

Ich denke aber auch, dass der vielempfohlene 8" f/6 Dobson ein relativ gutmütiges und vor allem vielzeigendes Gerät ist, nicht nur aber auch für den Einstieg.

CS und Grüsse Benny
 
Moin Benny!

> Ein Smart ForTwo mit einerm 8" f/6 inkl. Zubehör und Beobachtungsstuhl im "Kofferraum"

Ach, das ist doch noch gar nix: Der Schweizer Sternfreund Silvio bringt es fertig, seinen Standard-China-12" f/5 ohne zu knicken in einem handelsüblichen Smart unterzubringen. Bilder dazu im Blauen Forum. Es geht nahezu alles, wenn man's drauf anlegt, ein 8" f/6 ist da nun wirklich kein Problem.
 
Hi Benny,

war der Smart die Montierung..... ?? ....

O.k., an Bernhard,

was viele Dir sagen und raten ist der schon fast berühmte 8" f6 Dobson, den ich u.a. auch habe. Ihn als reines Einsteigergerät zu bezeichnen, ware sicherlich falsch. Es ist ein Dobson, der Dich, bleibst Du bei diesem Hobby, ein Leben lang begleiten kann. Meiner kam spät, sehr spät. Aber seit ich ihn habe, ist es das erste Gerät, das auf der Terasse steht.

Dies begründet sich aus mehreren Thesen:
- leicht und transportabel
- gemütliches Beobachten im Sitzen
- Objekte sichtbar, die fast ein ganzes Leben ausfüllen können
- wenn später mal "was großes" kommt, bleibt der 8" als Zweitgerät meist bestehen

Also auch meine Empfehlung zum Einstieg und weitermachen.

CS
Winfried
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Vielen Dank mal für eure ausführlichen Ratschläge! Bezüglich der Montierungen habe ich jetzt einiges gelesen und versteh so im groben mal warum, diese Angebote teilweise nicht günstig sondern blos "billig" sind, wie ich gern sage :)

Bezüglich Dobson.. ja ich denke ich werde mit der Fotografie zwar parallel beginnen aber mit meinen Objektiven und meiner Kamera, die ja nicht ganz so schlecht ist - und mal nicht über ein Teleskop. Vor allem habe ich alles an Zubehör beisammen, da ich ja gerne auch wettersituationen u.A. fotografiere und da will ich mich vor allem mal auch noch stärker der Bearbeitungstechnik etc widmen. wenn das dann was ist was ich weiterverfolgen will, dann wird wohl, wenn nach meinem Studium der Geldhahn größer wird (hoffentlich ;) ) auch was besseres fällig. Danke jedenfalls für diese Hinweise und Bedenken, die ich so nicht gehabt hätte.

@sven: bezüglich meines Standortes - ja ich kenne die Lichtproblematik nur zu gut- gerade in der mittelgroßen Stadt wo ich wohne und der Nebellastigkeit drum herum ist es schwierig - Das ganze würde ich aber unweit in meinem Heimatort ausüben, wo es sehr gut geeignet ist sowohl was die Landschaft mit vielen exponierten Hügeln angeht, als auch das fehlen von größeren Orten und Straßen. da sieht man in einer klaren Nacht schon mit blosem Augen verdammt viel.

jetzt werde ich vorerst mal nichts unternehmen - schauen das ich mal so bis Ende Jänner, Feber um die 500 zusätzlich habe, was durchaus geht und dann mal sehen. Dobson 8'' klingt gut - vor allem auch noch sehr transportabel. Eventuell überlege ich mir das mit einer EQ3 und entsprechend kleineren Tubus, aber das wird sich wohl noch ändern, denn beobachten ist da wenn das Geld begrenzt ist wohl alles!

Jedenfalls mal Danke nochmal - ich wurde voll und ganz bestärkt in der Ansicht nicht das erst beste zu kaufen, auch wenn ich nicht so ganz wußte warum :)

sollte jemand per Zufall ein gutes Angebot wo sehen, bin ich natürlich für einen Hinweis dankbar! ;)

An sonsten ist das jedenfalls etwas, was mir auf jeden Fall dauerhhaft Spass machen wird, das weiß ich jetzt schon. Generell beschäftige ich mich mit Astronmie (theoretisch) ja schon eine Zeit lang - also was das angeht bin ich schon wesentlich weiter als bei der AUswahl der techznischen Hilfe.

Anbei noch eine Frage: da ich jetzt einige ältere Threads durchgelesen habe und immer wieder Leute mit ihren Käufen unzufrieden waren - vor allem weil die Angaben über die Qualität nicht stimmten, oder sonst was: da wird oft mit dem Rückgaerecht argumentiert bei Internetkäufen, aber wie sieht das in D mit den versandspesen aus? die sind ja auf jeden Fall weg oder? weil jhe nach Gewicht machen die ja doch zwischen 15 und 30 Euronen aus.. also nicht ganz unerheblich - wenn man bedenkt, dass beim Hinversand auch schon teilweise bis zu 40€errechnet werden ist das ja dann schon bald so wild, wie so ein Billigteil wert ist :). Oder braucht man das Porto nicht zu zahlen?

LG Bernhard
 
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